Ist das Leben schön?

Hatte heute meine erste Laberstunde und der Arzt macht mich kirre. Ich sag was, was Mist ist und er dreht es positiv. Ich sag wieder was, was Mist ist und er dreht es wieder positiv. :ugly:

Ich gehe nun alle 2 Wochen labern. Bin nun gut durchen Wind und muss mal gucken wie es weiter läuft. Ich soll die Situationen mit positiven Gedanken belegen und dann werde ich mich besser Fühlen, in den Situationen. Ich denke in fast allen Situationen irgendwie negativ, auch in Situationen die neutral oder vielleicht sogar positiv sind. Na ja, alle zwei Wochen wird jetzt Freitags gelabert.
Such dir auf jeden Fall Hilfe. Stell fest was du wirklich willst, was dich wirklich glücklich macht, und dann ändere dein Leben. Klingt einfacher als es ist, ich weiß. Aber wenn du erstmal angefangen hast, wirst du feststellen, dass es tatsächlich einfach ist...
Das weiß ich ja jetzt glücklicherweise und daran muss ich nun festhalten. Nur wird es eine ganze Weile dauern, bis ich genau das machen kann was ich will. Ich muss erstmal zweigleisig fahren und alles positiv drehen. Auch wenn es Mist ist, immer positiv drehen.
 
Ich schätze der Arzt wollte Dir an diesen Beispielen demonstrieren, dass das, was aus Deiner Sicht Mist ist, auch positive Aspekte beinhaltet. Du könntest also, wenn Du wieder mal Mist empfindest, überlegen, wie Dein Arzt die Situation bewerten würde.
Ich find's gut, dass Du hingehst :yes:, das ist für heute schon mal eine positive Nachricht. *thumbs up* :)
 
Hatte heute meine erste Laberstunde und der Arzt macht mich kirre. Ich sag was, was Mist ist und er dreht es positiv. Ich sag wieder was, was Mist ist und er dreht es wieder positiv. :ugly:

Ich finde es toll dass du es machst.
Im Moment könnte ich auch wieder eine Runde knuddeln und "alles wird wieder gut-Gelaber" hören. Bin wieder am Punkt wo alles Mist ist, ist wieder versuche, etwas positives zu sehen und versuche mich nicht in meine heißgeliebte "Scheißegal-ichbuddelmichein" Phase reinfallen zu lassen.
Gott wie ich das hasse, wenn manchmal irgendwo kein Ausweg zu sein scheint.
Nunja, ich für meinen Teil werde wieder im übrigen Bereich des Forum so tun, als ob alles supi wäre.

:kiss: du schaffst das und wenn nicht, wir sind hier da und hören dir zu. ;)
 
