Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Merkel: "Wir brauchen die Kernkraft, bis wir eine Anschlusstechnologie gefunden haben".

Solange sich mit abgeschriebenen AKWs Milliarden verdienen lassen, wird kein Energiekonzern, weder in 10, 20 oder 50 Jahren, von sich aus behaupten, man hätte eine Anschlusstechnologie gefunden und könne nun endgültig aus der Kernkraft aussteigen.

Das Setzen einer Deadline, wie im Atomkonsens mit den Konzernen für 2020 vereinbart, baut doch erst den notwendigen Druck auf, diese Anschlusstechnologie zu diesem Datum bereit zu stellen.
Wenn aber Atomkonzerne nur darauf warten, dass dieser Konsens von einer neuen Regierung gekippt wird und 10 Jahre lang weder die Sicherheitsstandards nachrüsten noch die Netze den Anforderungen anpassen und ausbauen, bestätigt sich einwandfrei, dass man an der Anschlusstechnologie nicht das geringste Interesse hat.

... und das sich Merkel & Co. mit ihrem "Moratorium" wieder einmal einen Sch**ss um rechtliche Sicherheiten kümmern, sollte spätestens heute jedem klar werden. Schlussendlich zahlt, zusätzlich zu den Strompreisen, der Steuerzahler die Zeche für einen Wahlkampf-Schnellschuss.

Mit jedem Tag macht sich schwarz-gelb unglaubwürdiger.
Die Quittung folgt ... sehr bald.
 
Zuletzt bearbeitet:
Atomausstieg ja,aber...

Ich finde einen Atomausstieg richtig, und zwar schnellstmöglich.

Das heißt, die 7 AKW, die nun erstmal vom Netz sind bis Ende der Woche sollen auch abgeschaltet bleiben. Die anderen 8 AKW sollen max. noch zehn Jahre laufen und in diesen zehn Jahren ist genügend Zeit in erneuerbare Energien zu investieren.

Gleichzeitig muss die Politik dafür sorgen, dass die Konzere dies nicht ausnutzen für Strompreiserhöhungen.

Dies wird allerdings mit einer schwarz-gelben Regierung nicht machbar sein.

Ich denke am besten für diese Idee ist eine große Koalition geeignet, aber ohne Frau Merkle an der Spitze.
 
Wer sagt uns den das die AKWs abgeschaltet bleiben ?
Es sieht eher so aus das Schwarz/Gelb für die Kernenergiebetreiber eine Sicherheit geschaffen hat den Weiterbetrieb einzuklagen nach dem Moratorium.
Die Regierung wird sich dann so hinstellen das man dagegen sei das die wieder hochfahren aber auch nichts gegen unternehmen.
Dann wird man nen neuen Vertrag abschliessen das man die Restlaufzeiten auf andere AKW übertragen kann und auf einmal werden wir erleben das die letzten Kraftwerke im Jahr 2100 Abgeschaltet werden sollen weil sie so sicher sind.
Ich vertrau meiner Regierung nicht die haben uns die letzten Jahre permanent angelogen und betrogen ,dass Vertrauen können die nicht mit ein Paar schnellschüssen wiederherstellen.
 
