In Remember

09. Februar 1964:
Die Beatles haben ihren ersten Auftritt im US-Fernsehen. Mit fünf Liedern (All My Loving, Till There Was You, She Loves You, I Saw Her Standing There und I Want to Hold Your Hand) in der Ed Sullivan Show werden sie einem Millionenpublikum bekannt.
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10. Februar 1906:
In der Marinewerft Portsmouth läuft mit der Dreadnought das weltweit erste Großkampfschiff vom Stapel.
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Die HMS Dreadnought war ein britisches Schlachtschiff, dessen revolutionäres Design bei seiner Indienststellung im Jahr 1906 alle anderen Großkampfschiffe der Welt sofort veralten ließ. Sie gilt als das erste moderne Schlachtschiff und war so einflussreich, dass alle nach ihr gebauten Schlachtschiffe als "Dreadnoughts" und die älteren als "Pre-Dreadnoughts" bezeichnet wurden.

Revolutionäre Merkmale:
Der Entwurf der Dreadnought, maßgeblich vorangetrieben vom Ersten Seelord Admiral Sir John "Jackie" Fisher, integrierte mehrere Innovationen zu einer bis dahin unerreichten Kampfkraft:
Einheitliche schwere Hauptbewaffnung ("All-Big-Gun"): Anstelle einer Mischung aus wenigen großen und vielen kleineren Geschützen, wie bei vorherigen Schlachtschiffen üblich, war die Dreadnought mit zehn einheitlichen 305-mm-Geschützen (12-Zoll) in fünf Zwillingstürmen ausgestattet. Diese konnten dank verbesserter Feuerleitsysteme Ziele auf größere Entfernungen (bis zu 15 km) präzise bekämpfen.

Dampfturbinenantrieb: Sie war das erste Großkampfschiff, das von Dampfturbinen statt den älteren, weniger effizienten Kolbendampfmaschinen angetrieben wurde. Dies verlieh ihr eine im Vergleich zu älteren Schlachtschiffen überlegene Geschwindigkeit von 21 Knoten (ca. 39 km/h) und eine größere Zuverlässigkeit.

Panzerung und Unterteilung: Die Dreadnought verfügte über eine starke Gürtelpanzerung aus Krupp-zementiertem Stahl und eine verbesserte Unterteilung des Rumpfes in wasserdichte Abteilungen, um die Überlebensfähigkeit zu erhöhen.

Bauzeit: Sie wurde in einer für die damalige Zeit außergewöhnlich kurzen Bauzeit von nur etwas mehr als einem Jahr fertiggestellt, was Großbritanniens industrielle Leistungsfähigkeit demonstrierte und die Konkurrenz unter Druck setzte.

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Historische Bedeutung und Auswirkungen
Die Einführung der Dreadnought hatte weitreichende Folgen:
Flottenwettrüsten: Ihr Design löste ein globales Flottenwettrüsten aus, insbesondere zwischen Großbritannien und dem Deutschen Kaiserreich, das maßgeblich zu den Spannungen vor dem Ersten Weltkrieg beitrug.

Veralterung bestehender Flotten: Über Nacht machte sie alle anderen Schlachtschiffe, auch die der Royal Navy selbst, obsolet.

Einfluss auf die Seekriegstaktik: Die Fähigkeit, auf große Entfernungen zu kämpfen, verlagerte den Fokus der Seekriegstaktik hin zu Gefechten zwischen großen Flottenverbänden und betonte die Bedeutung von Feuerleitung und Geschwindigkeit.

Einsatzgeschichte
Trotz ihres revolutionären Designs und ihrer Rolle als Flaggschiff der Home Fleet nahm die Dreadnought an keinen großen Schlachten im Ersten Weltkrieg teil, da sie sich während der Skagerrakschlacht (Battle of Jutland) von 1916 in der Überholung befand. Ihre einzige bedeutende Kampfhandlung war das Rammen und Versenken des deutschen U-Bootes SM U-29 im März 1915, womit sie das einzige Schlachtschiff ist, dem die bestätigte Versenkung eines U-Bootes auf diese Weise gelang.

Nach dem Krieg wurde sie 1919 in die Reserve versetzt und 1921 zum Abwracken verkauft. Ihr Name lebt in der Royal Navy weiter; unter anderem wurde Großbritanniens erstes Atom-U-Boot und die neue Klasse von U-Booten mit ballistischen Raketen nach ihr benannt.
 
10. Februar 1763:
Der Frieden von Paris beendet den Kolonialkrieg, insbesondere den Franzosen- und Indianerkrieg in Nordamerika, im Rahmen des Siebenjährigen Krieges. Frankreich verliert seine Kolonie Neufrankreich im heutigen Kanada und seine indischen Besitzungen an Großbritannien, dessen Imperium sich dadurch massiv vergrößert. Spanien tritt Florida an Großbritannien ab und erhält dafür das bisher französische Louisiana-Territorium.
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10. Februar 1987:
Hans Rosenthal, deutscher Entertainer, Moderator und Regisseur stirbt.
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Hans Rosenthal (1925–1987) war ein bekannter deutscher Entertainer, Moderator und Regisseur, der vor allem durch seine Quizshows wie "Dalli Dalli" große Popularität erlangte. Er war jüdischer Herkunft und überlebte den Holocaust in einem Versteck in Berlin, was er später in seiner Autobiografie "Zwei Leben in Deutschland" verarbeitete.

Leben und Karriere
Hans Rosenthal begann seine Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg beim Berliner Rundfunk und wechselte 1948 zum RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor), wo er Unterhaltungssendungen entwickelte und moderierte. Ab den 1970er Jahren wurde er durch das Fernsehen bundesweit berühmt.

Zu seinen bekanntesten Fernsehsendungen gehörten:
Dalli Dalli (1971–1986): Eine beliebte Spielshow, die für Rosenthals legendären Luftsprung mit dem Ausruf „Das war Spitze!“ bekannt war.

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Rosenthal engagierte sich zudem stark im Zentralrat der Juden in Deutschland und war von 1965 bis 1973 Präsident des Fußballvereins Tennis Borussia Berlin. Die von ihm ins Leben gerufene Hilfsaktion "Dalli Dalli hilft" wird nach seinem Tod durch die Hans-Rosenthal-Stiftung fortgeführt, die unverschuldet in Not geratene Menschen unterstützt.

Das "erste" Leben:
Seine Jugend war vom Nationalsozialismus überschattet. Sein Vater starb 1937, seine Mutter 1941, und sein jüngerer Bruder Gert wurde 1942 nach Riga deportiert und ermordet. Hans Rosenthal selbst entging der Deportation, indem er sich von 1943 bis Kriegsende in einer Berliner Kleingartenkolonie versteckt hielt, unterstützt von mutigen nichtjüdischen Frauen. Diese traumatischen Erfahrungen prägten sein Leben, die er in seiner Autobiografie thematisierte, um ein Zeichen gegen Hass und Rassismus zu setzen.

Hans Rosenthal starb 1987 im Alter von 61 Jahren an Magenkrebs.
 
10. Februar 1940:
Mit Puss Gets the Boot (Jerry Treibt´s Zu Bunt) kommt der erste Film mit den Zeichentrickfiguren Tom und Jerry in die US-amerikanischen Kinos.
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Clifford Lee Burton, geboren am 10. Februar 1962, verstorben am 27. September 1986, war ein US-amerikanischer Bassist. Bekannt wurde er mit der Metal-Band Metallica.