... auch wenn ich diese Aktion ausnahmsweise mal geil finde.

Nicht alles was die Antifa macht, endet in brennenden Barrikaden. ;)

Es ist allerdings sehr besorgniserregend, dass die Polizei oft hilflos neuen Anforderungen gegenüber steht. Sei es aus Personalmangel oder weil sie mit veränderten Situationen nicht umzugehen wissen.

Sie ist weder an neuen Anforderungen gescheitert, noch am Personalmangel, noch an veränderten Situationen.
Sowohl von Braunschweig als auch Frankfurt bin ich es gewohnt, das, basierend auf Teilnehmerprognosen, ausreichend Einsatzkräfte vor Ort sind, die so bemessen sind, dass sie auch auf unvorhergesehenes reagieren können.

Ich sehe, was das sächsische Innenministerium auffährt, wenn Legida durch die Straßen zieht.

Letzte Woche wurden Teilnehmer, die am Flüchtlingsheim standen, auf dem Heimweg tätlich angegriffen, es gab zerstochene Autoreifen.

Trotzdem standen am Freitag nichtmal 100 Polizisten vor Ort, wenn es 70 waren, waren es viel.
Um den Heimweg zu sichern, mussten Einsatzkräfte nachgefordert werden, und auch dann ging die Abreise nur gruppenweise.

Am Ende des Abends blieben 10 - 12 Polizisten zur Sicherung der Unterkunft zurück, wohlwissend, dass 50 bis 70 besoffene gewaltbereite "Bürger" unterwegs waren.

Das in Vergleich zu Legida, was ~100 km entfernt stattfindet, ist entweder pure Blödheit, oder der politische Unwille, dort durchzugreifen.

Zwei Hundertschaften, ein Zug BFE, dazu bemächtigt, H****r-Grüßer aus der Menge zu ziehen und das Ding würde ganz anders laufen.
Klar, würde das die NPD ausnutzen, "Sachsen prügeln gegen Sachsen, weil Frankfurter da waren." aber drauf geschissen, rechtlich ist sowas möglich.
Auf Grund der personell falschen Entscheidung mussten die Polizisten eh gegen Freitaler pfeffern, da hätte man auch nen richtigen Einsatz draus machen können.

Ob das eben objektiv war oder nicht, sei dahingestellt, Fakt ist, bei den am Freitag herrschenden Mengenverhältnissen von ~ 4:1, wäre es ein einfaches gewesen, die Polizei zu überrennen, und es den "besorgten Bürgern" mal richtig zu besorgen.
Gut, darauf war keiner erpicht, fähig dazu waren mehr als genug.
Und das kann, egal wer sich welchem Lager zurechnet, nicht sein.
Das ist grob-fahrlässiges Handeln der Polizeiführung.

Wenn andere wegen ihrer Meinung ihrer Rechte und Freiheiten beraubt werden und zu Straftaten aufgerufen wird, dann zählt das für mich schon zu Extremismus.

Ich mag diese Verbissenheit. :mrgreen:
Seit wie vielen Jahren ist es eine sportliche Herausforderung, dem anderen Fanclub das Banner zu klauen?
Klar ist das Diebstahl/Sachbeschädigung, aber alles halb so wild.

Sind die Polizei/Ordnungsamt dann auch Pegida-Anhänger, weil sie die Demos erlauben?

Nööö, aber wenn die Polizei zur Räumung einer Sitzblockade mit 30 Leuten 90 Minuten braucht, dann kann man denen schon unterstellen, dass sie nix dagegen haben, wenn man ne *gida blockiert.

Jeder der nicht meiner Meinung ist, muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Gabs das nicht schonmal?

"Mit allen Mitteln" - meinst Du nicht, dass Du Dich gerade etwas lächerlich machst?
Schau Dir mal auf Demos wie letztens in Frankfurt den autonomen Block an, dann kämst Du in die Nähe von "mit allen Mitteln".

