Wobei die Seitenwahl des Syrers dann die nächste Entscheidung ist. Kämpft er für die Kurden bekommt er von den Türken auf Dach, Kämpft er für Assad, bekommt er von unseren "prowestl. Verbündeten" eins aufs Dach, kämpft er für syr. Rebellengruppen muss er sich gegen seinen Staatsoberhaupt stellen und bekommt von ihm aufs Dach. Und allein in diesem Komplex ist die ISIS noch nicht einmal betrachtet worden, denn je nachdem wo er einem der oben genannten Gruppen hilft, bekommt er zusätzlich noch vom ISIS eins aufs Dach. Jene ISIS die eben auch noch von Teilen unserer Bündnis- oder Geschäftspartner unterstützt wird. :ugly:
Solange keine UN-Truppen vor Ort mitkämpfen, wird es leider so bleiben :( .
Man sollte das Land nicht sich selbst überlassen. Ein unterstützendes Bündnis mit allierten Truppen sollte die IS bekämpfen, zurückdrängen oder auflösen. Das wäre mal eine Hilfe.
 
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Ja klar, aber das sind Leute, die haben sich hier (oder auch anderswo in Europa blenden und verführen lassen und wollen jetzt Krieg spielen. Gab es auch schon unter H****r. Da haben sich 15-, 16- und 17-jährige voller Überzeugung und Kampfeslust freiwillig in den Krieg gemeldet. In dem Alter ist man nunmal anfällig für jede Art von Propaganda. Pech, wenn man da an die falschen Leute gerät....
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"Der kleine syrische Mann". Hmmmm ? Bei der ISIS sind auch alle klein ^^.
Es scheint aber genug Menschen zu geben, die von D nach Syrien reisen um zu kämpfen. Deckelt zwar die 500000 ( Flüchtlinge ) nicht, aber Motivation scheint es zu geben.
Ist die Ironie meines postin´s nicht durchgedrungen ^^
 
Ich finde es schon seltsam, wenn man von Flüchtlingen erwartet, dass sie alle Wiederstandskämpfer werden sollen, als wäre das völlig selbstverständlich. Würde hier die Hölle losbrechen, würde ich mich auch lieber mit Freunden und Familie vom Acker machen, statt mich enthaupten zu lassen. Du etwa nicht? Ich mag dieses Fleckchen Erde hier ja ganz gerne, aber ich würde bestimmt nicht meins oder das Leben meiner Familie dafür geben wollen.
Der ein oder andere mag sich ja aus welchen Gründen auch immer dazu berufen fühlen, seinen Acker mit seinem Leben zu verteidigen. Aber muss ich das deshalb auch?
Entschuldige, hatte Dich im Eifer überscrollt.

Naja, ist eben Einstellungssache. Ich möchte sicherlich nicht der einzige sein, der sich gegen eine Übermacht erhebt. Aber einfach zu flüchten wäre auch nicht meins. Ich meine - egal wohin ich komme, ich habe dann nichts. Und ich bin überall Ausländer außer in meiner Heimat. Das werde ICH auch immer bleiben. Meine Kinder womöglich nicht, aber ich schon.

Ich kann Dir nicht sagen, ob ich mit einer Waffe kämpfen würde. Wäre vermutlich nicht mein Ding. Aber es gibt halt andere Möglichkeiten, einem Aggressor ordentlich den Magen zu verderben. Womöglich sogar so sehr, dass er von dem Land ablässt. Was ich genau tun würde, kann ich jetzt nicht sagen. Und ich will auch nicht sagen, dass eine Flucht für mich nicht in Frage käme. Nur stünde die Option ziemlich weit hinten.

Ist die Ironie meines postin´s nicht durchgedrungen ^^
Doch doch :)
 
Naja, ist eben Einstellungssache.
Ich sags mal so: Wenn ich Bilder aus Syrien sehe, und damit meine ich jetzt nicht Staubwolke am Horizont auf Tagesschau.de, und mir innigst vorstelle da leben zu müssen, würde ich, wenn ich die Möglichkeit hätte alle, die mir lieb und teuer sind mitzunehmen, lieber nach Alaska gehen und im Erdloch von Wurzeln und Eidechsen leben.

Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich den Gedanken bei all dem Wahnsinn manchmal jetzt schon ganz verlockend finde. ;)
 
@aessitt
Ich sags mal so: Wenn ich Bilder aus Monaco sehe, und damit meine ich jetzt nicht die Werbung der Geissens für verivox, und mir innigst vorstelle da leben zu können, würde ich, wenn ich die Möglichkeit hätte alle, die mir lieb und teuer sind mitzunehmen, lieber dahin gehen und in Monte Carlo von Champus und Kaviar leben, als hier von HartzIV.

Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich den Gedanken bei all dem Wahnsinn manchmal jetzt schon ganz verlockend finde, dort Asyl zu beantragen.
:mrgreen:
 
Hartz IV- und Bürgerkrieg-Vergleich, im ernst?
Nein nur eine Verbesserung. Das, was sich Alle wünschen. Und meiner Ansicht nach ist das Leben in Deutschland schon gut Bürgerkriegsverdächtig. Und auf eine Steigerung würde ich auch nicht warten wollen.
Seit jeher leben die Syrer nicht im Luxus ( im Deutschlandvergleich ) und eine Ruhe im Nahe Osten ist auch schon sehr lange her. Wenn überhaupt. Es geht um das was bis dato Standart war und der Wunsch oder Griff nach weitaus Höherem.
Es ist eine Persiflage und natürlich nicht allzu ernst gemeint. ;)
 
"Pff, irgendwelche Wüstenstaaten. Is doch eh alles das gleiche. Und ihr habt doch da unten sowieso ständig Krieg, was regt ihr euch eigentlich so auf"? :sick:
Du bist der, der sich aufregt. Und nur für Dich war mein statement.
Setzt Dir ein Nudelsieb auf und beruhige Dich wieder ;) Es wird nicht immer Alles so heiss gegessen, wie es gekocht wird.
 
Ich sags mal so: Wenn ich Bilder aus Syrien sehe, und damit meine ich jetzt nicht Staubwolke am Horizont auf Tagesschau.de, und mir innigst vorstelle da leben zu müssen, würde ich, wenn ich die Möglichkeit hätte alle, die mir lieb und teuer sind mitzunehmen, lieber nach Alaska gehen und im Erdloch von Wurzeln und Eidechsen leben.
Nun ist es aber trotzdem Heimat für die Leute. Kaputte Heimat, aber es sah in Deutschland nach 1945 nicht viel besser aus. Eigentlich sieht es während und gleich nach einem Krieg nirgends wirklich berauschend aus. Es wird viel Kraft und Mühe kosten, erst die wahnsinnigen Aggressoren zu vertreiben oder sie zu hrem Schöpfer zu schicken und danach das Land wieder in einen Zustand zu bringen, der es lebenswert macht. Allerdings war es unter Assad ja auch kein Urlaubsparadies, das wollen wir mal fest halten.

Dazu kommt ja, dass es ihnen hier auch nicht so viel besser gehen wird, zumindest nicht der Masse. Ein paar gute Leute werden womöglich Arbeit finden (und hoffentlich dabei keinem Deutschen den Job weg nehmen, sonst rechnet es sich wieder nicht), aber die Masse wird ohne Job sein. Und sie werden auf den Tag warten, da der Krieg vorbei ist und sie wieder nach Hause geschickt werden. Dann tauchen sie entweder unter und leben von ihren Kindern (weil die vielleicht ein Visum bekommen haben, weil sie Arbeit haben) oder müssen kriminell werden. Oder sie sie reisen zurück, haben nichts hier und gehen nach Hause und haben wieder nichts. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich in der alten Heimat eine neue Existenz aufbauen können (und nebenbei auch WEIT mehr gebraucht werden als hier), ist wohl ungleich höher.

Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich den Gedanken bei all dem Wahnsinn manchmal jetzt schon ganz verlockend finde. ;)
*lach* Also ich gestehe, der (gedanklichen) Romantik, irgendwo in der Wildnis, weit weg von jedwedem Pack und anderen Menschen zu leben, gelegentilich zu erliegen. Aber wenn ich mir dann überlege, dass ich alles verkaufen oder verschenken muss, was ich habe und mich fortan nur noch von Pilzen, Beeren und vielleicht Fisch zu ernähren - naja, dann ertrage ich "Menschen" halt lieber noch ein wenig länger. Außerdem weiß man ja nicht, wann Yellowstone hoch geht. Bei meinem Glück genau dann, wenn ich meine Blockhütte fertig habe...
 
