Aber du legst doch sicherlich Wert auf schnellen, freundlichen und aufmerksamen Service, oder?Der Punkt ist: Darüber will ich mir als Kunde eigentlich gar keine Gedanken machen müssen.
Und wer muss unter deiner Einstellung leiden? Sicherlich nicht die sprichwörtliche schwarz shoppende Studentin, sondern die Bedienung, die zu wenig bekommt...Wie soll ich wissen was die Bedienung bekommt? In dem einen Laden ist es vielleicht wenig, aber im nächsten kommt die Studentin teilweise auf 20€ die Stunde, schwarz.
Der Punkt ist der, dass du (und viele andere) bei fairen Löhnen vielleicht nicht mehr essen gehen würdest. Ich halte es zwar nicht für schäbig, aber für undurchdacht. Zwar zahlt der Arbeitgeber den Lohn, aber du bist derjenige, der direkt und unmittelbar von einem gut gemachten Job profitierst. Natürlich kann man guten/erstklassigen Service erwarten, aber vom Arbeitgeber wird er in den wenigsten Fällen bezahlt!Ich bin für faire Löhne, aber es ist nicht meine Aufgabe die tagein tagaus selber aushandeln zu müssen und mich womöglich auch noch schlecht fühlen zu müssen, oder mich von anderen für "schäbig" halten zu lassen wenn ich in den 2,8 Sekunden zwischen Rechnung und Bezahlvorgang die falsche Entscheidung getroffen habe.
Jepp, im Gastgewerbe WIRD durchgehend schlechter bezahlt, ebenso bei Lieferdiensten (auch Non-Food)Und nochmal die Frage: Warum muss man sich für einen Bruch dieses Verhaltenskodex im Café tadeln lassen, aber im Baumarkt, an Tankstellen, im Klamottenladen etc ist es völlig okay sich streng an den Rechnungspreis zu halten? Verdienen die da etwa so viel mehr?