Bin wieder am Punkt wo alles Mist ist, ist wieder versuche, etwas positives zu sehen und versuche mich nicht in meine heißgeliebte "Scheißegal-ichbuddelmichein" Phase reinfallen zu lassen.
Gott wie ich das hasse, wenn manchmal irgendwo kein Ausweg zu sein scheint.
Oh, das kenne ich. Das mache ich gerade in meinen Urlaub und das nervt mich tierisch. Da sage ich mir dann, du bist echt .... Nein nochmal, ich soll das nicht mehr sagen. :) Wobei ich mich aufgerafft habe und vorgestern einen Kumpel in Münster besucht habe, gerade an den einen super Tag, wo es 25 Grad warm war. Er hat mir Münster gezeigt, die Bücherei von dem Krimi Wilsberg, die 3 Käfige wo die Wiedertäufer rein kamen. Wir haben im Schloss gefrühstückt, wo unten die Mensa drin ist. Alles supergünstig. Dann in der alten Handwerkskammer Mittag gegessen. Viel gelaufen, viel gesehen, viel gelabert, viel geguckt, war gut. Mir ist aufgefallen, dass einfach die Natur schon ausreicht, Kraft zu tanken. Da renne ich täglich in einer Fertigungs/Montagehalle rum, anschließend in die Schule und draußen die Natur, die ja eigentlich lebensnotwendig ist, schenke ich bewusst zum ersten Mal im Jahr richtige Beachtung. Aber ich versteh dich, wenn man wieder in so einen Tief hängt, dann sieht man das alles nicht. Der Arzt sagte auch, dass man selbst eine Waage ist, dass man sich kümmern muss und dass man auch auf der positiven Waagschale gut was drauf packt. Das machen andere nicht, da muss man sich selbst kümmern. Er sagt das alles so salop, muss aber im Verlauf des Gesprächs selbst eine Schwäche gestehen. Er arbeitete mal in einer Klinik wo schwer Übergewichtige behandelt wurden (200 Kg+) und kennt sich mit der Materie sehr gut aus. Er sagte dann,"Und schauen sie selbst, ich weiß das alles, bin mir dessen sehr bewusst, auch über Risiken, doch selbst bin ich auch übergewichtig." Da sieht man mal wie komplex die ganze Kiste Mensch ist.
Nunja, ich für meinen Teil werde wieder im übrigen Bereich des Forum so tun, als ob alles supi wäre.
Kenne ich, man kann im Internet auch scheinbar glücklich wirken. Wenn es einem hilft, ist es gut, wenn nicht dann sollte man dran arbeiten. Ich werde gleich erstmal ein paar Kündigungen schreiben, gucken ob ich meine Wohnung ein bissel ordentlicher bekomme, gestern vom halben Inhalt meines Kleiderschranks verabschiedet. Altlasten muss man auch mal los werden und Klamotten sind ja auch teilweise mit Erinnerungen verbunden.
 
Altlasten muss man auch mal los werden und Klamotten sind ja auch teilweise mit Erinnerungen verbunden.

Das hab ich schon getan. Nicht nur Klamotten (ich hab "nur" noch 3 Koffer und 2 Taschen *seufz*) sondern alle Möbel weg, Bücher weg, Schnickischnacki weg usw. aus 36 Jahre sammeln.
Und in der Natur bin ich schon, deswegen der Umzug und demnächst wenn alles klappt dann richtig auf einen Dorf, totale Ruhe.
Wird alles nicht für ewig sein, aber für jetzt ist es richtig und auch gestern war ich wieder im Wald, weil ich da Frieden habe und das Positive daran ist - meine Hunde haben Auslauf :LOL:.
Ich sag dir ja, es kommt nicht von heut auf morgen, es dauert, aber jeder Tag muss irgendwie überstanden werden.

Gestern abend hab ich eine traurige Serie gesehen und ich hab geheult wie ein Schloßhund, all der Frust kam mit raus. Meine Tücherbox hat gelitten :ugly:
Aber war gut, Schlafen konnte ich prima, heute ist ein neuer Tag und weiter gehts.
 
Gestern abend hab ich eine traurige Serie gesehen und ich hab geheult wie ein Schloßhund, all der Frust kam mit raus. Meine Tücherbox hat gelitten :ugly:
Aber war gut, Schlafen konnte ich prima, heute ist ein neuer Tag und weiter gehts.
Ich verstehe das, kenne das selbst. Durfte es bei meinen Großeltern miterleben, besonders schlimm bei meinem Opa, der in meiner Kindheit mehr ein Vater war. Wir haben uns praktisch verabschiedet, im Krankenhaus, ich wusste das es das letzte Mal war, das ich ihn sehen würde. Wir hatten zuvor noch nie geheult, doch in der Situation war er so hilflos, weil Ihm kaputte Nieren und eine Lungenentzündung den letzten Atem nahmen. Jedes Mal wenn ich ähnliches sehe, könnte ich heulen. Direkten Abschied nehmen und zu wissen das man sich nie wieder sieht. Das ist echt hart, zumal wenn es der liebste Mensch ist, den man kennt.

Doch wichtig ist die Waagschale, wie man Arzt sagte. Wenn man sich diese Dröhnung gibt, die ja auch richtig weh tut, dann man muss man auch wieder was auf die andere Seite packen.
 
