Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Das rot-grüne Ausstiegsszenario war also ein Hauruck-Ausstieg? :yawn:

Naja ich wohne ja in der Hochburg von Rot-Grün. Also in NRW. Und das ist immer bei den Podiumsdiskussionen mit Politikern interessant, wenn hier wehemennt noch die Kohlekraft als unverzichtbar und positiv beworben wird. Naja gibt halt noch Leute, deren Arbeitsplätze von Kohle abhängig sind hier, da muss man das halt bewerben.

Deine Argumente zielen aber ja ohnehin auf Unverzichtbarkeit von KKW.
Tun sie gar nicht. Also da kann jemand nicht richtig lesen. Erstmal stört mich KKW, weil auch Kohle mit K anfängt. Wer hat sich das eigentlich einfallen lassen. Früher haben doch auch alle einfach AKW gesagt?! Naja ich schweife ab... Ich bin für regenerative Energien und die Abschaffung von Kohle- und Atomkraft langfristig. Wobei mir der Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Brennstoff ein größeres Anliegen ist, weil ich die Folgen als unkalkulierbarer einschätze. Naja aber red dir ruhig ein, dass ich Atomkraft für immer will, dass hilft sicher deinem Weltbild...


Wir sehen ja im Augenblick, wie weh es uns tut, wenn "hauruck" mal eben die Hälfte der Kraftwerke stillgelegt wird. Bei einem Anteil der Kernkraft an der Gesamtstromproduktion von 22 % müssen die erneuerbaren in den nächsten knapp 10 Jahren also noch 10 - 12 % mehr Leistung übernehmen.

An der Produktion oder dem hier genutzen Verbrauch? Die 22% sind doch der in Deutschland genutzte Anteil an Atomenergie, oder nicht? Naja ist ja auch egal, wie gesagt, ich denke nicht, dass wenn wir alle abschalten, wie ohne weitere Kraftwerke auskommen, die auf fossile Brennstoffe setzen oder uns den Strom selbst kaufen werden.
 
Tun sie gar nicht. Also da kann jemand nicht richtig lesen. Erstmal stört mich KKW, weil auch Kohle mit K anfängt. Wer hat sich das eigentlich einfallen lassen. Früher haben doch auch alle einfach AKW gesagt?![...]

Ich glaube es war sogar hier im Thread, dass jemand sagte AKW sei ein falscher (oder ungenauer) Begriff. Ist mir persönlich aber auch wumpe, solange man versteht was gemeint ist.

Naja ich schweife ab... Ich bin für regenerative Energien und die Abschaffung von Kohle- und Atomkraft langfristig. Wobei mir der Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Brennstoff ein größeres Anliegen ist, weil ich die Folgen als unkalkulierbarer einschätze. Naja aber red dir ruhig ein, dass ich Atomkraft für immer will, dass hilft sicher deinem Weltbild...[...]

Wie gut, dass man während einer Diskussion auch Missverständnisse ausräumen kann. ;)

An der Produktion oder dem hier genutzen Verbrauch? Die 22% sind doch der in Deutschland genutzte Anteil an Atomenergie, oder nicht? Naja ist ja auch egal, wie gesagt, ich denke nicht, dass wenn wir alle abschalten, wie ohne weitere Kraftwerke auskommen, die auf fossile Brennstoffe setzen oder uns den Strom selbst kaufen werden.

Ehrlich gesagt weiß ich das nicht. Die Zahl ist mir nur aus den Medien präsent.
Aber selbst wenn wir dann keinen Strom mehr exportieren, wäre das schlimm?

Bis zur endgültigen Abschaltung (nach ursprünglichem Ausstiegsplan) ist doch noch ein bissel Zeit. Was macht Dich eigentlich so pessimistisch, dass bis dahin keine Möglichkeit besteht, den fehlenden Strom durch regenerative Energie zu ersetzen?
 
Naja, kein Wunder, dass die auf die Straße will... Sie wird ja zu Hause wahrscheinlich genügend instrumentalisiert. Die geht da so freiwillig hin wie gleichaltrige, andere Mädchen Kopftuch tragen.

