Ich vermute, du hast mich missverstanden. Ich meine damit nicht die Legalisierung an sich, sondern die Diskussion darüber. Du ziehst als Befürworter der Legalisierung einfach den kürzeren, weil es keine handfesten Argumente dafür gibt. Das sieht man z.B. daran, dass man solch ein schwaches Argument wie "bringt dem Staat mehr Steuern". Als ob ich es begrüßen würde, dass ich mehr für Drogen bezahle, damit der Staat mehr Steuern einnimmt.Ich kann deine Argumentation ein Stück weit nachvollziehen, aber mit dieser Formulierung bin ich absolut nicht einverstanden. Zum einen stellt sich die Frage, was logische Argumente FÜR etwas überhaupt sein können. Offenbar unterscheiden sich hier unsere Meinungen, und das ist der Grund, warum man die Unterteilung in logische (und damit valide) und nichtlogische (invalide) Gründe sowieso sein lassen sollte.
Oder anders herum formuliert. Mal vom medizinischen Aspekt abgesehen, geht es doch um die persönliche Freiheit des Rausches (und der anderen Wirkungen von Drogen). Du kannst als mit der Freiheit argumentieren, aber gegen die gesellschaftlichen Auswirkungen der Drogen(sucht) kommst du da nicht weit.
der Staat - und damit die Gesellschaft - nimmt aber dir gegenüber eine gewisse Obhutspflicht war. Er / sie finanziert vor allem deine Gesundheitsversorgung. Es sollte ihn im gewissen Rahmen doch interessieren, was du mit deinem Körper und deiner Gesundheit anstellst. Deshalb nur Akzeptanz, nicht aber Desinteresse.Zum zweiten Teil möchte ich auch anmerken, dass es imho vielmehr eine Frage der Akzeptanz ist, welche Freiheiten der Bürger sich durch den Staat nehmen lassen will. Ein opferloses Verbrechen* zu begehen sollte keineswegs durch den Staat nur "akzeptiert" werden, i.e. "darüber hinweggesehen", sondern vielmehr den Staat absolut nicht interessieren.
Warum nicht. Wer produziert dann das an sich legale Produkt? Wie kommt der Konsument an die Drogen? So lasse ich doch dem meist organisierten Verbrechen sein Fundament.Dies bedeutet nicht, dass für Handel und Erzeugung von Rauschmitteln dasselbe gilt, aber für den Konsum allemal.