Ich hab manchmal überlegt, ob es richtig war, bei der Abschaltung der Geräte dabei zu bleiben.
Damals war es für mich richtig, jetzt im Nachhinein weiß ich nicht. Die Bilder vergisst man nie. Würde ich es noch mal tun? Wahrscheinlich ja, das ist so ein wunder Punkt, den man nicht erklären kann. Er ist da, wird immer da sein. Hat mich von Grund auf verändert, hat mich härter gemacht. Manchmal bin ich wirklich erschreckt darüber, dass mich im Leben manchmal gar nichts mehr "umhaut". Was früher aber zu einer hysterischen und vollkommen aufgelösten Jenny geführt hätte.

Vielleicht nennt man das erwachsen werden.
 
Ich kenne die andere Perspektive. Ich war damals nicht dabei, als mein Vater starb. Ich war 12 und wollte ihn so in Erinnerung behalten, wie ich ihn zwei Wochen vorher noch in der Klinik erlebt habe. Ich denke das war ein Fehler, den ich nie wieder gutmachen kann. Insofern denke ich, es war Richtig bei ihm zu sein. Wenigstens hast Du Deinen Mann nicht alleine gelassen.:-?
 
Wenigstens hast Du Deinen Mann nicht alleine gelassen.:-?

So darfst du das echt nicht sehen! Du warst 12.
Meine Oma ist gestorben, als meine Tochter 12 war, das war für mich schon schwierig zu entscheiden, ob sie sie ein letztes Mal sehen darf. Der Anblick war nicht so toll, wie man sich denken kann. Ich habe es dennoch erlaubt, hätte aber niemals zugelassen, dass sie bis zum Ende bleibt.
Bei meinem Mann habe ich es erlaubt, weil da war sie 17. Die Entscheidung fiel mir aber schwer. Ich selbst hatte ja keine Ahnung, wie ich das hinkriege. Man kann es ja vorher alles nie wissen.
Der Schock kam jetzt erst 1 Jahr später. :-?

Das ist so eine Sache, wo man wohl nie richtig oder falsch entscheiden kann, also mach du dir keine Vorwürfe, du warst einfach zu jung.

Mal was Positives: ich habe hier Sonnenschein, Blumenduft und Vogelgezwitscher. Ich liebe diese Gegend hier. Die beste Entscheidung meines Lebens hier her ins Grüne zu ziehen.
 
Ich kenne die andere Perspektive. Ich war damals nicht dabei, als mein Vater starb. Ich war 12 und wollte ihn so in Erinnerung behalten, wie ich ihn zwei Wochen vorher noch in der Klinik erlebt habe. Ich denke das war ein Fehler, den ich nie wieder gutmachen kann. Insofern denke ich, es war Richtig bei ihm zu sein. Wenigstens hast Du Deinen Mann nicht alleine gelassen.:-?
Mein Arzt würde wieder sagen, dass man es positiv sehen soll. Du warst damals noch nicht reif und auch nicht bereit. Du konntest ja auch nix dafür, dass er schon so früh gehen musste. Nun hast Du darüber nachgedacht und würdest es jetzt tun. Ich glaube dein Vater hätte es damals auch nicht gewollt. Es macht auch Sinn sich mal in die Lage des anderen zu versetzen. Würde ich es wollen, dass mein 12 jähriger Sohn mich beim Sterben begleitet? Ist eine gemeine Frageumstellung, aber macht durchaus Sinn mal von einer anderen Perspektive zu schauen. ;)

Ich habe mir Tag täglich eingeredet, dass ich damals den Realschulabschluss verkackt habe und nun bekomme ich den ganzen Schulkram den Umständen entsprechend gut gebacken. Ich sollte mich daran erfreuen, ich schreibe hauptsächlich 2en und dort wo ich anfänglich 4en hatte, das war jetzt Englisch und Biologie (Der Biolehrer hat nen Nagel im Kopp :ugly:), da verbessere ich mich gerade auf 3. Selbst bei einer 2 und in Mathe bei einer 1, war ich verdreht, weil ich mir sagte,"Du Scheiß Versager hast es damals verkackt..." Ist falsch, aber man kann den Kopf ja nicht von heut auf morgen umprogrammieren.
 
ich habe nur den Start - Post gelesen und beim Scrollen hier und da ein paar Fetzen ....

und ich weiss aus Erfahrung, dass es Schlimmeres gibt .... ( das ist wirklich ernst gemeint und kleine Phrase )

im Moment zerre ich auch nur von einigen wenigen Stunden ....
aber die Gedanken dadran machen mich glücklich und ich vergesse ein bißchen den Rest ....

auch für Dich werden noch viele glückliche Momente kommen ....
ich drücke Dir beide Daumen ....
 
