Schlumberger
Well-known member
- 19 Mai 2008
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Nein, ich finde das Gesamtwerk der Bibel ist wahrscheinlich zu genial und einzigartig sebst für uns heute.
Was ist denn an der Bibel so genial? (Keine rhetorische Frage!)
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Nein, ich finde das Gesamtwerk der Bibel ist wahrscheinlich zu genial und einzigartig sebst für uns heute.
Was ist denn an der Bibel so genial? (Keine rhetorische Frage!)
Das hatte ich doch schon so ähnlich gepostet, Mist, finde es nicht. In aller Kürze:
- Weltbestseller schlechthin -> Christentum ist eine der größten Religionen, daher starke Verbreitung gesichert
- am meisten zitiert, übersetzt, verbreitet -> Christentum ist eine der größten Religionen, daher starke Verbreitung gesichert
- Vielfalt der Autoren und Zeitraum der Entstehung -> Überlieferungen konnte damals nicht schriftlich festgehalten werden, somit immer weitergetragen, neue hinzugefügt usw
- Einheitliche Gesamtaussage trotz dieser Vielfalt -> Damit eine einheitliche Grundlage da ist
- Geniale Gedanken für das menschliche Zusammenleben ("Liebe Deine Feinde") -> Sind sicherlich schöne Gedanken, werde ich auch nicht abstreiten, dennoch haben sicherlich immer Menschen so gedacht
- Prophezeiungen -> Ähm ja.. ich glaube nicht daran, dass es Prophezeiungen gab, die dann auch wirklich auftraten (Außer vielleicht sehr allgemein gehaltene)
- Überdauerte Fälschungs- und Vernichtungsversuche -> Die Religion überdauerte auch viele Angriffe, somit auch deren "Lektüre"
- Einfluß auf unsere und andere Kultur -> streite ich nicht ab, die sozialen Einflüsse mögen auch gut sein. Die anderen Sachen verkneife ich mir.
Vor allem aber ganz persönlich: Sie erzählt mir von der Liebe Gottes zu mir!
Hm.. meine Kommentare. Ich finde die Bibel alles andere als ein grandioses Werk(So wie jegliche Religionen)
Ich geb dir mal ein Beispiel: Im Alten Testament in einem Psalm (34,21) steht:
" er bewahrte im alle seine Gebeine, dass ihm nicht eines zerbrochen wird."
Nun weiß man heute, dass die Römer Gekruzigten in der Regel die Beine brachen! Jedoch im Bericht über die Kreuzigung im Neuen Testament - also mehrere Hundert Jahre später geschrieben, steht: (Joh. 19,33) Als sie aber sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm seine Beine nicht. "
Ich bin jetzt nicht besonders Bibelfest oder geneigt das nachzulesen.Wiki schrieb:Die synoptischen Passionsberichte erwähnen weder ein Annageln noch äußere Verletzungen Jesu (Mk 15,23ff EU). Möglicherweise wurden seine Arme nur festgebunden. Die liturgische Wendung „sein Blut vergossen“ aus der Abendmahlsüberlieferung lässt nicht auf einen blutigen Hinrichtungsvorgang schließen; eher schon die vorherige Geißelung.
Nur das Johannesevangelium ergänzt aus theologischen Motiven – der später Auferweckte soll als der Gekreuzigte identifizierbar sein – Wundmale von durch die Handflächen getriebenen Nägeln (Joh 20,25 EU) und einen Stich in Jesu Seite, bei dem Blut und Wasser ausgeflossen sein sollen (19,34 EU). Dies sollte eine biblische Prophezeiung (Ps 34,21 EU) erfüllen (Joh 19,36 EU).
...
Wenn dort in der Erzählung nachgeholfen wurde, kann man wohl kaum von erfüllter Prophezeiung sprechen
Was nicht bedeutet, dass sie dadurch unberechtigt seien.Die Argumente gegen erfüllte Prophezeiungen sind doch stets die Gleichen.
Es ist auch bekannt, dass man nur lebenden die Beine brach um den Todeskampf abzukürzen und in der Regel auch nur, wenn das Kreuz über eine Fußstütze verfügte.In deinem Wiki-Zitat steht "möglicherweise", allerdings ist bekannt, dass die Römer bei der Kreuzigung sowohl annagelten als auch festbanden, evtl. sogar beides. Wir haben einen Bericht über die Annagelung. Johannes beschreibt die Kreuzigung aus der Augenzeugenperspektive. Warum sollten wir dem nicht glauben?