Da ich in meinem statement, auf dass Du Dich mit Deiner Antwort beziehst, nicht expelziet von der Asylpolitik oder Flüchtlingen geredet habe, stimme ich Dir zu ;). Aber Dein Eindruck plus die vielen anderen Umstände zwingen mich, eben auch einmal NEIN sagen zu dürfen.
Mein Problem: Warum erst jetzt und in dieser Vehemenz und gegen ganz arme Schweine?

Es gibt doch schon bereits Demos zu diesen "Missständen".
Gibt es die, in welchem Umfang und durch wen?

Helfen ist gut. Aber gesittet, geplant und zielgerichtet. Und die politischen Beschwichtigungs"parolen" der "Obrigkeit" , beschwichtigen mich leider nicht :( .
Die Beschwichtigungsparolen beschwichtigen mich auch nicht. Aber vorallem beunruhigt mich die Hetze der Obrigkeit, vorallem die der CSU. Sie etabliert die Hetze damit in der Gesellschaft und sie sorgt dafür, dass es das Versagen der Obrigkeit kaschiert.

Fremdenfreundlichkeit ?!, versuchen wir nicht unsere Kinder sicher zu erziehen ? Erklären ihnen bei Fremden, vorallem, Netten, Vielversprechenden oder Denen mit Geschenken, vorsichtig zusein ?
Wir wollen damit Kinder vor Sexualstraftätern schützen. Du willst jetzt aber nicht Flüchtlinge mit denen gleichstellen?
Achso, der obligatorische Link für dieses Argument.

Aber das hatten wir ja schon.
Ja, das hatten wir schon. Halte ich immer noch für großen Blödsinn. Du machst den Flüchtlingen aus Nazi-Deutschland zum Vorwurf, dass sie nicht geblieben sind und ihren Landsleuten und ihrem Land geholfen haben. Du machst Flüchtlingen aus Syrien den Vorwurf, dass sie nicht gegen den grausamen Terror der IS kämpfen. Ernsthaft? Gilt das dann nicht auch für DDR-Flüchtlinge? Oder gar jeden Deutschen, der nur aus wirtschaftlichen Gründen seine Heimat oder gar sein Land verlässt? Deren Ausgangssituation ist um ein vielfaches einfacher; sie könnten leichter ihrer Heimat / ihrem Land helfen.
 
Gilt das dann nicht auch für DDR-Flüchtlinge?
Für jene, die alles zurück gelassen haben und als erste über Unganr nach Österreich geflüchtet sind? Ja, natürlich!

Denken wir mal weiter - alles rein theoretisch. Wenn sich der Schabowski nicht verplappert hätte - oder es nicht so zweideutig auf seinem Zettel gestanden hätte, dann hätte man die Leute nach Ungarn ziehen lassen, bis die Flut abgeebbt war. Dann hätte man die Grenze wieder befestigt und hätte auf einen Schlag eine schön "ausgedünnte" Montagsdemo gehabt. Nicht jeder konnte oder wollte Hals über Kopf das Land verlassen. Die allermeisten Leute hatten etwas zu verlieren. Wenn also die DDR "bereinigt" gewesen wäre um die schlimmsten Nörgler, dann hätte man mit ein paar Tausend Menschen weniger wieder schön so weiter machen können wie bisher. Im Grunde gilt daher der Vorwurf diesen Leuten natürlich genauso - zumindest aus meiner Sicht. Alternativ hätten sie weiter demonstrieren können bis die Mauer gefallen wäre.
 
Für jene, die alles zurück gelassen haben und als erste über Unganr nach Österreich geflüchtet sind? Ja, natürlich!

Denken wir mal weiter - alles rein theoretisch. Wenn sich der Schabowski nicht verplappert hätte - oder es nicht so zweideutig auf seinem Zettel gestanden hätte, dann hätte man die Leute nach Ungarn ziehen lassen, bis die Flut abgeebbt war. Dann hätte man die Grenze wieder befestigt und hätte auf einen Schlag eine schön "ausgedünnte" Montagsdemo gehabt. Nicht jeder konnte oder wollte Hals über Kopf das Land verlassen. Die allermeisten Leute hatten etwas zu verlieren. Wenn also die DDR "bereinigt" gewesen wäre um die schlimmsten Nörgler, dann hätte man mit ein paar Tausend Menschen weniger wieder schön so weiter machen können wie bisher. Im Grunde gilt daher der Vorwurf diesen Leuten natürlich genauso - zumindest aus meiner Sicht. Alternativ hätten sie weiter demonstrieren können bis die Mauer gefallen wäre.