Sie ist mit ihren Zehn Lenzen schon in der Lage, ihren eigenen Kopf zu benutzen. In dieser Hinsicht scheint Sie Dir 14 Jahre voraus zu sein... :ugly::ugly::ugly:
 
Bis zur endgültigen Abschaltung (nach ursprünglichem Ausstiegsplan) ist doch noch ein bissel Zeit. Was macht Dich eigentlich so pessimistisch, dass bis dahin keine Möglichkeit besteht, den fehlenden Strom durch regenerative Energie zu ersetzen?

Was macht dich so optimistisch, dass das was wird? Wir haben hier zum Beispiel in NRW ein neues Kohlekraftwerk (Datteln), welches kurz vor Inbetriebnahme, nun eine Verweigerung bekommen hat aufgrund des Klimaschutzes. Durch die Abschaltung der AKWs wird soweit man hört nun aber wieder gemunkelt, dass alles mögliche Versucht werden soll, die Inbetriebnahme doch zu ermöglichen.

Zudem ist die Menge des Stroms meines Wissens nach nicht mal das Hauptproblem. Sondern eher die lokalität des meisten regenerativen Stroms in Deutschland. NRW als Bevölkerungsdichtestes Land muss den Strom ja aus dem Norden bekommen. Daher ist ja nun auch geplant die Stromtrassen schneller voran zu bringen. Aber aktuell haben wir gar nicht die Infrastruktur genügend Strom hierher zu bringen.

Naja aber unabhängig davon kann man für mich erstmal alle Drecksschleudern abschalten und dann zuletzt die AKWs. Dann wäre ich zufrieden. Erst AKWs und dann Drecksschleudern sehe ich nun mal keinen Sinn. Oder denkst du, dass wir die AKWs abschalten und die regenerative Energie dann auch noch dafür ausreicht Klimaschutz zu betreiben?
 
An der Produktion oder dem hier genutzen Verbrauch? Die 22% sind doch der in Deutschland genutzte Anteil an Atomenergie, oder nicht?
EPIC FAIL!
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,750752,00.html
und runterscrollen bis "Mehrere Kraftwerke könnten problemlos abgeschaltet werden"!
Naja ist ja auch egal, wie gesagt, ich denke nicht
Das brauchste nicht extra erwähnen, das merkt man auch so :roll:
Schon klar... Mit 10 rebelliert man ja bekanntlich gegen seine Eltern und glaubt ihnen kein Wort.
Für jemanden, der sich auf der Hauptseite "homerkopf" nennt, ein verdammt schwaches Argument. Was ist mit Bart?
Sie ist mit ihren Zehn Lenzen schon in der Lage, ihren eigenen Kopf zu benutzen.
Willkommen im Klub der verantwortungsbewußten Väter, die ihre Kinder erziehen statt zu unterdrücken :D
 
EPIC FAIL!
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,750752,00.html
und runterscrollen bis "Mehrere Kraftwerke könnten problemlos abgeschaltet werden"!Das brauchste nicht extra erwähnen, das merkt man auch so :roll:

Erstens sagt der Artikel nichts über regionalen Strombedarf, da überschüssiger Strom in Norden durch Ausbau der regenerativen Stromerzeugung zur Zeit nicht ohne weiteres in die Industriehochburg NRW gelangt, noch habe ich einen möglichen Ausstieg bestritten, nur dass wir weniger Überschuss eventuell verkaufen können und vielleicht 1 - 2 Kohlekraftwerke mehr in NRW in Betrieb nehmen werden, wie zum Beispiel das nun vorerst gestoppte Werk in Datteln. Zudem finde ich interessanter an dem Artikel folgendes :Kohle-, Gas und Diesel 71,3 Gigawatt. Umweltverschmutzende und Klimawandelerzeugende Kraftwerke sind also unsere Hauptenergiequelle. Aber Scheiß auf die zukünftigen Generationen und die Auswirkungen aus der Energiegewinnung.
 
