Islamismus... Oder "Der dritte Weltkrieg"

Innerhalb des betroffenen Staates durch Demonstrationen, friedlichen Protestkundgebungen, wirtschaftliche Sanktionen wie z.B. Streiks.

Du meinst so nach dem Vorbild der Ukraine ja? Friedliche Revolution? Der Unterschied ist nur, die iranische Staatspolizei hat kein Problem damit, in die Menge zu schießen und die Rädelsführer zu verhaften und im Eilverfahren dann zum Tode zu verurteilen. Wenn es so einfach wäre, dann würden diese Schweine da wohl kaum schon so lange dort herrschen.



Kelle schrieb:
Von außerhalb: Unterstützung der Opposition bei logistischen und materiellen Angelegenheiten, rein friedlich natürlich, Aufnahme von Verfolgten aus dem entsprechenden Staat, Freikauf politisch Gefangener etc...

Passiert doch meines Wissens alles schon. Nützen tut es nichts, wie auch. Siehe oben.
 
Der Unterschied ist nur, die iranische Staatspolizei hat kein Problem damit, in die Menge zu schießen und die Rädelsführer zu verhaften und im Eilverfahren dann zum Tode zu verurteilen. Wenn es so einfach wäre, dann würden diese Schweine da wohl kaum schon so lange dort herrschen.

Fakten?
Oder Suggestionen?

Fakt ist, kein Land dieser Erde hat es bisher wirklich langfristig geschafft, mit einer kleinen Minderheit eine große Mehrheit zu unterdrücken. Da konnten die Sicherheitsapparate noch so gewalttätig sein.

Es ist einfach eine ganz triviale Frage:
Krieg ich soviele Leute auf die Beine, dass man dem Sicherheitsapparat überlegen ist?

Abgesehen davon hätten gewaltsame Aktionen gegenüberMassen von Oppositionellen gravierende außenpolitische Folgen, die der gute Achmadi zur Zeit alles andere als gebrauchen kann.

gruss kelle!
 
Fakten?
Oder Suggestionen?

Fakt ist, kein Land dieser Erde hat es bisher wirklich langfristig geschafft, mit einer kleinen Minderheit eine große Mehrheit zu unterdrücken. Da konnten die Sicherheitsapparate noch so gewalttätig sein.

[...]

Aber das ist doch eine merkwürdige Argumentation... So kann man alles relativieren... Was bitteschön ist denn beständig/langfristig/ewig? Man lebt im jetzt und sollte danach streben für seine Werte und Ideale einzutreten...
 
Aber das ist doch eine merkwürdige Argumentation... So kann man alles relativieren... Was bitteschön ist denn beständig/langfristig/ewig? Man lebt im jetzt und sollte danach streben für seine Werte und Ideale einzutreten...

"Eintreten" meint aber nicht "durchsetzen", "aufzwingen" oder "aufoktruieren"...

... oder meinst du, wir sollten unsere Werte und Ideale in andere Länder (r)eintreten? :think:
 
Nach meinem Humaniätsverständnis eigentlich ja... Aber man muss dabei auch das Machbare vom Wünschenswerten unterscheiden...

"Sobald die Gleichgültigkeit zum täglichen Brot wird, verhungert die Menschlichkeit." - Ernst Ferstl
 
Nach meinem Humaniätsverständnis eigentlich ja... Aber man muss dabei auch das Machbare vom Wünschenswerten unterscheiden...
Das Machbare darf man sich täglich im Irak, in Afghanistan und im Kongo ansehen. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit lassen sich nicht einfach verpflanzen. Das ist ein schwieriger prozess, und am besten wenn er sich von selbst heraus entwickelt.

Ich will damit keine lanze für wie auch immer geartete Diktaturen brechen, aber Missionierung mit der Keule bringt auf Dauer auch nichts Gutes hervor.

(nebenbei: Gerstern gesterte eine Meldung auf Tagesschau.de umher, das man in Afghanistan die Religionspolizei wieder einführen wolle... und zwar auf ganz demokratischem Wege: https://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5886752,00.html)
 
Abgesehen davon hätten gewaltsame Aktionen gegenüberMassen von Oppositionellen gravierende außenpolitische Folgen, die der gute Achmadi zur Zeit alles andere als gebrauchen kann.

Ich habe schon in diversen Threads viele Artikel zu diesen gewaltsamen Aktionen gepostet... vielleicht mal selbst google -> "menschenrechte iran" oder so... die Menschenrechtsorganisationen reden sich doch den Mund fusselig über den Iran, aber nur wenig passiert.
 
Nach meinem Humaniätsverständnis eigentlich ja... Aber man muss dabei auch das Machbare vom Wünschenswerten unterscheiden... [...]
Aber nach Deinem Verständnis geht es dabei gar nicht. Es nimmt Dir ja auch niemand das Recht, die Demokratie in Deutschland gegen jeden Feind zu verteidigen. Wenn aber ein anderes Land demokratisch einen Diktator wählt, dann ist es die Entscheidung des jeweils wahlberechtigten Volkes. Dazu kann man gerne welche Meinung auch immer haben, aber man hat kein Recht, sich dahingehnd einzumischen.

Nach meinem Humanitätsverständis ist Toleranz das höchste Gut. Nehmen wir mal an, China kommt in Zukunft nicht mehr mit der Überbevölkerung klar. Sie könnten nun Krieg führen, um das Land zu vergrößern, akzeptieren aber die Existenzberechtigung angrenzender Staaten. Nehmen wir weiter an, die Leute leiden dort unter Hunger und Platzmangel. Und nehmen wir nun noch an, die Mehrheit der Chinesen unterstützt ein Gesetz, nach dem Menschen mit dem 70. Geburtstag feierlich hingerichtet werden. Eine chinesische Minderheit jedoch lehnt das ab und sagt: "Nein, das ist inhuman und so weiter". Sollte sich die Welt da einmischen?

