Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
@Katzee, schimpfe bitte nicht auf die Grünen, ich mag die zwar auch nicht sonderlich, aber die sind nicht an allem schuld.

Speicher hätten wir genug (und das Netz ebenfalls)
Wir müssten nur den "überflüssigen" Strom in Gas umwandeln.

Die frage bei den geplahnten 380 KV Leitungen ist doch ob wir die überhaupt benötigen.
Die 4 großen wollten 3 stück davon, ein Gutachten sagte aus das 2 reichen.
Allerdings wurdedie "vergasung" von Strom bei dem Gutachten nicht berücksichtigt.

Da die 4 Großen gerne 28 Kraftwerke abschalten wollen stellt sich hier die frage weswegen man die Leitungen die ja dann keinen Strom mehr aus diesen Kraftwerken transportieren müssen nicht für andere Zwecke nutzt.

Und schon sind wir in der lage auf die 380 KV leitungen zu verzichten.

Klar werden wir ein paar neue Leitungen brauchen, das wäre dann aber mit 110 KV Leitungen zu schaffen.
Diese könnten problemlos unter die Erde verlegt werden.
Klar, am anfang ist das teurer, aber auf lange sicht preisgünstiger und vor allem sicherer als Strommasten in die Landschaft zu stellen.

Das problem an der ganzen sache sind die Lobbyisten die den Politikern einreden es gäbe nur den einen Weg.
 
@chrisi01, den Router vom Stromnetz zu nehmen bedeutet bei einigen Routern aber auch das kein Telefon mehr funktioniert.
Das betrifft alle Splitterlosen Anschlüsse (Annex J Technik)
Und auf diese Technik wird nach und nach komplett umgestellt ( zumindenst in unserer Umgebung )

Meine Microwelle braucht keine Zeitschaltuhr, die wird nur in die Steckdose gesteckt wenn das teil wirklich gebraucht wird ;)
 
[...] Mikrowelle nachts mit einer Zeitschaltuhr [...]
Na vielleicht muss man auch mal abwiegen, wo man sinnvoll Strom sparen kann und wo es irgendwann zur Manie wird. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Digitaluhr der Mikrowelle so viel mehr Strom verbraucht, als die Zeitschaltuhr selbst. Darüber hinaus fallen bei so eine Zeitschaltuhr ja auch noch Anschaffungskosten an.

Überhaupt geht mir persönlich das Stromsparen nicht über alles. Ich habe beispielsweise einen Plasmafernseher statt eines LED-Fernsehers. Nicht, weil es mir Spaß macht, regelmäßig 300+ Watt im Betrieb zu verbraten, weil er sogar teurer in der Anschaffung ist oder weil das Ding nach 2 Stunden mein Zimmer auch gut durchgeheizt hat, sondern nur weil hier die Kontrast- und Schwarzwerte am Besten sind. Und darauf will ich nicht verzichten.

Kennt ihr das noch:
Thomas Edison schrieb:
Wir machen die Elektrizität so billig, dass nur noch die Reichen Kerzen benutzen werden
Was ist eigentlich passiert? Wir leben in einer Welt, da wir inzwischen bedingungs- und alternativlos abhängig von Elektrizität sind. Sogar noch abhängiger als vom Öl. Hier ist einmal mehr die Politik gefragt, aber nicht mit Subventionen eines unrentablen Geschäftsmodells. Auch wenn ich mir damit keine Freunde mache, aber wenn eine Nation derart abhängig von einem Rohstoff ist, dann gehört der in staatliche Hand oder rigoros überwacht. Aber bitte nicht wie in Berlin, da man erst das Netz für einen Appel und ein Ei quasi verschenkt und dann für einen horrend überteuerten Preis per Volksentscheid zurück kaufen will...
 
Der Strompreis wird weiter steigen, daran wird sich nichts ändern. Es ist unsere Aufgabe nun Energie zu sparen. Die technik ist mittlerweile so weit, dass aus einer 60W Glühbirne eine 6W LED Lampe gemacht wurde ohne Helligkeitsverlust. Prozentual spart man also mehr ein, als der Strom kostet.
Die größten Verbraucher im Haushalt sind im Bereich Kochen, Kühlen, Waschen zu finden, gefolgt von Unterhaltungselektronik. Erst am Ende steht die Beleuchtung. Neuer Kühlschrank oder Waschmaschine sind größere Investitionen, einen Herd auszutauschen bzw. umzurüsten für viele Mieter nicht möglich. Ok, manchmal ist es auch eine Frage der Prioritäten (neues Smartphone oder neuer Kühlschrank), aber es gibt eben viele, die sich weder das eine noch das nader leisten können. Da machen ein paar ausgetauschte Glühlampen den Braten auch nicht fett.