Zudem finde ich interessanter an dem Artikel folgendes :Kohle-, Gas und Diesel 71,3 Gigawatt. Umweltverschmutzende und Klimawandelerzeugende Kraftwerke sind also unsere Hauptenergiequelle. Aber Scheiß auf die zukünftigen Generationen und die Auswirkungen aus der Energiegewinnung.
Wer sagt denn sowas? Bist Du so einseitig gestrickt, dass Du meinst, ein Atomkraftgegner müsse zwangsläufig Kohlekraftbefürworter sein?

Die Gefahren durch Atomkraft sind nun einmal akuter und dringender. Und vor allem: Einfacher zu lösen.

Das alle anderen Kraftwerke auch abgeschafft gehören, daran besteht doch gar kein Zweifel. Im Gegensatz zu Atomkraftwerken haben sich die anderen Kraftwerkstypen was Emissionen, Effizienz etc. angeht, stark verbessert. Es könnte also Sinn machen, ein 40 Jahre altes Kohlekraftwerk durch ein Neues zu ersetzen. Mir persönlich wäre allerdings lieber, man investiert das Geld zur grossflächigen Pflasterung der Gegenden mit Windrädern und anderen Solarzellen.

Marty
 
Wannabe, du hast die Quintessenz des Artikels überhaupt nicht verstanden. Ich hatte mit meinem Kommentar zum 2. Quote oben also recht.

Wir haben so enorme Überkapazitäten, daß wir ALLE AKWs KOMPLETT abschalten können, und immer noch gewaltige Überkapazitäten haben.

Und weil die AKWs ihren Strom ganz sicher nicht per Teleportation zu den Umspannwerken, Trafo-Stationen und Endverbrauchern kriegen, ist die Infrastruktur zum Verteilen schon DA.
 
Wer sagt denn sowas? Bist Du so einseitig gestrickt, dass Du meinst, ein Atomkraftgegner müsse zwangsläufig Kohlekraftbefürworter sein?

Nein ebensowenig, ich bin ja auch kein Befürworter der Atomkraft, ich setze meine Prioritäten nur anders.

Die Gefahren durch Atomkraft sind nun einmal akuter und dringender. Und vor allem: Einfacher zu lösen.

Sind sie das? Wenn man sich die natürlich in der Natur vorkommende Strahlung betrachtet und die Strahlungserhöhung durch Atomkraft, dann ist das soweit man hört eher zu vernachlässigen. Der Müll ist da, wo er denn ist natürlich mies, aber ist nunmal zumindest eher örtlich ein Problem. Weltweite Auswirkungen von Atommülllagerung kenne ich nun nicht. Die eigentliche Gefahr ist dann eher gegeben durch unsichere Kraftwerke. Und da denke ich auch, dass das ein Muss ist, dass da ein maximaler Grad an Sicherheit geschaffen werden muss! Aber ansonsten weiß ich nicht, was momentan akuter ist als die Klimaschäden, die schon sind und durch Prognosen schlimmer werden, wenn wir da nicht langsam mal umdenken?! Also inwiefern das nicht akut ist musst du mir mal erklären?! Und bis wir die Kohlkraft ablösen können mit regenerativen Energien wird es wohl noch ein wenig dauern.

Das alle anderen Kraftwerke auch abgeschafft gehören, daran besteht doch gar kein Zweifel. Im Gegensatz zu Atomkraftwerken haben sich die anderen Kraftwerkstypen was Emissionen, Effizienz etc. angeht, stark verbessert. Es könnte also Sinn machen, ein 40 Jahre altes Kohlekraftwerk durch ein Neues zu ersetzen. Mir persönlich wäre allerdings lieber, man investiert das Geld zur grossflächigen Pflasterung der Gegenden mit Windrädern und anderen Solarzellen.

