Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Weiterhin bin ich mal gespannt, wie die über 3000 km neue Hochspannungsleitungen finanziert werden
Wie wärs mit dem Geld, dass in den letzten Jahren in den Netzausbau hätte fließen sollen, aber nicht geflossen ist?

Ein Preistreiber ist aber auch das EEG
Na, effektiv 1,2cent in wievielen Jahren kannst du kaum vergleichen mit den Stromkonzernen, die das allein letztes Jahr gemacht haben, weil die noch mehr Gewinn wollen.

eine Vergütung von über 40 Cent zu kassieren und gleichzeitig Ökostrom für 22 Cent zu kaufen.
Heute beträgt die maximale Vergütung 33(?)cent, gilt nur für kleine Aufdachanlagen Photovoltaik, und der Strompreis ist 25cent. Und nein, das lohnt sich nicht, weil es eine Selbstverbrauchsförderung gibt.

Mein Wunsch wäre, diese Förderung abzuschaffen, damit eine faire Preisbildung stattfindet. Und dann wird man sehen, dass trotzdem Ökostrom die günstigere Alternative ist.
In den letzten 10 Jahren (eher weniger) hat sich der Preis halbert. Noch mal, und er liegt deutlich unter dem Marktpreis.

Vor allem wenn man bedenkt, dass einige sich solche Dinger nur aufs Dach gesetzt haben weils Geld bringt, nicht weil es ökologisch sinnvoll ist.
Sag bloß, du hast von Wirtschaftsförderung noch nie was gehört ^^
 
Das Volk sind alle, auch die nicht Wahlberechtigten. Die haben auch ein Recht zum Leben,oder? Deshalb halte ich Umfragen der Gesamtbevölkerung auch für sinnvoller als Wahlergebnisse.

Lasset die Dreijährigen über das Schicksal aller Entscheiden ;)

Aber mal Spaß bei Seite. Bei Umfragen wird ein kleiner Teil der Bevölkerung gefragt und dann wird das Ergebnis hochgerechnet. Idealerweise wird dabei dann versucht aus verschiedenen Schichten Teilnehmer zu bekommen, aber das kann nur selten wirklich gut realisiert werden. Wahlen haben einen viel höheren Anteil an Stimmen als jede Umfrage und sind somit eigentlich auch wesentlich representativer, zudem kann man davon ausgehen, dass dort Menschen abstimmen, die ein gewisses Maß an Reife erreicht haben.

Volksabstimmung zu fordern sehe ich ja noch ein, aber Umfragen mehr Bedeutung zuzumuten als Wahlen finde ich dann doch amüsant. Besonders wenn man bedenkt, dass schon mal erwiesen wurde, dass zum selben Sachverhalt ergebnisse komplett abweichen können, nur wenn man richtig fragt.

Bei Atomkraft gebe es ja auch verschiedene Arten zu fragen.

"Sind sie für eine Laufzeitverlängerungen, wenn somit schneller die regenerativen Energien ausgebaut werden können?"

"Ist eine Laufzeitverlängerung zur Kostensenkung des Strompreises notwendig?"

"Sind sie gegen eine generelle Laufzeitverlängerung"

"Ist eine Laufzeitverlängerung einzelber AKW's nach Sicherheitsprüfung sinnvoll?"

usw.

Gegen den Vorletzten Punkt würde sogar ich nein sagen zum Beispiel. Umfragen sind sehr gut steuerbar im Ergebnis. Dabei möchte ich sie nicht als unwichtig darstellen. Aber dennoch sollte man sie kritisch betrachten.

Aber wie wir in deinem ersten Posting gelesen haben, dass auch du Menschen mit anderen Meinungen als deinen eigenen den gesunden Menschenverstand absprichst ist jegliche Diskussion mit dir wohl eh überflüssig ;)
 
Und nein, das lohnt sich nicht, weil es eine Selbstverbrauchsförderung gibt.
weiß ja nicht, inwiefern das jetzt wichtig ist oder nicht... aber alle, die ich kenne, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, speisen das ein und verbrauchen aus dem normalen Stromnetz.


Kann vielleicht aber auch daran liegen, dass die irgendwie noch die ehemalige (noch nicht gesenkte) Förderung von 40 cent erhalten, sodass es sich noch lohnt, aber bei neuen Anlagen (wo die gesenkte Förderung greift) nicht mehr.
 
