Sammelthread Internationale Piraterie

Naja, ich denk mal, wenn so ein Ding auf die geflogen kommt, werden die bestimmt nicht warten, bis sie alle in die Luft gejagt werden.

Und falls doch, meinst du die anderen Piraten lassen sich so etwas gefallen? Das würde nur weitere Gefechte provozieren und die würden mit genug Geld, was sie sich bestimmt ergattern werden, mit gleichen Waffen entgegenkommen.

Und grade billig sind solche Waffen und Schiffe ja nicht. Und das auf beiden Seiten.
 
Können die sich auch Spionagesatelliten etc. kaufen? Bezweifle ich ;)
Von der Technik her sind die ganz klar im Nachteil und hoch technologisierte Waffensysteme wird es auf dem Schwarzmarkt - wenn überhaupt - nur in sehr geringer Stückzahl geben.
Laser-Guided-Bombs, Cruise Missiles etc., wenn die USA da aufkreuzen und auch Angriffserlaubnis haben, dann geht's da aber heiß her...
 
Die Amis können das ja machen, denn die haben ja beim Milität Geld wie Heu :ugly:

Unsere Waffenvorräte sind da nur begrenzt und nur für den Notfall gedacht.

Unsere Gesetzesgeber werden sich schon etwas ausgedacht haben
 
Die USA hat doch ganz andere Probleme als die "paar Piraten" da.

Gestern kam auch wiederwas im Fernsehen, ging es um die Nato-Truppen, war wohl nen Kreuzer oder irgendsowas.
Nen Schiff funkt um Hilfe, weil sie Piraten hinter sich haben, das NAto-Schiff antwortet, dass sie unterwegs aber 30 Meilen entfernt sind, als sie ankommen ist das Schiff längst gekappert, und die Besatzung des gekaperten Schiffes muss zusehen, wie das NATO Schiff umkehrt und wegfährt, weil man auf Grund der Rechtslage auch keine gekaperten Schiffe zurückerobern darf, oh man, traurige Welt, Bürokratie und nur noch mehr Bürokratie.
 
[N] Mehr Piraterie denn je - Patrouillen helfen nicht

Folgende News wurde am 08.04.2009 um 18:11:07 Uhr veröffentlicht:
Mehr Piraterie denn je - Patrouillen helfen nicht
DPA-News

