Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Danke Herr Brüderle!

“Man muss das tun, was wir immer tun würden. Meinen Amtseid als Bundeskanzlerin habe ich darauf geschworen, zum Wohle des deutschen Volkes zu handeln, und ob da Landtagswahlen sind, bei denen ich natürlich gerne gut abschneiden möchte, oder nicht, kann doch nicht den Ausschlag in einer solchen Situation geben.” Angela Merkel

Wer also von den beiden lügt hier? :biggrin:
 
Falsch. Die ich für maximal 5 Jahre in Kauf genommen und Wohneigentum gekauft habe in der Hoffnung, dass Biblis 2010 mit beiden Blöcken wie geplant vom Netz geht und bis dahin nichts passiert.
Also solch eine große Bedrohung, dass du es in Kauf nimmst, freiwillig in die Nähe eines AKWs zu ziehen. Jetzt könnte man vermuten, dass du - gaaaaanz vereinfacht ausgedrückt - aus Gier (Wersteigerung der Immobilie nach Abschaltung des AKWs) gehandelt hast. Könnte man vermuten, muss man nicht.
 
Also solch eine große Bedrohung, dass du es in Kauf nimmst, freiwillig in die Nähe eines AKWs zu ziehen.

Aufgrund der geographischen Lage des Rhein-Main-Gebietes und der umliegenden AKW ist es allgemein schwierig, NICHT im Evakuierungsgebiet eines Meilers zu wohnen - egal ob zur Miete oder als Eigentum.

Jetzt könnte man vermuten, dass du - gaaaaanz vereinfacht ausgedrückt - aus Gier (Wersteigerung der Immobilie nach Abschaltung des AKWs) gehandelt hast. Könnte man vermuten, muss man nicht.

Jemand mit geringer Bildung könnte das vermuten, da geb ich Dir vollkommen Recht. Nur sind Wertsteigerungen im direkten Umfeld eines Internationalen Flughafens eher ausgeschlossen. ;)

Es ist aber auch interessant, dass Du auf alle anderen Sachen nicht eingehst (bspw. kann man sich das Restrisiko leisten?)
 
Es ist aber auch interessant, dass Du auf alle anderen Sachen nicht eingehst (bspw. kann man sich das Restrisiko leisten?)

Wenn ein Atomkraftgegner wie du der Überzeugung ist sich das Restrisiko für 5 Jahre leisten zu können, dann denke ich, kann man als Befürworter auch damit leben, dass bei entsprechener Sicherheitstechnik AKW's Strom produzieren.
 
Wenn ein Atomkraftgegner wie du der Überzeugung ist sich das Restrisiko für 5 Jahre leisten zu können, dann denke ich, kann man als Befürworter auch damit leben, dass bei entsprechener Sicherheitstechnik AKW's Strom produzieren.

Falsch. Ich sprach nicht davon mir das Restrisiko leisten zu können.
Ich sprach davon, dass ich mir nicht leisten konnte, in grösserer Entfernung eines AKW zu wohnen.
 
Falsch. Ich sprach nicht davon mir das Restrisiko leisten zu können.
Ich sprach davon, dass ich mir nicht leisten konnte, in grösserer Entfernung eines AKW zu wohnen.

Man hat immer eine Wahl und kann sich auch solche Entscheidungen besonders in Deutschland leisten. Das Risiko wird scheinbar nur nicht für so Groß empfunden, wie der daraus folgende private Verlust wäre. Aber es ist auch immer leichter Verluste und Einschnitte für alle zu fordern, die man dann nur zu einem Teil mit trägt, als persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen. Mit gemeinsamen Nachteilen reichen dann auch die negativen Seiten eines AKW aus, die für einen persönlich nicht gereicht haben, da die eigenen Nachteile zu groß gewesen wären..
 
Genau, kommerzhasi, warum ziehst Du eigentlich nicht in den Süden von Sachsen-Anhalt. Genau dort dürftest Du ausserhalb jedes Lebens ähhhh.. Evakuierungsgebiets eines AKW liegen. Irgendwo anders geht das leider nicht in Deutschland.

Marty
 
Laut Quelle werden zusätzlich 29,7% im Verkehr verbraucht, also meist auch kein Kraftswerksstrom.
Es gibt auch noch andere Energiearten als Strom - ich meinte nur Strom. Es geht um den Stromverbrauch!

26,5% aller in Deutschland verbrauchten Energie wird in Privathaushalten verbraucht. Das ist also für Dich Kleinvieh?
Ja, ist es. Selbst wenn sich alle Privathaushalte mit einen Nullenergiehaus selbst versorgen würden, wäre damit der Verbrauch der Industrie noch noch nicht gesenkt. Ich bezweifle auch, dass man den Verbrauch signifikant senken kann.