Ich kann wirklich nichts dafür, aber wenn ich versuche solche Dinge nachzulesen, sträuben sich mir als Skeptiker einfach die Haare. Babylon wurde im 7. Jahrhundert vor Christus mindestens einmal von den Assyrern zerstört und hat eine lange, blutige Geschichte. Der Reichtum Babylons rief ständig Eroberer auf den Plan.Ein Bsp. aus Jesaja: (13,19-20)
So soll Babel (=Stadt Babylon) ... zerstört werden ... dass man hinfort nicht mehr da wohne nohc jemand bleibe ...
Diese Prophezeiung wurde über eine der größten, blühendsten Städte der Antike gemacht. Heute liegen die Ruinen in einer Wüstenei und sind in der Tat unbewohnt. Die Prophezeiung stammt von rd. 700 v.Chr., die Erfüllung dauerte bis in die Zeit nach Alexander d.G.
Und nebenbei: Es ist nicht so, dass in der Bibel auf gut Glück über 100 Städte die Verwüstung vorhergesagt wurde und fünf davon zutreffen.
Wenn dort in der Erzählung nachgeholfen wurde, kann man wohl kaum von erfüllter Prophezeiung sprechen
Die Argumente gegen erfüllte Prophezeiungen sind doch stets die Gleichen. Es heißt entweder, sie sind unklar formuliert oder sie wurden später niedergeschrieben oder im Nachhinein angepasst. Und wenn alles nicht stimmt dann wird es als Selbstverständlichkeit oder Ereignis mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgenommen.
...
"Erfüllte Prophezeiung" fällt bei mir in die selbe Ablage, wie Kartenlegen, Pendeln, Magie, Nostradamus und andere Absurditäten.
.....Seine (Johannes) Objektivität gegenüber der Ereignisse kann aus historischer Sicht angezweifelt werden.
...Das Bündnis besiegte die Assyrer und Nabupolassar ließ 609 v. Chr. alle Hinterlassenschaften der Regentschaft der Assyrer vernichten.[/I]
In der Prophezeiung ging es nicht vordergründig nur um die Zerstörung sondern auch darum, dass die Stadt niemals mehr wieder besiedelt werden würde. Und das ist erst - nach deiner Quelle - hundert Jahre später eingetroffen.
Die Ungenauigkeit der Prophezeiung, die du bei Nostradamus kritisierst, scheinst du hier bewusst zu ignorieren. Ebenso die politische Lage zu dieser Zeit.
...Nun die Frage: Sprechen wir hier über eine göttliche Prophezeiung, die in ferner Zukunft geschieht, oder sprechen wir hier über eine zeitnahe Prognose in Bezug auf eine absehbare politische/militärische Entwicklung?
Es ist doch eher anzunehmen, dass Jesaja von einer Zeitnahen Vernichtung ausging und nicht das Ende Babylons nach Alexander d. Großen im Sinn hatte.
DankeWow, Du hast Dich da toll informiert! Und ich stimme Dir in vielen Dingen zu.
Nun, es fehlt halt der Zeitraum indem sich das ereignen soll. Wenn man davon ausgeht, dass Jesaja ein nahes Ereignis im Sinn hatte, dann ist die Prophezeiung nicht vollständig erfüllt worden. Wegen dieser Ungenauigkeit kann man nun Haare spalten, ob zwei unabhängige Ereignisse gemeint sind.Von Ungenauigkeit kann doch keine Rede sein, wenn ganz klar die Stadt Babylon genannt wird.
Auch Jahrhunderte später eignete er sich dafür vermutlich. Vielleicht meinte er ja Heute, wo die Ausgrabungsstätte durch Archäologen besetzt wurde- die Nomaden werden den Ort meiden - ist nicht zu erwarten, der ehemalige Stadtbereich muss sich doch für Zelte etc. eignen.
Glaube das würde die Ausmaße eines halben Theologie- und eines halben Geschichtsstudiums annehmen. Ich weiß nicht, ob ich mir die Zeit nehmen kannUnd das ist eine von vielen Stellen in der Bibel. Vllt. sollte ich mal einen "Prophetie-Thread" aufmachen![]()
Ich versuche nachzuvollziehen, wieso andere Menschen Glauben.Was Jesaja annahm kann ich dir nicht sagen. Was er geschrieben hat hat sich teilweise in naher Zukunft und teilweise erst Jahrhunderte später erfüllt. Das ist alles, was wir feststellen können. Und welche Schlüsse Du oder andere daraus ziehen ist jedem selbst überlassen.
Werds mir bei Gelegenheit mal anschauen. Könnte ne Weile dauernWas sagst du zu folgender Vorhersage Jesu über die Gebäude des Tempels(Mt. 24,2): "Wahrlich, ich sage Euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde." Das trat rund 40 Jahre nach seinem Tod ein.
Danke
...