...
und ich weiss aus Erfahrung, dass es Schlimmeres gibt .... ( das ist wirklich ernst gemeint und kleine Phrase )...

Sei mir nicht böse, aber diese "Phrase" hilft echt nicht.
Das wissen wir alle, das weiß Maik auch und ich kann bei einem solchen Satz immer nur mit den Augen rollen.
In diesem jetzigen aktuellen Moment, wo man sich einfach nur scheiße fühlt (tschuldigung für dieses Wort) ist es echt nicht hilfreich einem zu erzählen, dass es noch Schlimmeres gibt. Davon mal abgesehen, das ein jeder selbst entscheidet und fühlt, was schlimm für ihn ist.

Ich bin noch jung, bin gesund, hab ein gesundes Kind, tolle Hunde, hab die Liebe wiedergefunden - trotzdem gibt es Augenblicke, wo ich alles hinschmeißen möchte und weiß Gott, ich habe schlimmere Zeiten als die jetzigen erlebt. :roll:
 
ich habe nur den Start - Post gelesen und beim Scrollen hier und da ein paar Fetzen ....

und ich weiss aus Erfahrung, dass es Schlimmeres gibt .... ( das ist wirklich ernst gemeint und kleine Phrase )

im Moment zerre ich auch nur von einigen wenigen Stunden ....
aber die Gedanken dadran machen mich glücklich und ich vergesse ein bißchen den Rest ....

auch für Dich werden noch viele glückliche Momente kommen ....
ich drücke Dir beide Daumen ....
Hast ja Recht. Ich bin einfach nur zu dumm das Leben zu verstehen. Ich muss mir einfach einreden, dass das Leben schön ist. Wenn ich auf der Arbeit wieder irgendeinen Müll machen muss und ich weiß jetzt schon was ich für eine ehrenwerte tolle Aufgabe am Montag haben werde, dann sage ich einfach die ganze Zeit,"Das Leben ist schön, das Leben ist schön, ..." Wenn mich dann jemand doof anschaut, brülle ich es einfach so lange bis das Leben schön ist.

Ich weiß nicht warum ich es einfach nicht schnalle. Keine Ahnung, bin einfach zu blöde. Jetzt gerade geht es mir schon wieder total mies. Der Rücken tut weh, ich bekomme die Scheiß Blockierungen nicht raus. Ich bin zu dämlich ein normales Leben zu führen. Diese Scheiß Stimmungsschwankungen kotzen mich auch an. Am liebsten würde ich mit der Faust gegen die Wand hämmern, doch die ist leider aus Rigips und bringen würde es auch nix...
 
Wenn Du Dir was einredest, machst Du Dir was vor, das ist der falsche Weg. Der Witz ist, daß wir alle, wenn wir Eindrücke verarbeiten, diese bewerten. Manches wird dabei als nebensächlich aussortiert und anderes als besonders wichtig überbewertet. Dies hilft uns das Wesentliche zu erkennen.

In Deinem Fall, schätze ich, sind die Maßstäbe nach denen gewertet wird kaputt (man könnte sagen, Deine Axiologie muß revidiert werden). Das negative wird überbewertet, weil es Dein Weltbild bestätigt und das Positive wird als nichtig erachtet und ausgeblendet. Deine Aufgabe besteht nun darin, ganz bewußt, das Positive - und sei es noch so winzig - zu suchen und Dir bewußt zu machen. Umgekehrt solltest Du überlegen, ob manches, was negativ ist, wirklich so dramatisch ist, wie Du es empfindest. Meine Nichte hat sich mal ein Glas Wasser über ihre Hose gekippt. Das war für sie eine Katastrophe. Ich habe ihr einfach erklärt, daß das in vielleicht einer Stunde wieder getrocknet ist. Das hat genügt, daß sie aufhörte zu weinen: sie hat erkannt, daß das kein Malheur ist.
 