Mir geht diese ganze Flüchtlingsdebatte so am Arsch vorbei! Warum?
Weil ich habe kein Bock in irgendeins dieser Lager geschoben zu werden, wie es genau jetzt geschehen ist, nur weil ich etwas gegen Straftaten schrieb :roll:
Und dann wundern sich die Beteiligten, warum der Großteil der Bürger tatenlos zuschaut bzw. wegschaut. :yawn:

Wenn Leute wie Du sich ja mal ein bissl für Politik und jüngere Geschichte interessieren würden und dann nicht mit dem Arsch auf dem Sofa kleben würden, dann hätten beide extremen/radikalen Gruppen nix zu melden.
Die ganze Scheiße läuft aktiv seit nem dreiviertel Jahr.
Alles was man bisher von "den Bürgern" gehört hat war:
- Das sind nur ein paar.
- Das verläuft sich.
- Das ist regional begrenzt.
- Das sind besorgte Bürger, die tun nix.
- Wenn man die ignoriert, hört das auf.

Und wohin hat uns das bürgerliche Desinteresse gebracht?
Am Wochenende brannten in Lübeck und Meißen zwei zukünftige Flüchtlingsheime, in Freital stehen "besorgte Bürger" Hoyerswerda-like vor nem Flüchtlingsheim und brüllen "Ausländer raus!".

Ist es denn so schwer, auf die Straße zu gehen und zu sagen "In unserem Grundgesetz ist das Recht auf Asyl verankert und ich bin dafür, dass jeder Flüchtling das Asylverfahren ungehindert und ergebnisoffen durchläuft!"?
Wenn das auch nur jeder zehnte Bürger gemacht hätte, gäbe es diesen ganzen Scheiß nicht.

Ich kenn genau gar keinen Antifa, dem das, was hier grad läuft, auch nur noch ansatzweise Spaß macht.
Da ist so ein Video echt was erheiterndes.

Mal offen und ehrlich von Alt-Klammer zu Alt-Klammer:
Entweder das Bürgertum, also auch Du, setzt sich für das Grundgesetz und dessen Umsetzung ein was Flüchtlinge anbelangt, dann haben wir mehr Freizeit.
Oder das Bürgertum lässt es bleiben, dann machen wir den Job, aber dann hat auch das Bürgertum kein Anrecht auf Kritik.
Ich brauch kein Bürgertum, was in nem halben Jahr Lichterketten für verbrannte Flüchtlinge baut, weil die brennenden Flüchtlinge kann man jetzt noch verhindern.

gruss kelle!
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht alles was die Antifa macht, endet in brennenden Barrikaden. ;)
...aber gern schonmal mit Pflastersteinen, die wahllos in die gegnerische Demo geschmissen werden...

Sie ist weder an neuen Anforderungen gescheitert, noch am Personalmangel, noch an veränderten Situationen.
[...]
Das ist grob-fahrlässiges Handeln der Polizeiführung.
Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Ich will mich darauf verlassen, dass die Polizei jedwede Gewalt (besonders wenn sie in dieser Form absehbar und angekündigt ist!) verhindert. Ich erwarte auch von der Justiz, dass sie da viel härter durch greift. Das erwarte ich nicht nur als Steuerzahler, sondern auch als Bürger Deutschlands. Und Du hast völlig recht: Jeder sollte das Recht haben, den Asylprozess ungehindert zu durchlaufen.

Wenn Deutschland dazu personell nicht in der Lage ist, dann muss man eben aufstocken. Auch die Politik muss viel zügiger handeln, wenn es darum geht, Länder aus osteuropa zu sicheren Staaten zu erklären. Mag ja sein, dass da die Straßen nicht mit Gold gepflastert sind, aber verfolgt und verhungern wird dort auch niemand.

Weißt Du, so lange die Antifa sich gewaltfrei vor so einem Heim aufbaut, bin ich ein ganz großer Fan der Antifa. DA würde ich sogar mitmachen. Leider habe ich es selbst erlebt (und noch viel öfter von Leuten gehört), wie sie halt austickt und letztlich nicht mehr als ein stumpfer Haufen gewaltbereiter und -liebender Chaoten ist, die sich in absolut gar nichts ihren rechten Pendants nachstehen. Theoretisch, und auch da gebe ich Dir auch recht, dürfte es nicht der radikale Linksaußen-Flügel der Gesellschaft sein, der sich womöglich noch als (einzig wahre) Polizei versteht, sondern der normale Bürger müsste dort stehen. Und wenn der nicht dort steht, dann aber der vom normalen Bürger durch sein Steuergeld entlohnte Polizist und zwar in ausreichender Zahl. Traurig, dass es offensichtlich anders ist. Aber deswegen werde ich es noch lange nicht gutheißen, dass den Job ein durchradikalisierter Mob übernimmt.