Wenn ich nun Heute angesichts aktueller politischer Ereignisse prognostiziere, dass eine Stadt dem Erdboden gleich gemacht wird, dieses Ereignis erwartungsgemäß teilweise Eintritt und 500 Jahre später ein Meteorit auf die Stadt fällt, wird die Prognose ja nicht automatisch zur Prophezeiung. Oder?...
Bitte. O.K., echte Prophetie zeigt sich an der Erfüllung. Dann leg mal los. Und beim Bsp.: Babylon ist die Erfüllung ja eingetreten.
Glaube das würde die Ausmaße eines halben Theologie- und eines halben Geschichtsstudiums annehmen. Ich weiß nicht, ob ich mir die Zeit nehmen kann![]()
Du die Geschichte, ich die Theologie ?
Ich versuche nachzuvollziehen, wieso andere Menschen Glauben. Für mich ist das ein irrationales Verhalten ...
Nun, ich versuchte dir darzulegen, was mich an der Bibel fasziniert - und auch die rationalen Fakten dazu. Und für mich ist "erfüllte Prophetie" eben ein Argument , das ich rational überzeugend finde. Du setzt praktisch voraus, dass die Bibel bewußt manipuliert und gefälscht wurde, dass ein in sich stimmiges Bild entsteht. Ich stelle fest, dass die Bibel in sich stimmig ist und halte das nicht für menschengemachte MAnipulation sondern schlicht für die Wahrheit und echt.
...So wurde Jesus z.B., der offenbar bei den Leuten im Gespräch war zum Messias stilisiert, weil es bei den Menschen besser ankam und es die Geschichte war, die sie hören wollten...
Darum haben sie ihn gekreuzigt. Und darum haben sie die Jünger alle umgebracht. Die müssen ja dolle von ihrer eigenen Fälschung überzeugt gewesen sein.
Wurde die Bibel auch nicht. Es war sicherlich nicht Ziel der Autoren ein gemeinsames Buch zu schreiben. Die Texte des NT wurden, soweit wir das wissen, erstmals von (wie hieß er noch *such*) Athanasius von Alexandria aufgezählt, weil er sie vermutlich für passend hielt. Bis dato handelte es sich um Einzelwerke. Wahrscheinlich gab es auch andere Werke/Berichte über Jesus, die nicht zu seiner Ideologie/seinem Glauben passten und denen er keine Glaubwürdigkeit schenkte.Diese beiden Antworten verstehe ich nicht ganz: Was ändert das erste an der Vielfalt der Autoren? und den Zeitraum der Entstehung? Der ist bei der Bibel schlicht einmalig, es gibt kein Buch, das von verschiedenartigeren Menschen (König - Bauer) über einen längeren Zeitraum geschrieben wurde.
Ich sehe einen Unterschied zwischen bewusster Fälschung und unbewusster Glorifizierung.- Und zur zweiten Aussage: Dann ist die Bibel eine ultrageniale Geschichtsfälschung allerersten Ranges! Das wäre auch einmalig. Das passt aber irgendwie nicht mit ihre Aussagen zusammen ("Du solllst nicht lügen")
Ich könnte jetzt einfach mal ne Prognose zu Tripolis abgeben. Aber vielleicht müssen wir noch 500-1.000 Jahre warten, bis sie endgültig zur erfüllten Prophezeiung wird.Bitte. O.K., echte Prophetie zeigt sich an der Erfüllung. Dann leg mal los. Und beim Bsp.: Babylon ist die Erfüllung ja eingetreten.
Nicht, dass hier nen falscher Eindruck entsteht. Ich denke nicht, dass es sich hier um eine bewusste Verschwörung handelt. Wir sprechen hier von einer Person, die (angeblich) schon zur Geburt als der Messias begrüßt wurde. Zweifelsohne war (der Mensch) Jesus jemand, der Aufsehen erregt hat und revolutionäre Ideen hatte. Seine Fans haben ihn dafür geliebt.Nun, ich versuchte dir darzulegen, was mich an der Bibel fasziniert - und auch die rationalen Fakten dazu. Und für mich ist "erfüllte Prophetie" eben ein Argument , das ich rational überzeugend finde. Du setzt praktisch voraus, dass die Bibel bewußt manipuliert und gefälscht wurde, dass ein in sich stimmiges Bild entsteht. Ich stelle fest, dass die Bibel in sich stimmig ist und halte das nicht für menschengemachte MAnipulation sondern schlicht für die Wahrheit und echt.
Darum haben sie ihn gekreuzigt. Und darum haben sie die Jünger alle umgebracht. Die müssen ja dolle von ihrer eigenen Fälschung überzeugt gewesen sein.