Berlin/Nairobi (dpa) - Trotz hoher Sicherheitsmaßnahmen und internationaler Patrouillen haben Piraten vor der Küste Somalias erneut zugeschlagen und das Containerschiff «Maersk Alabama» mit 21 Amerikanern an Bord gekapert. Im kenianischen Hafen Mombasa übergab Deutschland am Mittwoch sieben somalische Piraten zur Strafverfolgung an Kenia, die vor gut einer Woche den Marine-Tanker «Spessart» erfolglos attackiert hatten. Wie das Maritime Sicherheits-Zentrum der EU-geführten Antipiratenmission bekanntgab, ereignete sich der jüngste Piratenakt am Mittwoch rund 400 Meilen vor der Küste der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Ein Sprecher der 5. Flotte der US-Marine in Bahrain sagte, das Schiff sei um 07. 30 Uhr angegriffen worden. Die Piraten hätten es nach dem Überfall an die Küste von Eyl in Somalia manövriert. Der am frühen Mittwochmorgen von seiner Europa-Reise in die USA zurückgekehrte US-Präsident Barack Obama verfolge die Entwicklung intensiv und prüfe mögliche Schritte, sagte sein Sprecher Robert Gibbs. «Die Sicherheit der Crew-Mitglieder hat oberste Priorität. »Eyl gilt als Hochburg der Piraten. Hier liegen mehrere gekaperter Schiffe vor Anker. Zur Besatzung machte das US-Militär keine Angaben. Die jetzt gekaperte «Maersk Alabama» ist ein 17*000-Tonnen-Schiff. Es gehört der weltgrößten Containerschiff-Reederei Maersk. Laut Reederei hatte der Frachter 400 Hilfscontainer mit Nahrungsmitteln, unter anderem für das World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen an Bord. Das Schiff war im Liniendienst auf dem Weg in den kenianischen Hafen Mombasa. Die von Deutschland an Kenia überstellten Piraten waren nach dem gescheiterten Tanker-Überfall auf der Fregatte «Rheinland-Pfalz» festgesetzt worden. Sie ist Teil der EU-Mission «Atalanta». In Verhandlungen mit dem deutschen Botschafter in Nairobi habe der kenianische Generalstaatsanwalt seine grundsätzliche Zustimmung zu der Überstellung gegeben, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Den Piraten soll jetzt in Kenia der Prozess wegen Angriffs auf den internationalen Seeverkehr gemacht werden. Grundlage für diese Maßnahme ist ein Abkommen zwischen der Europäischen Union und Kenia. Das Überstellungs-Verfahren gilt als rechtlich höchst kompliziert, da unter anderem geklärt werden muss, inwieweit deutsche Rechtsgüter betroffen sind. Anfang März hatte Deutschland bereits neun Piraten an Kenia zur weiteren Strafverfolgung übergeben, die bei der gescheiterten Kaperung eines deutschen Frachters im Golf von Aden festgesetzt worden waren. Weiter ungewiss war unterdessen das Schicksal der fünf deutschen Seeleute auf dem im Hamburg registrierten Containerschiff «Hansa Stavanger». Eine unbekannte Anzahl von Piraten hatte dieses Schiff am vergangenen Samstag im Indischen Ozean, etwa 400 Seemeilen vor Somalia, in ihre Gewalt gebracht. Insgesamt befinden sich 24 Seeleute aus mehreren Nationen an Bord. Im Februar hatten Piraten den Schlepper «Svitzer Korsakov» der Maersk-Tochter Svitzer gekapert und nach mehr als einem Monat gegen Zahlung eines Lösegeldes freigegeben. Zuvor waren mehrmals Containerschiffe und Tanker der Reederei attackiert worden, konnten aber entkommen. Wegen der Häufigkeit der Angriffe im Golf von Aden gab Maersk Anfang des Jahres bekannt, dass alle Tanker bis auf weiteres Kurs um die Südspitze Afrikas statt durch den Suez-Kanal sowie den Golf von Aden nehmen sollen. In der Hand somalischer Piraten befindet sich ferner ein französisches Paar mit einem dreijährigen Kind. Die Familie war laut französischem Fernsehen mit ihrer Segeljacht «Tanit» auf dem Weg nach Sansibar den Seeräubern in die Hände gefallen. An Bord befand sich nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Ecoterra offenbar auch ein unterwegs zugestiegenes weiteres Paar. Am vergangenen Montag wurde außerdem ein britisches und ein taiwanesisches Schiff vor der somalischen Küste entführt.
 
Langfristig sollte natürlich eine Verbesserung der Lebenssituation von den Leuten dort angestrebt werden, dann passiert sowas nicht mehr.

Kurzfristig sollte aber meiner Meinung nach härter gegen die Piraten vorgegangen werden.

Kann mir einer sagen, warum die Reedereien keine Söldner zur Bewachung anheuern?
 
Kann mir einer sagen, warum die Reedereien keine Söldner zur Bewachung anheuern?
Damit wir uns in ein paar Jahren mit meuternden Söldnern rumschlagen dürfen? Nee, Danke, Privatarmeen hat wir in den letzten Jahrhunderten mehr als genug. Das hat fast nie ein gutes Ende genommen. Krieg sollte nicht privatisiert werden, sondern als letztes Mittel in der Hand des Staates verbleiben.

Letztendlich muss man sich damit abfinden, dass dort dauerhaft die internationalen Kriegsmarinen (inkl. Deutschland) ihren Beitrag werden leisten müssen. Das schließt ein, im Zweifelsfall auch mal "robuster" zu handeln als es momentan der Fall ist.
 
Dürfen die Reedereien denn Leute mit schwerer Bewaffnung (Sturmgewehre etc.) anheuern oder nicht?

Abgesehen davon stimme ich dir zu, dass da "robuster" eingegriffen werden muss, d. h., dass da zur Not auch mal Schiffe versenkt werden müssen. Anders ist denen wohl nicht beizukommen.
 
dass da zur Not auch mal Schiffe versenkt werden müssen. Anders ist denen wohl nicht beizukommen.

Schiffe versenken? Sinn und Zweck unerfüllt. Wo soll das den hin führen? "Was uns nicht passt, wird platt gemacht. Sei es um unschuldige Opfer auf den Schiffen." Ich wäre für eine spezielle Ausbildung von Soldaten, die ein Schiff wieder in die Hand nehmen und Kontrollen auf dem Land.
 
Wieso unschuldige Opfer? Natürlich sollen und dürfen nur Piratenschiffe angegriffen werden.

