Wall Street Eröffnung: Deutliche Abschläge, Monsanto im Blick, Pep Boys brechen ein
New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes präsentieren sich zur Wochenmitte kurz nach Handelsbeginn deutlich schwächer. Dabei haben die Märkte unter zunehmenden Unsicherheiten bezüglich der Eurozone zu leiden. So belasten einerseits schlechte Konjunkturaussichten für die Eurozone, andererseits beunruhigen jüngste Umfragen vor den Wahlen in Griechenland die Marktteilnehmer. Der Dow Jones verliert aktuell 1,04 Prozent auf 12.450,21 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 1,36 Prozent bei 2.831,96 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Abschlag von 1,19 Prozent auf 1.316,56 Punkte zeigt.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 25. Mai 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 1,3 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Plus von 3,8 Prozent ermittelt worden. Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 3,91 Prozent, was einer Abnahme um 0,02 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche entspricht. In Kürze werden noch die anstehenden Hausverkäufe erwartet.
Unternehmensseitig stehen heute Monsanto im Blick der Börsianer. Der Saatgut- und Agrarchemiekonzern hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2012 angehoben. Unternehmensangaben zufolge erwartet man nun einen Gewinn je Aktie in Höhe von 3,73 bis 3,78 US-Dollar, bzw. 3,65 bis 3,70 US-Dollar im fortgeführten Geschäft. Für das dritte Quartal stellt der Konzern ein EPS von 1,69 bis 1,74 US-Dollar in Aussicht. Der Gewinn je Aktie aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wird bei 1,57 bis 1,62 US-Dollar gesehen. Analysten prognostizieren ein EPS von 1,29 US-Dollar für das laufende Quartal und von 3,56 US-Dollar für 2012. Die Aktie kann im frühen Handel 2,4 Prozent zulegen.
Ebenfalls im Fokus befinden sich Pep Boys - Manny, Moe & Jack. Der Betreiber von Kfz-Werkstatten gab am späten Dienstag bekannt, dass die geplante Übernahme durch die Private Equity-Gesellschaft The Gores Group wieder abgesagt wurde. Die Aktie muss vor diesem Hintergrund vorbörslich deutlich Federn lassen. Der Finanzinvestor hatte Ende Januar eine Übernahmeofferte vorgelegt, im Rahmen derer die Aktionäre von Pep Boys - Manny, Moe & Jack 15,00 US-Dollar je Aktie in bar erhalten sollten. Das Board von Pep Boys hatte das Übernahmeangebot einstimmig gebilligt und den Aktionären empfohlen, die Offerte anzunehmen. Nun wird die Gores Group eine Break-Up-Gebühr in Höhe von 50 Mio. US-Dollar entrichten und Pep Boys die Kosten erstatten, die im Zusammenhang mit der geplanten Transaktion entstanden sind. Pep Boys brechen aktuell um mehr als 20 Prozent ein.
Indes verbuchte der Einzelhandelskonzern The [WKN=A1CYYW]Fresh Market[/WKN] im ersten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. CEO Craig Carlock zeigte sich mit dem Ergebnis im Auftaktquartal äußerst zufrieden. Neben der starken Umsatzentwicklung habe man auch von einer weiteren Verbesserung der Margen profitieren können, hieß es. Daneben konnte Booz Allen Hamilton Holding im ersten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Insgesamt habe man von einer starken operativen Entwicklung in allen Kernsegmenten profitieren können, erklärte das Consulting-Unternehmen. Während The Fresh Market um 12,3 Prozent vorrücken, können Booz Allen sogar um 13,5 Prozent anziehen.
Darüber hinaus teilte die Kaufhauskette Macy`s, die auch die Bloomingdale`s-Geschäfte betreibt, heute mit, dass sie im Monat Mai einen Umsatzanstieg erzielt hat. Trotzdem geben Titel von Macy`s momentan 2,9 Prozent ab.
Schließlich tendieren Papiere von [WKN=A0MR90]Yingli Green Energy[/WKN] zurzeit nahezu unverändert. Der chinesische Solartechnikkonzern musste im ersten Quartal einen Verlust hinnehmen. Nach Aussage von CEO Liansheng Miao habe man im Auftaktquartal zwar von einer deutlich höheren Nachfrage aus den USA und Deutschland profitieren können. Angesichts des wachsenden Überangebots von Solarprodukten und des sich weiter verschärfenden Wettbewerbsumfelds seien die Preise für Solarpanels und andere Produkte jedoch weiter zurückgegangen. Dies habe sich sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis negativ bemerkbar gemacht. (30.05.2012/ac/n/m)