Selbiges würde ich zu Atomkraftwerken sagen. Ich bin gegen eine Laufzeitverlängerung und eher für einen Neubau mit aktueller Technik und aktuellen Sicherheitsstandards. Wobei mir auch alternativ natürlich lieber wäre genügend Strom zu jeder Zeit durch regenerative Energiequellen bereitstellen zu können. Zudem finde ich die Idee auch gar nicht so schlecht, dass die EU die Wattzahlen von Glühbirnen limitiert hat (Über die Art und weise, wie die EU das gemacht hat, kann man sicherlich streiten). Denke das könnte man auch erweitern. Wenn man bedenkt, dass mein alter 19" Monitor knapp 40 Watt gebraucht hat und mein neuer 24" LED-Monitor gerade mal 23 Watt spitzenleistung hat (also im Ecomodus sogar noch weniger verbraucht) sollte man vielleicht auch verstärkt die Energieverschwendung dort regulieren, wo es sinn macht. Denn die Darstellung durch LED-Monitore ist ebenso effiziend wie bei herkömmlichen Monitoren. Denke Energieeffizienz das nicht weiter eine Sache des Preises sein, so dass das nur Menschen machen, die sich das leisten können in der Anschaffung.
 
Wannabe, jedesmal wenn ich nach Norddeutschland reise (und das kommt regelmäßig vor) frage ich mich, warum zum Henker bei uns in Baden-Württemberg so wenige Windräder stehen und dort so viele. Bei uns bläst auch so gut wie immer der Wind. Es liegt wohl daran, daß wir derzeit (noch!) von Atomlobbyisten regiert werden (siehe beispielsweise hier).

Kernkraft durch Kohle zu ersetzen wäre den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Gaskraftwerke wären aber durchaus eine erheblich bessere Technologie. Klar, es wird auch dort CO[sub]2[/sub] freigesetzt, aber doch vergleichweise wenig davon, Ruß entsteht so gut wie gar nicht. Die große Gefahr, die von Kernkraftwerken ausgeht, wäre damit gebannt. Wenn ein Flugzeug auf ein Gaskraftwerk stürzt, gibt es eine Explosion, und etwas beschädigte Infrastruktur. Die Folgen sind dann aber lokal sehr begrenzt. Auch die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen ist nur eine Brückentechnologie, die Zukunft gehören meines Erachtens ausschließlich regenerativen Energieträgern, wie Windkraft, Wasserkraft, Gezeitenkraft, Solarenergie, Geothermie... Selbst Energiegewinnung aus Biomasse halte ich für absurd, da wären mir sogar Gaskraftwerke lieber.
 
Selbiges würde ich zu Atomkraftwerken sagen. Ich bin gegen eine Laufzeitverlängerung und eher für einen Neubau mit aktueller Technik und aktuellen Sicherheitsstandards.
Ist das Dummheit oder Ignoranz? :evil:

https://www.z-e-b.de/museum_website/Wettbewerb/funktioniert.htm
Der Unterschied zwischen einem Kernkraftwerk und einer Atombombenexplosion besteht darin, daß diese Kettenreaktion bei der Bombe ungehindert abläuft, während sie beim Kraftwerk gebremst wird.
Es gibt keine aktuellen Sicherheitsstandarts. Aktuelle Technik heißt nix anderes, als daß Schalter und Regler durch Mausklicks ausgetauscht werden.

Ein Kraftwerk - egal welcher Bauart - hat bewegliche Teile, und alles, was beweglich ist, ist auch kaputtbar. Beim AKW sind's z. B. Wasserpumpen, die Träger für die Brenn- und Steuerstäbe u. v. a. - Nun laß mal einen Steuerstab unbeweglich werden (durch Defekt des Träger-Motors) oder die Pumpen für den Kühlwasserkreislauf ausfallen.

Sicher, man kann Notfallsysteme einbaue und Ersatz für Notfallsysteme und dann noch Ersatz für den Ersatz ...

1. Wer macht das? Wer BEZAHLT das?

2. Wenn diese Technik, nachdem sie "wirtschaftlich" gemacht wurde, versagt, dann ist eine Kernschmelze noch das geringste Übel, das uns droht.

