Ich gehe fest davon aus, dass wir innerhalb der nächsten Jahre einen Zusammenbruch der Währungsunion erleben werden, vielleicht sogar den Zusammenbruch Europas.

Die Frage lautet dann: Was wird dadurch besser?

Die Punkte die in Deinem Link aufgeführt sind, werden dadurch nicht besser, im Gegenteil, ein Zusammenbruch würde die Lage noch deutlich verschärfen.
Gedient wäre damit keinem.

Und die Zeit danach?
Ich halte es für utopisch, dass ein Staat nach einem Kollaps ohne Schulden auskommen wird, womit wir wieder am alten Anfang stehen.
Ich halte es weiterhin für utopisch, dass sich die Mentalität des Lebens auf Kosten der nachfolgenden Generationen ändern wird.

gruss kelle!
 
Ich halte es weiterhin für utopisch, dass sich die Mentalität des Lebens auf Kosten der nachfolgenden Generationen ändern wird.
Wieso? Das ist doch schon vor dem Kollaps die Zielsetzung.*
Ich denke schon, dass (unabhängig vom Ausgang) nach der Krise der allgemeine Reformwille größer ist und sofern strengere Kriterien einmal gesetzlich verankert sind und sich als wirkungsvoll erweisen auch zur politischen Mentalität werden könnten.
 
Die Frage lautet dann: Was wird dadurch besser?
Nichts wird besser. Die Frage ist: Was ist weniger schlecht?

Ich halte es für utopisch, dass ein Staat nach einem Kollaps ohne Schulden auskommen wird, womit wir wieder am alten Anfang stehen.
Nach einem Staatsbankrott muss der betreffende Staat zumindest eine Zeit lang ohne Kredite auskommen - sieht man in Griechenland, Argentinien, etc. Es sei denn dieser Staat wäre bereit horrende Zinsen zu zahlen.
Jede Generation lebt auf Kosten der nachfolgenden Generation, denn es wird mindestens erwartet, dass die Kinder die Eltern im Alter versorgen - geht gar nicht anders.

Wo ist denn das Geld wirklich sicher, damit man keine Angst vor dem Alter haben muss?
Naja, manche sagen Gold, andere Wald oder Streuobstwiesen, wieder andere Mietshäuser. Da gibt es viele Meinungen, aber man muss sich damit auskennen. Du kannst aber fast bedenkenlos in Kinder "investieren" - das sollte recht sicher sein.
Man weiß es erst hinterher.
 
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Die Frage lautet dann: Was wird dadurch besser?
[...]
Und die Zeit danach?
Ich halte es für utopisch, dass ein Staat nach einem Kollaps ohne Schulden auskommen wird, womit wir wieder am alten Anfang stehen.
Es wird sich auch nichts ändern. Das hat uns ja die Geschichte gezeigt. Dabei ist es völlig egal, in welchem Land, welcher Religion, welcher Flagge. Und dass nicht alle Menschen in Wohlstand leben können (zumindest nicht in der immensen Anzahl, wie heute), zeigt uns die Mathematik.

Aber ein Kollaps bedeutet einen (harten) Schnitt und einen Neuanfang. Das führt zwar irgendwann unweigerlich wieder zu dem Punkt, an dem wir heute sind, aber erst wieder in ein paar Jahrzehnten. Es sei denn, irgendjemandem fällt ein, wie man es besser machen kann und derjenige hat dann auch die Macht, das zu verwirklichen. Aber daran glaube ich vorerst nicht.

Naja, manche sagen Gold, andere Wald oder Streuobstwiesen, wieder andere Mietshäuser.
Ich meinte eher für den Normalbürger. Ein Mietshaus ist sicher toll so lange die Gegend attraktiv bleibt. Aber das ist ganz dolle weit entfernt von dem, was ich mir leisten kann und will. Wald ist realistisch betrachtet hoch spekulativ. Es sei denn, man bewirtschaftet ihn selbst und außer in ihm spazieren zu gehen, weiß ich nicht viel darüber. Und Gold - naja. Also Gold wird zwar immer Gold bleiben, aber der Kurs schwankt schon ganz schön übel. Sicher nicht in dem Ausmaß einer Hyperinflation, aber ansonsten würde ich vermutlich erst wieder kaufen, wenn die Unze unter 1000 Dollar sinkt. Aber von den 3 Möglichkeiten ist Gold vermutlich die beste Alternative. Nur ist es eben verdammt totes Kapital, so wie man früher einen Topf mit Münzen füllte und einen Baum drauf pflanzte.