Du könntest mein Ersatzarzt werden. :) Ich sollte eigentlich anfangen eine Art Tagebuch zu führen und dort positive Ereignisse reinschreiben. Was du schreibst stimmt und das Schlimme daran ist, ich weiß das und trotzdem drehe ich am Rad. Ich überlege gerade was für ein Weltbild ich habe. Mein Selbstbild ist glaub ich im Arsch. Es passt einfach nicht. Ich lebe zwei Leben, ein Mensch auf der Straße vermutet hinter mir einen gebildeten jungen Mann, der bin ich aber nicht. Ich bin ein Leiharbeiter, der morgen wieder Jobs machen darf, auf die kein anderer Bock hat und alle gucken doof.

Teilweise werde ich auch angesprochen, "Die Arbeit macht doch keinen Spaß, oder?" Was soll ich darauf antworten? Sieht man doch!!! Aber irgendwo ist es auch eine gerechte Strafe, ich hätte damals ja auch besser Aufpassen können. War halt zu dumm... Ich werde schon wieder negativ... Am liebsten wäre es mir, wenn man mich auf Arbeit gar nicht mehr anspricht, mich da einfach in Ruhe lässt, mich den Dreck erledigen lässt und ich dann im Anschluss zur Schule kann. Es nervt mich einfach... Weiß nicht, irgendwie haben die glaub ich Mitleid oder so, aber auch das will ich nicht. Ich will meine Ruhe, das verstehen die nicht. Wenn ich einfach sage,"Ich hasse diese Arbeit und nun lass mich bitte in Ruhe diesen Scheiß machen, denn ich will das weg haben, um dann den nächsten Scheiß zu machen." Ist auch irgendwie blöd. Mich macht die Arbeit einfach kaputt und müde, habe da kaum noch Power für Späße und so. Ich will da einfach meine Ruhe haben und wenn dann ein unausgelasteter Maschinenführer daher tapert und mit mir quatschen will, dann will ich das in den Moment nicht, weil ich mich bei der Arbeit die ich mache nicht wohl fühle. Keine Ahnung wie ich das machen soll...
 
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Och ja, ich mach nichts besonderes, ich denke nur viel über das Leben im Allgmeinen und im Besonderen nach.

Es wundert mich nicht, daß Du wider besseres Wissen eher das negative suchst. Solches Verhalten hat vieles von einer Sucht, man braucht schon Kraft dagegen anzukämpfen. Aber Du bist ja eine Kämpfernatur, sonst hättest Du Dich niemals zur Abendschule durchgerungen. Wenn Du Dich nur regelmäßig genug auf die Suche nach schönem machst, wird das irgendwann genauso zur Gewohnheit. Und Deine Stimmung wird sich aufhellen. Alles was Du brauchst ist Geduld und Durchhaltevermögen.

Und bezüglich Arbeit: Arbeit muß nicht nur deshalb Spaß machen, weil die Tätigkeit Spaß macht. Ich könnte auch Spaß dabei haben, Mülltonnen zu leeren, wenn ich dabei etwa pro Stunde 1000€ verdienen würde. Meine Arbeit macht mir insbesondere deshalb so viel Spaß, weil ich ungewöhnlich nette Kollegen habe. Das wichtigste ist, daß Du Deine Arbeit ordentlich erledigst, egal, ob Du einen Bürgersteig fegst oder einen Satelliten programmierst. Und der Abschied von solcherlei Arbeit ist ja auch nur noch eine Frage der Zeit für Dich. Du zeigst Initiative, machst die Abendschule - wäre ich Personalchef, hättest Du bereits jetzt einen dicken Bonus deswegen. Es gibt genug Sesselpupser, die nichts arbeiten, aber Geld kassieren wollen...
 