Es geht auch nicht um Widersprüche.
Hätte die Regierung mit dem Ausstieg vom Ausstieg die Konzerne geschröpft und noch mehr in erneuerebare Energien investiert, hätte sie nach dem Willen des "Volkes" bzw. der Mehrheit gehandelt. Würde man die Umfrage heute machen, würde man keine Mehrheit hinter sich wissen, auch nicht bei diesen Bedingung. Sprich innerhalb eines halben Jahres müßte die Regierung, wenn sie wie du meinst sich nach Umfragen richten soll, wieder anders entscheiden (also kürze Laufzeiten oder einen sofortigen Ausstieg beschließen). Das erachtest du als sinnvoll?

Übrigens, wenn man es genau betrachtet, verhält sich unsere Chaosregierung genau so. :mrgreen:

Ich weiß. s. obige Antwort an holz



Hätte sie das wirklich getan, nämlich in neue Energien investiert für eine Laufzeitenverlängerung, dann wäre der Ausstieg jetzt leichter zu verkaufen gewesen. Klar wäre es damals sinnvoll gewesen, nach der Prämisse Erneuerbare Energie für Laufzeitverlängerung zu gehen, weil wir dann später noch leichter auf Kernenergie verzichten könnten und der Laufzeitenvertrag dann auch leichter wegen dem Druck des Volkes hätte aufgelöst werden können und die Konzerne dann auch weniger Probs damit hätten.

Die Politik muss sich immer der Aktualität anpassen, kein Mensch kann alle Entwicklungen voraussehen. Die Politiker sind nunmal vom Volk fürs Volk gewählt und demnach muss sie sich nach ihm richten und niemand hätte gemosert, wenn der Ausstieg immer an die Schaffung erneuerbarer Energien geknüpft wäre. Somit ist ein Handeln nach der Umfrage/Stimmung des Volkes legitim. Die Regierung wird immer auch spontan nach aktuellen Ereignissen handeln müssen, das ist mit Libyen so und auch so, wenn das BVerG Urteile trifft. Das Prob ist, das so nie verfahten wurde und bis Fukushima ausschließlich nach den Konzerninteressen und nicht nach dem Willen des Volkes gehandelt wurde, auch nicht vor 7 Monaten, wo Menschen das an bestimmte Bedingungen geknüpft haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade wieder "Gutmenschen-TV" im ZDF (auslandsjournal) mit dem letzten Satz: "Ich glaube noch nie hat eine Generation so verantwortungslos gegenüber seinen Nachkommen gehandelt als die jetzige"... Ja, stimmt schon... Ein paar Millionen Menschen vergasen ist da weniger schlimm, da die Menschen keine Nachkommen mehr haben... :LOL:

Und wieder wurde den Mini-Anti-Atomkraft-Demos in Japan minutenlang gehuldigt... Unglaubliche Propaganda.


edit: Jetzt wird über die "Deppen" in der Türkei gesprochen, die nächste Woche beginnen ein AKW zu bauen... Ah... Und schon ist ein Experte da, der sagt, dass Atomkraft in der Türkei überflüssig ist... ^^
 
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phip, du kapierst nicht, daß Fukushima durchaus geeignet ist, 35 Mio. Menschen im Großraum Tokio zu verstrahlen. Auch wenn der Vergleich hinkt, sind dagegen 6 Mio. vergaste Juden ne echte Petitesse der Weltgeschichte.

Genau wie Wannabe, der AKW-Befürworter mit Autokostrukteuren vergleichen will, wenn es um potentiellen Massenmord geht. Bei EINEM Unfall kommen in Autos WIEVIELE Menschen ums Leben? Selbst bei Massenkarambolagen doch selten mehr als 100.
 
Der Satz vom ZDF ist daneben, das muss man eingestehen, was die Sache aber nicht besser macht. Ich bin auf Tschernobyl/Harrisburg und Fukushima genauso wenig stolz wie auf H****r, Stalin oder sinnloses Massentöten von Delphinen usw. Man kann sowas nicht aufrechnen und vor allem sollte man nicht nach dem Motto verfahren, das ist ja nur Katastrophe 1b. Es hätte alles nicht sein müssen, jeder wusste von den Gefahren und spätestens seit der Titanic sollte auch jedem klar sein, wie schnell die Überheblichkeit des Menschen nach hinten los gehen kann.