Wie geht das denn bei einem Atomkraftwerk oder einem Kohlekraftwerk? Nachts mal eben abschalten, morgens wieder per Knopfdruck anschalten? So wie eine Nachttischlampe? Meines Wissens dauert das Stunden bis Tage, um die Leistung eines Kraftwerks zu regulieren.
Atomkraftwerke und (Lauf-)Wasserkraftwerke sind meines Wissens nach die einzigen Kraftwerke, die nur zu Wartungszwecken abgeschaltet werden. Atomkraftwerke sorgen für die Grundlast, die ständig benötigt wird. Kohlekraftwerke werden je nach Bedarf hoch und runter gefahren - Gaskraftwerke ebenfalls.
https://de.wikipedia.org/wiki/Grundlast
Man wird in Zukunft mehr Gaskraftwerke brauchen um die Schwankungen bei den Wind- und Solaranlagen auszugleichen, sonst wird das Netz insgesamt instabil.
 
Ja, ist es. Selbst wenn sich alle Privathaushalte mit einen Nullenergiehaus selbst versorgen würden, wäre damit der Verbrauch der Industrie noch noch nicht gesenkt. Ich bezweifle auch, dass man den Verbrauch signifikant senken kann.

Es gibt durchaus Einsparpotential durch Synergieeffekte - z.B. könnte man mehr Fernwärme verkaufen.
 
Aufgrund der geographischen Lage des Rhein-Main-Gebietes und der umliegenden AKW ist es allgemein schwierig, NICHT im Evakuierungsgebiet eines Meilers zu wohnen - egal ob zur Miete oder als Eigentum.
Wie groß ist denn Evakuierungsgebiet? Ich hab irgendwann mal was von einem Umkreis von 60km aufgeschnappt.

Jemand mit geringer Bildung könnte das vermuten, da geb ich Dir vollkommen Recht. Nur sind Wertsteigerungen im direkten Umfeld eines Internationalen Flughafens eher ausgeschlossen. ;)
Defizite bei georgraphischen Kenntnisse des Rhein-Main-Gebietes als geringe Bildung zu bezeichnen... Naja.

Es ist aber auch interessant, dass Du auf alle anderen Sachen nicht eingehst (bspw. kann man sich das Restrisiko leisten?)
Na weil ich mich wiedermal nicht angesprochen fühle bzw. du mir Dinge "in den Mund" legst, die ich nie behauptet habe. Nochmal: Ich bin kein Befürworter der Atomkraft, ich bin aber auch kein Gegner. Ich begrüße den mittelfristigen Ausstieg, find aber die aktuelle Debatte und Hysterie einfach total daneben.
Aber bitte: Sollte der GAU eintreten, wird das immense Kosten verursachen. Ob das nun die Billionen sind, die da wer auch immer veranschlagt hat, kann ich nicht beurteilen. Aber da ich die Wahrscheinlichkeit eines Eintreten als so gering einschätze, hat das für mich keine Relevanz.
Wenn du kurz noch mal die anderen Sachen erwähnen könntest, dann gehe ich auch auf die noch ein. ;)

Ich sprach davon, dass ich mir nicht leisten konnte, in grösserer Entfernung eines AKW zu wohnen.
Im wahrsten Sinne des Wortes nicht leisten können? Die Aussage klingt irgendwie eigenartig.
 
Wie groß ist denn Evakuierungsgebiet? Ich hab irgendwann mal was von einem Umkreis von 60km aufgeschnappt.

Das reicht von Ludwigshafen & Mannheim bis nach Gross-Gerau, Darmstadt - kurz, der Speckgürtel von Frankfurt. Und dabei sprechen wir vom 30 km Radius. Bei 60km liegen Frankfurt, Heidelberg, Mainz, Wiesbaden und Rüsselsheim (obwohls darum nicht schade wär :biggrin:) direkt mit drin.

Defizite bei georgraphischen Kenntnisse des Rhein-Main-Gebietes als geringe Bildung zu bezeichnen... Naja.

Entweder Du kennst die Fakten und argumentierst auf deren Basis oder Du behauptest einfach was ins Blaue. Such es Dir aus.

Aber bitte: Sollte der GAU eintreten, wird das immense Kosten verursachen. Ob das nun die Billionen sind, die da wer auch immer veranschlagt hat, kann ich nicht beurteilen.