Was ist eigentlich passiert? Wir leben in einer Welt, da wir inzwischen bedingungs- und alternativlos abhängig von Elektrizität sind. Sogar noch abhängiger als vom Öl. Auch wenn ich mir damit keine Freunde mache, aber wenn eine Nation derart abhängig von einem Rohstoff ist, dann gehört der in staatliche Hand oder rigoros überwacht. Aber bitte nicht wie in Berlin, da man erst das Netz für einen Appel und ein Ei quasi verschenkt und dann für einen horrend überteuerten Preis per Volksentscheid zurück kaufen will...
Lese ich das richtig, du rufst nach dem Staat?! :mrgreen:
Das Solar Ladegerät für das Handy im Kleinen und die Solaranlage auf dem Dach im Großen - damit bin ich unabhängig(er) von Konzernen und dem Staat. Wir sind alternativlos abhängig von Energie, aber nicht alternativlos abhängig vom Energieerzeuger. Die Entwicklung ist natürlich noch am Anfang, aber eine dezentrale, autarke Energieproduktion ist nicht utopisch.

Und du solltest doch in einem Alter sein um hoffentlich noch zu wissen, wie das damals in den 90er war: Staatliche und kommunale Unternehmen waren teuer (für den Steuerzahler), ineffizeint, korrupt und bürokratisch. So zumindest die weit verbreitet Auffassung in der Gesellschaft, aus der dann auch eine breite Zustimmung für Privatisierungen resultierte. Das es die privaten unternehmen für den Verbraucher nicht besser machten, steht außer Frage. Das man jetzt aber wieder den Staat als die Lösung betrachtet, finde ich daneben. Entweder holt er sich das nötige Geld direkt vom Verbraucher oder bei Verlusten vom Steuerzahler.
 
Entweder holt er sich das nötige Geld direkt vom Verbraucher oder bei Verlusten vom Steuerzahler.

Das ist der Punkt warum es den meisten geht, nur das nötige Geld wird geholt, aber nicht das unnötige wie z.B. "Gewinne eines privaten Unternehmens" - Momentan zahlt der Kunde und zusätzlich der Steuerzahler und wenn das Unternehmen an die Wand gefahren wird oder irgendwas passiert, zahlt auch wieder die Allgemeinheit also der Steuerzahler. Das einzige was nicht ist, das der Steuerzahler/Kunde an den Gewinnen beteiligt wird.....


Eine 100% autarke dezentrale Versorgung wird von vielen Deutschen nicht gewünscht und ist in Deutschland für viele vorerst auch gar nicht möglich. Also kann für diejenigen die sich nicht autark versorgen können oder wollen, nur eine einzige Schlussfolgerung sein, der Staat muß regulierend eingreifen....
 
Wieviel investieren die großen 4 denn so in Nachhaltigkeit und Energiewende? Bei den Dividenden, die gezahlt werden, dürfte es allzuviel nicht sein. Klar, in Werbung und Greenwashing wird investiert, aber sonst?
 
Lese ich das richtig, du rufst nach dem Staat?! :mrgreen:
Ja, kommt nicht oft vor, ich weiß :D Aber irgendwann möchte auch ich mal direkten Nutzen aus meinen überreichlich gezahlten Steuergeldern haben, wenn ich schon um meine Rente bangen muss und gefühlt die Berliner Polizei mit Falschparktickets ganz allein finanziere :)

[...] die Solaranlage auf dem Dach im Großen - damit bin ich unabhängig(er) von Konzernen und dem Staat.
Ich habe kein Dach. Also habe ich schon, aber keins, das mir gehört. Ich bin leider von einem Energieerzeuger abhängig. Wie auch ein paar Millionen Menschen in Deutschland auch. Wer das nun ist, sei mal dahingestellt. Ob nun mein Vermieter, e.on oder sonstwer. Aber ich muss Strom kaufen oder meinen Abend auf dem Hometrainer mit Dynamo verbringen...

Wir sind alternativlos abhängig von Energie, aber nicht alternativlos abhängig vom Energieerzeuger. Die Entwicklung ist natürlich noch am Anfang, aber eine dezentrale, autarke Energieproduktion ist nicht utopisch.
Nicht utopisch, aber futuristisch. Und dieses Futur liegt nach meiner Einschätzung noch mindestens 20 Jahre entfernt. Eher 30. Was bis dahin noch sonst alles passieren kann...