Ich bin der Ansicht: Nein! Es widerspricht zwar unseren Werten und Vorstellungen, aber es ist nicht unser Problem! Unser Problem wäre es, wenn sich China zum Krieg entscheiden würde und sein Territorium bis nach Mitteleuropa ausdehnen möchte, damit alle Chinesen Platz und Essen haben.

Und wenn eine Minderheit eine Mehrheit unterdrückt, dann kann das nicht lange gut gehen. Aber auch in dem Fall kann es kein anderes Land verantworten, sich dort einzumischen. Wenn Du es vor Dir verantworten kannst (in Bezug auf den Nahen Osten), dann lerne arabisch, bringe Flugblätter und Zeitungen heraus, mache eine Webseite auf. Sprich mit den Leuten vor Ort und stichle sie zur Revolution an. Manchmal braucht es nur einer richtigen Person, die das Fass zum überlaufen bringt und die den Widerstand organisiert. Aber verlange nicht, dass unsere oder irgendwelche anderen Soldaten ihr Leben für etwas hingeben, was von der Mehrheit überhaupt nicht gewollt ist!

Gruß,
Photon
 
Wenn aber ein anderes Land demokratisch einen Diktator wählt, dann ist es die Entscheidung des jeweils wahlberechtigten Volkes. Dazu kann man gerne welche Meinung auch immer haben, aber man hat kein Recht, sich dahingehnd einzumischen.

Spar Dir doch diese nichtssagenden Phrasen. Jedes Kind weiß, dass es funktionierende Demokratien gibt und solche, die den Namen nicht verdienen, weil es keine freien Wahlen waren. Internationale Wahlbeobachter sind ja nicht ein US-Instrument, sondern ein UN-Instrument oder sogar selbstständig. Selbst wenn einer demokratisch gewählt wird, dann aber als Diktator Meinungsfreiheit abschafft und damit seine Wiederwahl erzwingt, ist es eben keine Demokratie mehr. Genauso wenig kann man ein Land als Demokratie bezeichnen, wo das Parlament entmachtet ist und keine Entscheidungsgewalt hat.

Ich verstehe ja Deinen Standpunkt. Nicht einmischen in souveräne Staaten. Aber bitte tu nicht so, als handele es sich bei den derzeit diskutierten Staaten um Demokratien.
 
[...] Ich verstehe ja Deinen Standpunkt. Nicht einmischen in souveräne Staaten. Aber bitte tu nicht so, als handele es sich bei den derzeit diskutierten Staaten um Demokratien.
Gut, akzeptiert. Aber auch dann kann ich nicht anders, als die Entscheidung über die Zukunft ihrer Herren dem jeweiligen Volk zu überlassen...

Gruß,
Photon
 
nun muss man aber sagen das die menschen im iran ein wahlmöglichkeit hatten, wenn auch eine eingeschränkte. sie haben sich für den hardliner enschieden hätten aber auch zu mindest etwas gemäsigtere wählen können
 
nun muss man aber sagen das die menschen im iran ein wahlmöglichkeit hatten, wenn auch eine eingeschränkte. sie haben sich für den hardliner enschieden hätten aber auch zu mindest etwas gemäsigtere wählen können

Naja, Rafsandschani wäre auch nicht grade das, was man als "Reformer" hätte bezeichnen können - am wohlwollensten wohl noch "Realpolitiker"...
 
Das hat die USA auch, aber da wollte niemand ob dieser Tatsache einreiten und das böse Regime niederschlagen *fg*

und deswegen müssen wir uns ja auch noch weiter dieses geschwaffel anhören "america great...world safe" :D

aber was ich eigentlich sagen will, dass es zu einfach ist den iran als diktatur zu bezeichnen, er bewegt sich da in einer grau zone zwischen diktatur und demokratie, wobei natürlich mit stärkerer tendenz zur diktatur
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe schon in diversen Threads viele Artikel zu diesen gewaltsamen Aktionen gepostet... vielleicht mal selbst google -> "menschenrechte iran" oder so... die Menschenrechtsorganisationen reden sich doch den Mund fusselig über den Iran, aber nur wenig passiert.

Ich könnte ja sagen, die reden sich über Guantanamo den Mund fusslig, aber dann würde mir ja wieder Antiamerikanismus unterstellt.

Und Menschenrechte - welche denn?

Die Rechte nach unseren Maßstäben, die aber historisch kulturell gar nicht mit anderen Ländern/Regionen kompatibel sind.

Oder Rechte nach Maßstäben der betroffenen Ländern?

gruss kelle!
 
Der Unterschied ist der: In Guantanamo sind ungefähr 400 mutmaßliche Terroristen interniert... Der Iran unterdrückt Millionen.
 
Der Unterschied ist der: In Guantanamo sind ungefähr 400 mutmaßliche Terroristen interniert... Der Iran unterdrückt Millionen.

Jaja, 400 Menschenrechtsverletzungen sind weniger schlimm als 500 oder weviele auch immer.

Mannmannmann, ich sag jetzt lieber nix!

Ein Staat der Menschenrechtsverletzungen zulässt, hat ein Problem, egal ob es ein fall oder ein Milliarde Fälle sind.

Ich frag mich sowieso, warum hier immer über den Iran geredet wird, es gibt noch genug andere islamisch geprägte Länder...

gruss kelle!
 
Es gibt auch genug nichtislamisch geprägte Länder denen ebenfalls Menschenrechtsverletzungen vorgewerfen werden, die aber weder auf der Schurken-Liste sind, noch sonst irgendwo groß bei der UN "verhandelt" werden. Warum nur?
Da interessiert es auf einmal nicht wer da was macht.