Analyse: Die Sprachakrobatik der Angela Merkel

Folgende News wurde am 17.03.2011 um 16:11:38 Uhr veröffentlicht:
Analyse: Die Sprachakrobatik der Angela Merkel
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Berlin (dpa) - Der wohl schärfste Angriff trifft die Kanzlerin erst nach gut zwei Stunden. Als siebter Redner nach der Regierungserklärung von Angela Merkel kontert SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier im Bundestag: «Das werden die Menschen nicht vergessen.» Er ist überzeugt, dass sich die Bürger in Deutschland genau daran erinnern, wer wann gegen die Atomkraft war und erst recht daran, dass die schwarz-gelbe Regierung den Ausstieg aus dem rot-grünen Atomausstieg nur wenige Monate zuvor beschlossen hatte. Bei allem Entsetzen und Mitgefühl, bei aller Fassungslosigkeit und Trauer über die Natur- und Atomkatastrophe in Japan hatte die CDU-Chefin Merkel SPD und Grüne in ihrer Rede aufs Äußerste provoziert. Die von der Regierung beschlossene - rechtlich massiv umstrittene - vorläufige Abschaltung der ältesten Atommeiler sei mehr als SPD und Grüne je erreicht hätten. Denn mit dem einstigen rot-grünen Konzept wäre jetzt nur das alte AKW Neckarwestheim I in Baden-Württemberg vom Netz. «Alle anderen würden weiterlaufen.» Sie aber lasse insgesamt acht Meiler stillstehen, lobt sich Merkel. Ob dies in drei Monaten, wenn wichtige Landtagswahlen vorbei sind, jedoch immer noch der Fall ist, und ob nicht deren Reststrommengen auf die neueren AKWs übertragen und damit die Atomlaufzeiten nicht bis 2035, sondern bis 2050 reichen werden, bleibt offen. Merkel kündigt einen «Atomausstieg mit Augenmaß» an. Trotz vereinzelter Schärfe holt die Opposition aber nicht zum ganz großen Gegenschlag aus. Dafür sind Tod und Leid der Japaner zu präsent. Und offensichtlich will sich niemand dem Vorwurf aussetzen, die Katastrophe - dieses Wort fällt am häufigsten in der Debatte - für die anstehenden Landtagswahlen zu instrumentalisieren. Wie Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU), der Merkel trotz vernehmbaren Unmuts über die Hauruck-Aktion der Regierung unterstützt, hält die Kanzlerin den Grünen aber vor, den Ausbau der erneuerbaren Energien wegen problematischer Begleiterscheinungen wie den Bau von Stromtrassen zu bremsen. Und: «Wir packen, was Rot-Grün in unverantwortlicher Weise hat liegenlassen, entschlossen an.» Da schreit Grünen-Chefin Claudia Roth: «Jetzt reicht's aber.» Fraktionschef Jürgen Trittin merkt vergleichsweise bescheiden an, dass die Grünen seit 30 Jahren gegen die Atomkraft kämpfen. Kauder setzt aber noch eins drauf. Er beschuldigt SPD und Grüne, die Kernenergie zwar für unverantwortbar zu halten, sie aber bei im Jahr 2000 noch für 20 Jahren gebilligt zu haben. «Unsere Politik heißt: Sicherheit zuerst.» Und Merkel wiederholt: «Es gilt der Grundsatz: Im Zweifel für die Sicherheit.» SPD und Grüne hätten wenig für den Ausbau der erneuerbaren Energien gemacht, Union und FDP beschleunigten das. SPD, Linke und Grüne trauen ihren Ohren nicht. Wären es nicht Merkel und Kauder, müssten sie wohl das Gefühl haben, es stünden langjährige Atomenergie-Kritiker vor ihnen. SPD-Chef Sigmar Gabriel rechnet vor, dass Schwarz-Gelb die Förderung der erneuerbaren Energien um viele hundert Millionen Euro gekürzt hat. Er berichtet, Merkel habe ihn in seiner Zeit als Umweltminister in der großen Koalition aufgefordert, die Laufzeit für Neckarwestheim I zu verlängern. «Ich habe Ihnen vorgeschlagen, die ältesten Atomkraftwerke schnell vom Netz zu nehmen. Sie haben das als Kanzlerin verweigert.» Vor einem halben Jahr hätten Union und FDP den rot-grünen Atomausstieg als unvertretbar schnell gegeißelt. «Heute haben Sie die Chuzpe zu sagen, wir waren zu langsam.» Linksfraktionschef Gregor Gysi sagt, die Atomwirtschaft habe nicht nur finanzielle Macht, sondern dominiere auch die Politik. Schwarz-Gelb habe den Atomkompromiss aufgekündigt, um den Konzernen Milliarden-Profite zu verschaffen. «Das gefährdet unsere Demokratie.» Merkel sagt, die Regierung gehe nach der Katastrophe in Japan nicht zur Tagesordnung über. «Aus einem, aus einem einzigen Grund...», setzt sie an, doch sie wird von einem Zwischenruf aus der Linksfraktion unterbrochen. «Die Wahlen! » schallt es von dort rüber. Gelächter. Merkel fährt fort, «... wenn das scheinbar Unmögliche möglich ist, dann verändert das die Lage.» Abgeordnete von SPD, Grünen und Linken lachen und schimpfen. Die Todesgefahr durch Atomenergie sei nicht erst seit dem Erdbeben am 11. März in Japan bekannt. Steinmeier meint, Merkel habe im Herbst alle Bedenken ignoriert und die Laufzeiten verlängert. Nun sorge sie sich um die Sicherheit der Menschen. «Das ist nicht glaubwürdig.» Es werde so kommen wie nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA. «Auch dieses Mal wird die Welt nicht mehr dieselbe sein.»
 