...Ich sehe einen Unterschied zwischen bewusster Fälschung und unbewusster Glorifizierung.
...Ich könnte jetzt einfach mal ne Prognose zu Tripolis abgeben. Aber vielleicht müssen wir noch 500-1.000 Jahre warten, bis sie endgültig zur erfüllten Prophezeiung wird.![]()
...Inwieweit er sich seiner Rolle bewusst war und dem Verlangen seiner Anhänger nachkam, wäre reine Spekulation, aber nicht unmöglich....
...Darüberhinaus gibt es in der Geschichte tausende Beispiele für herausragende Personen, die Anhänger um sich gescharrt haben, die alle für ihre Überzeugung ihr höchstes Gut, ihr Leben, geben würden....
...
Dass diese jahrtausende alte, einseitige Berichterstattung allerings in einer aufgeklärten Gesellschaft weiterhin von Menschen kritiklos akzeptiert wird, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Es widerspricht allem, was wir in unserem Alltag erleben und greifen können. Daher irrational.
...Die römischen Besatzer? Die haben ihn nicht glorifiziert. Ich kann gerade nicht ganz folgen.
Wieso passt es nicht? Das Ergebnis einer extrem glorifizierten Darstellung wäre entweder ein Superheld oder ein Gott.Aber das Ergebnis ist das Gleiche - und auch das passte nicht zum Inhalt der Bibel.
Und so geschieht es, dass die Stadt vom Staub beherrscht, fortan von Hunden besiedelt und der Apfel ungenießbar sein wird. Keine Ahnung.Bitte ein wenig präziser: Wird es zerstört oder nur schwer angeschlagen sein? Werden weiterhin Menschen dort wohnen oder wird es zu einem wüsten Steinhaufen? Sonst ist da zu wenig nachprüfbare Substanz.
Das Buch Ezechiel (Hesekiel) ist eine im Zeitraum von ca. 600–560 v. Chr. (...)Vgl.: Stadt Tyrus (Die Antike Stadt, nicht die Neuaufgebaute)
Hesekiel 26: ...viele Völker gegen dich heraufführen...Die Mauern sollen zerstört werden...die Erde wird weggefegt und nackter Fels bleiben...Nebukadnezar wird die Tochterstädte auf dem Festland schlagen...gegen Tyrus einen Wall aufschütten...deine Steine und die Balken und den Schutt werden sie ins Meer werfen...
Entweder wurde das im NAchhinein verfasst oder es ist eine saugute Vorhersage!
Wie gesagt, das wäre reine Spekulation. Für einen ausgedehnten psychologischen Befund, fehlen uns gewisse Informationen.Dann wäre er entweder ziehmlich einfältig gewesen (passt nicht mit den Berichten über ihn zusammen) oder ein extrem kaltherziger Betrüger (passt auch nicht zu den Berichten)
Ist das ungewöhnlich?Und die Jünger hatten sich nach seinem Tode zunächst versteckt. Warum waren sie dann so plötzlich da und davon beseelt, aller Welr von Jesus zu erzählen?
Und wie vereinbarst du kritisch die "Wunder" mit deinen Erfahrungen, die du so im Alltag gemacht hast? Wieso gab es früher in jeder Generation verlässliche Propheten und wieso gibt es sie heute nicht? Wäre doch super praktisch für den Alltag und das Weltgeschehen.Kritiklos? Nein, ich denke, dass die meisten Christen zumindest in Deutschland die Bibel sehr aufmerksam und kritisch lesen - und trotzdem (oder deswegen?) für wahr befinden.
Wenn dem so wäre, würde es das Christentum heute nicht geben. Dann wäre es im Keim erstickt worden. Dass die Ausbreitung des Christentums auch auf Ablehnung stößt und bestehende Machtpositionen gefährdet zieht natürlich auch Verfolgung nach sich.Du hast geschrieben, dass die Jünger das verkündeten, was die MEnschen hören wollten - von Jesus als HEld etc. Und dafür wurden sie dann von diesen MEnschen verfolgt und umgebracht. Das passt nicht ganz zusammen.
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Ist das ungewöhnlich?
Und wie vereinbarst du kritisch die "Wunder" mit deinen Erfahrungen, die du so im Alltag gemacht hast? Wieso gab es früher in jeder Generation verlässliche Propheten und wieso gibt es sie heute nicht? Wäre doch super praktisch für den Alltag und das Weltgeschehen.
Warum heute keine Wunder mehr erlebt werden? Vllt werden sie auch nur nicht wahrgenommen oder werden sie anders erklärt.
Ich dachte dabei eher an so Sachen wie "warum gerade xy überlebte" - da sah man früher z.B. auch göttliche Führung, heute wird es eben als Zufall abgetan.