Reddogg
Well-known member
- 4 Mai 2006
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Interessant das Du meiner Frage aus dem Wege gehst. Aber man möchte sich halt nicht selbst kritisieren auf einmal oder? Vor Wochen noch unsere Obdachlosen prostituieren um ein weiteren Meinungspunkt gegen Geflüchtete zu haben und nun selbst an seinen eigenen Aussagen wackeln.Es gibt keine speziellen Geldtöpfe, auch wenn besonders staatliche Einrichtungen gerne so denken. Naja mal sehen wohin du nun wieder ablenken willst mit Platituden und Grinsesmileys
Solange der "reiche Norden" nur dadurch reich ist, weil er andere Staaten ausbeutet, mit Krieg überzieht damit er an Rohstoffe rankommt oder sie sichert, sehe ich keine Verantwortungsverschiebung. Aber dazu später gleich mehr.Doch, man macht sich Gedanken. Denn außer Vorderasien steht auch noch ganz Afrika bereit, in den "reichen Norden" zu marschieren.
Und genau das ist menschenverachtend. Wenn jemand losläuft ist es doch etwas ganz anderes als wenn er aufgrund reines Überlebenswillens seine Gefilde verlässt. Aber ok da haben wir unterschiedliche Weltanschauungen.Aber wenn Menschen irgendwo auf der Welt die Entscheidung treffen, aus welchen Gründen auch immer, ihre Heimat zu verlassen und nach Mitteleuropa zu latschen, zu schwimmen, zu fliegen oder sonstwie zu reisen oder zu flüchten, dann kann ich dagegen absolut nichts tun. Will ich auch gar nicht. Was ich aber machen kann ist, die Hoheit und Kontrolle darüber zu behalten, wen ich einlasse und mit welchem Status. Und der kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein, weswegen ich auch jeden Einzelfall prüfen muss.
Ich mache mal Deine, wahrscheinlich immer noch, nicht vorhandenen Kenntnisse über die Asylprozesse dafür verantwortlich das Du solche Anforderungen stellst. Dazu reden wir ja jetzt nicht mehr vor Ort in D, sondern ja an den Grenzen vor der EU. Was die aktuellen Überprüfungsprozesse noch einmal verlängern würde...Und das sollte ich nach Möglichkeit vor Grenzübertritt machen. Wenn das aufgrund aktuell politischer Umstände nicht möglich ist, dann aber bitte zeitnah (binnen 3, maximal 4 Wochen). Erst wenn das (wieder) geleistet werden kann, sind wir in der Lage, neue Leute aufzunehmen.
Ja, also wir alle sind uns doch darüber einig, dass die Regierung (also Merkels Union, aber gleichsam die SPD) unfähig waren, sich auf die drohende Krise vorzubereiten. Dass auch Kommunen ihre Fehler gemacht haben.
Wie gesagt, wir bereiten gerade die nächste Krise vor, indem wir jetzt wo durch die Balkan-Routen-Schliessung weniger Geflüchtete zu uns kommen, wir eine erheblichen Teil der Geflüchtetenheime/Unterkünfte wieder abbauen.Nun ist es aber die wesentliche Eigenschaft der Kausalität, dass sie unumkehrbar ist. Oder einfacher gesagt: Wir leben jetzt mit den Auswirkungen und müssen hierfür Lösungen suchen. Du kritisierst nach wie vor die Ursachen mit "hätte", "wäre", "würde", "wenn" und "aber". Hilft nix, glaub mir. So weit kenne ich mich mit der Physik doch schon aus.
Wir haben doch nun den Türkei-EU-Deal, damit ist doch alles geritzt. Ok nun werden die Geflüchteten schon vor der türkischen Grenze von türkischen Armeeverbänden angegriffen, aber was interessiert das uns. Wo keine Medien/Filme in unserem TV, da keine Unmutsäusserungen über diesen "phänomenalen Deal".Was wir tun können, ist uns anzuschauen, welche Aufgaben wir jetzt haben und wie viel wir auf welchem Gebiet leisten können. Und dann kommen wir von selbst auf den Punkt: Wir benötigen dringend wohl definierte Kontingente. Denn es geht darum, die Kontrolle zu behalten, Ordnung zu bewahren und alles zu einem für alle Seiten tragbaren Ergebnis zu führen.
Na nun lassen wir mal die Kirche im Dorf. Wir sollten nicht alle Kritiker (darunter würde ich auch zählen) als "Schnauze voll von Asylkrise/Geflüchteten" bezeichnen.Und "alle Seiten" schließt eben auch das deutsche Volk mit ein, welches zunehmend jetzt schon die Schnauze voll hat.