Aber selbst wenn, ist es natürlich der richtige Weg. Schon wegen der oft erwähnten Unfähigkeit von Großkraftwerken, flexibel auf den Bedarf zu reagieren. Nur bis dahin müssen wir jede noch so horrende Preiserhöhung ertragen? Wie wäre es damit, wenn der Strompreis flexibel steigt und sinkt, je nach Überkapazität und Bedarf? Ich kann ja dann waschen, wenn der Strom gerade 9 Cent kostet und nicht mittags, wenn er 55 Cent kostet. Oder irgendwas in der Art...

Und du solltest doch in einem Alter sein um hoffentlich noch zu wissen, wie das damals in den 90er war: Staatliche und kommunale Unternehmen waren teuer (für den Steuerzahler), ineffizeint, korrupt und bürokratisch. So zumindest die weit verbreitet Auffassung in der Gesellschaft, aus der dann auch eine breite Zustimmung für Privatisierungen resultierte.
Wen hat man denn gefragt? Ausgesuchtes Publikum? Korrupter als Privatwirtschaft kann ein Staat oder eine Kommune gar nicht sein. Also mich hat man nicht gefragt. Seit das Telefonnetz privatisiert wurde, ist auch nichts besser geworden, weder für den Kunden, noch für den Aktionär. Selbst mein Standardbrief wird halbjährlich teurer. Es lohnt inzwischen gar nicht mehr, den Plusbrief zu kaufen. Und ja, ich schreibe noch Briefe, weil Ämter und Behörden das so verlangen :D

Das es die privaten unternehmen für den Verbraucher nicht besser machten, steht außer Frage. Das man jetzt aber wieder den Staat als die Lösung betrachtet, finde ich daneben. Entweder holt er sich das nötige Geld direkt vom Verbraucher oder bei Verlusten vom Steuerzahler.
Also schön. Wie sieht denn die Alternative aus? Wenn man die ganzen Behörden dagegen rechnet, die nur dazu da sind, die Privatwirtschaft zu überwachen (Kartellamt etc), verschlingt ja auch nicht wenig Geld. Was jetzt nun teurer ist, weiß ich nicht. Aber welche Alternative haben wir denn, um nicht im Jahr 2030 dann 5 Euro pro Kilowattstunde bezahlen zu müssen? Und bitte an die armen Schweine wie mich denken, die Mieter sind, keine Blockheizkraftwerke in die Wohnung sellten dürfen (und auch nicht können), keine Solaranlagen oder Windkrafträder auf dem Balkon (sofern vorhanden) betreiben können...
 
Also Investitionen und notwendige Rücklagen dann aus Steuergeldern?

ja zb. aber du reist jetzt was aus dem Zusammenhang ich habe extra geschreiben :

"Gewinne eines privaten Unternehmens"

Damit war weder das eine noch das andere gemeint, sondern die Millarden die als Dividenden ausgezahlt werden. Aber dennoch könnte man Investitionen aus Steuergeldern zahlen, macht man ja jetzt auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar werden wir ein paar neue Leitungen brauchen, das wäre dann aber mit 110 KV Leitungen zu schaffen.
Diese könnten problemlos unter die Erde verlegt werden.
Klar, am anfang ist das teurer, aber auf lange sicht preisgünstiger und vor allem sicherer als Strommasten in die Landschaft zu stellen.
Hast Du mal gelesen, was die Verlegung von grossen Überlandtrassen unterirdisch kosten würde? Im Vergleich zu überirdischer Verlegung haben Fachleute mal von Kosten in Richtung Faktor 20-30 gesprochen... das hielte selbst ich für völligen Blödsinn, dafür soviel Geld ausgeben.

Marty
 
Im Vergleich zu überirdischer Verlegung haben Fachleute mal von Kosten in Richtung Faktor 20-30 gesprochen... das hielte selbst ich für völligen Blödsinn, dafür soviel Geld ausgeben.

Marty

Also laut 50Hertz (einem Netzbetreiber) liegen die Mehrkosten bei etwa dem 4-10 fachen("Die Verlegung von Erdkabeln erhöht die Baukosten um das 4 bis 10-fache.") Die führen viele Gegenargumente an, auch die Mehrkosten, aber die schreiben auch, das die Anfälligkeit und Reperaturbedürftigkeit wesentlich geringer ist als bei Freileitungen...
 
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Hast Du mal gelesen, was die Verlegung von grossen Überlandtrassen unterirdisch kosten würde? Im Vergleich zu überirdischer Verlegung haben Fachleute mal von Kosten in Richtung Faktor 20-30 gesprochen... das hielte selbst ich für völligen Blödsinn, dafür soviel Geld ausgeben.

