Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Die Kriegsschuld als Ursache für die Ablehnung von Atomkraft in Deutschland findest du einleuchtend? 8O8O8O

Warum nicht? Die 68er waren doch eine Gegenbewegung zum alten Muff der Kriegsjahre... Und die haben sich eben vermehrt und gehen jetzt gemeinsam mit ihren Nachkommen gegen etwas Massenmordendes demonstrieren...

Ich fände es lustig, wenn jetzt ein Politiker den Arsch in der Hose hätte und fordern würde, dass Deutschland jetzt auch Atombomben benötigt... Als viertgrößte Volkswirtschaft hat Deutschland wohl das Recht auf Selbstverteidigungswaffen...

Kann man aus Atommüll nicht irgendwie Bomben bauen? => Win-Win-Situation... ^^

Das gäbe einen Gutmenschenaufschrei sondergleichen... ^^
 
Es macht schon einen Unterschied, ob darüber 1 Minute in den Hauptnachrichten verwendet wurde oder ob irgendeine Website kurz darüber berichtet... Wenn man im Netz etwas sucht, dann findet man es nämlich auch. Das sagt nicht über die Relevanz einer Nachricht aus.

Deiner Meinung nach hat das ja außerhalb Deutschlands niemanden interessiert und wurde nirgends gebracht.
Meine Links sprechen dagegen.
 
Ich fände es lustig, wenn jetzt ein Politiker den Arsch in der Hose hätte und fordern würde, dass Deutschland jetzt auch Atombomben benötigt... Als viertgrößte Volkswirtschaft hat Deutschland wohl das Recht auf Selbstverteidigungswaffen...

Das gäbe einen Gutmenschenaufschrei sondergleichen... ^^

Den gab es schon - allerdings vor der von Dir kolportierten Geburt des Gutmenschentums in Deutschland... :roll:
 
Deiner Meinung nach hat das ja außerhalb Deutschlands niemanden interessiert und wurde nirgends gebracht.
Meine Links sprechen dagegen.

Dazu fällt mir nichts mehr ein... Es geht um die Verhältnismäßigkeit... Du findest bei uns in Shortnews, wenn sich irgendein Schotte vierhundert Pinzetten in den Arsch rammt... Trotzdem kommt es nicht in den Hauptnachrichten... Den Unterschied sollte dein 1,0-Hirn kapieren.
 
gehen jetzt gemeinsam mit ihren Nachkommen gegen etwas Massenmordendes demonstrieren...

und das soll schlecht sein?

Wenn du mal genauer hinguckst bei den Demonstrationen, siehst du, dass dort sehr viele im Alter von 13-30 sind. Und das nicht mit ihren Eltern, sondern mit Freunden.
 
und das soll schlecht sein?
Du bist so verblendet, dass du meine Ironie gar nicht herauslesen kannst... Ich muss wohl immer "Gänsefüßchen" verwenden... ^^
Wenn du mal genauer hinguckst bei den Demonstrationen, siehst du, dass dort sehr viele im Alter von 13-30 sind. Und das nicht mit ihren Eltern, sondern mit Freunden.
Die sind eben schon hart wie Kruppstahl und auf Linie gebracht... Hier gibt es ja einen Moderator, der meint, dass Viertklässler schon gegen Atomkraft sein können... Tja, warum dann nicht schon mit 10 wählen gehen?! Komplexere Themen gibt es kaum und wenn da die kleinen Kinderchen schon durchsteigen sollten wohl auch andere Grenzen fallen... ^^
 
So wie du. gute nacht

Naja, ich propagiere nie eine moralische Überlegenheit und fühle mich dabei als etwas Besseres... Quasi der Super-Öko-Mensch mit den besseren Ansichten als die alten Atom-Muffel-Menschen... Deren Meinung sollte man am besten verbieten, ne?

Ebenfalls gute Nacht... Muss wieder zur Arbeit zurück... Neinn... :p
 
Naja, ich propagiere nie eine moralische Überlegenheit...