Durch die enorme Hitze, die dann entsteht, wird ein Druck erzeugt, dem irgendwann keine Reaktorhülle mehr standhalten kann (siehe Fernsehbilder aus Fukushima). Das ist dann zwar keine Atombombenexplosion (dafür ist AKW-Uran nicht hoch genug angereichert), aber hoch radioaktives Material wird durch eine Explosion in die Umwelt geblasen - schon mal was von ner Wasserstoffbombe gehört? Genau DAS ist in Tchernobyl passiert - ca. 1500 km weit weg, aber trotzdem sind auch nach 25 Jahren noch unsere Waldböden so radioaktiv (Cäsium 137) verstrahlt, daß man Pilze besser ncht essen sollte und auch Wildbret mit Vorsicht zu genießen ist. Auf landwirtschaftlichen Anbauflächen wird überhaupt nicht gemessen. Hat man Angst vor den Meßergebnissen?

Kurz: Atomenergie ist derart gefährlich, daß sie absolut unverantwortlich ist - weltweit.
 
Das Dumme ist doch, daß man Risiken niemals gänzlich ausschließen soll. Der einzige Notbehelf, der bleibt, ist ein Risiko mit einer hinreichend geringen Wahrscheinlichkeit zu akzeptieren. So akzeptiert man, daß ein Verkehrsflugzeug mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:10[sup]9[/sup] konstruktionsbedingt abstürzt. Die Boeing 737, eines der am meisten gebauten Flugzeuge überhaupt hat bislang 3 derartige Abstürze zu verzeichnen, wobei Boeing einen bestreitet. Damit wäre man bei 1:10[sup]8[/sup], Faktor 10 zu schlecht. Trotzdem wird die 737 allgmein als sehr sicheres Flugzeug betrachtet.

Interessant ist: was passiert, wenn der sehr unwahrscheinliche Fall Eintritt? Im Falle des Absturzes einer vollbesetzten 737 sind - je nach Variante - vielleicht 200 Passagiere tot. Vielleicht trifft es auch noch am boden einige Unbeteiligte, aber selbst wenn man einen Absturz in das World-Trade-Center annimmt, hat man knapp 5000 Tote (wenn ich mich recht entsinne). Das ist vergleichsweise harmlos (wenngleich für jeden einzelnen natürlich katastrophal). Ein Ereignis wie die Explosion des Meiler in Tschernobyl ist ungleich schlimmer, zumal ganze Landstriche (in Zeiträumen wie Menschenleben gerechnet) gefühlt nie wieder besiedelt oder gar Landwirtschaftlich genutzt werden können, sofern nicht eine "Wundertechnologie" entwickelt werden kann, mit der sich das Gelände entseuchen läßt.

Gerade die extremen Folgen machen die Kernkraft indiskutabel.

Ach ja: Heute hat jemand mir gegenüber behauptet, unter dem Kraftwerk Neckarwestheim I befänden sich und entstünden andauernd Hohlräume, so daß praktisch kontinuierlich Beton in diese Hohlräume verfüllt werden muß. Mir erscheint das ziemlich unglaubwürdig. Hat jemand von Euch zufällig Informationen, die in diese Richtung gehen?
 
Ist das Dummheit oder Ignoranz? :evil:

https://www.z-e-b.de/museum_website/Wettbewerb/funktioniert.htm
Es gibt keine aktuellen Sicherheitsstandarts. Aktuelle Technik heißt nix anderes, als daß Schalter und Regler durch Mausklicks ausgetauscht werden.

Omg ist das ne geile Quelle selten so gelacht.

...das Uran 235. Es hat 235 Protonen.

Seid wann den das? Sollten das nicht Nukleonen sein!


Sicher, man kann Notfallsysteme einbaue und Ersatz für Notfallsysteme und dann noch Ersatz für den Ersatz ...

1. Wer macht das? Wer BEZAHLT das?

Jedes KKW hat meherer Sicherheitzstufen. Und es gibt immer ein Restrisiko.
zur einfürung kannst du dir ja mal diesen Artikel durchlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheit_von_Kernkraftwerken

Durch die enorme Hitze, die dann entsteht, wird ein Druck erzeugt, dem irgendwann keine Reaktorhülle mehr standhalten kann (siehe Fernsehbilder aus Fukushima).