Meine Fresse, was für ein Quatsch. Die Flüchtlinge hatten also nichts zu verlieren? Nörgler? Nur "ein paar Tausend"?
 
De Maizière: Finanzielle Anreize lösen Sogeffekt aus

Folgende News wurde am 02.09.2015 um 22:51:17 Uhr veröffentlicht:
De Maizière: Finanzielle Anreize lösen Sogeffekt aus
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Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat seine Forderung bekräftigt, die Geldleistungen für Asylbewerber auf den Prüfstand zu stellen. Anstelle von Bargeld sollten die Flüchtlinge mehr Sachleistungen und Gutscheine erhalten. Das sagte der CDU-Politiker bei der Aufzeichnung der ZDF-Sendung «Was nun, Herr de Maizière?». «Wir haben Anreizsysteme, was die Asylstandards angeht, die lösen einen Sogeffekt aus.» So bekomme ein*Asylbewerber aus einem Balkanstaat mit Familie pro Monat rund 1000 Euro Taschengeld, etwa das Doppelte eines durchschnittlichen Einkommens in der Heimat.
 
Meine Fresse, was für ein Quatsch. Die Flüchtlinge hatten also nichts zu verlieren? Nörgler? Nur "ein paar Tausend"?
Na wenn Du mich jetzt zwingen willst, für alle zu sprechen, muss ich passen. Ich bin nicht abgehauen, meine Familie auch nicht. Keiner aus meinem Freundeskreis. Nicht mal die, die schon seit 2 Jahren einen Ausreiseantrag gestellt hatten und sowieso jeden Tag mit der "Abschiebung" rechnen mussten. Waren fast alle bei den Demos dabei.

Ich habe keine Ahnung, was die Leute geritten hat, wie die Tiere die Republik zu verlassen. Wer mir sagt, dass es ihm so schlecht ging, dass er alles zurück gelassen hat und Hals über Kopf ins Ungewisse flüchten musste, nehme ich nicht ernst. Klar mag es Ausnahmen geben. Vielleicht war der eine oder andere darunter, der wirklich von der Stasi verfolgt war und der fürchten musste, dass sich so eine Gelegenheit nicht wieder ergibt. Aber das trifft sicherlich nicht auf die tausenden zu, die da die Grenze buchstäblich nieder gerissen haben.

Keiner von "uns" war ein Fan der DDR, so weit ich weiß war auch keiner in der Partei oder für die Stasi beschäftigt. Und trotzdem hatte es keiner derart eilig, dass er praktisch sein bisheriges Leben weg schmeißt, nur für ein paar Bananen und Erdbeeren zu Weihnachten. Aber gut, warum erzähle ich das überhaupt. Ist ja wurscht, in den Geschichtsbüchern steht es verutlich anders und deshalb ist es ohnehin egal, was ich hier schreibe :) Wünsche eine gute Nacht zusammen :)
 
Mein erster Besuch in der DDR bei meiner Verwantschaft war ein Kulturschock 1990 da war ich 7 jahre alt und habe Geschäfte erlebt in denen es nichts zu kaufen gab. Mein Opa war geschockt das viele Teile der DDR noch genauso aussahen wie nach Kriegsende und die Infrastruktur war katastrophal. Der Sommer damals war sehr heiss und als ich ein Eis in einem Laden kaufen wollte durfte ich zwischen roter und grün-

er Götterspeise wählen. Ich werde auch nie im Leben unseren weissen Polo vergessen der den ersten Auflug in den Osten über die hunderte Kilometer Kopfsteinpflaster nicht überlebt hat.

Mein Urgrossvater hat für das MFS gearbeitet und war einer von diesen Steinalten Menschen die ihr eigenes Volk als kriminelle betrachtet haben die zu ihrem eigenen Wohle am besten totalüberwacht werden mussten.

Die DDR war ein absoluter unrechtsstaat und Photon wundert sich heute noch das Leute aus einem Land geflohen sind in dem Man zum Beispiel nicht studieren durfte wenn man einer Religion angehörte oder nicht vollkommen homogen und angepasst war an das System?