Das jetzt mal die Anti-Akw Demonstranten Sendezeit bekommen, halte ich nur für gerecht, nachdem sie jahrelang als Spinner, dumme Kinder und gewalttätige Verbrecher tituliert worden. Selbst vor drei Tagen machte n-tv die Bewegung noch lächerlich, wurden 12 jährige präsentiert, die schaurige Anti-AKW Songs in youtube singen, alles als Mode abgetan. Also von wirklicher Propaganda sind wir sicher weit weit entfernt. Vielmehr ist das der übliche Medienhype, die sich liebend gerne auf JEDE Katastrophe stürzen. Denen geht das Leid der dortigen Menschen und deren tägliche berechtigte Angst genauso am Arsch vorbei wie vielen hier auch.

holz

Wie dem auch sein, allen eine gute Nacht :)
 
phip, du kapierst nicht, daß Fukushima durchaus geeignet ist, 35 Mio. Menschen im Großraum Tokio zu verstrahlen. Auch wenn der Vergleich hinkt, sind dagegen 6 Mio. vergaste Juden ne echte Petitesse der Weltgeschichte.

Genau wie Wannabe, der AKW-Befürworter mit Autokostrukteuren vergleichen will, wenn es um potentiellen Massenmord geht. Bei EINEM Unfall kommen in Autos WIEVIELE Menschen ums Leben? Selbst bei Massenkarambolagen doch selten mehr als 100.

Oha, dass ist ja nun eine ganz neue Schiene. Wenig Menschenleben sind weniger Wert als viele. Interessante These. Aber selbst in deiner Welt, in der Menschenleben verrechnet werden. Ich denke, dass mehr Menschen weltweit durch Autos gestorben sind als durch AKW-Unfälle. Wobei es mir wirklich nicht um den Vergleich ging in der Hinsicht, da in jedem Fall ein toter Mensch gleich viel Wert ist in meiner Wertvorstellung. Ich wollte nur verdeutlichen, dass man nicht für das Handeln anderer verantwortlich ist. Aber interessant ist dennoch deine Einstellung zum Wert einzelner Leben.
 
6 Mio. vergaste Juden ne echte Petitesse der Weltgeschichte.

Du bist für mich zwar schon lange nicht mehr ernst zu nehmen, aber diese Aussage übertrifft wohl alles vorherige... Es wurden schon Leute verurteilt, die Ausschwitz als Detail der Geschichte bezeichnet haben... Dass der Holocaust eine Kleinigkeit in Vergleich zu irgendetwas ist, ist meiner Ansicht nach eine strafbare Meinung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, der Holocaust IST KEINE Kleinigkeit, aber WENN Fukushima Tokio verstrahlt, dann WIRD er es. 35 Mio. Opfer AUF EINMAL, das haben nicht mal die Nazis geschafft, und die waren in dieser Hinsicht verdammt "fleißig".
 
unpassend

da frage ich mich was Tokio mit den Nazis zu tun hat. Das war anno dazumal.
Das ist Geschichte. Wenn interessiert so etwas überhaupt noch?
 
da frage ich mich was Tokio mit den Nazis zu tun hat. Das war anno dazumal.
Das ist Geschichte. Wenn interessiert so etwas überhaupt noch?

Mal abgesehen davon, dass der Vergleich solche Reaktionen provozieren muss und damit die Diskussion versaut: Ich denke dem Lord ging es nur um den Vergleich der Zahlen ...

Die Aussage "Wen interessiert noch Geschichte" halte ich allerdings wirklich für bedenklich ...
 
Wie kommt's eigentlich, dass - ob nun Ökostrom oder herkömmlicher - die Preise sich kaum unterscheiden?

Einen Kommentar zur Studie selbst ersparst Du Dir also? Gut, das spricht für sich.