Du kannst aber fast bedenkenlos in Kinder "investieren" - das sollte recht sicher sein. Man weiß es erst hinterher.
Naja, also wie Du ja schon selbst mit den Anführungszeichen sagst: Kinder sind eben kein "Investment". Denn wäre es ein solches, könnte ich Dir auf den Schlag mindestens 3 Fälle nennen, da sich die Eltern gewünscht hätten, lieber Telekomaktien gekauft zu haben :D Obwohl ich der Meinung bin, dass es deren eigene Schuld ist, dass ihre Brut derart missraten ist.

Für oder gegen Kinder sollte man sich aus dem Herzen (oder Bauch) entscheiden, nicht nach Vermögen. Die lasse ich mal außen vor.

Trotzdem macht man sich ja trotzdem Gedanken darüber, wie es mit Deutschland und Europa weiter geht. Ich meine, wir sind ja leider mittendrin statt nur dabei - sowohl geografisch, als auch ökonomisch. Insofern würde es mich schon brennend interessieren, wie Deutschland in 10, 20 und 30 Jahren aussieht...
 
Jede Generation lebt auf Kosten der nachfolgenden Generation, denn es wird mindestens erwartet, dass die Kinder die Eltern im Alter versorgen - geht gar nicht anders.

Aber woher nehmen, wenn ein Großteil der heute Erwerbsfähigen im Niedriglohnsektor beschäftigt sind?
Die Niedriglöhner können nicht für die vielen Rentner aufkommen, dafür haben sie zu wenig Einkommen.

Was lernt man daraus? Rentner dürfen ihre eigene Rente bezahlen und die zukünftigen Rentner müssen sich mit dem Grundsicherungssatz abfinden - oder einen Betrag der darunter liegt.

Vielleicht müssen wir einfach lernen, mit weniger auszukommen. Diejenigen die heute einzahlen müssen hinnehmen, dass die Einzahlungen weg sind.

Riestern, Betiebsrente etc. kann man vergessen, es sei denn man kann 35 Jahre ein Bruttogehalt von 2400 Euro nachweisen.

Wer "klug" handelt, investiert nicht in die o. g. Altersvorsorge, sondern legt sein Geld in andere Anlageformen an z. B. Silber, Immobilie, Aktien & Aktienfonds, Wissen und hält immer ein wenig Bargeld.

Es gibt halt immer ein "danach". Ich würde mich aber nicht darauf verlassen, dass die Politik die Versprechen, die sie abgibt, in Zukunft noch einlösen kann.

Ich fürchte wir müssen erstmal den nächsten Kollaps abwarten und dann kann man nach einem Reset der Schulden wieder über Rente mit 65 und co. nachdenken.

Die Niedrigzinspolitik der EZB und die Niedriglohnpolitik sorgen dafür, dass Anlagen in Renten & Lebensversicherungen in der jetzigen Zeit sicher nicht sinnvoll sind.

Die Zeit ist aber auf unserer Seite ;).
 
Wer "klug" handelt, investiert nicht in die o. g. Altersvorsorge, sondern legt sein Geld in andere Anlageformen an z. B. Silber, Immobilie, Aktien & Aktienfonds, Wissen und hält immer ein wenig Bargeld.

Noch klüger finde ich es sich einen Job zu suchen den man mit Freude machen würde (und hoffentlich kann) bis man umkippt :mrgreen:. Erst wenn es egal ist ob man arbeitet oder Urlaub hat ist er schön genug ;)

Erst die zweite Priorität ist dann Vermögensaufbau in Sachwerten und Wissen. Am Ende ist sowieso alles, inklusive der eigenen Person, vergänglich und dann sollte man mit sich im reinen sein, die knappe Zeit für sich und auch seine Mitmenschen genutzt zu haben.
 
