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Nach der kurzen Amtszeit von Bonifatius VI. hielt der Spoleto-freundliche Stephan VI. im Januar 897 über den Leichnam des Formosus (s. Leichensynode) wegen seiner angeblichen Usurpation des Papstthrons Gericht.
Dem Leichnam wurden die Schwurfinger amputiert und er wurde in den Tiber geworfen, doch noch 897 hob Stephans Nachfolger Theodor II. die Beschlüsse der Leichensynode wieder auf und ließ Formosus, dessen Leichnam von seinen Anhängern aus dem Tiber geborgen worden war, wieder in der Vatikanischen Nekropole begraben.
Unter Papst Sergius III., einem Anhänger Stephans VI., wurde die Partei des Formosus erneut verfolgt.
Er ließ Formosus’ Überreste nach zehn Jahren im Grab ein zweites Mal exhumieren, die restlichen Finger der Schwurhand abtrennen und die Leiche dann erneut in den Tiber werfen.
Sie soll sich jedoch im Netz eines Fischers verfangen haben, wurde später in die Basilika Alt-St. Peter zurückgebracht und dort zum dritten Mal bestattet.
06. Oktober 06. Oktober 1860:
Peking wird von britischen und französischen Truppen während des Zweiten Opiumkrieges erobert. In den folgenden Tagen werden der Alte und der Neue Sommerpalast systematisch geplündert und zerstört.
Dieses Ereignis markiert einen der folgenschwersten Wendepunkte in der modernen chinesischen Geschichte und ist bis heute tief im kollektiven Gedächtnis Chinas verankert.
Der historische Kontext:
Kriegsziel:
Erzwingung der Ratifizierung des Vertrags von Tianjin durch die Westmächte. Der Vorwand:
Festnahme und Tötung einer britisch-französischen Delegation durch chinesische Truppen. Die Akteure:
Britische Truppen unter Lord Elgin und französische Truppen unter General Cousin-Montauban. Die Zerstörung der Sommerpaläste:
Der Ort:
Der Alte Sommerpalast (Yuanmingyuan) war eine riesige, prachtvolle Anlage mit europäischer und chinesischer Architektur. Die Plünderung:
Unzählige unersetzliche Kunstschätze, Porzellan, Seide und antike Manuskripte wurden geraubt. Die Brandstiftung:
Lord Elgin befahl die komplette Niederbrennung des Areals, die mehrere Tage andauerte. Das Motiv:
Ein gezielter psychologischer Schlag gegen den Kaiser, um den Widerstand der Qing-Dynastie zu brechen.
Die historischen Folgen:
Pekinger Konvention:
China musste den Opiumhandel legalisieren, Reparationen zahlen und Häfen für den Außenhandel öffnen. Das "Jahrhundert der Demütigung":
Dieses Ereignis symbolisiert für China den Beginn des Niedergangs des Kaiserreichs durch imperialistische Mächte. Restitutionsdebatte:
Bis heute fordert die chinesische Regierung die Rückgabe der damals geraubten Kulturgüter aus westlichen Museen.
06. Oktober 1945:
Die britische Besatzungsmacht verbietet dem von den Amerikanern eingesetzten Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer jedwede parteipolitische Aktivitäten.
Das war ein historischer Wendepunkt, der die deutsche Nachkriegsgeschichte maßgeblich prägte, da dieses Verbot Konrad Adenauer unfreiwillig den Weg an die Spitze der nationalen Politik ebnete.
Die Hintergründe des Konflikts:
Der Auslöser:
Die Briten entließen Adenauer offiziell wegen „Inkompetenz“ und mangelndem Elan beim Wiederaufbau Kölns. Der wahre Grund:
Adenauer weigerte sich, für den Wohnraum britischer Soldaten Kölner Parks und Grüngürtel abzuholzen. Das totale Verbot:
Neben der Entlassung belegten die Briten ihn mit einem strikten Verbot der politischen Betätigung.
Die unbeabsichtigten Folgen:
Märtyrer-Status:
Das Verbot machte Adenauer in den Augen der Bevölkerung zum unerschrockenen Verteidiger deutscher Interessen. Fokus auf die Zonentrennung:
Da er in Köln blockiert war, konzentrierte er sich nach der schnellen Aufhebung des Verbots (bereits im Dezember 1945) auf die britische Zone insgesamt. Aufstieg in der CDU:
Im März 1946 wurde er zum Vorsitzenden der CDU in der britischen Zone gewählt – das Fundament für seine spätere Kanzlerschaft ab 1949.