1. Die Fanatiker sind nicht aus dem Boden gekrochen. Allgemeinwissen würde Dir in dieser Sache kundtun. Aber naja Du könntest auch einfach in diesen Thread schauen, denn da haben wir ja schon genug zur Entstehung und Finanzierung etc. vom IS, den Krieg gegen Syrien/Irak/Libyen geschrieben. Aber wie schon so oft von mir gesagt, zu den damaligen Zeitpunkt. 1-2 Monate und Herr Photon hat alles wieder vergessen...Auch darauf muss man Rücksicht nehmen, denn es ist nach wie vor ganz und gar nicht unsere Schuld, dass ein paar Fanatiker vor Ort austicken. Auch ist es nicht unsere Schuld, dass halb Afrika nicht genug zu essen hat und die weltweit höchste Kindersterblichkeitsrate hat. Auch nicht, wenn wir Diamanten und Gold von denen kaufen.
2. Doch klar sind wir Mitschuld. Würden wir für Arbeit eines Menschen auch nur ansatzweise einen ähnlichen Wert wie bei uns bezahlen, wären wir gar nicht mehr so reich, es würde sich nicht mehr lohnen Nahrung zig km über die Meere zu schippern, als vor Ort zu lassen. Es wurde kein Nestlé kostengünstig Wassergebiete aufkaufen können und ausbeuten. Von Blutdiamanten, Arschkriechen von Diktatoren die uns genehm sind da sie Rohstoffe günstig ausliefern lassen etc. ganz zu schweigen.
Genau, nur das diese abhängig vom Wohnort ist, nicht von der Produktion selbst. Ebenso ist abhängig von den Regularien die wo gelten. Während bei uns das panschen mit giftigen Materialien verboten ist, honoriert man Staaten die dies zulassen. aber ist ja nicht unsere Bevölkerung die da für Billigprodukte zum fraß vorgeworfen wird. Wahrscheinlich ist es für Dich gar noch etwas positives wenn wir jene Produkte ein bisschen teuerer hier kaufen. Nur weil Du ausblendest das damit die Arbeiter trotzdem kein Cent mehr bekommen. Wir könnten aber auch über Kinderarbeit sprechen...Das alles gehört nun mal dazu. Es ist augenscheinlich wie eindimensional Deine Weltanschauung ist. Jedes Mal nur der Fokus auf Deutschland, max. noch auf Europa. Und nach uns die Sintflut. Eigentlich hoffe ich ja das es nur Naivität ist die da aus Dir spricht, aber die Tatsache erhärtet sich das es dem nicht so ist. Leider.Das hat ja auch niemand gesagt. Aber wir können uns nunmal nicht durch pure Gedankenkraft eine bessere Welt bauen, egal wie viel Drogen jemand einschmeißt. Es geht immer nur durch die Menschen Hände Arbeit und diese "Arbeitsleistung" kann man ziemlich exakt berechnen. Mehr geht nicht. Was womöglich ginge, wenn und falls und überhaupt, ist doch völlig wumpe. Wichtig ist nur, was wir jetzt leisten können. Und entsprechend wichtig ist auch, was mit dem passiert, was darüber hinaus an Arbeit aufgetragen wird.
Wie gesagt nicht nur durch unsere heraufprovozierten und zum Teil auch aus Lügen heraus gestartet Kriege sind ein Problem. Das fängt doch schon beim Handel an, siehe oben.Aber egal. Worum es geht: Das eine ist Handel und Wirtschaft, das andere Krieg. Auch Handel mit Kriegsgerät ist erst mal nur Handel. Ob jetzt die Wahl der Handelspartner schlau oder gar verantwortungsvoll ist, ist ein ganz anderes Thema. Aber nur, weil ich jemandem einen Knüppel verkaufe, bin ich noch lange nicht daran schuld, wenn der damit seine Frau erschlägt. Und selbst wenn ich alle Moral, die mir innewohnt, zusammen nehme und eine Mitschuld erkenne, dann sehe ich die noch immer nicht beim deutschen Volk in der Gesamtheit, weswegen ich nach wie vor keine Pflicht zur Hilfe ableiten kann. Wenn wir Leute aufnehmen und helfen, dann weil wir es wollen, weil wir einfach tolle Typen sind und Mitgefühl haben. Aber es gibt absolut nichts, woraus irgendein Anspruch entstünde.
Und wer bestimmt ob "wir wollen" oder nicht? Du sagst nein, ich sage ja. CDU meint auch teilweise ja, da sie bei den Wahlen gewonnen hat. Also wer entscheidet nun ob es berechtigt ist. Die gewählte Regierung oder das "besorgte Völkchen", was vor Gewalt nicht zurückschreckt?
Wirklich? Wie oft habe ich Dir schon gesagt, das Du Dich erst informieren solltest bevor Du Behauptungen aufstellst?Eh, die Polizei arbeitet aber erst seit der Flüchtlingskatastrophe so viele Überstunden. Nicht schon vorher, zumindest in längst nicht diesem Ausmaß. Deswegen ist es kein Bullshit, sondern traurige Realität.
Ich nehme mal die Polizei Berlin, weil Du da wohnst und somit eigentlich darüber gestolpert sein könntest. Informierst hast Du Dich zumindest nicht bevor den Quatsch schon wieder abgelassen hast.
2013: fast 1Mio Überstunden, 2014 über 1 Mio = Weit weniger Überstunden erst seit 2015?