Es scheint ja fast so, als wollte man es provozieren, dass ein Unglück passiert...
 
Entweder das Bürgertum, also auch Du, setzt sich für das Grundgesetz und dessen Umsetzung ein was Flüchtlinge anbelangt, dann haben wir mehr Freizeit.
Sowohl von Braunschweig als auch Frankfurt bin ich es gewohnt, das, basierend auf Teilnehmerprognosen, ausreichend Einsatzkräfte vor Ort sind, die so bemessen sind, dass sie auch auf unvorhergesehenes reagieren können.
Stellt sich doch die Frage, wenn üblicherweise genug Einsatzkräfte vor Ort sind, was Ihr dann da wollt?
Oder das Bürgertum lässt es bleiben, dann machen wir den Job, aber dann hat auch das Bürgertum kein Anrecht auf Kritik.
Nichtstaatliche Polizeiorganisation ohne Kontrollinstanz? Komm schon Kelle.
 
Stellt sich doch die Frage, wenn üblicherweise genug Einsatzkräfte vor Ort sind, was Ihr dann da wollt?

Auf Demos? Im allgemeinen demonstrieren.

Nichtstaatliche Polizeiorganisation ohne Kontrollinstanz? Komm schon Kelle.

Neee, nix nichtstaatliche Polizeiorganisation.
Wer stellt sich denn Ausländer- und Islamfeinden in den Weg, wenn der brave Bürger wie kbot mit dem Arsch auf dem Sofa klebt?
Wer stellt sich denn vor nen Flüchtlingsheim, wenn es von Faschos bedroht wird und der brave Bürger wie kbot mit dem Arsch auf dem Sofa klebt?

gruss kelle!
 
Also ich würd mich auch auf keine solche Verantaltung stellen. Weder auf der einen, noch auf der anderen Seite. Der Grund? Ich hasse eindimensionales schwarz/weiß Denken. Die Flüchtlingsdebatte ist ein Thema welches so viele Facetten hat und in fast allen Bereichen nur auf der schwarz/weiß Ebene geführt wird.
Ich finde die Denkweise der Nationalglatze genauso abregend wie die des Antifahirnis. Ich finde aber die des jungen Studenten der will, dass sich alle lieb haben genauso liebenswürdig wie die der alten Dame die Angst um ihre persönliche Sicherheit hat.
Mir tun die "echten" Kriegsflüchtlinge genauso leid wie die unter Kopftücher und Burkas gezwungenen Frauen denen von ihren dominanten Islam-Silberrücken keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben gegeben wird. Beide haben meine volle Unterstützung.
Ich finde die bürokratischen Hürden für Menschen die unsere Hilfe brauchen weil sie aus Angst um ihr Leben geflüchtet sind genauso ablehnenswert wie z.b. die zugewanderten Drogendealer die in so ziemlich jeder Großstadt verschiedene U-Bahnhaltestellen ziemlich unbehelligt "besetzt halten".
Ich habe genauso viel Verständnis für den Zorn des deutschen Rentners der nach 40 Jahren Arbeit auf Hartz 4 Niveau hausen muss wie für den des Flüchtlings der unter Umständen von dem Krieg in seinem Land einem studierten Beruf nachging und hier vielleicht mal dafür ein FOR bescheinigt bekommt womit er quasi nichts anfangen kann.
Das hat alles so viele Facetten, ich könnte noch ewig weiterschreiben. Ich behaupte mal, dass quasi keiner der sich sowohl auf der einen, als auch auf der anderen Seite auf solche Veranstaltungen stellt und vollster Überzeugung, dass er - und nur er - die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und zu "den Guten" gehört sich über all das jemals Gedanken gemacht hat. Sonst würde nämlich zumindest teilweise Verständnis für den Gegenüber aufkommen... und welcher Vollblutdemonstrant der was auf sich hält will denn bitte solche Gedanken aufkommen lassen?;)
 
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Ich hasse eindimensionales schwarz/weiß Denken.