Ach ja, Spezialeinheiten, die auf solche Situationen spezialisiert sind gibt es bereits. Nur müsste man davon auch welche dahinschicken. Die werden aber wahrscheinlich nicht eingesetzt, weil das das Leben der Geiseln gefährden würde und das will ja auch keiner.

Dennoch denke ich, dass die Reedereien speziell ausgebildete Sicherheitsleute auf ihren Schiffen stationieren sollten, falls wirklich durch gefährliches Gebiet gefahren werden muss. Nur meine Frage, ob die auch schwer bewaffnet sein dürfen, ist noch nicht beantwortet, also wie sieht's diesbezüglich aus?
 
Wieso unschuldige Opfer? Natürlich sollen und dürfen nur Piratenschiffe angegriffen werden.

So einfach ist es nicht eine eine Flotte mit á 5 bewaffneten Piraten auf Gummibooten in die Hände zu kriegen.
Meine Aussage mit unschuldigen Opfern bezog sich auf gekapperte Schiffe mit Insassen.
 
Die Mutterschiffe kann man aber kriegen, die fahren ja nicht 400 Meilen aufs offene Meer mit Schlauchbooten.
Man müsste nichtmal eigene Leute gefährden, 1 Marschflugkörper und die Sache hat sich gegessen.
 
Die Piraten besitzen ein "Mutterschiff"? 8O Habe immer nur gehört, dass sie mir Schlauchbooten rausfahren. Kann mir jemand vom Mutterschiff eine Quellen angeben?
Dennoch finde ich deine Methode sehr unmenschlich und die Regierung würde genügend Gegenwind abbekommen. Ich denke, die raue Art und Weise ist der falsche Weg. Man sollte an den Wurzeln anpacken und die Drahtzieher rausfischen.

Gruß
 
Man sollte an den Wurzeln anpacken und die Drahtzieher rausfischen.

Kann ich Dir namentlich nennen: Armut, Perspektivlosigkeit, Rechtlosigkeit und das fehlen jeglichen Staatlichen Gefüges in Somalia...

... Also - einfacher ist ein Marschflugköper schon... (oder wie bei der aktuellen Sparkassenwerbung: "Wir machen das mit den Fähnchen!")
 
«FAZ»: EU-Operation soll somalische Piraten am Strand bekämpfen

Folgende News wurde am 28.12.2011 um 23:20:18 Uhr veröffentlicht:
«FAZ»: EU-Operation soll somalische Piraten am Strand bekämpfen
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Brüssel (dpa) - Im Kampf gegen somalische Piraten am Horn von Afrika sollen EU-Seestreitkräfte nach einem Zeitungsbericht künftig auch gegen Boote und Einrichtungen der Piraten am Strand vorgehen können. Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtet, hat das Politische und Sicherheitspolitische Komitee der EU vor Weihnachten den Kommandeur der EU-Operation «Atalanta» damit beauftragt, den Operationsplan und die Einsatzregeln entsprechend zu überarbeiten und zur Billigung vorzulegen. Bislang muss sich stets ein Kriegsschiff in der Nähe halten.
 
Man versenkte erst Giftmüll vor deren Küsten, als dies nicht schon genug sei nutzte man die Instabilität von Somalia aus (keine Marina, keine Küstenwache etc.) und überfischte deren Gewässer was dann einen groß Teil der Fischer die Existenz raubte und sie gezwungen waren mit einer Kalaschnikow "Angeln" zu gehen...und als man dann merkte das man damit ein Haufen Geld machen kann, war dieser Trend nicht mehr zu bremsen.

Zwar auch keine Entschuldigung für die Piraterie, aber dennoch keine gescheite Lösung von der EU. Die Piraterie könnte man zwangsläufig eindämmen wenn man wieder eine Stabilität in diesem Land erschaffen würde und gegen die ganzen Warlords vorgehen würde...
 
Nein nicht ganz. Klar stecken hinter vielen Piraten auch Warlords dahinter und es ist ein indirekter Schlag gegen die. Aber denkst du die ganzen "Piraten" lassen das auf sich sitzen? Viele dieser Banden besitzen Geld und müssen sich nun besser schützen oder zur Wehr setzen da kauft man doch mal ein paar neue Spielzeuge ein - beim freundlichen "Waffenversandhandel" ;-)

Das ganze ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Schließlich konnten sich die Warlords zuvor auch "ohne Piraterie" finanzieren.