Friendship!

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: Website :: IMDB (6,7)
Regie: Markus Goller
Darsteller: Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke
Laufzeit: 108min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Komödie (Deutschland)
Filmstart: 14. Januar 2010
Bewertung: 7,4 (16 Kommentare, 15 Votes)
Die DDR. Welch ein prachtvolles Land! Autos aus Plastik, Arbeit für alle, Rundumschutz durch die Stasi – und dann sind auch noch die Gedanken frei! Nur aus dem Rahmen sollte man besser nicht fallen. Tom (MATTHIAS SCHWEIGHÖFER) fällt aus dem Rahmen. Angepasst zu sein ist nicht seine Sache. Das macht ihn zum Außenseiter. Sogar in der Schule muss der Zwölfjährige alleine sitzen. Bis er Veit (FRIEDRICH MÜCKE) kennenlernt. Der wird zuerst sein Banknachbar und kurz darauf sein bester Freund. Sie sind unzertrennlich, auch wenn die beiden Jungen nicht unterschiedlicher sein könnten: Tom ganz der sorglose Draufgänger, immer eine große Klappe; Veit der Ruhige, eher schüchtern und in sich gekehrt, der ohne Vater aufwachsen muss. Von Anfang an gehen sie gemeinsam durch dick und dünn, hören Westradio und entdecken ihre Liebe zum Film: 19 Monsterfilme mit Tom in der Hauptrolle bannen sie auf Super 8. Dann fällt die Mauer. Tom und Veit sind 23 Jahre alt. Mit einem Mal steht den beiden Ossis die Welt offen. Veit weiß auch genau, was er will, nämlich nach San Francisco reisen, an den westlichsten Punkt der Welt, wie er Tom anvertraut. Für Tom ist klar, wenn Veit dahin will, dann will er auch dahin, auch wenn er damit bei seiner Familie nicht gerade auf große Begeisterung und Unterstützung stößt. Freunde machen immer alles zusammen! Auch wenn das Geld nicht reicht: Das Ersparte und das Begrüßungsgeld der BRD reicht gerade mal für einen Flug nach New York. Immerhin ein Anfang. Die große weite Welt ruft. Tom und Veit stürzen sich Hals über Kopf ins Abenteuer, mit nicht mehr als ein paar Klamotten, harten Ostkeksen und ihrem Filmprojektor im Gepäck. Erste Anlaufschwierigkeiten gibt es bei der Einreise: Es erweist sich als nicht so gute Idee, den Beamten in gebrochenem Englisch zu erzählen, sie seien keine Nazis, sondern freie Kommunisten. Einige Stunden und eine ausführliche Körpervisitation später landen sie schließlich doch in Manhattan, inmitten von Wolkenkratzern, Lärm, Geschäften und Massen von Menschen – Kulturschock total. Und gleich darauf eine Ernüchterung: Da sie nur noch über 55 Dollar an Barem verfügen, fällt die erhoffte Busfahrt an die Westküste ins Wasser. Aber wer die DDR überlebt hat, lässt sich so schnell nicht ins Bockshorn jagen – nicht einmal, wenn man die Enttäuschung verkraften muss, dass sich niemand für ihre an die Wand einer U-Bahn-Station projizierten Horrorkurzfilme interessiert. Ein Pornokino erweist sich als preiswerteste und obendrein warme Absteige für die Nacht. Zufällig stößt Tom in Veits Gepäck auf einen Stapel Postkarten, allesamt abgeschickt aus San Francisco und unterzeichnet von Veits Vater – obwohl doch alle Welt bislang im Glauben war, dieser Vater sei seit Langem tot. Kleinlaut gesteht Veit, er habe bislang immer verschwiegen, dass sein Vater tatsächlich aus der DDR geflohen sei, als Veit zwölf Jahre alt war, und seither immer pünktlich zu Veits Geburtstag eine Karte aus San Francisco geschickt habe. Tom versteht jetzt den eigentlichen Grund, warum sein Freund an die Westküste will: Er will seinen Vater wiedersehen! Tom verspricht ihm, ihm bei der Suche zu helfen. Ehrensache. Friendship! Dreieinhalb Wochen haben sie noch Zeit, nach San Francisco zu kommen, um den Vater am Postamt abzupassen: denn dann hat Veit Geburtstag. „Go West“ heißt also die Devise für das Abenteuer der beiden Ossis. Als Tramper machen sich Tom und Veit auf den Weg. Nach einigen Stunden vergeblichen Wartens hält tatsächlich ein Wagen mit dem durchgeknallten Comiczeichner Darryl, der die Freunde erst einmal mitnimmt in seinen Heimatort, einem kleinen Kaff irgendwo in Tennessee. Danach schenkt Darryl ihnen zum Abschied zwei seiner berüchtigten Äpfel, die mit Dope vollgestopft sind und als Bong benutzt werden können. In einer vollbesetzten Truckerkneipe führen sie ihre Super-8-Filme vor, um die nötigen Dollars für die Weiterreise zu verdienen. Die Vorführung ist von zweifelhaftem Erfolg, aber immerhin können die Freunde bei den Schwestern Amber und Dorothy landen, die sie mit zu sich nach Hause nehmen. Dass die überraschend früh heimkehrenden Eltern nicht allzu erfreut sind, zwei deutsche Jungs in den Zimmern ihrer Töchter vorzufinden, ist nachvollziehbar. Dass der Papa aber sogleich seine Schrotflinte anlegt, lässt sie sofort die Beine in die Hand nehmen – ihnen bleibt nur die überstürzte Flucht und eine ungemütliche Nacht unterm Sternenhimmel. Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Mittlerweile sehen Tom und Veit so elend und ausgehungert aus, dass eine mitfühlende Kellnerin ihnen in einem Schnellimbiss ein herzhaftes Frühstück spendet. Und es geht noch weiter bergauf: Eine Bikergang, angeführt von dem hünenhaften Schwarzen Hope, erklärt sich bereit, die Freunde auf ihren Motorrädern mitzunehmen. Easy-Rider-Feeling pur! Bei einer Pause kommt es zum Streit mit einem der angetrunkenen Biker, als dieser Veits Vater als Kommunist beschimpft. Veit rastet aus. Im letzten Moment kann Hope schlichten. Er hat Verständnis für die Jungen aus Ostdeutschland und erklärt sich bereit, ihnen bei ihrem Vorhaben, San Francisco zu erreichen, zu helfen. In seinem Zuhause in Oklahoma überlässt er Tom und Veit einen alten Trans AM und nimmt ihnen das Versprechen ab, das Auto zu seinem Bruder nach Kalifornien zu bringen. Unter keinen Umständen dürften sie allerdings den Kofferraum öffnen! Tom und Veit schwant Böses. Waffen und Drogen könnten dort versteckt sein, mindestens! Trotzdem können sie ihr Glück erst einmal nicht fassen. San Francisco kann kommen! So geht es los durch atemberaubende Landschaften. Tom und Veit hatten zwar keine Vorstellung von Amerika, aber wenn sie eine gehabt hätten: So hätte es ausgesehen, das Land der Freiheit. Bei einem Zwischenstopp hechten sie gemeinsam in einen See – voll bekleidet. Es ist einfach zu unglaublich! Nackt geht die Fahrt weiter. Vollgas. Tom und Veit fühlen sich wie Könige. Bis sie feststellen, dass sie von der Polizei verfolgt werden. Panisch reißt Tom am Lenkrad, der Wagen beginnt zu schlingern, kommt von der Straße ab und bleibt krachend und ruckartig stehen. Die Polizeibeamtin, die sie stellt, ist alles andere als entzückt: Zwei nackte Ostdeutsche in einem amerikanischen Auto, die sich weigern, den Kofferraum zu öffnen? Tom und Veit rast das Herz. Als die Polizistin den Kofferraum schließlich öffnet, erwartet sie eine Überraschung: ein Darth-Vader-Helm und ein Jedi-Laserschwert für Kinder. Großes Gelächter. Nur Tom und Veit bleiben stumm. Sie haben keine Ahnung, wer oder was „Krieg der Sterne“ ist. Außerdem haben sie ein Problem: ihr Wagen ist hinüber. Woher die 600 Dollar für die Reparatur nehmen und nicht stehlen? Stehlen. Gutes Stichwort: In einem Supermarkt wollen sie etwas Essbares klauen. Und stehen auf einmal vor einem Mädchen, das deutsch spricht: Zoey (ALICJA BACHLEDA) warnt sie vor den überall installierten Überwachungskameras – noch so etwas, was die beiden Ossis in dieser Form noch nie gesehen haben. Aber Zoey ist cool: Sie lädt die Jungs kurz entschlossen zu sich nach Hause zum Essen ein. Dort lernen sie ihre Eltern kennen, Tom und Ursel, die Tom und Veit mit offenen Armen aufnehmen. Tom und Veit sehen nur eine letzte Chance, an das nötige Geld zu kommen, um es doch noch nach San Francisco zu schaffen: Sie wollen wieder ihre alten Super-8-Filme auspacken und einen großen Filmeabend mithilfe von Zoey veranstalten. Im letzten Moment überzeugt Veit Tom, diesmal die Horrorfilme in der Tasche zu lassen – und stattdessen seinen liebevoll zusammengeschnittenen Film mit dokumentarischen Aufnahmen aus der DDR zu zeigen – Tom hat ihn bisher gehütet wie einen Schatz. Die Menschen sind bewegt und gerührt und spenden den Jungfilmemachern begeisterten Beifall – sogar der Bürgermeister beglückwünscht die beiden Ostdeutschen für ihren kulturellen Beitrag. Auf einem Rummelplatz wird mitten in der Nacht der Erfolg gefeiert. Tom bringt sogar ein Karussell zum Laufen. Veit und Zoey sitzen in der Gondel und kommen sich näher. Es ist offensichtlich, dass Veit in das Mädchen schwer verliebt ist. Doch sie weicht seinen Avancen aus und blödelt lieber mit Tom herum. Veit lässt sich seine Enttäuschung nicht anmerken. Dafür hat Zoey die zündende Idee, wie man das fehlende Geld auftreiben könnte: Man verkauft einfach gefälschte und kunstvoll mit Farbe verzierte Mauersteine aus der Gartenmauer von nebenan als authentische Überbleibsel der Berliner Mauer! In kürzester Zeit haben die Jungs die Kohle beisammen, ihren Wagen endlich reparieren zu lassen. Wieder unterwegs, mit Zoey – der letzte Abschnitt bis nach San Francisco, wie Tom und Veit hoffen. Doch in Las Vegas müssen sie wieder einen Zwischenstopp einlegen, denn Tom hat nach einer Schlägerei einen lädierten Zahn und so fürchterliche Schmerzen, dass er einfach nicht mehr weiter kann. 300 Dollar kostet der Besuch beim Zahnarzt – und damit ist das hart verdiente Geld auch wieder flöten. Aber Not macht erfinderisch: Um wieder zu Geld zu kommen, wollen Tom und Veit in einem Schwulenclub als The Leningrad Stallions auftreten und als Stripper in Russenuniform ihr Geld verdienen. Das kostet unsere beiden Helden zunächst viel Überwindung, erweist sich dann aber als voller Erfolg. Am Ende tanzt der ganze Club. Tom kommt Zoey näher. Sie küssen sich. Veit sieht die beiden und ist schockiert. Und war noch nie in seinem Leben so wütend: Sein bester Freund hat ihn betrogen! Er schnappt sich die Autoschlüssel und rast davon... Tom muss eine Entscheidung treffen. Er denkt zwei Minuten nach. Und entscheidet sich, seinem Freund zu folgen – nach San Francisco. Um ihm zu helfen, seinen Vater zu finden... Friendship! Fragt sich nur, wie er Veit wiederfinden soll...