...

Ich behaupte mal, dass quasi keiner der sich sowohl auf der einen, als auch auf der anderen Seite auf solche Veranstaltungen stellt und vollster Überzeugung, dass er - und nur er - die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und zu "den Guten" gehört sich über all das jemals Gedanken gemacht hat. Sonst würde nämlich zumindest teilweise Verständnis für den Gegenüber aufkommen... und welcher Vollblutdemonstrant der was auf sich hält will denn bitte solche Gedanken aufkommen lassen?;)

Der nächste, der sich lächerlich macht.
Manmanman, ich bin gegen schwarz/weiß Denken, aber alle die da rumstehen. :wall:

Und nur nochmal zur Info: In Freital geht es nicht darum, wie lange ein Asylverfahren dauern soll, oder dass Asylbewerber weniger kriminell sind als Sachsen, dort geht es darum, dass Faschos das Heim belagern und ggf. angreifen wollen.

Aber ja, das ist schwarz/weiß denken.

Hauptsache Du kriegst zur Lichterkette Deinen Arsch hoch.

gruss kelle!
 
Also ich würd mich auch auf keine solche Verantaltung stellen. Weder auf der einen, noch auf der anderen Seite. Der Grund? Ich hasse eindimensionales schwarz/weiß Denken. Die Flüchtlingsdebatte ist ein Thema welches so viele Facetten hat und in fast allen Bereichen nur auf der schwarz/weiß Ebene geführt wird. [...]
Die Flüchtlingsdebatte ist sicherlich ein Thema, wo man viel diskutieren kann und auch noch muss. Auch weil in dieses Thema derzeit alles rein gequirlt wird, was irgendwie mit dem Ausland zu tun hat. Bei dem Thema gibt es viele Facetten.

Was allerdings nur exakt 2 Facetten hat ist die Frage, ob man es zulassen will, dass Menschen andere Menschen in Brand setzen. Und um mehr geht es hierbei gar nicht. Will sagen, dass es (theoretisch) auch passieren kann, dass von den Asylbewerbern kein einziger das Asyl bewilligt bekommt und wieder ausgewiesen wird. Ich will auch gar nicht wissen, wieviele aus Osteuropa vor ihrem 36-Zoll-Fernseher fliehen, weil sie gehört haben, dass es hier schon 65-Zoller gibt (Metapher). Aber insofern vertraue ich dem Asylverfahren, dass Bedürftige von Dreckspack getrennt wird.

Aber was dann nach dem Verfahren (wie lange es auch dauert) mit denen passiert, ist ja erst das nächste Thema. Und mal ganz davon abgesehen was ein brennendes Asylantenheim im Ausland für eine Wirkung hat, halte ich es auch einer freiheitlichen Gesellschaft der mündigen Bürger für unwürdig.

Ich hätte sogar noch Verständnis, wenn es ein Heim für (ausländische) Straftäter wäre. Zwar kann man auch dann nicht gutheißen, wenn ein wütender Mob das "Recht" selbst in die Hand nimmt, aber das könnte ich zumindest noch verstehen. Aber Leute, von denen man de facto nichts weiß, deren Leben man gar nicht kennt, so zu begegnen, ist schon allerletzte Schublade. Nur mal angemerkt: Snowden ist derzeit auch Asylant. Ich stelle mir gerade vor, wenn man ihn als Dankeschön dafür, dass er die letzte große Sauerei der USA aufgedeckt hat, hier erstmal verbrannt hätte.

Also ganz ehrlich: Bei der Beurteilung, ob ein Asylantenheim angegriffen, gestürmt, womöglich angezündet oder anderweitig zerstört werden soll, gibt es keine "vielen Facetten". Da kann man als Mensch eigentlich nur dagegen sein. Da ist eigentlich jede Diskussion überflüssig.
 
