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Zahl der Aussiedler erstmals wieder gestiegen

Flüchtlinge aus Syrien kommen im Grenzdurchgangslager Friedland (Niedersachsen) an. Foto: Swen PförtnerGroßansicht

Friedland (dpa) - Die Zahl der neu in die Bundesrepublik einreisenden deutschstämmigen Aussiedler ist 2013 nach einem jahrelangen kontinuierlichen Rückgang erstmals wieder gestiegen.

Bis Mitte Dezember trafen im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen rund 2400 Aussiedler ein. Dies sind gut 500 mehr als im Minusrekordjahr 2012. Grund für die Entwicklung sei vermutlich eine Änderung im Bundesvertriebenengesetz, sagte Lagerleiter Heinrich Hörnschemeyer der Nachrichtenagentur dpa. Dadurch wurde im September der Nachzug von Familienangehörigen erleichtert.

Ob dies auch in den kommenden Jahren zu einem Anstieg der Aussiedlerzahlen führen werde, sei noch unklar, sagte Hörnschemeyer. Die meisten Aussiedler kommen nach wie vor aus Russland und Kasachstan nach Deutschland. Nur sehr vereinzelt stammen sie aus anderen Staaten der früheren Sowjetunion.

Seit der Errichtung des Grenzdurchgangslagers im Jahr 1945 sind insgesamt mehr als vier Millionen Aussiedler und Flüchtlinge in Friedland aufgenommen worden.

Um die Kapazität der Einrichtung zu nutzen, werden dort seit einigen Jahren auch Asylbewerber untergebracht. Außerdem ist Friedland die erste Anlaufstation für die meisten deutschen Kontingentflüchtlinge aus Syrien.

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Jahreswechsel / Migration / Aussiedler
24.12.2013 · 10:44 Uhr
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