Lohnt sich Photovoltaik? Eure Erfahrungen mit realen Zahlen

Klamsy

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30 März 2015
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Wir haben ein Ferienhaus schon vor Jahren umbauen lassen und haben dort eine Wärmepumpe einbauen lassen. Vor ein paar Jahren gab es da aber noch Engpässe bei den PV Paneelen und die Kosten waren noch zu hoch. Jetzt hat sich das mittlerweile geändert und wir wollen endlich auch die fehlende Photovoltaikanlage nachrüsten. Vorkehrungen sind schon getroffen worden bei der Sanierung des Hauses.

Was mich jetzt interessiert sind die tatsächlichen Zahlen, am besten von jemanden, der das aus eigener Hand einschätzen kann und seine eigenen Erfahrungen gemacht hat. Wir haben jetzt einige Angebote erhalten und man bekommt dann immer gesagt mit so und so vielen PV Paneelen kann man so und so viel kWh erzeugen.
Stimmen die Zahlen so? Muss man da etwas abziehen weil das zu gut dargestellt wird oder trifft das in der Regel zu?
Schon klar, Abweichungen kann es immer geben wegen dem Wetter etc. Das wird man nicht punktgenau vorhersagen können.
Mir gehts nur darum ob ich lieber ein oder zwei Paneele mehr aufs Dach geben soll um die Zahlen auch wirklich zu erreichen oder die Zahlen der Anbieter ernst nehmen kann.

Wäre dankbar für die Erfahrungen mit euren Anlagen. Dann kann ich es besser einschätzen.
 
Also ich hab zwar selbst keine PV-Anlage, aber ich hab vor ein paar Jahren meinen Eltern dabei geholfen, sich eine auf ihrem Dach installieren zu lassen. Wir haben das damals über die Norddeutsche Solar gemacht und die haben dann eine Anlage mit knappen 10 kWp installiert. In dem Haus ist auch der Hauptverbraucher eine Wärmepumpe und das Dach hat soweit ich mich erinnern kann eine Südost/Südwest Ausrichtung.

Laut Anbieter sollten sie damit zwischen 9500 und 10000 kWh im Jahr erzeugen können und das hat eigentlich auch ziemlich gut so gepasst was ich weiß. Es ist natürlich schon jedes Jahr anders, also mal drüber und mal drunter aber im Schnitt hat die Prognose bei ihnen ganz gut gestimmt. Ich glaube, wenn der Anbieter da die Dachausrichtung, Neigung und Verschattungen schön einberechnet und die Module ordentlich auslegt, dann ist die Wahrscheinlichkeit für eine realistische Prognose da auch viel größer.

Im Zweifelsfall würde ich aber behaupten, dass sich ein extra Paneel fast immer auszahlen wird, vor allem wenn du bei der Wärmepumpe darauf abzielst, möglichst viel PV-Strom selbst zu nutzen.
 
Ok super, danke für deine Schilderung.
OK, dann kann man die Zahlen schon so nehmen und muss da nicht selbst etwas daran herumdrehen. Ich dachte mir nur, dass ist so wie beim Auto. Da gibt man ja auch einen Spritverbrauch an, der so in der Realität nie eintritt.
Beim Haus wäre es dann aber schon schlimmer weil man dann eben nicht den Verbrauch decken kann aufs Jahr gerechnet.
Schon klar, es gibt immer etwas Abweichung, es scheint ja nicht jedes Jahr gleich die Sonne.
Habt ihr euch da mehrere Angebote eingeholt? Hatten die dann alle ungefähr das gleiche empfohlen oder gabs da grobe Abweichungen? Auch was den Preis betrifft.
 
Ja, würde ich schon sagen. Ein bisschen Menschenverstand muss man natürlich schon auch dabei einsetzen, ob man den Anbieter jetzt als glaubwürdig nimmt oder nicht, aber ich denke, vor allem die kleineren Anbieter haben nichts davon, große Versprechungen zu machen, die sie nicht einhalten können, weil die schlechten Bewertungen für sie schon einen größeren Unterschied machen.
Wir haben uns damals drei oder vier Angebote eingeholt, aber die waren alle relativ unterschiedlich. Einer wollte uns so schnell wie möglich einen Vertragsabschluss andrehen und bei einem anderen haben wir dann später herausgefunden, dass die recht schlecht bewertet waren. Im Endeffekt sind wir eben bei der Norddeutschen Solar gelandet und waren mit deren Arbeit dann auch sehr zufrieden.

Ich denke, es ist sicher sinnvoll, sich auch abseits der Anbieter mit dem Thema zu beschäftigen und sich so gut wie möglich über alles Mögliche zu informieren, um dann auch die richtigen Fragen stellen zu können.
 
Ja halte ich auch für sinnvoll und will da auch dazulernen. Muss jetzt kein Profi werden aber ich will wissen um was es geht und will wissen über was da genau geredet wird wenn man einige der Fachausdrücke hernimmt. Ich schau mir dazu eh schon viele Videos an und lese mir einige Artikel durch. Ich bin ja auch davon überzeugt, mich muss man ja gar nicht mehr dazu überreden. Ich will nur genauer wissen wie es dann in der Realität aussieht. Von Werbeversprechen hab ich nicht viel wenn das dann nie so eintritt. Darum geht es mir halt. Aber wenn man das so nehmen kann, dann ist das ja schon mal gut und man weiß mit was man rechnen kann.

Ja ich habe jetzt auch schon einige getroffen und mit Firmen gesprochen. Mal hat man ein besseres Gefühl, mal ein schlechteres. Mir ist schon wichtig, dass man dabei ein gutes Gefühl hat. Ich finde es bei den Bewertungen immer wichtig sich auch durchzulesen wieso da einige eine schlechte Erfahrung angeben. Mit vielen negativen Punkten könnte ich zumindest leben (ich bezieh das mal beispielsweise auf Restaurantkritiken). Wenn es da wenig Parkplätze beim Restaurant gibt, muss ich das Restaurant nicht negativ bewerten wenn das Essen passt. Also das gibt es leider auch sehr oft.
 
Bei der Anbieterauswahl bin ich ähnlich vorgegangen. Bewertungen habe ich mir genau angeschaut und vor allem gelesen, worüber sich beschwert wurde. Kleinigkeiten oder Verzögerungen waren für mich kein großes Thema. Wenn sich aber mehrere Punkte zu schlechter Kommunikation oder unrealistischen Zusagen gehäuft haben, war ich raus. Ein gutes Gefühl beim Gespräch war am Ende entscheidend.