Noch klüger finde ich es sich einen Job zu suchen den man mit Freude machen würde (und hoffentlich kann) bis man umkippt :mrgreen:. Erst wenn es egal ist ob man arbeitet oder Urlaub hat ist er schön genug ;)
Das wäre auch mein Traum. Aber zeig' mir einen, der einen solchen Job hat (Ackermann mal ausgenommen).

Also mir fehlen zum rundrum Glücklichsein bei meinem Job:
- freie Zeiteinteilung
- Kollegen, die auch privat meine Freunde wären (oder schon sind)
- freie Wahl des Arbeitsortes
- 6+ Monate Kündigungsfrist
- regelmäßige Fortbildungen auf Firmenkosten

...nebst mehr Geld und Urlaub, aber auf die Punkte würde ich am ehesten verzichten, wenn die oben genannten Punkte zuträfen. Wenn mir die Arbeit Spaß macht, brauche ich keinen Urlaub und dann spielt das Geld auch nur eine untergeordnete Rolle - so lange es zum Leben reicht. Dann würde ich auch sogar mit Spaß bis zum 80 Geburtstag arbeiten.

Wie viele Leute kennst Du mit diesen Konditionen? Ich nicht mal einen.
 
Wie viele Leute kennst Du mit diesen Konditionen? Ich nicht mal einen.
Als die Finanzkrise ausbrach arbeitete ich ca. 3 Jahre als Zeitarbeiter in einem Industriebetrieb, machte einen sehr guten Job und hoffte auf eine Festanstellung. Ich wurde wegen der Krise abgemeldet, zwar als einer der letzten Zeitarbeiter, aber abgemeldet. Ich hatte vorab eine Bauelektrikerausbildung "absolviert" und oft in Industriebetrieben als Zeitarbeiter den Hampelmann gemacht (besser als mit der Schlitzfräse auf dem Bau). Als mir gesagt wurde, dass es wieder nix wird, wurde ich innerlich wütend, ich zockte viel, verbrachte die Freizeit mit WOW (ablenken, ablenken, ablenken...). Beim Zocken lernte ich jemanden kennen "Teamspeak" und er erzählte mir von ner IT-Ausbildung. Ich klagte über einen scheiß Schulabschluss und einen schlechten Gesellenbrief. Er erzählte mir von der ARS (Abendrealschule). Zwei Tage später meldete ich mich an.

Jetzt ca. 4,5 Jahre später, habe ich gerade vor einer Woche meine letzte Abiprüfung gehabt. Ich hatte zwar während dieser Zeit viele Drecksjobs und musste so manchen Abend ausgebrannt zur Schule, doch bin ich noch nie zuvor so nah bei mir gewesen. Ich gehe meinen Weg und setze mir Ziele die ich stetig meinen Bedürfnissen anpasse. Ich habe teilweise vier Tage gearbeitet, weil mir die Schule wichtiger war, da gab es zwar die Frage meinerseits:"Ist das ok wenn ich nur noch vier Tage arbeite? Ich möchte mich mehr aufs Abitur konzentrieren." Aber mein Gegenüber wusste, dass ich gehe, wenn es nicht klappt. Ich hatte Jobs die ich zuvor mit Kusshand genommen hätte (Ich forderte immer bessere Arbeit ein, lehnte auch Jobs ab.). Ich gehe seit Anfang der Krise meinen Weg und der gefällt mir. Ohne diesen Ruck, wär ich jetzt immer noch da wo ich vor 4,5 Jahren stand.

Ich muss "leider" sagen, dass die Krise für mich persönlich was positives hatte. Egal wo die Reise hingeht, das Abi habe ich nahezu im Sack. Vorher wars nen 3,8 HS-Abschluss. Und es kam für mich nie in Frage mich abends aufs Sofa zu legen, auch wenn ich so manchen Abend platt war. Ich bin gerne Abends zur Schule gegangen. Und ich freue mich aufs Studium. Ich hoffe, dass ich am 05.06 die Mappenvorstellung gut meister, an der Vorbereitung sollt es nicht scheitern, weil ich es gern mache. Ich kann Wasweissdennich sehr gut verstehen, denn ich lebe was er schreibt. Ich hab z.Z. sehr wenig Geld und viel zu tun, aber ich war noch nie so glücklich. Es stimmt, wenn du Spaß an etwas hast, egal was, dann ist dir Geld und Zeit "scheißegal".