Dann lese ich hier immer wieder so parolen raus wie " Wir haben Deutschland nach dem Krieg ja auch wieder aufgebaut" Das erweckt immer den Eindruck als hätte man im Mai 1945 von München aus die Nordsee sehen können ,weil alles weggebombt gewesen war. Das war überhaupt nicht der Fall. Mal abgesehen von den in Schutt und Asche gebombten Grossstädten war der rest des Landes zum Glück noch relativ intakt und auch schnell wieder aufgebaut.



In Syrien oder dem Irak kann man im Moment nicht gross aufräumen dort herrscht noch Krieg Ihr ... und natürlich kommen die Leute auch zu uns aber auch nach Schweden und in andere Industrienationen und wenn Jordanien es schafft Millionen an Kriegsflüchtlingen aufzunehmen dann schaffen Wir das auch ohne dabei unter zugehen.
 
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Ich weiß jetzt schon, dass ich es bereuen werde, Dir zu antworten, aber sei es drum. Bei so viel ... kruden Dingen kann ich nicht anders.

Mein erster Besuch in der DDR bei meiner Verwantschaft war ein Kulturschock 1990 da war ich 7 jahre alt und habe Geschäfte erlebt in denen es nichts zu kaufen gab.

Soso. Also auch wenn wir in Berlin wohl "priviligierter" waren als andere Orte: Ich hatte ja auch Verwandtschaft in Dresden und Rostock. Nirgends gab es "nichts". Wenn es um spezielle Waren ging, dann hatte man in Berlin sicherlich die besten Aussichten, die zu bekommen. Aber sonst? Keine Ahnung, wo ihr wohl wart, wo es "nichts" gab und noch immer wie nach dem Krieg aussah. Habt ihr vielleicht versehentlich Urlaub im verminten Mauerstreifen gemacht?



Die DDR war ein absoluter unrechtsstaat und Photon wundert sich heute noch das Leute aus einem Land geflohen sind in dem Man zum Beispiel nicht studieren durfte wenn man einer Religion angehörte oder nicht vollkommen homogen und angepasst war an das System?

In meiner Klasse hatte ich eine Mitschülerin, deren Vater ein evangelischer Pfarrer war. Sie hat Abitur gemacht und durfte auch studieren, obwohl sie sich geweigert hat, in die FDJ einzutreten (was allerdings nicht auf meine Kanzlerin zutrifft). Homogen war keiner von uns, was auch immer das bedeuten soll in Deiner Welt. Sicherlich hat man sich an das System angepasst, wie man es heute ja auch tut. Man hat ja schließlich in diesem Staat gelebt.



Und "absoluter Unrechtsstaat" - ja, so steht es geschrieben. Ich hatte eine wunderbare Kindheit ohne Drogen, Pornos und Jugendgangs, dafür mit kostenloser Musikschule und Sportvereinen. Es mag auch sein, dass die DDR in den 50er, 60er und 70er Jahren eine andere war als in den 80ern, aber wer sich an die Gesetze gehalten hat, hat auch da kein schlechtes Leben gehabt. Das ist heute aber auch nicht anders.



Das einzige waren die Nachrichten, von denen jeder wusste, dass sie zensiert waren. Deswegen hat so gut wie niemand "Ostfernsehen" geschaut, höchstens wenn man sich darüber mal wieder amüsieren wollte, welcher VEB wohl wieder um wieviel Prozent seinen Plan übererfüllt hat. Und es war auch immer einen Lacher wert, sich den "Schwarzen Kanal" anzuschauen mit Karl eduard von Schnitzler. Konnte kaum jemand glauben, dass jemand so verbohrt und weltfremd sein konnte und jedwede Nachricht auch noch so umdeuteln konnte, dass es in die DDR Propaganda passt. Aber selbst die Leute "im Tal der Ahnungslosen" haben den Blödsinn nicht abgekauft...



Dann lese ich hier immer wieder so parolen raus wie " Wir haben Deutschland nach dem Krieg ja auch wieder aufgebaut" [...] Mal abgesehen von den in Schutt und Asche gebombten Grossstädten war der rest des Landes zum Glück noch relativ intakt und auch schnell wieder aufgebaut.