Zum Preis - eine gute Frage. Worauf möchtest Du hinaus?
Sollte nicht Strom aus 100% erneuerbaren Energien teurer sein als Atomstrom? ;)
Nimmt man die Aussage, dass nur mit einem Energiemix inkl. Atomstrom stabile Preise existieren, wird diese allein durch Deine Feststellung in Frage gestellt.

Ich denke, dass mehr Menschen weltweit durch Autos gestorben sind als durch AKW-Unfälle.

Wären die Unfallorte der Autounfälle auf Jahrzehnte oder Jahrhunderte dadurch unbewohnbar/nicht nutzbar, würde Dein Vergleich endlich Sinn ergeben. ;)
 
Sollte nicht Strom aus 100% erneuerbaren Energien teurer sein als Atomstrom? ;)
Von der Logik her müsste er das doch. Wenn ich doch von den Stadtwerken für eine vor 2 Jahren gebaute Solaranlage 40 cent pro kwh bekomme, dann müssten die doch für den Strom eigentlich auch mindestens diesen Preis verlangen?

Oder wer kauft diesen Strom, den die privaten Erzeuger da verkaufen?

Marty
 
Ich denke, diese ganzen Vergleiche sind sinnlos, weil sie andere Ursachen und andere Wirkungen haben. Ein (Super)GAU ist in seiner Wirkung einmalig, ebenso wie 9/11 oder die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Die Ereignisse waren alle unterschiedlicher Natur und dennoch sind sie für immer in den Seelen der Menschen als Mahnmahl unseres Wahnsinns eingebrannt.

Ein Atomunfall ist und bleibt vermeidbar (indem man sich von der Technologie verabschiedet) und sein Abschaffen ist am Ende eine politische Frage, eine wirtschaftliche Frage vielleicht in der Übergangszeit. Zudem bietet die Atomtechnik in den falschen Händen Potential für Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes. Nicht umsonst ist die gesamte Staatengemeinschaft so hinterher, dass der Iran keine Atommacht wird, militärisch oder in privater Nutzung, weil dies überhaupt erst die eigene Beherrschung der Technologie möglich macht. Ob die Büchse der Pandorra noch einen anderen Touch bekommen wird, weis niemand und möge uns das Schicksal davor bewahren.

Ein atomarer Unfall ist vermeidbar und er muss nicht mehr als 2x in den Geschichtsbüchern unser Welt verankert bleiben, genauso wie die 2 Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki einfach genug waren. Mit diesen 2 Bomben hat das Land heute noch real zu kämpfen hat und es trifft Menschen, die nicht im Entferntesten irgendetwas mit der damaligen Zeit zu tun hatten. Wären die Bomben damals über Deutschland gefallen und die Kinder einiger User würden darunter heute noch leiden, ich denke, die Beiträge sähen anders aus ;)

Den Menschen, die nach Jahrzehnten noch von den Folgen atomarer Katastrophen direkt am eigenen Leib unschuldig betroffen sind, wird die Geschichte dann wohl nicht egal sein.

Es muss alles nicht sein, wir müssen uns und unserem Planeten sowas nicht antun, deshalb kann der logische Menschenverstand nur sagen: So schnell wie möglich weg damit. Das hat für mich nichts mit einer politischen Parteieinstellung zu tun oder weil ich persönlich was gegen die Firmen habe, die sowas anbieten. Ich will keinen 3. SuperGAU in meinem und dem Leben folgender Generationen erleben und der einzig sichere Weg, das zu verhindern besteht darin, sich von dieser Energieform so schnell wie möglich zu trennen.
 
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RWE*klagt gegen AKW-Abschaltung - Sieben Meiler vor Aus