Ich weiss aber auch, dass das ein harter Lernprozess war. Ich war teilweise am Zweifeln, anfangs ausgebrannt, teilweise sogar Suizidgedanken (Wenn ich die Schule abbrechen muss und ein Leben lang einen Scheissjob machen muss bring ich mich um.), weil man einen harten Weg gehen muss. Schule ist im Sinne des Staates eine tolle Sache, aber jeder zumutbare Job ist wichtiger. Ich machte harte Jobs auf dem Bau und ging im Anschluss direkt in die Schule. Es war richtig hart. Es kam irgendwann ein Wendepunkt, an den es mir nichts mehr ausgemachte. Im Winter mit Fahrrad 10 km zur Erdölraffinerie, dicke Kabel zu Pumpen ziehen (draußen), dann 10 Km mit Fahrrad zurück, kurz was essen, dann direkt zur Schule (Von 17-22 Uhr). Morgens 05:30 Uhr hoch und Abends 22:45 Uhr ins Bett. Das vier Tage hintereinander. Freitags war ich fertig. Immer wenn ich an diese Phase denke, sie ging knapp ein 3/4 Jahr und war das heftigste was ich durchmachte, dann merke ich was für einen Willen man hat. Ich habe das gemacht was man von mir wollte und meine Ziele verfolgt. Nach diesen Tiefpunkt ging es stetig bergauf, keine Ahnung warum, ob die Geier merkten das ich mich nicht kleinkriegen lasse oder ob es in mir drin passierte, vermutlich beides. Jetzt verfolge ich meine Ziele und mache "fast immer" das was ich will.

Ob es morgen, übermorgen, in ein Jahr oder fünf Jahren auch noch so sein wird? Keine Ahnung. Aber was hab ich zu verlieren? Mein Leben, mehr nicht.
 
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Ich weiss aber auch, dass das ein harter Lernprozess war. Ich war teilweise am Zweifeln, anfangs ausgebrannt, teilweise sogar Suizidgedanken (Wenn ich die Schule abbrechen muss und ein Leben lang einen Scheissjob machen muss bring ich mich um.), weil man einen harten Weg gehen muss. Schule ist im Sinne des Staates eine tolle Sache, aber jeder zumutbare Job ist wichtiger. Ich machte harte Jobs auf dem Bau und ging im Anschluss direkt in die Schule. Es war richtig hart. Es kam irgendwann ein Wendepunkt, an den es mir nichts mehr ausgemachte. Im Winter mit Fahrrad 10 km zur Erdölraffinerie, dicke Kabel zu Pumpen ziehen (draußen), dann 10 Km mit Fahrrad zurück, kurz was essen, dann direkt zur Schule (Von 17-22 Uhr). Morgens 05:30 Uhr hoch und Abends 22:45 Uhr ins Bett. Das vier Tage hintereinander. Freitags war ich fertig. Immer wenn ich an diese Phase denke, sie ging knapp ein 3/4 Jahr und war das heftigste was ich durchmachte, dann merke ich was für einen Willen man hat. Ich habe das gemacht was man von mir wollte und meine Ziele verfolgt. Nach diesen Tiefpunkt ging es stetig bergauf, keine Ahnung warum, ob die Geier merkten das ich mich nicht kleinkriegen lasse oder ob es in mir drin passierte, vermutlich beides. Jetzt verfolge ich meine Ziele und mache "fast immer" das was ich will.

Ob es morgen, übermorgen, in ein Jahr oder fünf Jahren auch noch so sein wird? Keine Ahnung. Aber was hab ich zu verlieren? Mein Leben, mehr nicht.

Es ist immer wieder schön zu lesen das Du Deinen Weg weiter kämpfst. Von dieser harten Zeit wirst Du Dein Leben lang zehren und in Zukunft jede ruhige Minute erst so richtig zu würdigen wissen. Ich habe ja auch ein paar sehr stressige Jahre hinter mir und deswegen schalte ich auch jetzt ungefähr 5 Gänge runter und versuche jeden verdammten Funken von diesem Leben zu genießen :).
Scheiß doch mal echt aufs Geld und dieses ganzes nutzlose Statusdenken, wichtig ist nur das Du mit dem der aus dem Spiegel schaut im Reinen bist und gut findest was der tut.