Also ganz ehrlich: Bei der Beurteilung, ob ein Asylantenheim angegriffen, gestürmt, womöglich angezündet oder anderweitig zerstört werden soll, gibt es keine "vielen Facetten". Da kann man als Mensch eigentlich nur dagegen sein. Da ist eigentlich jede Diskussion überflüssig.

Aha es gibt also keine Facetten? Also ist ein abgebranntes Asylantenheim (in Planung und ohne Einwohner) für dich das gleiche wie eines, in dem Menschen wohnen?

Natürlich muss man dagegen sein, dennoch gibt es unterschiede in der Behandlung der Täter. Lynchjustiz und Mobverhalten statt auf die Polizei zu vertrauen ist einfach ein Ding des Mittelalters und sollte es nicht geben, solange nicht wirklich Gefahr im Verzug ist.

Aber hier sind eh nur Menschen, die Romane ohne Inhalt schreiben, weil sie sich gerne selbst reden hören/ lesen. Einer der öffentlich andere diffamiert und beleidigt bekommt seine Plattform dafür Gewalt zu verherrlichen. Schrecklich ist das hier bei Klamm. Gewalt ist immer scheiße, gleich ob gegen Ausländer oder gegen Deutsche. Aber erste Instanz ist der Rechtsstaat und nicht irgendein wütender Mob der sich selbst legitimiert. Wie gesagt mit Ausnahme, wenn Gefahr im Verzug ist, das ist wohl aber eher die Ausnahme. Denn die Gefahr entsteht ja erst durch das Aufeinandertreffen eines Mobs mit einem anderen Mob.
 
Aha es gibt also keine Facetten? Also ist ein abgebranntes Asylantenheim (in Planung und ohne Einwohner) für dich das gleiche wie eines, in dem Menschen wohnen?

Insofern, das man beides nicht anzündet? Ja. :yes:

Brandstiftung gefährdet potentiell immer Menschenleben (und sei es "nur" das der Feuerwehrleute).
 
Traunstein: Flüchtling wegen Angriff auf Asylpatin verurteilt

Folgende News wurde am 30.06.2015 um 16:24:00 Uhr veröffentlicht:
Traunstein: Flüchtling wegen Angriff auf Asylpatin verurteilt
Shortnews

Bereits im August 2014 hat Issa T., ein Asylbewerber aus Mali, seiner damals 21-jährigen Asylpatin bei einer Umarmung mit einem Messer in die Brust und in den Arm gestochen. Beim zweiten Stich brach die Klinge ab, sodass das Opfer fliehen konnte.

Am Freitag wurde Issa T. im Landgericht Traunstein deshalb wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu sieben Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der vorsitzende Richter stellte fest, dass Issa T. mit Tötungsabsicht und hinterlistig handelte.


Weiterhin sei Issa T. auch nicht vermindert schuldfähig gewesen. Entgegen seiner Behauptung, stand er während der Tatzeit "nicht unter Alkoholeinfluss". Epileptische Anfälle und "schwarze Schatten", die er sehe, ließ das Gericht ebenfalls nicht gelten. Issa T. kündigte an, dass er Revision einlege.
 
Was allerdings nur exakt 2 Facetten hat ist die Frage, ob man es zulassen will, dass Menschen andere Menschen in Brand setzen.

Also ICH habe da nicht drüber gesprochen, nur Kelle (wahrscheinlich). Aber so oft wie er das Thema wechselt habe ich mir schon vor langer Zeit abgewöhnt zu versuchen das im Einzelfall zu ergründen. Mir ist ehrlich gesagt noch von keiner Demo zu Ohren gekommen in der dafür demonstriert wurde "andere Menschen in Brand zu setzen". Obwohl ich natürlich weiß, dass es Individuen geben mag die in so einem "dynamischen Mob", durch gewisse Gruppendynamiken gepaart mit kognitiven Unregelmäßigkeiten auf solche Ideen kommen könnten.