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genau - das übernimmt Herr Wilders für Dich... :evil::evil::evil:
 
nee, schon klar, man darf keine Meinung verbieten, deren Befolgung den Tod vieler zur Folge haben kann/muß/wird. Also entkriminalisieren wir auch gleich die Holocaust-Leugnung und alle andere Verherrlichung des 3. Reichs, fordern die atomare Aufrüstung der Bundeswehr incl. Wehrpflicht für alle (m/w) und natürlich vormilitärischer Ausbildung schon in den Kindergärten (mit Absingen aller 3 Strophen des Deutschlandliedes), verlangen freie (= kostenlose) Waffen für freie Bürger in jedem Haushalt und heben endlich mal diese überflüssigen Tempolimits in den Städten - und besonders vor Schulen und Kindergärten - auf. Unsere Arbeitslosenzahlen werden niedriger als je zuvor.

[/Ironie]
 
Ah, da ist ja endlich die Nazikeule. Hab mich schon gewundert, wieso das so lange dauert...

Vielleicht sollten wir einfach zum Thema zurückkehren, wobei das auch schon lange ausgelutscht ist. jede Seite stellt die als die bessere dar und versuch die anderen als Idioten dastehen zu lassen. So kommen wir sicher nicht weiter.
 
Oh, ich hätte auch Rassismus und Sklaverei als zu legalisierende Praktiken anführen können, aber wir sind hier nicht in den USA.

Nein, Atomkraftbefürworter sind keine Idioten. Sie sind Helfershelfer potentieller Massenmörder. Und wenns nicht von potentiell zu akut werden soll, zählt jede Sekunde, sie alle zu stoppen.
 
Also man sollte sich in erster Linie nicht ausschliesslich auf "Wo bekommen wir in Zukunft die Energie her" sondern in erster Linie auf "Wie können wir effektiv Energie sparen" konzentrieren und dann zusätzlich dazu "Wie werden wir unabhängig von nicht regenerativen Energien".

*Achtung im gesamten Beitrag könnte sich etwas Ironie verbergen*

1. Da wäre z.B. diese ach so tolle "Wir verbieten Glühbirnen-Idee".

Ich bin Elektriker und kann schon aus meinem Umfeld und Erfahrung sagen dass:
Herstellungsenergie + Anzahl der 'Sparbirnen' die zu schnell kaputt gehen (und glaubt mir das sind eine Menge) + Leute die die Energiesparlampen in Hausmüll schmeissen bzw. extra zur nächsten Sondermüllstation fahern müssten, mehr Energie verschwendet als normale Glühbirnen.
Faktisch lohnen sich Energiesparlampen nur bei durchgehender längerer Betriebsdauer - durch das Verbot beschwört man kurze Lebenszeiten dieser Energiesparlampen gerade zu herauf. (z.B. im Hausgang)
Alternative?: Ich behaupte nicht dass es einfach ist eine Lösung zu finden, aber das Verbot von normalen Glühbirnen ist sicherlich der falsche Weg. Meiner Meinung nach wird LED das Licht der Zukunft und da sollte man investieren um die Technik voranzubringen.


2.Ich würds ja toll finden, wenn alle deutschen TV-Sender regelmäßig (einmal die Woche?) für eine Stunde komplett sendefrei sind, eine geeignete Zeit ist schwierig, sollte man hierbei lieber abschalten wenn eigentlich viele da wären (wäre also ne Menge weniger angeschalteter TVs zu diesem Zeitraum) oder lieber auf ne Zeit gehen wo eh kaum Leute TV schauen (2-3 Uhr z.b.).
Naja so ne regelmäßige Earth Hour wäre doch überhaupt etwas das ne Menge Strom sparen würde, damit spart man bestimmt schon ein Kraftwerk ein.

3.Noch mehr im Bereich Recycling/Pfand machen. Ich frage mich ernsthaft warum immer noch Plastiktüten verkauft werden. Einige Länder haben diese schon komplett verboten, weil sie umwelttechnisch nur Nachteile haben. Hier wäre ein Verbot sinnvoll.