Kommentare

16katjali19. Februar 20107/10
sehr amüsant
15natasa7817. Februar 20103/10
gähhhhhhhhhhhhhnnnnnnnn bin wärend dem film eingeschlafen der ist sowas von langweilig wahnsinn sag nur die deutschen sollten sich mehr von hollywood abschneiden wenn nicht sollten die das film drehen sein lassen die paar lacher die da waren haben den film nicht besser gemacht.
14k26836515. Februar 201010/10
Ich kam nun auch endlich dazu, mir den Film anzusehen & ich fand ihn sehr gelungen. Aber wie schon gesagt wurde, mehrmals gucken ist hier zwar möglich, aber so lustig wie beim ersten mal wirds vermutlich nichtmehr.
13Jonne9115. Februar 20105/10
hatte mir von dem film mehr erhofft. sind ein paar lacher drin aber die story geht so
12k13516914. Februar 20101/10
So nen Schrott muss man echt nicht im Kino anschauen!Total langweilig!
11lamora30. Januar 20109/10
Ich als "Wessi" war mit nem "Ossi" in dem Film! Es war einfach nur klasse! Haben uns an manchen Stellen vor Lachen wirklich am Boden gekugelt! Undbedingt sehenswert!
10geldwurm28. Januar 201010/10
Fand den Film auch sehr gut. Bei uns waren auch noch Matthias und Friedrich im Kino. Das war auch sehr witzig mit ihnen nach dem Film.
9bisselbock23. Januar 20109/10
Witziger und zugleich gefühlvoller Film mit sehr sympathischen Hauptdarstellern. Unbedingt sehenswert!
8vinc19. Januar 201010/10
fand den film auch sehr gelungen, ein muss!
7booster9218. Januar 201010/10
ich muss sagen top film. Hat mir super gut gefallen. Zu empfehlen.
6Stephan-aus-HH18. Januar 20107/10
Dafür, dass es eine aktuelle deutsche Komödie ist, ist der Film überraschend lustig. Insgesamt kann man ihn sich aber wohl doch nur einmal ansehen, dann aber auch guten Gewissens.
5TheDisturbed18. Januar 20109/10
DDR-Dialekt? Meine z.B.Eltern kommen aus Vorpommern-da spricht keiner mit Dialekt. Der Film ist klasse,besonders wenn man sich auch mit der Materie auskennt. So musste ich einige Male lachen,was meine Freundin nicht verstanden hatte. "Wir hatten ja früher nichts..." ,meinte mein Vater nur nach den Film.
4kleineMeise18. Januar 201010/10
DDR-Dialekt? Hatte die DDR eine eigene Sprache oder was? *augenroll* Ich finde ihn auf jeden Fall sehenswert :) auch ohne diesen "DDR-Dialekt"
3triggi17. Januar 2010
DDR Dialekt? Meinst du sächsisch?
2Moe200117. Januar 20103/10
Ganz nett, aber leider für eine Komödie doch sehr wenige Lacher drin. Die 5 lustigesten Szenen kennt man bereits aus der Vorschau. Außerdem finde ich hat ein richtig krasser DDR Dialekt gefehlt! Habe mir echt mehr davon erwartet...
1Mr_Mok14. Januar 20108/10
Eine sehr schöne Komödie über die Freundschaft, sehenswert.
 
 

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