Danke, das zumindest hier mal genauer geschrieben wird, was dahinter steht.Und nein, nicht nur deshalb, weil die Flüchtlinge sich zum Teil wie wilde Tiere benehmen, sondern auch wegen den einheimischen Pack, welches nun gehäuft gewaltsam gegen Einrichtungen oder auch Personen vorgeht und somit die Polizei auch noch zusätzlich belasten.
Scheint aber nicht überall das Problem zu sein, in Sachsen will man trotzdem noch weiter abbauen. *augenroll* aber sind wohl die #sächsischenVerhältnisse dort.Somit ist die Flüchtlingskrise nicht nur essenziell, sondern ursächlich an der derzeit völlig desolaten Lage der Sicherheitsbehörden. Wäre sie auch ohne die vorherige "Verschlankung", nur würde die Situation dann weniger augenfällig und akut sein, die Auswirkung nicht so katastrophal. Aber es wäre das gleiche Problem.
Na klar. Ich hab Dir schon so oft vorgerechnet wieviele allein dort unterkamen. Und nun rechne mal selbst was passiert wenn diese Länder hochgehen. Da sind die Millionen Flüchtlinge die drei Staaten alleine aufnahmen ein nur wenig grösserer Tropfen als der den die EU betraf. Und das betrifft in diesem Fall nur jene Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak.Ich verstehe Dein Weltbild nicht mehr. Wir haben den Anrainerstaaten zu danken, weil sie ihren (Glaubens-) Brüdern und Schwestern helfen? Und Du siehst uns in irgendeiner Pflicht, sie dafür zu unterstützen und zu entlohnen? Geht's noch?
Also im Falle des Iraks auch der der USA und GB, beide Bündnispartner von uns. Diesen helfen wir also auch wohl auch unser Problem. Schwups, danke für die darlegung das wir sehr wohl eine Mitverantwortung daran tragen. Dann IS Geschichte anschauen...also mindestens USA, SA und die Emirate, alles Bündnispartner von uns. Wir verkaufen Militärmaterial und Leute zu Schulung, die die quasi umgehend in den Krieg ziehen. Sehe ich schon eine Mitverantwortung auch von uns.Also nochmal: irgendwo auf der Welt bricht ein Krieg aus. Das ist furchtbar und jeder Mensch sollte so viel Verstand haben, einen Krieg um jeden Preis verhindern zu wollen. Aber wenn es trotz allem dazu kommt, dann ist es zuerst einmal nur das Problem des betreffenden Landes. Falls ein Land ein anderes angreift, dann eben halt das Problem dieser beiden Länder.
Siehe darkkurt, ich würde da nur noch mehr drum herum schreiben.Entscheiden sie sich zur Flucht, dann sind sie in erster Linie Bittsteller (um das Wort "Bettler" zu vermeiden). Sie sind vollständig auf die Fürsorge anderer Länder angewiesen, wie die je nach Land auch aussehen mag. Kein Land steht in der Pflicht, diese Leute aufzunehmen, zu versorgen und zu betreuen. Sie können es aus Nächstenliebe und moralischen Erwägungen heraus natürlich gern tun. Sie sind aber nicht dazu verpflichtet, diese Leute einzubürgern, die Kriegsursache zu bekämpfen oder sonstwas zu tun oder zu lassen. Wenn man nun also Menschen in Not freiwillig hilft, dann ist das eine tolle Sache. Und es sollte doch wohl selbstverständlich sein, dass das nur unter den Bedingungen geleistet wird (und werden kann), die das jeweilige Helferland definiert. Das eine baut halt Zeltstädte und schmeißt da ein paar Fässer Wasser und Essen über den Zaun. Ein anderes will neue Häuser nach aktuellen Bauvorschriften und moderner Ausstattung bauen. Beides ist aus meiner Sicht völlig legitim! Aber genauso legitim ist es auch zu sagen: "Wir haben aktuell XXXX freie Plätze zu diesen und jenen Bedingungen. Wer kommen will, soll kommen". Und wenn die Plätze weg sind, dann geht die Tür halt wieder zu bis man weitere Plätze geschaffen hat. Das macht jede bescheuerte Disco der Welt so. Und was für das Hausrecht des Betreibers gilt, muss in noch stärkerem Maße wohl für ein ganzes Land und Volk gelten!
Also ist es nun nur das Geflüchtetenheim oder wie von Dir zuvor angesprochen die Ausschreitungen in den Geflüchtetenheime? Sind nämlich zwei Paar Schuhe.Klar will niemand ein Asylantenheim vor der eigenen Nase haben. Aber die gab es schon immer in Deutschland. Und ja, es gab auch lange vor der Flüchtlingskrise Brandanschläge (Rostock, Köln, Solingen, ..). Nichts neues. Aber die Häufigkeit der Straftaten, der Zulauf zu einer Mitte-Rechts-Partei, friedliche und seit Monaten regelmä0ig stattfindene Demonstrationen gegen Zuwanderung und so weiter und so fort, das ist dann doch neu. Und das zeigt dann doch recht eindrucksvoll, dass es jetzt etwas ganz anderes ist als in den Jahrzehnten zuvor.
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