Genug Geld zum leben?

Wollte eigentlich auch nur hier in diesem konkreten Fall sagen, dass es interessant ist, dass er sich bewirbt und sich schonmal Gedanken über das bevohrstende Gehalt macht, anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie er durch die Tests kommt.
Heutzutage sollte man froh sein, überhaupt einen Ausbildungs-/Arbeitsplatz zu erhalten. Außerdem ist es hier im speziellen auch das Anfangsgehalt. Das wird sich schon noch steigern.
Über jeden Ausbildungsplatz freuen? Was bringt der beste Ausbildungsplatz wenn man nach der Ausbildung einen Job bekommt, bei dem man so wenig verdient das man jeden Cent fünfmal umdrehen muß? Ich kann PeterLee verstehen das er sich solche Sorgen macht.

1500€ sind ein Witz für die Arbeit, die die Polizei macht aber hinkommen sollte man damit aber auf Jedenfall.
Sehe ich sehr ähnlich.
 
Selbst in hochpreisigen Regionen wie München oder im Rhein-Main-Gebiet kannst Du Dir davon als Single ein nettes Leben machen.

Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Ich, wohnhaft in München, habe momentan Fixkosten von ~1000 EUR im Monat. Dazu kommen jährlich KfZ-Versicherung und -Steuer.

@Threadersteller: Möchtest du in den Innen- oder Außendienst? Im Außendienst gibt es nämlich noch Zulagen, sodass es durchaus möglich ist, dass dein Gehalt die 1500 EUR locker übertseigt. ;)
 
Über jeden Ausbildungsplatz freuen?

Ich schrieb "... überhaupt einen ....", nicht jeden. Man bewirbt sich doch nur auf bestimmte Plätze hin, nicht auf jeden.


Was bringt der beste Ausbildungsplatz wenn man nach der Ausbildung einen Job bekommt, bei dem man so wenig verdient das man jeden Cent fünfmal umdrehen muß?

PeterLee hätte sich die Frage, ob mindestens 1500 Euro als Anfangsgehalt für ihn allein ausreichend sind, stellen können, bevor er die Bewerbung abschickt. Nun hat er das Glück zu den Tests zugelassen zu werden. Herzlichen Glückwunsch.
Und nun fängt er an, die Höhe des zukünftigen Gehaltes infrage zu stellen, zweifelt daran, dass es ihm ausreicht und nimmt gleichzeitig einem anderen Bewerber für diese Ausbildung einen Platz/eine Chance weg.
Die Behörden geben doch nicht umsonst die Informationen zu den ersten Verdienstmöglichkeiten preis, zusammen mit den Bewerbungsunterlagen/Personalbogen. So kann man vorher für sich schon ausmachen: reicht´s mir oder reicht´s mir nicht.

Im Polizeidienst ist es nunmal so, dass der Rang über das Einkommen entscheidet. Je niederer der Rang, desto eher geht man auch in Altersrente aufgrund von Belastungen im Außendienst usw.. Je höher der Rang, desto länger darf man arbeiten, sitzt aber auch mehr am Schreibtisch. Von Verantwortlichkeit will ich hier erst gar nicht reden.
Jeder der sich für diese Berufsausbildung entscheidet, wird sich doch vorher genügend Gedanken über die Zeit nach der Ausbildung gemacht haben. Davon gehe ich jedenfalls aus.
 
Also zusammenfassend zu sagen, sind fast alle der Meinung, dass man mit dem Geld gut auskommt.
Und selbstverständlich bin ich mir sicher, dass ich den Test schaffe, Sporttest schaffe ich, auf die anderen Sachen kann ich mich leider nicht konkret vorbereiten.

Naja, ich mach dann mal meine Englisch Hausaufgaben, dass ich n gutes Abi schreib ;)

Danke für die Antworten :)
 
Kurz nach der Ausbildung bekommt man ja auch weniger als später...
Aha, ich würde schätzen, als Polizeibeamter fängt man mit A8 an im mittleren Dienst. Nach 10-15 Jahren kommt dann A9, nach noch mal 10-15 Jahren A10.

Meine Frau macht den Job seit 15 Jahren und verdient inkl. Überstunden-, Nachtzuschläge etc. knapp 2000 Euro. Das ist für diesen Job aber nur Schmerzensgeld. Man muss da schon gehörig viel Enthusiasmus mitbringen, um den Job für das Geld zu machen.