Mag ja sein. Dann gab es halt ein wenig weniger wiederaufzubauen. Der größte Teil meiner Familie lebte in Berlin, ein kleinerer Teil in Dresden und Rostock. Da gab es nicht mehr viel. Das waren Schutthaufen, brennende Ruinen. Weil sich eben der Zorn der Sieger vor allem in Berlin und Dresden entlud.Gut zu wissen, dass der Bauer in Klein-Kleckersdorf noch seinen Trekker hatte und sein Haus. Aber Millionen von anderen Menschen, vorzugsweise Frauen und Kinder, waren entweder obdachlos oder haben in den letzten noch verbliebenen Wohnungen zusammengepfercht gehaust und sind durch die Ruinen gezogen und haben nach brauchbarem gesucht.



In Syrien oder dem Irak kann man im Moment nicht gross aufräumen dort herrscht noch Krieg Ihr ... und natürlich kommen die Leute auch zu uns aber auch nach Schweden und in andere Industrienationen und wenn Jordanien es schafft Millionen an Kriegsflüchtlingen aufzunehmen dann schaffen Wir das auch ohne dabei unter zugehen.

Man, Deine Rechtschreibung ist aber auch haarscharf an der Unverständlichkeit. Ok, musste es zwar zwei Mal lesen, aber jetzt weiß ich auch, was Du wohl stammeln wolltest. Also ja, Du hast die Lage messerscharf analysiert und erkannt - es ist da noch Krieg. Und wenn sich niemand gegen den IS stellt, wird der auch so weiter machen, bis er am zauberhaften Bodensee ankommt. Oder vielleicht auch erst in Spitzbergen. Vor einem Feind, der die Welt in ein Kalifat zwingen will, kann man de facto nicht weglaufen. Man kann bestenfalls die Konfrontation hinaus zögern, was derzeit wohl die meisten Nationen der Welt tun. Türkei ist zu dicht dran und kann nicht mehr anders. Es werden andere folgen.



Klar braucht man folglich da jetzt noch nicht aufräumen, auch das hast Du erstaunlich gut erkannt. Jetzt wäre die Zeit des Kampfes und des Widerstandes. Danach würde irgendwann der Wiederaufbau folgen.
 
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@perlini,
da zu Deinem Skip der Antifaschist steht, werden mir die Verallgemeinerungen klar.
Ein NEIN heisst zwangsläufig nicht immer GEGEN. Es geht mir um die Freiheit der Wahl. Und um dies äussern zu dürfen ohne gleich beleidigt, gegängelt oder für dumm gehalten zuwerden.
Hetze ist Ansichtssache. Die Äusserungen scheinen nicht im rechtlich-relevante Sinne Hetze zusein, da noch keine Verfolgungsbehörde aktiv wurde. Hetze vielleicht in Deinem ( Eurem ) Sinne, da die politische Motivation nicht die Eure ist und die Ansichten verschieden.
Zu den Missständen, ich meinte die ANDEREN Missstände. Nicht die Asyldebatte ;) Also missverstanden oder von mir ( eher der Fall ) falsch formuliert. Dafür sorry.
Zur "Fremdenfreundlichkeit" waren meine Anmerkungen der VORSICHT gedacht, oder erklärst Du einer 3-Jährigen was ihr Alles im Detail passieren könnte ?
@all, und der Vergleich zum III. Reich hinkt immer wieder. Ihr fahrt nach Italien in den Urlaub. Kauft Produkte aus Japan. DIe Achse des Bösen, schon vergessen ? Da kräht aber kein Hahn weltweit nach.
Also nehmt die Umstände von heute, gleicht sie mit den heutigen Gesetzeslagen ab und das Ergebnis ist einer freiheitlichen Demokratie würdig. :-?

Was erwartest du denn? Ich spreche davon sich mal ernsthaft vorzustellen wie es ist in einer Welt zu leben, in der deine Nachbarn bei dir im Vorgarten verstreut liegen und du kommst mit irgendeinem lächerlichen Vergleich und dekadenten Sprüchen um die Ecke.
Jede Nacht stelle ich mir das vor. Nur muss ich zugeben, ich würde für meine Heimat kämpfen. Und um es wiederholt zu erwähnen:
Es geht mir nicht um einen Stop oder der Ausweisung Aller ( Flüchtlinge ). Das habe ich nie behauptet oder geschrieben. Ich ägere mich über die Politik ( europaweit ) dass sie kein Mittel findet die Massenzustrom zu stopen, einzudämmen oder gar zu regulieren. Ich bin für Abschiebung der "Abgelehnten" sofort. Und das auf der gesetzlichen Grundlage das sie nicht asylberechtigt sind.
 
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