Ich schrieb über die Fragestellung ob ich mich eher einer Demo ala "Refugees Welcome" anschließen würde - was ich definitiv tun würde wenn es denn tatsächlich via exakter Definition genau nur darum ginge... oder aber einer gegen, sagen wir " Asylmissbrauch" - was ich auch tun würde wenn es denn per exakter Definition nur darum ginge. Da aber so unglaublich viel vermischt wird bei dem ganzen Thema müsste ich mich wahrscheinlich im Endeffekt aufteilen um meine eigentliche Meinung demonstrieren zu können, wobei mir auf jeder Seite wahrscheinlich etliche Leute begegnen würden die ich mag und deren Motive ich verstehen kann und jeweils etliche die ich zum kotzen finde;)

Ich stelle mal eine gewagte Gegenthese zu Kelles "in Freital demonstrieren nur Faschos" These auf und behaupte (ohne jemals dort gewesen zu sein), dass da weniger als jeder vierte in der Tat sowas wie ein "Fascho" ist, sondern jemand der einfach nur Angst hat, sich unverstanden und unterdrückt fühlt und für Faschos für gewöhnlich genauso wenig übrig hat wie Du, ich oder Kelle. Aber leider gibt es ja nicht 2 Demos, eine für die "Faschos" und eine für die "ängstlichen Normalbürger". Im Ruhrgebiet z.b. gibts in der Regel nur welche für 10-20 Faschos mit denen sich kein normaler Mensch irgendwo hinstellen würde was dazu führt, dass der Normalbürger für gewöhnlich mit seinen Ängsten zu Hause sitzen bleibt. Im Osten scheint das anders zu sein. Im Osten haben die Menschen naturgemäß mehr Angst vor "Fremden". Der Grund: sie hatten früher keine. Das heißt aber nicht, dass das alles "Faschos" sind.
Freital ist ein Spiegel des Versagens unserer Regierenden beim Asyl- und auch Integrationsthema, genauso wie etliche andere Orte in Deutschland an denen die "Einheimischen", wie auch die Staatsmacht bereits die Segel gestrichen haben. https://www.klamm.de/forum/f33/poli...o-areas-im-ruhrgebiet-441394.html#post7455669

P.S. : Nur noch mal für die Akten: Ich bin gegen Brandstiftung!
 
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Na super. 7,5 Jahre Haft. Meines Wissens kostet ein Haftplatz etwa 210 Euro pro Tag. Macht also etwa 575.000 Euro kosten für den Steuermichel. Die Krankenkosten für das Opfer noch nicht mitgezählt, von den psychischen Folgen mal ganz zu schweigen.
Klingt doch als wenn da der Rechtsfrieden wieder hergestellt wäre. (Ironie aus)
Ich komme mir ja schon komisch vor weil ich mir deswegen komisch vorkomme (!?) aber ist es denn nicht merkwürdig, dass jemand bei dem aktuell geprüft wird ob sein Aufenthalt hier überhaupt rechtens ist im Falle einer Straftat auf jeden Fall so lange (auf unsere Kosten) hierbleiben "darf" und nur im Anschluss (in der Regel und wenn keine "Hindernisse" vorliegen) direkt nach Verbüßung abgeschoben wird? Meines Wissens ist das nämlich in der Regel so. Wenn jemand andere Infos hat... immer her damit.
 
Wer stellt sich denn Ausländer- und Islamfeinden in den Weg, wenn der brave Bürger wie kbot mit dem Arsch auf dem Sofa klebt?
Wer stellt sich denn vor nen Flüchtlingsheim, wenn es von Faschos bedroht wird und der brave Bürger wie kbot mit dem Arsch auf dem Sofa klebt?
Deiner Aussage nach ja üblicherweise "ausreichend Einsatzkräfte die auch auf unvorhergesehenes reagieren können". Daher verstehe ich die Argumentation nicht.

Im Gegensatz zur Antifa, haben Sie vom braven Bürger ein klares Mandat erteilt bekommen. Daher ist Kritik an allen, die keine Legitimation dafür haben, sehr wohl angebracht. Wohlgemerkt ebenso wie Kritik an den Einsatzkräften selbst. Sympathie für die Grundidee hin oder her, aber mein Anrecht auf Kritik lasse ich mir von niemandem nehmen. Wer so gegen Unterdrückung ist, sollte imo auch Kritik nicht unterdrücken.
 