Die Quittung folgt ... sehr bald.

Jepp... Es muss nämlich einen deutlichen Zahn zugelegt werden damit das Ziel einer islamischen Republik Deutschland 2050 noch erreicht werden kann... :D

Wer grün wählt muss sich auch im Klaren sein, dass er sich für mehr Multikulti ausspricht... Naja, in Großstädten ist es ja bald geschafft, dass sich die deutesche Mehrheitsgesellschaft zu einer "Mehrheitsgesellschaft" degradiert.
 
Jepp... Es muss nämlich einen deutlichen Zahn zugelegt werden damit das Ziel einer islamischen Republik Deutschland 2050 noch erreicht werden kann... :D

Wer grün wählt muss sich auch im Klaren sein, dass er sich für mehr Multikulti ausspricht... Naja, in Großstädten ist es ja bald geschafft, dass sich die deutesche Mehrheitsgesellschaft zu einer "Mehrheitsgesellschaft" degradiert.

An diesen Äusserungen erkennt man eindeutig das Fukushima doch nicht soweit entfernt ist wie wir dachten.
Phip du solltest dich wegen deinen Verstrahlten Gedanken direkt an einen Arzt wenden und nicht ans Klammforum.
:ugly:
 
Die tschechische Regierung hat Forderungen nach einer vorübergehenden Abschaltung des umstrittenen Kernkraftwerks Temelin entschieden zurückgewiesen. Dafür gebe es nicht den geringsten Grund, sagte Ministerpräsident Necas. „Die tschechische Regierung müsste eine Gruppe von absolut Verrückten sein, um auf so etwas einzugehen“, sagte der Premier.

Temelin ist mit absoluter Garantie weniger sicher als jeder "Schrottreaktor" (eine Frechheit, dass im GEZ-Fernsehen solche Begriffe benutzt werden... Propaganda-Sender) in Deutschland... Aber leider besteht Deutschland zur Mehrheit aus Gruppen von absolut Verrückten (um mich der Wortwohl des tschechischen Ministerpräsidenten anzuschließen)... Nirgendwo spinnt die Bevölkerung so rum wie bei uns.
 
Ahh jetzt kommt bestimmt gleich das wir die NPD wählen sollen da die die einzigen normalen in diesem Land sind und uns vor allen bösen einflüssen schützen würden.
 
Immer diese PI-Mutanten... echt nicht ganz eifnach im Internet mittlerweile.
Wichtig ist hier vor allem, dass ihm der Atomausstieg deswegen zuwider ist, weil er dann die Grünen wählen müsste, die seine fremdländischen Erzfeinde zu sehr in Ruhe lassen.
Naja, was soll man da noch sagen ;)
Gruß, TA

PS: Ich weiss es nicht, aber ich glaube, dass in CZ im Gegensatz zu hier halt nicht vor einigen Wochen noch die Rede von Laufzeitverlängerungen und einer strahlenden Zukunft war.
 