Das wichtigste hast Du eh schon erreicht: gelernt mit wenig zurecht zu kommen, alles zu geben, Dich durchzukämpfen, einfach nicht aufzugeben ... mehr brauchst Du im Grunde nie wieder :)

Und ein "neben dem Job" nachgeholtes Abi kommt bei Personalern sogut an das Du Dir eh erstmal keine Sorgen mehr machen brauchst ;)

Das wäre auch mein Traum. Aber zeig' mir einen, der einen solchen Job hat (Ackermann mal ausgenommen).
Ich habe da nicht so streng gerahmte Ansprüche wie Du. Ich will nur jeden Tag genauso gern in den Job wie in den Urlaub gehen - mehr nicht. Ich will auch nicht mit Gewalt versuchen doch noch irgendwas zu finden was am Job doof sein könnte .. einfach vom Schicksal treiben lassen und jeden Tag genießen. Arbeiten als ob man nicht arbeiten müsste...

Ich hatte in meinem Leben 3 Jobs die alles mit sich brachten was ich dafür brauchte. Der erste war am Wochenende in Urlaubsgegenden oder bei irgendwelchen Veranstaltungen den Leuten Lebensmittel, Alk, etc zu verkaufen -hat einfach Spaß gemacht ;). Der zweite war bezahlt werden fürs Computer spielen und der dritte war ungefähr das was ich jetzt wieder mache, also die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen im Allgemeinen oder zur Zeit Einzelfallbetreuung für "Autisten".
 
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[...] Ob es morgen, übermorgen, in ein Jahr oder fünf Jahren auch noch so sein wird? Keine Ahnung. Aber was hab ich zu verlieren? Mein Leben, mehr nicht.
Echt interessante Geschichte! Danke dafür. Und es zeigt, dass es in Deutschland noch immer jeder schaffen kann, wenn er denn will und sich den Arsch aufreißt. Ich bin mir sicher, dass wenn Du dieses Pensum ein paar Jahre ohne BurnOut durch stehst, Du auch als Selbstständiger ziemlich erfolgreich wärst.

Unabhängig davon hat sich mir beim Lesen die Frage gestellt, ob das auch funktioniert hätte, wenn Du Spanier oder Grieche wärst. Ich meine, da gehen ja inzwischen schon Akademiker im Ausland für Amazon Kartons verpacken. Womit wir wieder beim Thema wären :)

[...] Ich habe da nicht so streng gerahmte Ansprüche wie Du. Ich will nur jeden Tag genauso gern in den Job wie in den Urlaub gehen - mehr nicht. [...]
Meine "Wünsche" sind aber gar nicht utopisch. Im Grunde wären sie ja heute schon machbar. Nur wollen es die Firmen nicht.

Aber was einen sonst schönen Beruf zunichte machen kann, sind beschissene Mitarbeiter und/oder Vorgesetzte. Davon kann ich ein Lied singen. Das fängt bei Unfähigkeit gepaart mit Rechthaberei an und hört bei asozialem Gebaren auf. Und dagegen kann man als Angestellter nur selten etwas tun. Habe auch schon von vielen gehört, dass Mobbing am Arbeitsplatz noch immer "modern" ist. Ist mir nur sehr selten begegnet, aber in anderen Berufen scheint das noch immer Alltag zu sein.

Aber egal. Ich wollte ja nur sagen, welche Konditionen eine Arbeitsstelle haben müsste, damit ich glücklich und zufrieden arbeite, bis ich auf Arbeit irgendwann tot umfalle :)
 
Meine "Wünsche" sind aber gar nicht utopisch. Im Grunde wären sie ja heute schon machbar. Nur wollen es die Firmen nicht.