Ich stelle mal eine gewagte Gegenthese zu Kelles "in Freital demonstrieren nur Faschos" These auf und behaupte (ohne jemals dort gewesen zu sein), dass da weniger als jeder vierte in der Tat sowas wie ein "Fascho" ist, sondern jemand der einfach nur Angst hat, sich unverstanden und unterdrückt fühlt und für Faschos für gewöhnlich genauso wenig übrig hat wie Du, ich oder Kelle. Aber leider gibt es ja nicht 2 Demos, eine für die "Faschos" und eine für die "ängstlichen Normalbürger".

Mathematisch würde ich mich auf jeden zweiten mit Dir einigen.
Inhaltlich nicht, denn wer vor einem Flüchtlingsheim aufmarschiert, mit einem Transparent "Kein Ort zum flüchten", wer brüllt "(Kriminelle) Ausländer raus!" oder "Antifa raus!" macht mit Faschos gemeinsame Sache und ist damit nicht besser.

Ängste bewältigt man nicht mit Demos vor einem Flüchtlingsheim, gefühlte Unterdrückung auch nicht.
Es ist halt die Sorte von rechten Bürgern, die auf dem Sofa und am Stammtisch rechte Parolen dreschen, aber nicht den Mumm haben, öffentlich für ihre Meinung einzustehen, es sei denn, es sind genug die da losrennen.

So wenig wie ich mit Faschos auf die Straße gehen würde, so wenig würde ich auch mit dem autonomen Block auf ne Demo gehen.

gruss kelle!
 
So wenig wie ich mit Faschos auf die Straße gehen würde, so wenig würde ich auch mit dem autonomen Block auf ne Demo gehen.
sehr passende Signatur hast du da...
Ihr wollte die Straße zurück?!
Sollt ihr haben, Stück für Stück!
Sie wird dann die Eure sein,
wir geben sie Euch Stein für Stein!
genau deswegen will der normale Deutsche eben nicht auf die Straße, weil immer Leute dabei sind, die etwas zerstören oder verletzen wollen, egal welche Seite :roll:
 
Deiner Aussage nach ja üblicherweise "ausreichend Einsatzkräfte die auch auf unvorhergesehenes reagieren können". Daher verstehe ich die Argumentation nicht.

Es ist halt die Diskrepanz die ich sehe, wo für (*Gida)Demos mit weniger als 100 Teilnehmern und vielleicht 300 Gegendemonstranten mitunter eine vierstellige Anzahl an Polizisten zusammengezogen werden, während in Freital bei in Summe knapp 1.000 Personen nichtmal ne Hundertschaft stand.
Und ab 22 Uhr waren noch zehn bis zwölf Polizisten vor Ort, wohlwissend, dass in der Stadt ca. 70 besoffene Gewaltbereite unterwegs waren.

Im Gegensatz zur Antifa, haben Sie vom braven Bürger ein klares Mandat erteilt bekommen. Daher ist Kritik an allen, die keine Legitimation dafür haben, sehr wohl angebracht. Wohlgemerkt ebenso wie Kritik an den Einsatzkräften selbst. Sympathie für die Grundidee hin oder her, aber mein Anrecht auf Kritik lasse ich mir von niemandem nehmen.

Sorry, wollte Dich nicht abwürgen.
Sicherlich hat die Antifa dort vor Ort kein legales Mandat. Ende der Durchsage. ;)
Die Antifa hält sich auf dem Gelände auf, wogegen die Heimleitung was unternehmen könnte -> Hausrecht, was die Polizei ggf. durchsetzen müsste. Tut sie nicht.
Sie bekommen Hinweise von der Polizei über die allgemeine Lage und können sich auf dem Gelände und in unmittelbarer Umgebung bewegen, auch ausgestattet mit Schlagstöcken und den großen MagLites.
Sie sind nicht aktiv tätig, sondern würden gewissen Personen während der Nacht einfach nur den Zutritt zum Gelände verwehren.
Das macht immer noch kein legales Mandat, aber die Art und Weise wie dort aufgetreten wird, scheint von der Polizei akzeptiert zu sein - und wenn es nur ist, weil sie dann mal nen Stündchen schlummern können.