4. Jo Autos sind auch so ne SAche, hab schon paar mal interessante Ideen zu alternativen Autoantrieben gesehen, z.b. hats einer geschafft mit Müll zu fahren und soo schlecht war das vorgestellte Auto gar nicht - darin müsste man investieren und wenns dann nur für Stadtautos reicht... Ich bin btw. gegen Elektroautos. Es wird immer so getan als ob die Umweltfreundlicher währen. Klar haben die Autos selbst keine Abgase, aber die Stromherstellung schon.

Jo könnte ewig weitermachen, damit ich nicht zu offtopic werde:
Akws und Kohlekraftwerke sind scheisse. Die Betreiber diese Kraftwerke sollten mindestens 20% ihres Reingewinns in regenerative Energien stecken in irgendeiner Form.

So das war nur meine Meinung, ich hoffe man versteht worauf ich hinaus will. Vielen DAnk
 
Zuletzt bearbeitet:
Komisch: im Haus meiner Mutter hält keine Glühbirne länger als 3 Monate. Seit da Energiesparfunzeln reingeschraubt sind, ist ruhe mit der Wechselei - seit einigen Jahren. Ich habe in meiner Bude auch Energiesparleuchten, die bis auf eine Birne im Jahre 2005 beschafft wurden. Und die eine Ausnahme wurde ersetzt, weil die Leuchtstofffunzel für das Große Wohnzimmer zu schwach war. Jetzt liegt die Ex-Wohnzimmerfunzel eben als ersatz für andere Räume rum - aber das kann dauern, bis die wieder zum Einsatz kommt... Ach ja, im Backofen werkelt die letzte 15W Glühbirne. Im Kühlschrank ist die Birne ausgebaut.

Was LED angeht, ja, Du hast recht. Darin liegt die Zukunft. Bei mir ist beispielsweise die Leselampe des Deckenfluters (der selbstverständlich in Energiesparmanier bestückt) eine 1.2W LED leuchte. Zum lesen super, zum hell machen ungeeignet.
 
Meine persönliche Einschätzung ist: wer heutzutage immer noch für die Kernenergie ist, der ist irgendwas zwischen minderintelligent und grenzdebil. Es gibt Alternativen und selbst wenn übergangsweise an sehr unpopulären Standorten Windräder gebaut werden müßten, um die AKW und KKW zu ersetzen, wäre das kein Problem. So ein Windradl braucht nämlich kaum Platz, und wenn man es nicht mehr haben will, kann man es in wenigen Wochen wieder abbauen.

Wenn wir in Deutschland erst einmal die Atomtechnologie los sind, werden die Leute in Frankreich unsere Technologie haben wollen. Wenn die Franzosen gewitzter sind als wir und die Ersatztechnologie schneller liefern können als einheimische Unternehmen - auch gut, dann kaufen wir eben in Frankreich.
 
und selbst wenn übergangsweise an sehr unpopulären Standorten Windräder gebaut werden müßten

Ich wohne in Aurich, dem Sitz und Gründungsort des deutschlandweit führenden Herstellers und Entwicklers von Windkraftanlagen, Enercon. Soweit mir bekannt, ich finde für den Moment leider keine Quelle, wird im Landkreis Aurich (190k Einwohner) mehr Strom durch Windkraft gewonnen als insgesamt verbraucht. Man sollte meinen, hier stünden überall Windräder.

Pustekuchen. Es gibt in der Nähe zwar mehrere Windparks mit 20 oder 30 Rädern, und wenn man in umgebende Städte fährt kommt man zwangsläufig an mindestens einem davon vorbei, aber es stört nicht. Es fällt mir nichtmal auf.

Es stört keinesfalls das Landschaftsbild. Wir haben hier auch genügend unberührte Natur, aber da stehen die ja nicht. Die stehen mitten auf Maisfeldern... da interessieren die einfach nicht.

Lautstärke ist mit 150 Meter Abstand auch nicht merklich erhöht.

Nun musste ich mich nicht dran gewöhnen weil ich damit aufgewachsen bin, aber es stört auch ansässige, deutlich ältere Menschen, nicht die Bohne.