Sicher sind sie nicht utopisch, aber Du glaubst nicht wie zufrieden es macht mit wenig zufrieden sein zu können :biggrin:

Das mit dem "immer noch ein bisschen mehr wollen" hat doch nie ein Ende, man tritt dafür dann nur etwas schneller im Hamsterrad aber kommt doch niemals an. Ich bin mir sicher das wir beide mehr haben als das was man an materiellen Dingen wirklicht braucht und wir können demzufolge die überschüssige Energie einfach für mehr Lebensqualität aufwenden - vor allem auf der Ebene die so garnix mit Geld zu tun hat :)
 
Wer "klug" handelt, investiert nicht in die o. g. Altersvorsorge, sondern legt sein Geld in andere Anlageformen an z. B. Silber, Immobilie, Aktien & Aktienfonds, Wissen und hält immer ein wenig Bargeld.
Dazu muss man sagen, dass uns gerade eine Rezession bevorsteht, deshalb sind Aktien für mich ein No-Go. Man sieht es bereits an den Rohstoffpreisen. Vor allem sieht man es (auch) am Industriemetall Silber, wobei der Preis weltweit gilt und eine Rezession im Euro-Raum nur einen geringen aber merklichen Einfluss hat.
 
Dazu muss man sagen, dass uns gerade eine Rezession bevorsteht, deshalb sind Aktien für mich ein No-Go. [...]
Nun muss man aber auch wissen, dass Werte nicht einfach so verschwinden. Auch wenn man all sein Geld in einer Aktie verloren hat, bedeutet es nichts anderes, als dass eine andere Firma dafür ihren Aktionären einen schönen warmen Regen beschert. Die Kunst (ja, auch gepaart mit etwas Glück) ist es, die richtigen Aktien zu wählen.

Dazu kommt, dass Dir bei Aktien (nicht bei Anleihen oder Optionen) auch ein Teil der Firma gehört. Also sind Aktien genau genommen eine Investition in Sachwerte, die produktiv arbeiten (im Gegensatz zu beispielsweise Gold). Egal ob es eine Inflation, Rezession, Deflation oder ein Wirtschaftswunder gibt: Menschen werden immer handeln und Güter kaufen. Wenigstens Essen, Trinken und Kleidung. Außerdem kann es natürlich bald in Europa eine Rezession geben, was dann vielleicht aber chinesische Aktien durch die Decke gehen lassen wird. Vielleicht auch japanische, amerikanische und südamerikanische.

Rohstoffpreise werden immer stark schwanken. Vor allem natürlich Edelmetalle, aber auch Stahl und dergleichen. Irgendwann wird es vielleicht nochmal einen Krieg um Silizium geben, wer weiß. Wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich mit Aktien noch immer etwas wohler, als mit einem Tagesgeldkonto oder einem Goldbarren. Aber cielleicht täusche ich mich auch. Jemand aus meinem Freundeskreis hat einen ganz schönen Haufen Geld mit Griechenland-Anleihen verdient. Ich war zu feige, in Griechenland zu investieren. Mut wird eben auch manchmal belohnt. Diesen Gewinn von - was weiß ich 1000% oder mehr hätte man sicherlich kaum mit Aktien hinbekommen können. Aber so verdient man eben in der Rezession Geld :)
 
Du bist sicher das Du da nicht einer Story aufgesessen bist? Wie will er das angestellt haben?

Hab das hier mal rausgesucht (aus dem Jahr 2011):
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/griechische-staatsanleihen-vierstellige-rendite-11557433.html schrieb:
[...]
Rund 70 Prozent der Umsätze mit Euro-Staatsanleihen (die deutschen Bundesanleihen ausgenommen) entfallen momentan auf die Griechen, der Großteil davon (etwa 80 Prozent) auf ein einziges Papier: die Anleihe, die am 20. März 2012 fällig wird. „My Big Fat Greek Bond“, wie Witzbolde sagen: fast 15 Milliarden Euro schwer, aktueller Kurs: knapp über 40 Prozent. Der Zins beträgt 4,3 Prozent auf den Nennwert, ist aber eher zu vernachlässigen.

Die Wette ist eine andere: Halten sich die Griechen noch drei Monate irgendwie über Wasser, erhält der Privatanleger im März 100 Euro für die 40 Euro, die er jetzt investiert: Den Einsatz mal 2,5. 150 Prozent Gewinn in 100 Tagen, spaßeshalber hochgerechnet auf 12 Monate, überfordert das den Online-Kalkulator der Börse: Rendite größer als 999 Prozent steht da nur (vierstellig macht er es nicht).