Folgende News wurde am 31.03.2011 um 20:40:19 Uhr veröffentlicht:
RWE*klagt gegen AKW-Abschaltung - Sieben Meiler vor Aus
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Berlin (dpa) - Die Kehrtwende der Bundesregierung in der Atompolitik kommt vor Gericht: Der Energiekonzern RWE wird Klage einreichen gegen die vorübergehende Abschaltung von Biblis A. Dies werde am Freitag beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel geschehen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstagabend aus dem Umfeld des Unternehmens. Nach Einschätzung von Experten hat RWE gute Chancen, da die Begründung für die zwangsweise Abschaltung der sieben ältesten Meiler im Rahmen des Moratoriums auf wackligen Füßen stehe. Mit der Wendung vom Abend gerieten die angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung bei der Überprüfung der AKW*fast in den Hintergrund. Geprüft werden soll, wie sich etwa ein Terroranschlag in Form eines Flugzeugabsturzes aller gängigen Passagier- und Militärmaschinen auswirke, sagte der Vorsitzende der Reaktorsicherheitskommission (RSK), Rudolf Wieland, in Berlin. Gerade die ältesten Meiler sind hier unzureichend geschützt. Sollte eine entsprechende Nachrüstung eingefordert werden, könnte wegen der hohen Kosten ein Abschalten der ältesten Atomkraftwerke anstehen. Die RSK ist für die Organisation der AKW-Checks zuständig. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) kündigte bei der gemeinsamen Präsentation des Prüfkatalogs in Berlin entsprechende Untersuchungen der 17 deutschen AKW an. Der Minister strebt bis Mitte Juni einen neuen Atomkonsens mit allen Parteien und der Wirtschaft an. Die Experten sollen bis zum 15. Mai einen Bericht vorlegen, der Grundlage für die politische Entscheidung ist. Röttgen sprach mit Blick auf den Stresstest von einem «weltweit führenden Niveau». Die RWE-Klage bringt die Bundesregierung unter Druck. Sollte der Konzern Recht bekommen, stünde das ganze Moratorium auf der Kippe. In Konzernkreisen hieß es, man sei schon aus aktienrechtlichen Gründen zu der Klage verpflichtet. Zugleich wurde betont, dass man die Sicherheitsüberprüfung an sich begrüße. Ein RWE-Sprecher wollte die Klage nicht kommentieren und verwies auf eine Mitteilung am Freitagmorgen. Für das benachbarte AKW Biblis B wurde keine Klage eingereicht, da es ohnehin wegen einer Revision stillstand und eine Anweisung der hessischen Atomaufsicht zum Abschalten daher nur für Biblis A erging. Der Energiekonzern Eon will im Gegensatz zum Konkurrenten RWE nicht juristisch gegen das Atom-Moratorium der Bundesregierung vorgehen. Das kündigte das Unternehmen in Düsseldorf an. Die Regierung hatte die Stilllegung der sieben ältesten AKW mit Verweis auf Paragraf 19, Absatz 3 des Atomgesetzes angeordnet. Danach kann die Stilllegung eines Kernkraftwerks verlangt werden, wenn Gefahren für Leben, Gesundheit oder Sachgüter bestehen. Röttgen hatte die Anwendung als vorsorgende Maßnahme nach den Ereignissen in Japan begründet. RWE-Chef Jürgen Großmann hatte wiederholt argumentiert, dass die deutschen Anlagen auf einem sehr sicheren Stand seien, daran habe sich auch durch die Katastrophe in Fukushima nichts geändert. Biblis A könnte aber trotz eines Klageerfolgs der anstehenden Sicherheitsüberprüfung zum Opfer fallen, da der Schutz gegen die Folgen von Flugzeugabstürzen als nicht ausreichend gilt. Viele der älteren Meiler haben nur dünne Betonhüllen. Die Opposition spricht von einem Täuschungsmanöver von Umweltminister Röttgen. Die Risiken seien bekannt. SPD und Grüne haben Gesetzentwürfe in den Bundestag eingebracht, die die sofortige Abschaltung der sieben ältesten AKW sowie des Reaktors Krümmel in Schleswig-Holstein vorsehen. Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Der Katalog der Reaktorsicherheitskommission ist eine gute Grundlage. Damit kann Isar 1 kaum mehr ans Netz gehen.» SPD-Chef Sigmar Gabriel bemängelte, Röttgen blende die inneren Gefahren der AKW aus. Die äußeren Risiken seien seit Jahren bekannt. «Wir wissen, dass sie gegen einen Flugzeugabsturz nicht sicher sind.» Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sagte mit Blick auf eine sofortige Abschaltung: «Das wäre etwas anderes, als auf Zeit zu spielen.» Grünen-Chefin Claudia Roth sprach im «Hamburger Abendblatt» vom «reinen Placebo». Linke-Chef Klaus Ernst forderte Gespräche über die Parteigrenzen hinweg zur dauerhaften Lösung der Atomfrage.
 