Aurich hat mit 147 E/km² nur etwa 2/3 des bundesdeutschen Durchschnitts, deswegen müsste man für Ganzdeutschland die Anlagendichte noch um das 1,5-fache erhöhen... aber auch das wäre kein Problem, wenn die Leute es nicht grundsätzlich ablehnen würden.
 
Meiner Ansicht nach helfen jetzt nur folgende Denkweisen:

1. Die Debatte muss (bei allem Verständnis) entemotionalisiert werden. Wir müssen den Fakt zur Kenntnis nehmen, das Atomkraft nicht gegen alles beherrschbar ist und das die Folgen eines Unfalls unkontrollierbar sind. Das hat nix damit zu tun, ob die Energieform nun gut/billig ist oder nicht. Die Fakten sind offensichtlich, weltweit.

2. Die Frage der Endlagerung muss in die Debatte um die wahren Kosten der Kernenergie einbezogen werden. Bisher lagern endlose Tonnen radioaktiver Müll gar im freien oder in Lagerhallen. Die Kosten, die auf uns alle zukommen, wenn dort eine Lösung geschaffen werden muss, müssen in die Kalkulation mit eingeschlossen werden und nicht ein Ist-Stand verglichen werden.

3. Wir müssen aufhören, unseren Geldbeutel über alles zu stellen. Mit Fukushima und Tschernobyl hinterlassen wir endlosen Generationen eine Welt, welche sie die Folgen unseres Handels für immer spüren lässt. Es ist schlimm genug, dass wir unseren Kindern ein hohle Gesellschaft, endlose Schulden und eine eh schon kranke Erde hinterlassen. Man muss das Glück und die Reserven unseres Planeten nicht bis zum Letzten ausreizen.

4. Man muss bereit sein, nach vorne zu schauen. Die Kernenergie ist eine veraltete Technologie und sie besteht nur, weil wir zu lange versäumt habe, andere Formen zu fördern und zu entwickeln und es zugelassen haben, diese von multinationalen Konzernen weg kaufen zu lassen. Es gibt weit mehr alternative Energien als die typischen 3 (Wasser,Wind,Sonne).

5. Wir müssen aufhören, ständig Angst vor den neuen Energien zu produzieren. Wenn alle an einem Strang ziehen und bereit sind, für das Wohl folgender Generationen ihren Beitrag zu leisten, wenn man die Veränderung als Chance sieht, dann geht kein Licht aus oder alle müssen Fahrrad fahren. Der Mensch ist nicht deshalb 5000 Jahre so erfolgreich gewesen, weil der ständig auf dem Baum geblieben ist und ums Verrecken den Stauts Quo halten wollte.

6. Die Umgestaltung der Energiepolitik hat enorme Chancen. Deutschland kann wieder Nummer 1 in einer Technologie werden, aber was noch wichtiger ist, wir können endlich wieder einen starken Mittelstand (zumindest dort) etablieren und wir alle wissen, das ein Konstrukt von mittleren und kleinen Firmen dem Volk mehr hilft und das nicht nur aus arbeitsplatztechnischer Sicht.

7. Vergesst die Macht des Verbrauchers nicht. Gerade im Strombereich haben wir noch die Wahl. Die Unternehmen werden sehr schnell spüren, welcher Bedarf an Ökostrom da ist und sehr schnell versuchen, ihn an den Verbraucher zu bringen. Das zwingt sie quasi, in neue Energien zu investieren und wird zwangsläuftig für neue Anbieter sorgen, sofern die Politik sich endlich von der Lobbyistendemokratie befreit. Ansonsten wird sich das Volk die Parteien wählen, die das ändern, über kurz oder lang.

8. Fukushima wird noch lange ein Thema bleiben. Der Wahnsinn beginnt gerade erst. Und: Es ist ein hochtechnisiertes Land, der Druck auf die Industrienationen wird steigen, zwangsläufig. Auch auf Japan und die USA.

Soweit meine Meinung ;)

holz