Das waren Knallgasexplosionen.

schon mal was von ner Wasserstoffbombe gehört? Genau DAS ist in Tchernobyl passiert.
eine Wasserstoffbombe beruht auf Kernfusion. Ich bin mir sehr sicher das es keine Fusionsreaktion in Tchernobyl gab.
Wenn ich mich richtig erinner war es eine Nukleare explusion da der reaktor die überkritische phase erreicht hat. Was in keinem Deutschen KKW pasieren kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant ist: was passiert, wenn der sehr unwahrscheinliche Fall Eintritt? Im Falle des Absturzes einer vollbesetzten 737 sind - je nach Variante - vielleicht 200 Passagiere tot. Vielleicht trifft es auch noch am boden einige Unbeteiligte, aber selbst wenn man einen Absturz in das World-Trade-Center annimmt, hat man knapp 5000 Tote (wenn ich mich recht entsinne). Das ist vergleichsweise harmlos (wenngleich für jeden einzelnen natürlich katastrophal). Ein Ereignis wie die Explosion des Meiler in Tschernobyl ist ungleich schlimmer, zumal ganze Landstriche (in Zeiträumen wie Menschenleben gerechnet) gefühlt nie wieder besiedelt oder gar Landwirtschaftlich genutzt werden können, sofern nicht eine "Wundertechnologie" entwickelt werden kann, mit der sich das Gelände entseuchen läßt.

Du vergleichst also nun 5000 Tote mit unbesiedelten Gebieten? Die Internationale Atomaufsicht gibt 4000 Tote für das Tschernobylunglück an, die WHO kam auf 8900. Wobei dabei theoretische Tote gezählt werden, weil spätere Krebserkrankungen auf Tschernobyl zurückgeführt werden. Direkt gestorben sind kaum welche. Die Feuerwehrmänner, die gelöscht haben und ein paar Mitarbeiter. Wobei ich auch nachfolgende Krebserkrankungen als sehr schlimm Empfinde! Es also durchaus legitim finde diese mit aufzuzählen. Denn auch dafür muss gesorgt werden, dass das eigentlich nicht passieren darf.

Nun mal ein Zitat aus einem Artikel des Focus
An den Folgen des Klimawandels sterben nach einer Studie bereits jetzt 300 000 Menschen pro Jahr. Unter der Erderwärmung leiden demnach weltweit 300 Millionen Menschen, dazu verschlingt sie fast 90 Milliarden Euro Folgekosten pro Jahr.

Im Grunde möchte ich ja nicht mal auf Recht pochen. Vielleicht ist Atomkraft wirklich die schlechtere Alternative gegenüber den fossilen Brennstoffen, die unser Hauptenergielieferant sind. Ich denke, um das komplett zu beurteilen fehlt einfach die Fachkenntnis. Aber das stört mich bei den Atomkraftgegnern, die tun hier so, als wenn es nur Experten auf der Seite der Atomgegner gibt und sie selbst die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Dabei gibt es mindestens genau so viele Experten, die die Atomkraft als kalkulierbares Risiko ansehen. Aber hier tun alle so, als wenn sie die Experten seien und das wirklich beurteilen können. Im Grunde kann keiner hier im Forum wirklich absehen, ob wir uns eher mit fossilen Brennstoffen unser Grab schaufeln oder aber mit der Atomenergie. Bei Atomenergie sieht man anhand von Tschernobyl ein wenig genauer, was denn die Folgen eines Störfalles wären. Beim Klimawandel muss man sehen ob es so schlimm kommt wie prognostiziert und ob unser Handeln wirklich dafür verantwortlich ist.