Da ich immer einstecken muss weil ich für Atomkraft bin und man sich bei den News nicht wehren kann hab ich mal den Thread eröffnet.

Also mal zur Kernkraft. Sie ist beherrschbar, die Frage ist nur wer so ein Kraftwerk betreibt. EIn Konzern seh ich als Falsch an, da diese Technik, wenn man vorne und hinten spart, sehr gefährlich sein kann. In der Hand vom Staat würde es wohl besser aussehen.

Nun mal zu dem Endlagerproblem. Das sehe ich nicht als gelöst an, aber es gibt Verfahren die im Labor super klappen, um instabile Kerne in stabile zu "verwandeln". Solch eine Pilotanlage soll in den nächsten Jahren an den start gehen. Ich mein nur weil Öl z.b. sau gefährlich ist (auf die Umwelt bezogen) lassen wir unsre Autos auch net von Heut auf Morgen stehen. Und zwa weil wir's nciht können. So sieht's auch mit der Atomkraft aus. Wenn wir abschalten müssen wir vom Ausland Strom kaufen, weil es noch keine vernünftigen Lösungen gibt. Und was bringt sowas ? Nix da wir dann wieder Atomstrom kaufen und das Ausland baut dann wohl noch mehr. Und ob das besser ist, bezweifle ich stark.

Zu den Risiken. Gut diese Technik birgt Risiken. Genauso wie andere Energierformen. Was würde wohl passieren wenn ein Flugzeug in ein Öllager fliegen würde ? Genau es wären millioenen Kubikmeter Trinkwasser vereucht. Es würde wahrscheinlich auch viele dran sterben oder an den Spätfolgen.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin zwar für die Atomkraft, aber nur solange sie ordentlich benutzt wird. Ein Ausstieg halte ich auch für sinnvoll, aber nicht wenn wir damit noch mehr fossile Energieträger verfeuern müssen und der Strompreis ins unermessliche steigt. Es wird noch ein paat Jahre dauern bis unsre Forscher vernünftige Lösungen haben regenerative Energien zu speichern.

mfg auron2008
 
Umfragen sind sehr gut steuerbar im Ergebnis. Dabei möchte ich sie nicht als unwichtig darstellen. Aber dennoch sollte man sie kritisch betrachten.
Traue keiner Statistik, deren Fragen du nicht kennst.
Wie bei den telefonischen Umfragen zum Internet-Stoppschild. Je nach Fragestellung waren die 90% mal auf der Befürworter, mal auf der Gegner-Seite.
Wobei die Gegner zwar eine etwas suggestive Frage hatten, dafür die Dafürler eine so gestellte, dass man kaum anders antworten konnte, wenn man das Thema nicht schon mal irgendwie richtig durchgekaut hatte - und wer hatte (hat) das schon.


alle, die ich kenne, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, speisen das ein und verbrauchen aus dem normalen Stromnetz.


Kann vielleicht aber auch daran liegen, dass die irgendwie noch die ehemalige (noch nicht gesenkte) Förderung von 40 cent erhalten
Jepp. Das gilt natürlich immer bei aktuellen Preisen im Vergleich zur Einspeisung. Und hat auf alle Fälle auch an irgendeiner Stelle mehr Aufwand. Die genaue Regelung kenne ich aber nicht.


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Ah, da sind die Klagen ja endlich, zewi Tage später als ich dachte. Interessant finde ich ja diesen Teil:

Biblis A könnte aber trotz eines Klageerfolgs der anstehenden Sicherheitsüberprüfung zum Opfer fallen, da der Schutz gegen die Folgen von Flugzeugabstürzen als nicht ausreichend gilt.
Das trifft nach meinem Wissensstand auf genau 100% aller Kernkraftwerke zu. Es gibt keines, das einen abstürzenden Jumbo aushält. Oder habe ich was verpasst, und der alte Beton ist im Laufe des letzten Jahres stabiler geworden?
Und Nebelwerfer o.ä. als Abwehrmaßnahme ist ja auch nicht der große Bringer. Um auch hier H****r zu bemühen: Die waren selbst im zweiten Weltkriegt nur bedingt wirksam, und in Zeiten von GPS, Satellitenfotos und Flugsimulatoren...