Letztlich spuckt ein anderer Renditerechner rund 2600 Prozent aus, was allerdings unterstellt, dass die Wette über ein Jahr laufend wiederholt werden könnte. Das bedeutet aber, dass man die Rückflüsse zu denselben Konditionen wieder investieren kann. „Das zahlt sonst niemand“, tönt der Investmentbanker.

Vorausgesetzt, ja vorausgesetzt: die Griechen zahlen wirklich. Die Alternative heißt: Totalverlust. Das Geld ist weg. So kann es laufen, muss aber nicht: Der Kauf der März-Anleihe ist eine Wette. „Geht sie auf, sind Sie als Privatanleger der König“, sagt Jochen Felsenheimer, ein absoluter Profi, Geschäftsführer der Assenagon Credit Management in München. Die Wahrscheinlichkeit für Gewinn beziffert er auf 50 zu 50. Höher jedenfalls, als der Markt gegenwärtig kalkuliert. [...]

Wie gesagt: Mir war es zu riskant und noch ein Totalverlust im Leben muss ich nicht haben. Aber Mut wird eben manchmal auch belohnt. EDIT: Übrigens: Wieviel er wirklich verdient hat, sagt er nicht. Aber er ließ verlauten, dass er so viel Geld noch nie mit Aktien gemacht hat. Selbst wenn er nicht die 1000 oder 2600 Prozent abgegriffen hat, wird es schon eine deutlich stärkere Rendite gewesen sein, als "normal".
 
Hab das hier mal rausgesucht (aus dem Jahr 2011):


Wie gesagt: Mir war es zu riskant und noch ein Totalverlust im Leben muss ich nicht haben. Aber Mut wird eben manchmal auch belohnt. EDIT: Übrigens: Wieviel er wirklich verdient hat, sagt er nicht. Aber er ließ verlauten, dass er so viel Geld noch nie mit Aktien gemacht hat. Selbst wenn er nicht die 1000 oder 2600 Prozent abgegriffen hat, wird es schon eine deutlich stärkere Rendite gewesen sein, als "normal".

Der Beitrag den Du da zitierst ist doch schon schwachsinnig weil man bei solchen Zockereien pro Trade und nicht pro Jahr rechnen muss :ugly: Aber da steht ja "spaßeshalber" :ugly: Ich kann auch spaßeshalber einmalig an einem Tag 3-10 % Plus machen und das denn auf 1 Jahr oder 100 Jahre hochrechnen, das ist genauso sinnvoll ;)

Ich habe da erhebliche Zweifel daran das der da 1000% gemacht hat.
 
[...] Ich habe da erhebliche Zweifel daran das der da 1000% gemacht hat.
Dass Gewinne von 3000% und mehr an der Börse mit Hebelprodukten möglich ist, sollte eigentlich auch bekannt sein. Nur je höher die Gewinnaussicht, desto höher das Risiko. Ich möchte behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit eines Staatsbankrotts Griechenlands oder eines Schuldenschnitts sehr hoch war. Wer trotzdem dagegen gewettet hatte, hatte nunmal Glück. An den Griechenland-Anleihen haben sich jedenfalls so manche Leute eine goldene Nase verdient. Und hätte es einen Staatsbankrott gegeben, hätten auch wieder Leute verdient, die darauf gewettet haben. Vielleicht nicht so hoch, aber sie hätten auch Gewinne mitgenommen. So funktioniert die Kasino-Börse nunmal.

Aber wir müssen ja hier nun nicht das Börsen-EinMalEins besprechen, oder? Ich meine - investiere doch mal 10.000 Euro in einen Put oder einen Call (bzw. Long/Short) auf eine Aktie Deiner Wahl. Wenn der Kurs der Aktie weit vom vordefinierten Spread abweicht und Du richtig getippt hast, dann wirst Du schon sehen, wie viel mehr Geld man mit Optionen machen kann im Gegensatz zur Aktie - oder wie schnell sich auch 10.000 Euro komplett verlieren lassen. Aber an der Börse kann man eben auch Optionsscheine auf Anleihen erwerben.