Aber auch nun in Japan. Die Folgen durch Fukushima kann ich nicht wirklich greifen. Die Schäden durch eine Naturkatastrophe kann ich hingegen sehen. Zudem gab es dort ein Beben der Stufe 9, einen Tsunami und das AKW, welches sehr Alt ist und noch auf gefährlichere Brennelemente setzt als moderne hat dafür verhältnismäßig moderate Folgen gehabt für die Umgebung.
 
Du vergleichst also nun 5000 Tote mit unbesiedelten Gebieten? Die Internationale Atomaufsicht gibt 4000 Tote für das Tschernobylunglück an, die WHO kam auf 8900. Wobei dabei theoretische Tote gezählt werden, weil spätere Krebserkrankungen auf Tschernobyl zurückgeführt werden. Direkt gestorben sind kaum welche..
hm... bei Quarks hieß es, seit T. hat sich die Schilddrüsenkrebsrate in einigen Regionen verdreißigfacht. Bilderkommentar: Allein in dieser Kartei sind die Unterlagen von 90.000 Patienten.
Das kann man jetzt natürlich unterschiedlich interpretieren, aber auf jeden Fall kommen mehr als 4900 zusätzliche krebstote raus.
Früher in der Sendung wurden auch 50.000 Tote genannt - was bei 600.000 Liquidatoren kein Wunder ist.


Im Grunde kann keiner hier im Forum wirklich absehen, ob wir uns eher mit fossilen Brennstoffen unser Grab schaufeln oder aber mit der Atomenergie.
Was indofern auch vollkommen egal ist, da Atomenergie zum Tod durch fossile Brennstoffe beiträgt, da die Atomkraftunternehmen a) aktiv den Ausbau der erneuerbaren Energien bekämpfen und b) passiv behindern, indem sie mit ihrem Atomstrom die Leitungen verstopfen, so dass erneuerbare abgeschaltet werden müssen und weniger rentabel werden.

Der Konflikt ist nicht Atom gegen Kohle gegen Erneuerbare, der Konflikt ist "alte, zentrale Großtechnik" gegen "neue, umweltfreundliche, dezentrale Energieerzeuger".
Denn weder ein Atomkraftwerk noch ein Kohlekraftwerk verdienen etwas am Eigenheimbesitzer, wenn der mehr Strom produziert, als er verbraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]

Im Grunde möchte ich ja nicht mal auf Recht pochen. Vielleicht ist Atomkraft wirklich die schlechtere Alternative gegenüber den fossilen Brennstoffen, die unser Hauptenergielieferant sind. Ich denke, um das komplett zu beurteilen fehlt einfach die Fachkenntnis. Aber das stört mich bei den Atomkraftgegnern, die tun hier so, als wenn es nur Experten auf der Seite der Atomgegner gibt und sie selbst die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Dabei gibt es mindestens genau so viele Experten, die die Atomkraft als kalkulierbares Risiko ansehen. [...]

Im Grunde hast Du ja Recht. Wir sind alle keine wirklichen Experten.

Aber: Seit Tschernobyl wissen wir doch zumindest, dass nach einem GAU das umliegende Gebiet auf Jahrzehnte hinaus unbewohnbar wird (ich hoffe soweit stimmst Du mir noch zu).

Nun ist mir das bei Tschernobyl noch relativ egal, das muss ich zugeben. Würde jedoch beispielsweise in Krümmel oder Brokdorf ein GAU stattfinden, so wäre unter anderem Hamburg betroffen. Das wäre mir absolut nicht egal.

Und noch eines steht nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima eindeutig fest: Das Restrisiko (so gering es sein mag) ist nicht nur ein theoretisches.

Deshalb und wegen des ungelösten Müllproblems bin und bleibe ich Gegner der Atomkraft (ohne Experte sein zu wollen).
 
Wir haben so enorme Überkapazitäten, daß wir ALLE AKWs KOMPLETT abschalten können, und immer noch gewaltige Überkapazitäten haben.

Du vergisst nur, dass kein Kraftwerk das ganze Jahr am Netz ist. Du musst minimum 1,4mal die Spitzenlast erzeugen können. In der Jahresbilanz exportieren wir so nur 2% unseres Stoms.
 
Das waren Knallgasexplosionen.
... Die natürlich nicht mit einer Druckerhöhung einhergehen. ;)

BTW: Auch Wasser erzeugt beim Verdampfen einen Druck - sonst würden die Turbinen in Kraftwerken ja nicht laufen. Ich weiß zwar nicht, ob das Volumen des Kühlwassers soviel Dampf erzeugen kann, dass es den Auslegungsdruck eines Reaktorgefäßes übersteigt, aber physikalisch ist ein Sturkturversagen wegen zu hohem Dampfdruck durchaus real.

Du vergisst nur, dass kein Kraftwerk das ganze Jahr am Netz ist. Du musst minimum 1,4mal die Spitzenlast erzeugen können. In der Jahresbilanz exportieren wir so nur 2% unseres Stoms.

Ist nicht immer von 9 % Nettostormexport die Rede? :think:

Nachtrag:

Wie findet ihr eigentlich, das in Brasilien ein Atomkraftwerk (mit deutschen Krediten) gebaut werden soll, in dem (deutsche) Technik zum Einsatz kommt, die ca. 25 Jahre alt ist? :think:
 
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Aber: Seit Tschernobyl wissen wir doch zumindest, dass nach einem GAU das umliegende Gebiet auf Jahrzehnte hinaus unbewohnbar wird (ich hoffe soweit stimmst Du mir noch zu).

Ja das Risiko sehe ich und betrachte es als territoriale Probleme gegenüber globale Schäden Weltweit.

Nun ist mir das bei Tschernobyl noch relativ egal, das muss ich zugeben. Würde jedoch beispielsweise in Krümmel oder Brokdorf ein GAU stattfinden, so wäre unter anderem Hamburg betroffen. Das wäre mir absolut nicht egal.

Mir ist beides gleich wichtig, weil es nun mal um menschliche Schicksale und Leben geht, daher bin ich ja auch befürworter von Sicherheitsüberprüfungen.

Und noch eines steht nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima eindeutig fest: Das Restrisiko (so gering es sein mag) ist nicht nur ein theoretisches.

Aber in Tschernobyl sind Dinge passiert, die meines Wissens nach in einem deutschen Kraftwerk technisch gar nicht möglich sein sollten. Weil von Menschen zum Proben von Problemen, diese bewusst beigeführt wurden und Sicherheitsprotokolle deaktiviert wurden. Fukushima liegt eindeutig in einer Gefahrenregion und hat dafür recht gut standgehalten, dass es so alt ist und so viel mitmachen musste. Aber hier ist für mich die Atomaufsichtsbehörde gefragt, die eben sowas regelmäßig prüfen muss.

Deshalb und wegen des ungelösten Müllproblems bin und bleibe ich Gegner der Atomkraft (ohne Experte sein zu wollen).

Finde ich wie schon vorher mal geschrieben durchaus legitim die Meinung. Ich finde sie auch plausibel. Wir sind keine Experten und müssen uns aufgrund der uns zur Verfügung stehenden Informationen ein Bild machen und unsere Schlüsse ziehen. Dass du dies anders machst als ich zum Beispiel ist dein gutes Recht und ich finde, du bist auch noch mit der vernünftigste Atomgegner. Beim meisten Rest wirkt es alles so fanatisch.

Wie findet ihr eigentlich, das in Brasilien ein Atomkraftwerk (mit deutschen Krediten) gebaut werden soll, in dem (deutsche) Technik zum Einsatz kommt, die ca. 25 Jahre alt ist? :think:

Ein Land, welches 80% des Strombedarfes aktuell aus Wasserkraft beziehen kann, sollte nicht auf Atomstrom angewiesen sein und die restlichen 20% auch anders bewerkstelligen können. Ich meine in Brasilien gibt es ja auch viel Sonne zum Beispiel und ein bisschen Windenergie sollten die auch schaffen zu erzeugen. Also ohne die Situation da zu kennen wird es wohl politische Gründe haben das zu machen und das ist für mich dann auch suboptimal
 
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