Ich schlage vor, sämtliche Unionspolitiker ihre Aussagen von heute nochmal in 3 Monaten brühwarm zu präsentieren. Wenn feststeht, das bis auf Neckarwestheim 1 alle Meiler wieder hochfahren und blitzartig feststeht, dass in Deutschland keine Tsunamis vorkommen. Oder anders gesagt: wenn die wichtigsten Wahlen vorbei sind...

... Ach ja: Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass die Restlaufzeit, die man Neckarwestheim 1 jetzt entzogen hat, von anderen Anlagen übernommen wird... schaun mer mal!
 
Mal eine kleine zwischen frage.

Weis jemand ob es vor dem unglück in Japan bekannt war das man mit Knallgas explosionen in einem KKW rechnen muss?
Fals ihr die quelle dazu noch habt wäre das super.
 
Ich schlage vor, sämtliche Unionspolitiker ihre Aussagen von heute nochmal in 3 Monaten brühwarm zu präsentieren. Wenn feststeht, das bis auf Neckarwestheim 1 alle Meiler wieder hochfahren und blitzartig feststeht, dass in Deutschland keine Tsunamis vorkommen. Oder anders gesagt: wenn die wichtigsten Wahlen vorbei sind...

... Ach ja: Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass die Restlaufzeit, die man Neckarwestheim 1 jetzt entzogen hat, von anderen Anlagen übernommen wird... schaun mer mal!

Das wird keine Wirkung haben.
Politiker lügen um ihr Leben und wenn man sie mit ihren lügen konfrontiert reden sie sich mit sicherheit raus.
Und das mit der Laufzeitverlängerung dann für andere Reaktoren ist doch ehrensache.
 
Weis jemand ob es vor dem unglück in Japan bekannt war das man mit Knallgas explosionen in einem KKW rechnen muss?
Fals ihr die quelle dazu noch habt wäre das super.
Als Quelle reicht ein Chemiebuch. Da wo sich Wasser bei hohen Temperaturen zersetzt und in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet und auf glühendes Material trifft, da zündet das Knallgasgemisch.
 
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier im Bundestag: «Das werden die Menschen nicht vergessen.» Er ist überzeugt, dass sich die Bürger in Deutschland genau daran erinnern, wer...

... HartzIV in Deutschland eingeführt hat.

'tschuldigung, waren meine ersten gedanken bei dieser großspurigen Äußerung.

Wenn feststeht, das bis auf Neckarwestheim 1 alle Meiler wieder hochfahren und blitzartig feststeht, dass in Deutschland keine Tsunamis vorkommen.
Warum auch nicht. Man hat doch angekündigt, dass man die Sicherheit noch mal prüfen will. Und wenn dabei nix neues bei rauskommt... *schulterzuck
 
Warum auch nicht. Man hat doch angekündigt, dass man die Sicherheit noch mal prüfen will. Und wenn dabei nix neues bei rauskommt... *schulterzuck

Aber die Aussagen von Frau Merkel hast du im Newsartikel gelesen, oder? Wenn man Kraftwerke ohnehin wieder einschalten will, dann sollte Frau Dr. nicht aus Wahlkampfgründen das Moratorium nicht als Einstieg zum Ausstieg des Ausstiegs des Einstiegs des Ausstieges aus der Kernernergie verkaufen... :roll:

Naja, es geht in 7-Meiler-Stiefeln auf die Landtagswahlen zu... :ugly:
 
Wie kann man denn seriös alle Meiler innerhalb von 3 Monaten überprüfen? :ugly:


Antwort: überhaupt nicht! Das ganze ist doch nur Wahlkampf um die Volksseele zu beruhigen.

Die Regierung hofft einfach, dass Otto-Normal-Bürger nach drei Monaten alles wieder vergessen hat.

Eine Schande, dass das Schicksal der Japaner in Deutschland so instrumentalisiert wird!