Im Polizeidienst ist es nunmal so, dass der Rang über das Einkommen entscheidet. Je niederer der Rang, desto eher geht man auch in Altersrente aufgrund von Belastungen im Außendienst usw..
Das wäre schön, dann dürfte meine Frau ja doch früher in Pension gehen. Zur Zeit ist das nämlich mit exakt 67 Jahren der Fall. Und das im Streifendienst. Wundert Euch nicht, wenn in 20 Jahren nur noch Polizisten jenseits der 50 auf Streife unterwegs sind.

Marty
 
Das wäre schön, dann dürfte meine Frau ja doch früher in Pension gehen. Zur Zeit ist das nämlich mit exakt 67 Jahren der Fall. Und das im Streifendienst.

Ich weiß, dass ein Beamter im mittleren Polizeidienst, der viel im Außendienst ist und starken Belastungen ausgesetzt ist, mit derzeit 60 Jahren in Rente gehen kann. Im gehobenen und höheren Dienst ist es weiter nach oben hin gestaffelt... 62....65...67 Jahre o.ä.
Nun gibt es ja auch, zumindest bei mir in Berlin, Angestellte im Polizeidienst. Da gibt´s andere Regelungen, was der Beginn der Rente betrifft.

Nun kann es aber auch möglich sein, dass es sich hierbei nicht um die Altersrente handelt, sondern um diese (keine Ahnung, wie´s sich nennt) frühzeitige Freizeitgestaltung. Weiß auch nicht wirklich, ob bei Beamten sowas gemacht wird.

Gruß, Poo
 
Also ich denke Du solltest mit 1.500 € Netto gut auskommen.
Wir sind zu viert und haben ca. 2.300 € Netto + Kindergeld. Bei 2 Autos, Miete, Kindergarten, Garten und Versicherungen bleibt nicht mehr viel, aber man kann gut leben.
 
Hab gelesen. Danke.
Aber es geht doch um die Höchstaltersgrenze. Oder soll das zukünftig so geregelt werden, dass ein Polizist im mittleren "Schicht-"dienst mit einem Polizeirat in der Frage der Rente gleichgestellt wird?
Nun gut, das von mir oben erwähnte Wissen bezog sich auf die Berliner Polizei. War immer der Meinung, dass Beamtensachen bundeseinheitlich gleich geregelt sind. Vielleicht ist dem ja doch nicht so.

Dann heißt es wohl: abwarten was der Herbst bringt und inwieweit die Regelung "Rente mit 67" zukünftig auf Beamte einschlägt.

Gruß, Poo
 
Hab gelesen. Danke.
Aber es geht doch um die Höchstaltersgrenze. Oder soll das zukünftig so geregelt werden, dass ein Polizist im mittleren "Schicht-"dienst mit einem Polizeirat in der Frage der Rente gleichgestellt wird?
Das ist in Nordrhein-Westfalen schon heute so.
Nun gut, das von mir oben erwähnte Wissen bezog sich auf die Berliner Polizei. War immer der Meinung, dass Beamtensachen bundeseinheitlich gleich geregelt sind. Vielleicht ist dem ja doch nicht so.
Dem ist auch nicht so. In Nordrhein-Westfalen gibt es z.B. noch die freie Heilfürsorge, in anderen Ländern schon lange nicht mehr.

Dann heißt es wohl: abwarten was der Herbst bringt und inwieweit die Regelung "Rente mit 67" zukünftig auf Beamte einschlägt.
Das ändert trotzdem nichts an den zu erwartenden ganz schlechten Einkommensaussichten für Beamte im mittleren Dienst. Bei diesen Zahlen kann man das niemandem wirklich empfehlen.

Marty
 
Das ändert trotzdem nichts an den zu erwartenden ganz schlechten Einkommensaussichten für Beamte im mittleren Dienst. Bei diesen Zahlen kann man das niemandem wirklich empfehlen.

Man kann aber auch alles schlecht reden oder es versuchen. :roll:
Ein Polizist in A8 (mittlerer Dienst und Außendienst) verdient z.B. mehr als einer im Innendienst (A9, gehobener Dienst). Wenn ich mich recht entsinne verdient er mit den Zulagen sogar mehr als ein Beamter im Innendienst mit A10.
 