Allein die Auswirkungen der Verstrahlung einer Evakuierungszone von 40km hätte zur Folge, dass BASF sein Werk in Ludwigshafen komplett dicht macht (Schaden geht dann schon in die Milliarden), der Rhein-Main-Airport seine Pforten schliesst (auch hier Milliarden). Von den ganzen "unbedeutenden" Siedlungen inkl. ihrer Industrie und Wirtschaft rede ich erst gar nicht.
Man kann es für sich beurteilen wenn man möchte und sich die Mühe macht, darüber nachzudenken.

Aber da ich die Wahrscheinlichkeit eines Eintreten als so gering einschätze, hat das für mich keine Relevanz.

Keine Relevanz bedeutet dann, selbst wenn Du die 5 Billionen an möglichen Schäden beurteilen könntest, bist Du der Meinung, dass das Risiko vertretbar ist?

Wenn du kurz noch mal die anderen Sachen erwähnen könntest, dann gehe ich auch auf die noch ein. ;)

Was genau?

Im wahrsten Sinne des Wortes nicht leisten können? Die Aussage klingt irgendwie eigenartig.

Auch hier hilft Bildung bzw. Interesse weiter. Immobilienpreise und Mieten sind allgemein sehr hoch zwischen Frankfurt und Heidelberg (Nord-Süd-Achse) und Mainz, Wiesbaden bis Darmstadt und Aschaffenburg (West-Ost-Achse).
In den Gebieten drum herum wirds günstiger, jedoch nicht signifikant. Bedeutet im Sinne von "nicht leisten" - man bezahlt zwar minimal weniger, befindet sich trotzdem in direkter Umgebung des AKW und hat einen weiteren Mehraufwand an Fahrtkosten
 
Das reicht von Ludwigshafen & Mannheim bis nach Gross-Gerau, Darmstadt - kurz, der Speckgürtel von Frankfurt. Und dabei sprechen wir vom 30 km Radius. Bei 60km liegen Frankfurt, Heidelberg, Mainz, Wiesbaden und Rüsselsheim
Wo wir grad bei Rhein-Main sind:
Das ist der Blick von meinem Balkon.
Is das weit genug weg von Philippsburg? :ugly:



Edit: 30km Luftlinie. oO Aber stört mich nicht. :)
Die Stinke-Kohle-Kraftwerke in Mannheim find ich wesentlich unangenehmer.
 
dann is ja gut,wenn wenigstens du beruhigt bist. ;)

Bei mir sinds zum Glück nochn paar Hundert Kilometer mehr. :)
 
Edit: 30km Luftlinie. oO Aber stört mich nicht. :)

und freie Luftlinie damit die Strahlen im Falle eines Unfalls auch direkt und ungehindert zu Dir kommen :ugly:
Ich persönlich würde das Ding vorm geistigen Auge im Gau aufgehen sehen auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür auch noch so gering ist.


Die Stinke-Kohle-Kraftwerke in Mannheim find ich wesentlich unangenehmer.
Ich würd mich unwohler mit dem KKW in der Nähe fühlen. Beim Kohlekraftwerk merkt man die Nachteile wenigstens direkt, während sie bei der Kernkraft so gut versteckt sind und teilweise in unberechenbaren Risiken stecken.

Die Investition wäre im Falle eines Falles zwar dahin aber die Welt ist ja gross.
Weil ich das immer wieder sehe das Leute das Eigenheim als Investition betrachten: Eine Investition ist die Verwendung von Kapital um daraus noch mehr Kapital zu gewinnen.
Dafür kauft man ein Eigenheim aber normal nicht, i.d.R. ist das ein Verlustgeschäft das man deshalb macht um Lebensqualität zu gewinnen und dann ist es Konsum und keine Investition.
 
Weil ich das immer wieder sehe das Leute das Eigenheim als Investition betrachten: Eine Investition ist die Verwendung von Kapital um daraus noch mehr Kapital zu gewinnen.

Hm. "Investition in die Zukunft" meinte ich eigentlich damit um im Alter mietfrei wohnen zu können. Das man dadurch indirekt nach Abzahlung "mehr Kapital" im Alltag zur Verfügung hat, ist da ja zwangsläufig.

das man deshalb macht um Lebensqualität zu gewinnen und dann ist es Konsum und keine Investition.

Wie auch immer. Zumindest lag mir der Bezug nicht nah.
 
So, Nuclear Boy... Sendung mit der Maus lässt grüßen... ^^

Das Schöne an ausländischen Kommentaren bei Nachrichten und Videos ist, dass sie sich meist erheblich von der deutschen Hysterie unterscheiden... :)
 
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