Das denke ich mich auch jeden Tag... Habe meine Freundin verloren am 16.02.09... hätte ich meinen Job nicht wüsste ich auch nicht was ich machen soll
Das tut mir sehr Leid. Mein Beileid. Ein Arbeitskollege hat genau die Gleiche Sorge und Trauer. Hab zu Ihm gesagt, dass es schön ist, das er wieder da ist. Nachdem er aus den 4 Wochen Urlaub zurückgenommen ist. Seine Frau ist an Nierenversagen gestorben. Musste viele Jahre zur Dialyse, das war richtig hart für seine Frau und auch für ihn.

Mir hilft oft auch die Ablenkung, ist nur keine langfristige Lösung. Sobald ich zur Ruhe komme, werde ich depressiv. Solang ich unter Dampf stehe ist alles OK, bis der Akku leer ist und ich eine Pause brauche.

@Dubberle Geld ist nicht mein wirkliches Problem, so weit bin ich schon. Ich muss etwas, in meinen Verständnis stehendes, Sinnvolles tun und muss auch dahinter stehen können. Klar hab ich hin und wieder einen Flow, aber im Großen und Ganzen sehe ich oftmals keinen Sinn, indem was man mir aufträgt. Ich würde es gern anders und mittlerweile auch gerne anderes tun.
 
Guten Tag zusammen,

mich würde mal interessieren, ob ihr Ähnliches berichten könnt. In letzter Zeit habe ich ein bisschen über mein Leben nachgedacht und auf meine Vergangenheit geblickt und das durch den Kopf gehen lassen, was noch kommen mag und welche Ziele ich verfolge. Dabei ist mir aufgefallen, dass zumindestens bei mir immer so eine Art Auf und Ab-Phase herrscht.

Grob ausgedrückt soll das heißen, dass es eine Phase von einigen Wochen oder sogar Monaten gibt, wo alles perfekt läuft, wo das "Leben" richtig Spaß macht und ich mich richtig glücklich fühle. Dann kommt das Tief. Dauert ebenfalls entweder Wochen oder Monate an, wo alles nicht so klappt wie es soll, wo sich die Probleme nur so häufen und man lieber ganz verschwinden möchte. In dieser Zeit bin ich natürlich alles andere als glücklich. Nach dieser Phase kommt dann wieder ein Hoch und genau so führt sich das schon seit Jahren bei mir fort.

Es mag sich vielleicht komisch anhören, aber ich finde, dass das man da einen Regelmäßigkeit erkennen kann, als ob jemand dort oben stehen würde und dir Probleme "zusendet" wenn gerade alles perfekt läuft. :mrgreen:

Vielleicht ein kurzes Beispiel. Ich wohne und arbeite zurzeit in Irland. Angefangen habe ich direkt mit einem Hoch vor 7 Monaten. Ich bin hergezogen, habe mir eine Wohnung gesucht und mich in meinen Job eingelebt. Mir gefällt die Arbeit, das Leben hier und ich konnte viele neue Bekanntschaften knüpfen. Dann kam das Tief, welches vor etwa 4 Wochen begann. Meine Mitbewohnerin, mit der ich seit Beginn meiner Zeit hier in einer Wohnung gelebt habe ist plötzlich vor 4 Wochen nach Deutschland verschwunden. Einige Tage später bekam ich einen Anruf meines Vermieters, der mir von 3 fehlenden Mieten berichtet hat. Vielleicht als kurze Nebeninfo: Habe meinen Mietanteil immer an meine Mitbewohnerin gegeben, sodass sie den Betrag überweist. Da sie nicht auffindbar ist und auch kein Nachweis gefunden werden kann, dass die Miete gezahlt wurde könnt ihr euch vorstellen was nun los ist. :-? Zu dem Pech kam dann noch dazu, dass sich meine Freundin von mir getrennt hat. Ich möchte nicht den Rahmen sprengen, es sollte einfach mal die Situation verdeutlichen.

Grüße,
Knortzsch
 
Mh, das Leben kann dann schön sein, wenn man sich nicht mit den grundlosen Zickereien einer Frau herumschlagen muss, die man eigentlich liebt, ihr aber so manches mal gerne den Kopf abreißen würde... :roll: