Sammelthread Pferdefleisch-Skandal

Solange in den Produkten keine (hohen) Medikamentenrückstände drin sind, warum nicht?
Es sind ja offenbar für Lebensmittel unzulässige Substanzen enthalten.
Wenn niemand garantieren kann, dass das Fleisch (welches bereits mehrere Kontrollen unterlaufen hat) ausschließlich "Lebensmittelpferd" enthält, kann man es nicht einfach zulassen. Weder für Konsumenten, noch für Bedürftige. Denn es ist kein Lebensmittel.
 
Glaubst du auch, das Pferd "gesundheitsschädlich" ist ?

Ich denke das Fleisch generell eher gesundheitsschädlich ist und nichts enthält was man nicht irgendwie substituieren könnte. Generelll brauchen Tiere die in Massentierhaltung gehalten werden aber mehr Medikamente als Viecher die nur mit wenigen Artgenossem im selben Stall stehen - von daher ist Pferd wahrscheinlich noch eher besser als Huhn oder Pute. Wenn man allerdings schon schummelt dann kann man auch gleich das mieseste Fleisch der Art in den Markt drücken - von daher halte ich es eher wie von einem "türkischen Niedriglöhner"* gelernt "Ich esse kein Fleisch das zerkleinert angeboten wird"

* das ist bedeutend- 1. ist er Moslem und will daher weder Schweinefleisch noch sonstiges Müllfleisch untergeschoben bekommen und 2. heißt das auch das es nichts mit dem persönlichen Einkommen zu tun hat
 
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Also ich seh das mit gemischten Gefühlen.

Solange in den Produkten keine (hohen) Medikamentenrückstände drin sind, warum nicht?
Man sollte es halt dann in den Tafeln deklarieren :evil:
Dann kann ja jeder Bedürftige entscheiden ob er das will oder nicht. Ich denke manchen ist das scheiß egal weil man das ganze ja eh jahrelang auch so gegessen hat, da wird man an den paar extra Lasagnen nicht sterben.
Besser als einfach wegschmeißen ist es sicherlich.


Warum dann nicht umdeklarieren, 50% günstiger machen und ab zurück ins Warenregal? Das darin evtl. Fleisch von irgendwelchen verseuchten Schindmähren ist, interessiert dann ja nicht weiter.
 
Hab ich das geschrieben?!

Nein, deswegen frage ich. Ich sehe in dem Vorschlag nichts verwerfliches...

@wasweissdennich: Ich will keine Grundsatzdiskussion über die Art und weise unserer Ernährung führen - ich will nur wissen, warum man Lebensmittel, die offensichtlich keine messbaren Mengen an gesundheitsschädlichen Stoffen enthalten, nicht auch weitergeben sollte. Meinetwegen auch so, wie Spockonline vorschlägt, im regulären Supermarkt mit entsprechender Kennzeichnung und ggf einem Preisnachlass - wobei sich mir der Sinn nicht erschließt, Lebensmittel NOCH billiger zu machen...

BTW: Pferd wurde auch in Dönerspießen nachgewiesen... ;)
 
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@wasweissdennich: Ich will keine Grundsatzdiskussion über die Art und weise unserer Ernährung führen
Warum eigentlich nicht? Genau das ist ja schon das Problem... Wir legen halt selten Wert drauf woher unsere Nahrung kommt und sind kaum bereit dafür tiefer in die Tasche zu langen oder uns ernsthaft damit zu beschäftigen

warum man Lebensmittel, die offensichtlich keine messbaren Mengen an gesundheitsschädlichen Stoffen enthalten, nicht auch weitergeben sollte.
Na dann... sollte man es nur kennzeichnen, welches Fleisch, welche Haltungsbedingungen und ab damit in den Markt und der Kunde entscheidet den Rest selbst

Pferd wurde auch in Dönerspießen nachgewiesen.
Das letzte was ich erwarten würde ist in einem 2,80 Euro Döner "gutes" Fleisch mit gesicherter Herkunft anzutreffen
 
Mal ganz ehlrich - wenn ich doch schon seit Tagen höre, dass man inzwischen mehrfach Medikamentenrückstände in den Lebensmitteln nachweisen konnte (im verwendeten pferdefleisch), dann ist es eine Schande, wenn jemand diesen Sondermüll den Armen an der Tafel unterjubeln will. Auch Arme haben das Recht auf einwandfreies Essen.
 
Hat anderes Fleisch i.d.R. keine Medikamentenrückstände? Würde mich wundern...

Und wirklich arme Menschen sollten unbedingt aus Eigeninteresse Vegetarier sein. Ich mein wenn ich mir die Alternativen anschaue...
 
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Mal ganz ehlrich - wenn ich doch schon seit Tagen höre, dass man inzwischen mehrfach Medikamentenrückstände in den Lebensmitteln nachweisen konnte (im verwendeten pferdefleisch), dann ist es eine Schande, wenn jemand diesen Sondermüll den Armen an der Tafel unterjubeln will. Auch Arme haben das Recht auf einwandfreies Essen.

Äh - Moment! Man hat Medikamente in Pferdefleisch nachgewiesen, das ist richtig. Aber doch wohl nicht in den Produkten, die wegen nichtdeklariertem Pferdefleisch vom Markt genommen wurden. Zumindest hab ich das so verstanden.

Es handelt sich also eher um 2 Lebensmittelskandale, die sich miteinander vermischen. Was spricht also dagegen, labortechnisch unbedenkliche Produkte, korrekt deklariert, an Tafeln weiterzugeben?
 
Es handelt sich also eher um 2 Lebensmittelskandale, die sich miteinander vermischen. Was spricht also dagegen, labortechnisch unbedenkliche Produkte, korrekt deklariert, an Tafeln weiterzugeben?

Weil arme Menschen nicht die Müllschlucker der Nation sind.

Und nein, es handelt sich nicht um 2 unterschiedliche Lebensmittelskandale:

In Pferdefleisch, das in Frankreich in die Nahrungsmittelkette gelangt ist, haben Experten ein für Menschen schädliches Schmerzmittel nachgewiesen. Das teilte die britische Regierung im Parlament mit.

Eigentlich ist Pferdefleisch nicht schädlich - es sei denn, die Tiere bekamen Medikamente. In Großbritannien wurden solche Fälle nachgewiesen.

Der Wirkstoff Phenylbutazon wird häufig bei Pferden eingesetzt. Tiere, die damit behandelt wurden, dürfen allerdings nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden. Bei Menschen wird die Substanz nach Angaben von Verbraucherschützern vereinzelt im Kampf gegen Rheuma eingesetzt. Nebenwirkungen können demnach – auch bei kurzzeitiger Anwendung – Blutungen in Magen und Darm sein.

undund.... Suchmaschine Deiner wahl befragen.

Aktuell sind 17 EU-Länder von dem Skandal betroffen. Du kannst Dir auf 5 Fingern abzählen, dass nicht nur UK und FR mit Medikamenten verseuchtes Fleisch zu tun haben - viel von dem Beschlagnahmten Fraß aus DE stammt aus FR. Und genau deswegen gehört der Sondermüll verbrannt und nicht bei den Tafeln abgeladen.
 
Weil arme Menschen nicht die Müllschlucker der Nation sind.

Entschuldigung, das mag jetzt zynisch klingen, aber was für Lebensmittel erhalten die Tafeln denn in der Regel? Die, die der Einzelhandel nicht mehr los bekommt. Das macht sie nicht schlechter, und sie sind auch nicht verdorben, aber für den normalen Konsumkreislauf sind sie nicht mehr verwendbar, was sie per Definition zu "Abfall" macht - zumindest würden sie vom Handel sonst weggeworfen werden.

Und nein, es handelt sich nicht um 2 unterschiedliche Lebensmittelskandale:

Ich wiederhole meine Frage: Was spricht dagegen, labortechnisch einwandfreie Ware, korrekt deklariert, an bedürftige weiterzugeben?

Aktuell sind 17 EU-Länder von dem Skandal betroffen. Du kannst Dir auf 5 Fingern abzählen, dass nicht nur UK und FR mit Medikamenten verseuchtes Fleisch zu tun haben - viel von dem Beschlagnahmten Fraß aus DE stammt aus FR. Und genau deswegen gehört der Sondermüll verbrannt und nicht bei den Tafeln abgeladen.
Bislang sagen mir meine 5 Finger (und die Suchmaschine meiner Wahl), dass die Artikel in Deutschland nicht wegen Medikamentenbelastung vom Markt genommen wurden, sondern wegen Etikettenschwindel - also noch zum Verzehr geeignet sind.
 
Bislang sagen mir meine 5 Finger (und die Suchmaschine meiner Wahl), dass die Artikel in Deutschland nicht wegen Medikamentenbelastung vom Markt genommen wurden, sondern wegen Etikettenschwindel - also noch zum Verzehr geeignet sind.

Die Sachen hier in DE werden noch untersucht - da gibt es noch keine Resultate. Das mit dem Etikettengelüge ist nur der erste Teil der Geschichte.
 
ich will nur wissen, warum man Lebensmittel, die offensichtlich keine messbaren Mengen an gesundheitsschädlichen Stoffen enthalten, nicht auch weitergeben sollte.
Tierschutz. Es ist doch unklar, woher die Tiere kommen und damit, wie sie gehalten und getötet wurden. Ich gehe davon aus, dass es Konsens in der Gesellschaft ist, dass die Perversitäten der Fleischproduktion gewisse Grenzen aufgezeigt werden sollten. Das Menschen auf die Tafel angewiesen sind, ist schlimm, aber man sollte dafür mE nicht Grundsätze des Tierschutzes aufgeben. Denn sonst besteht die Gefahr, dass Grenzen überschritten werden.
 
Empörung über mögliche Pferdefleisch-Produkte für Arme

Folgende News wurde am 22.02.2013 um 19:24:08 Uhr veröffentlicht:
Empörung über mögliche Pferdefleisch-Produkte für Arme
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Berlin (dpa) - Der Vorschlag, aussortierte Lebensmittel mit Pferdefleisch an Arme zu verteilen, hat Empörung ausgelöst. Bedürftige Menschen seien keine Verbraucher zweiter Klasse, sagt der Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Tafel, Gerd Häuser. Es sei entwürdigend, wenn Produkte, die die meisten Verbraucher ablehnen, als gut genug für Bedürftige eingestuft würden. Der CDU-Bundestags- abgeordnete Hartwig Fischer hatte vorgeschlagen, die nicht gesundheitsgefährdenden Produkte an Hilfsorganisationen zu verteilen.
 
Eigentlich ist Pferdefleich bestimmt hochwertiger als das Von Kühen und auch weniger belastet.
Man muss nicht Alles was man so erzählt bekommt glauben.
Aber Schade für die Armen. Da ja jetzt die Regale mit köstlicher Lasagne bei Aldi vollbleiben wäre für die Hilfsbedürftigen gut was abgefallen!
 
Eigentlich ist Pferdefleich bestimmt hochwertiger als das Von Kühen und auch weniger belastet.
Eigentlich kostet das Pferdefleisch auch wesentlich mehr als Rindfleisch. Und dann soll jemand teures, hochwertiges Pferdefleisch heimlich unters Rindfleisch mischen? Welchen Sinn soll das machen? Wenn er das hochwertige Pferdefleisch teurer verkaufen kann als Rindfleisch, wird er das tun. Hat er aber nicht. Also ist das nicht hochwertig sondern Abfall.

2 plus 2 bleibt eben doch 4, egal ob in €, oder mit ermäßigter Mehrwertsteuer.
 
Abfall kann es bei einem Preis von unter 2 Euro ja nur sein, egal ob Rind oder Pferd.
Die Pferde sind vieleicht zu alt gewesen für einen Pferdemetzger.
 
Pferdefleischprodukte nicht wegwerfen

Hallo User, wenn auf die Pferdefleischlebensmittel, die gesundheitlich unbedenklich sind, ein Aufkleber drauf kommt, dass Pferdefleisch drin ist, dann finde ich es nicht schlimm, wenn es an die Tafeln verschenkt wird. Immer noch besser als wegwerfen. Wenn ein Aufkleber drauf ist, können die Leute bei der Tafel immer noch entscheiden, ob sie das mitnehmen wollen oder nicht. Hauptsache, es steht drauf. Muss jeder selbst wissen, ob er es essen will oder nicht. Wichtig ist nur, dass man weiß, was drin ist.
 
Und wer zahlt die Untersuchung jeder einzelnen Lieferung an die "Tafeln"? Bevor nämlich nicht eindeutig feststeht, daß das Zeug NICHT Medikamentenverseucht ist, wird keine "Tafel" den Mist annehmen. Auch haben die "Tafeln" nur in Ausnahmefällen die Möglichkeit, die Kühlkette aufrecht zu erhalten. Moderne Fahrzeuge mit Kühlung sind bei denen nämlich genauso Mangelware wie Kühlhäuser.
 
Müssen die Pferdelebensmittel nach all dem Theater nicht sowieso untersucht werden? Ich meine, damit der Hersteller bestraft werden kann, gibts doch sowieso eine Analyse oder nicht?
Wegen der Kühlkette: Es gibt einige Tafeln, die dank Spenden ein Kühlfahrzeug haben, zumindest die können die Lebensmittel annehmen, wenn diese tatsächlich unbedenklich und anständig gekennzeichnet sind.