Ein Polizist in A8 (mittlerer Dienst und Außendienst) verdient z.B. mehr als einer im Innendienst (A9, gehobener Dienst).
Nenn doch mal die Zahlen, die dahinter stehen. Dann noch die Kosten, die ein Beamter vom netto zu tragen hat. Und dann die Steigerungsschritte bei der Entlohnung. Und dann sag mir noch mal, ich wolle das schlechtreden... Es ist schlecht.

Marty
 
Eben.... es ist schlecht. Ich kann mich noch wage daran erinnern wie ich nach A bezahlt worden bin.
Bei der BW kommt GOTTSEIDANK noch die freie Heilfürsorge dazu. Ansonsten .... bitter! Wirklich bitter!
 
Die Zahlen suche ich jetzt nicht. Die kann sich jeder aus der entsprechenden Besoldungstabelle raussuchen.

Welche Kosten ein Beamter vom Nettolohn zu tragen hat?
Die Frage ist doch nicht dein Ernst, oder?

Na gut, fang ich mal an:
  • Lebensmittel
  • Miete
  • Kleidung
  • ...
  • genau die gleichen wie alle anderen auch :roll:

Zusätzlich kommt noch die PKV dazu und dass er Arztkosten vorschießen muss. :yawn:
Sollte ich was vergessen haben, tut es mir leid, ich habe grad keinen Kontoauszug zur Hand.
 
Es geht nicht um die reine Höhe der Bezüge. DAS man mit dem Geld auskommen kann, haben wir bereits festgestellt.
Es geht nun darum ob die Entlohnung für diesen Beruf angemessen ist.

Ach, was du da so nebenbei erwähnst.... die PKV.... verschling auch noch einen netten Happen vom Nettogehalt. Dieser Posten ist in keinem Fall zu vernachlässigen!
 
Es geht nun darum ob die Entlohnung für diesen Beruf angemessen ist.
Was angemessen ist, definiert jeder anders. Und da jeder immer mehr verdienen möchte als er grad bekommt, ist wohl die Bezahlung nie angemessen?
Ach, was du da so nebenbei erwähnst.... die PKV.... verschling auch noch einen netten Happen vom Nettogehalt. Dieser Posten ist in keinem Fall zu vernachlässigen!
Da sich Beamte nur zu 50% versichern müssen und meist in jungen Jahren eintreten ist dies bei weitem weniger als Gestzlich Versicherte zahlen. Ich zahle mit meinen 24 Lenzen 150€ incl. Beihilfezusatzversicherung und Zahnersatz.
 
Ok, dann bleiben noch 1350€..... für einen POLIZISTEN. Du weißt doch...dat sind Jungs mit den Ballermännern, die, die mal gerne am Straßenrand von irgendwelchen Irren erschossen werden oder im ersten Jahr in einer Hunderschaft bei den Chaostagen "dienen" müssen.

Wie gesagt...damit leben kann man.
 
Ok, dann bleiben noch 1350€..... für einen POLIZISTEN. Du weißt doch...dat sind Jungs mit den Ballermännern, die, die mal gerne am Straßenrand von irgendwelchen Irren erschossen werden oder im ersten Jahr in einer Hunderschaft bei den Chaostagen "dienen" müssen.
1350€ netto für so einen Job ist einfach nur ein Witz. Gerade wenn man im Außendienst eingesetzt wird. In meinen Augen wäre eine faire Bezahlung für so einen Job beginnend mit einer 2. Dies natürlich auch nur als Einstiegslohn.

Champ
 
...die, die mal gerne am Straßenrand von irgendwelchen Irren erschossen werden oder im ersten Jahr in einer Hunderschaft bei den Chaostagen "dienen" müssen.

Naja, also allzu häufig wird bei uns in Deutschland (zum Glück) ja niemand erschossen. Wenn du es so betrachtest, gab es auch schon Fälle, wo Leute im Sozialamt Amok gelaufen sind. Da kann man auch sagen "die armen Sozialbeamten". Also nicht nur Polizisten als Beamte haben schwer zu schindern, auch "normale" Beamte haben genug zu tun.

Und das mit den Chaostagen wissen die Leute aber auch vorher. Wenn du bei der Bundeswehr eine Offizierslaufbahn anstrebst, musst ja auch erstmal durch den Dreck robben, ehe es aufwärts geht.