Marty
20-30 fache? wo haste das denn hehr?
ich hatte EXTRA geschrieben 110 KV Leitungen !
Diese in den Boden zu legen ist KEIN problem.

Klar ist das erstmal teurer als Freileitungen, aber man darf NICHT NUR die anfangskosten sehen sondern sollte langfristig denken.
Freileitungen müssen fortlaufend kontrolliert und gewartet werden und sind obendrein wesendlich störanfälliger als Erdkabel.
 
20-30 fache? wo haste das denn hehr?
Keine Ahnung. Ich glaube, dass hat mal jemand in einer Talkshow erwähnt. Ich habe das aber nicht verifiziert. DIe Links von ebay_junkie scheinen ja hilfreich zu sein, auch wenn das meiste für mich ungefähr so verständlich ist wie chinesisch.
ich hatte EXTRA geschrieben 110 KV Leitungen !
Diese in den Boden zu legen ist KEIN problem.
Wenn ich sehe, wie aufwändig jede Leitungsverlegung heute ist, dann stelle ich mir da "diverse" Probleme vor, meist rechtliche. Aber ich bin da auch kein Fachmann.

Klar ist das erstmal teurer als Freileitungen, aber man darf NICHT NUR die anfangskosten sehen sondern sollte langfristig denken.
Dann bräuchten wir eigentlich gar keine neuen Leitungen, oder? Denke ich jedenfalls.

Marty
 
Rein theoretisch hast Du recht. Nur passen da die Pläne der Bundesregierung, E-Auto besonders zu fördern, einfach nicht hinein.
https://www.deutsche-handwerks-zeit...-im-strassenverkehr-bekommen/150/3095/215969/
https://www.autozeitung.de/auto-new...rung-csu-alexander-dobrindt-zulagen-vorschlag

Die verschlechterung des Wirkungsgrades wird meiner Meinung nach durch die Vorteile der intelligenten Energienutzung (Speicherung Ökostrum etc...) übertroffen.

Energie verbraucht ein Auto ja auch so, denn Energie ist ja nicht nur Strom
 
Die verschlechterung des Wirkungsgrades wird meiner Meinung nach durch die Vorteile der intelligenten Energienutzung (Speicherung Ökostrum etc...) übertroffen.
Welchen Wirkungsgrad meinst Du denn? Der von Elektromotoren ist ja erstmal dem von Verbrennungsmotoren um Welten überlegen.

Energie verbraucht ein Auto ja auch so, denn Energie ist ja nicht nur Strom

Man kann Energie nicht verbrauchen, nur umwandeln. Dummerweise wandeln wir halt nur von für uns gut nutzbarer Energie (Benzin, Strom) zu schlecht nutzbarer Energie (Wärme, Abgase) um.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welchen Wirkungsgrad meinst Du denn? Der von Elektromotoren ist ja erstmal dem von Verbrennungsmotoren um Welten überlegen.

Leider habe ich keine genauen Zahlen parat, aber ich gehe halt mal davon aus, dass ein Wirkungsgradverlust garantiert ist, wenn mehr Energieumwandlung ins Spiel kommt:

Herkömmliches Auto: ÖL/Diesel -> Bewegungsenergie

E-Auto: ÖL/Diesel/Kohle/Gas -> Stromerzeugung -> Bewegungsenergie
Das gleiche gilt ja eigtl. auch für Ökostrom

Ich hoffe Du weißt, wie ich es mein :)
 
@Marty, rechtliche probleme kann es bei freileitungen genauso wie bei Erdkabel geben, das "zauberwort" heist dann enteignung.
Hier stellt sich die frage was für z.B. einen Landwirt schlimmer ist, die dauerhafte enteignung seines Landes wegen Freileitungsmasten oder die kurzfristige wegen verlegen eines Erdkabels.
Wenn das Erdkabel verlegt ist kann der Landwirt seine Fläche wie gewohnt weiternutzen.

Doch, neue kabel werden wir brauchen, aber keine 380 KV Leitungen.

@chrisi01, energie einsparen ist für die Geldbörse auch keine Lößung, bei den meisten Stromversorgern wirst Du mit einer höheren Grundgebühr "belohnt" wenn Du zu viel einsparst.

@kellerlanplayer, wenn die E-Autos mit Ökostrom betrieben werden fällt da das ganze wie ÖL/Diesel/Kohle/Gas weg.
Bei normalen Autos ist es im guten fall 30% Bewegungsenergie die Dir zur verfügung steht.