Sicherlich würde ich es lieber sehen, wenn die Leute abends in ihren Betten liegen würden, weil die Polizei dort mit ausreichendem Personal steht.
Nur leider ist dem nicht so.
Basierend auf meiner Bundeswehrausbildung würde ich dort fünf Posten sehen, zwei Streifen, plus ner Gruppe die eingreifen kann - macht irgendwas um die 30 Personen.
Daher sehe ich das Auftreten der Antifa vor Ort als legitim an, gerade basierend auf der Reaktion der Polizei.

Bevor hier Missverständnisse entstehen: Die Leute gehen nicht gegen Demonstranten vor. Es gilt der Konsens, dass das Heim geschützt werden soll, und Provokationen und Eskalationen zu unterbleiben sind.

gruss kelle!
 
Ich finde die bürokratischen Hürden für Menschen die unsere Hilfe brauchen weil sie aus Angst um ihr Leben geflüchtet sind genauso ablehnenswert wie z.b. die zugewanderten Drogendealer die in so ziemlich jeder Großstadt verschiedene U-Bahnhaltestellen ziemlich unbehelligt "besetzt halten".
Ist es nicht auch schwarz/weiß Denke, wenn man Drogendealer ablehnt? Ignoriert man nicht die vielfältigen Facetten der Flüchtlingspolitik? Die Schulden bei der Verwandtschaft / Bekannschaft bei gleichzeitigem Arbeitsverbot bzw. Jobs mit nur geringen Verdienst - wie abzahlen? Ist ja auch nicht gerade so, dass Kleinstdealer profitieren bei diesem illegalen Geschäft.
 
sehr passende Signatur hast du da...

Fast noch bemerkenswerter find ich den Teil:

Nazi sein heißt Probleme kriegen!

Das wirft irgendwie die Frage nach der Definition auf, ganz besonders nach seiner. Ich fürchte da müssten jede Menge Menschen "Probleme kriegen" wenn man sich den rhetorischen Habitus über längere Zeit so anschaut.

Eine nette Anekdote: Ich habe letzte Woche für eine sehr nette syrische Dame mittleren Alters die kürzlich ihren "Titel" bekommen hat eine Wohnung gesucht. Die Dame hatte nur einen Wunsch bei der Wohnung der zunächst mal etwas merkwürdig anmutete: "Wenns geht keine Moslems im Haus!". Der Grund: Die Dame ist selbst muslima, allerdings ohne Kopftuch, Ramadan etc. und sogar geschieden (von sich aus!). Sie befürchtete einfach, dass das Probleme geben könnte. Sie hatte bereits genug davon, u.a. in der Flüchtlingsunterkunft in der sie 6 Monate hausen musste.
Als ich dann die Wohnungsgesellschaften mit dieser Bitte konfrontierte und eigentlich Unverständnis erwartet hatte wurde mir in 3 von 4 Fällen gesagt: "Ach, das kennen wir. Fast jeder zweite Türke/Muslime der hier anruft hat diesen Wunsch!"

Was ich damit sagen will: Wenn schon diese Menschen Angst vor "ihren eigenen Leuten" haben, die ja irgendwie berechtigt zu sein scheint weil sie wissen sollten wovon sie sprechen. Ist es dann nicht auch irgendwo verständlich, dass unbeteiligte Angst bekommen die solche Menschen u.U. zu hunderten und tausenden vor die Haustür gesetzt bekommen? Ich rede nicht von "abfackeln" oder Gewalt... ich rede erstmal nur von Angst.
 
genau deswegen will der normale Deutsche eben nicht auf die Straße, weil immer Leute dabei sind, die etwas zerstören oder verletzen wollen, egal welche Seite :roll:

Genau deswegen mag ich den normalen Deutschen ja so, weil er immer wieder irgendwelche vorgeschobenen Gründe findet, nicht auf die Straße zu gehen.

Sicherlich, wenn man an die EZB Eröffnung in Frankfurt denkt, kann man Deinen Gedankengang nachvollziehen.

Ich war allerdings dieses Jahr schon bei ~20 Demos, wo bis auf eine gar nichts passiert ist - gemessen daran, welche Lager sich da gegenüber standen.

gruss kelle!