Aber es spielt auch keine Rolle. Selbst wenn er sich blöd angestellt hat und in einem Jahr nur 300% gemacht haben sollte, ist das noch immer mehr als jede mir bekannte halbwegs sichere Aktie im gleichen Zeitraum. Aber eigentlich ist es auch ganz und gar Latte. Was ich eigentlich sagen wollte: Es gibt immer Leute, die verdienen sich dumm und dusselig. Die einen am raketenhaften Aufstieg eines Unternehmens, andere am Zusammenbruch (oder auch der Gefahr eines Zusammenbruchs) eines ganzen Staates.

Und inzwischen halte ich jede Wette, dass der Schuldenschnitt nur deshalb nicht kam, weil einige Big Boys genau dagegen gewettet hatten. Aber das geht schon in Richtung Verschwörungstheorie, deswegen nimm' es nur als meine ganz persönliche Meinung :)
 
Dazu kommt, dass Dir bei Aktien (nicht bei Anleihen oder Optionen) auch ein Teil der Firma gehört. Also sind Aktien genau genommen eine Investition in Sachwerte, die produktiv arbeiten (im Gegensatz zu beispielsweise Gold).
Ich dachte immer die Menschen sind es die arbeiten - habe aber auch schon gehört, dass Geld arbeiten soll, dann können es Aktien vllt auch. ;)
Für mich sind sie ein No-Go im Moment, auch wegen der Flut des billigen Geldes, die die Kurse treibt.
Kauf mir demnächst eine Streuobstwiese - da kann man Beeren und Früchte anbauen und das Schöne ist: Es wächst alles von allein nur mit purer Sonnenenergie. (OK, vllt nicht ganz von allein)
 
Ich dachte immer die Menschen sind es die arbeiten - habe aber auch schon gehört, dass Geld arbeiten soll, dann können es Aktien vllt auch.
Es sind ja auch Menschen, die die Gewinne erwirtschaften. Deswegen sind ja auch Menschen das höchste Gut, das eine Firma haben kann. Aber Börse hat inzwischen meiner Meinung nach nur noch wenig mit "Investment" zu tun. Es ist aus meiner Sicht ein Casino ohne Limits. Sogar ein sehr faires Casino, denn die Gewinnchancen sind doch um einiges höher ;)

[...] Kauf mir demnächst eine Streuobstwiese - da kann man Beeren und Früchte anbauen und das Schöne ist: Es wächst alles von allein nur mit purer Sonnenenergie. (OK, vllt nicht ganz von allein)
Ganz ehrlich - würde ich auf dem Land (oder wenigstens in Stadtrandlage) wohnen, würde ich mir das vielleicht auch überlegen. Ich finde die Entscheidung gut. Vor allem kommst Du so durch jede Form von Krise, so lange niemand Deine Früchte plündert oder Dein Land besetzt.

Aber ich habe weder einen grünen Daumen, noch irgendwelche bäuerlichen Kenntnisse. Ich glaube, ich würde es auch schaffen, auf 100 Hektarn zur Haupterntezeit zu verhungern. Ich muss mir da was anderes suchen und da bleibt im Rahmen meiner Möglichkeiten nicht allzu viel ;)
 
Die Kunst (ja, auch gepaart mit etwas Glück) ist es, die richtigen Aktien zu wählen.
Dazu kommt, dass Dir bei Aktien (nicht bei Anleihen oder Optionen) auch ein Teil der Firma gehört.

Rohstoffpreise werden immer stark schwanken. Vor allem natürlich Edelmetalle, aber auch Stahl und dergleichen.

Naja ich denke man benötigt in erster Linie Selbstbeherrschung bei Aktien. Der größte Feind ist man selbst. Aktien sind kein "Allheilmittel" gegen alle Situationen, die eintreten können.

Ich seh leider oft die Hardcore-Variante. Die Masse rennt dahin, was die Medien sagen.

Goldankauf. Die Zeitungen waren voll davon und jetzt? Goldpreis bricht ein und alle Läden sind wieder dicht. Warum? Kurzfristigdenkende Menschen. Lieber All-IN in einer Anlageklasse (in diesem Fall Gold, Altgold etc.) als, ein ausgewogenes Mischverhältnis mehrerer Säulen, auf das man sein Vermögen stellen kann.

Damit übersteht man jede Krise. Wenn auch nicht schadlos.

Als Anleger interessiert mich die Krise gar nicht.