Es geht nicht um eine [!] Familie sondern derer viele innerhalb eines Staates.
Und diese Clans, die teilweise seit Jahrhunderten verbündet oder verfeindet sind, werden sich nicht demokratisieren oder demokratische Grundsätze einhalten. Schon gar nicht wenn ein Feind des Clans demokratisch legitimiert ist, das Land zu regieren.

Das dachte man bei uns im Osten aufn Dorf auch, aber inzwischen sind es doch leidlich gute Demokraten und Kapitalisten geworden.

Das Grundprinzip ist doch seit Menschengedenken ähnlich, man hat seit Jahrhunderten in kleinen Kreisen aufeinander gehockt und sich bei den zahlreichen Gelegenheiten verkracht oder befreundet. Wenn die neue Zeit anbricht und sich das neue System lange genug als tragfähig erweist dann verändern sich auch langsam die Menschen.
 
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Das dachte man bei uns im Osten aufn Dorf auch, aber inzwischen sind es doch leidlich gute Demokraten und Kapitalisten geworden.

Ein Dorf ist kein Staat, wo es um territoriale "Rechte" und Einfluss geht.

Das Grundprinzip ist doch seit Menschengedenken ähnlich, man hat seit Jahrhunderten in kleinen Kreisen aufeinander gehockt und sich bei den zahlreichen Gelegenheiten verkracht oder befreundet. Wenn die neue Zeit anbricht und sich das neue System lange genug als tragfähig erweist dann verändern sich auch langsam die Menschen.

Du sagst es - es muss sich lange genug als tragfähig erweisen. Und das erfordert Geduld über Jahrzehnte und den Mut, diese Demokratie auch zu leben. Meistens erweisen sich aber die bekannten Strukturen als tragfähiger. Nicht zuletzt weil sie auch noch religiös begründet werden.
 
Ein Dorf ist kein Staat, wo es um territoriale "Rechte" und Einfluss geht.

Es war schon mehr mehr als mehr ein Dorf- und natürlich geht es auch um territoriale Rechte und um Einflüsse. Ich hab den Eindruck das es sogar meistens um Landbesitz ging nachdem man ja in Nazi und DDR-Zeit da so gern enteignet wurde. Dazu kommen halt die uralten Geschichten von Mord und Todschlag, von Unterschlagung und Übervorteilung der eigenen Leute bis hin zum uralten Kampf Bildungsbürgertum vs Handarbeiter.
 
Tja, wer spricht eigentlich noch vom arabischen Frühling? Wahrscheinlich genau die, die jetzt auch in Syrien gegen Assad hetzen... Auch dort muss natürlich der Islam an die Herrschaft geputscht werden... Staatsmedien (ARD, ZDF) berichten natürlich wie immer neutral und sprechen davon, dass sich Russland und China mitschuldig an Massakern in Syrien macht... Dabei will Russland eben eine Verurteilung beider Konfliktparteien und nicht nur des Assad-Regimes... Aber das ist natürlich Teufelszeug, da jeder weiß, dass die armen "Zivilisten" bzw. friedlichen "Demonstranten" wahre Helden sind...

In Libyen ists jetzt viel besser ohne Gaddafi... Dem ehemaligen französischen Botschafter Lybiens wurde zu Tode gefoltert (Vollprogramm: Ausgerissene Zehennägel, etc.)... Die Ärzte ohne Grenzen stellen ihre Arbeit in Gefängnissen ein, da sie ständig Folteropfer zwischen ihren "Verhörsitzungen" behandeln sollten... Es gibt Vertreibungen und Massaker an der schwarzen Bevölkerung und ganze Stadtteile werden ausgelöscht... Ahja... Schariarecht ist ja das einzige Recht...

https://humanrightsinvestigations.org/2011/08/13/tawergha-no-longer-exists-only-misrata/
 
In Libyen ists jetzt viel besser ohne Gaddafi...
Schlechter ist es jetzt aber auch nicht.

Das haben eben so Revolutionen/Umstürzen an sich: Es kann danach für den Großteil genauso beschissen weitergehen wie vorher.

Wobei man bei den betroffenen Ländern noch kein Urteil fällen kann, weil man sich ja noch mitten im Umbruch befindet.
 
... viel interessanter finde ich die Haltung der Russen und Chinesen. In Libyen hatten sie nix, wofür es sich einzutreten lohnt - also kein Veto und ein bisschen Gemecker. In Syrien sieht das anders aus. Jetzt tun sie genau das, was sie dem Westen [mit Recht] als "Scheinheiligkeit" vorgeworfen haben. Nämlich die Unterstützung eines Regimes, dass zu tausenden die eigenen Bürger niedermetzelt.


Nicht verwunderlich, dass es von RT keine Livebilder aus Syrien gibt. :ugly:
 
Schlechter ist es jetzt aber auch nicht.

Ob das die Menschen in Mali auch so sehen?

Ausgediente Libyen-Kämpfer befeuern Tuareg-Aufstand

"Das war doch vorhersehbar", sagt Nigers Parlamentspräsident Ama Amadou. "Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass der Krieg in Libyen negative Auswirkungen auf die gesamte Sahel-Zone haben wird, auf den Niger, auf Mali, auch auf Mauretanien und den Tschad. Wir hoffen, dass die malische Armee diese Rebellion in ihre Schranken weisen kann. Wir haben in unserer Region wirklich schon genug Sicherheitsprobleme."

Naja, wen interessiert schon, was diese Neger so machen... [/Ironie]

Dafür gibts jetzt dann bald ein weiteres islamreines Land... :)

Wobei man bei den betroffenen Ländern noch kein Urteil fällen kann, weil man sich ja noch mitten im Umbruch befindet.
Ich kann garantieren... Es wird schlechter... Manche "Zivilisationen" sind nunmal einfach noch im Mittelalter...
 
Naja, wen interessiert schon, was diese Neger so machen... [/Ironie]
Genaus so sieht es aus. Dir, mir und dem Großteil der Bevölkerung war es doch jahrelang scheißegal, wie es der unterdrückten Bevölkerung in den Staaten "Arabiens" erging. Hauptsache man konnte da billig Urlaub machen. Und letztendlich ist es ja noch immer so. Nur weil du hier deine Islamophobie auslebst bedeutet das ja nicht, dass du dich für die Menschen da unten einsetzt.
 
Genaus so sieht es aus. Dir, mir und dem Großteil der Bevölkerung war es doch jahrelang scheißegal, wie es der unterdrückten Bevölkerung in den Staaten "Arabiens" erging. Hauptsache man konnte da billig Urlaub machen. Und letztendlich ist es ja noch immer so. Nur weil du hier deine Islamophobie auslebst bedeutet das ja nicht, dass du dich für die Menschen da unten einsetzt.

Jahrelang hieß es, wenn man christliche Hilfsprojekte dort aufbauen wollte, dass man deren Kultur... nicht unterdrücken solle. Jahrelang wurden solche Projekte von den Staaten be-/verhindert und von europäischer Seite extrem kritisch beäugt. Dass solche Projekte einen zivilisatorischen Fortschritt bringen wurde nicht gewürdigt. Und wenn jetzt in die Leere der Regierung entsprechend radikale Gruppierungen - hier dann eben vorwiegend islamistisch geprägte Gruppierungen - eindringen und sich und ihre Ideen durchsetzen ist das doch nur eine naheliegende Konsequenz - oder?!?

Ach so: Betreff Islamophobie - das ist hier in Deutschland - GOTT sei Dank noch nicht nötig, frag mal Christen in entsprechenden Ländern, dort herrscht eine ganz andere Art der "Angst vor dem Islam"!
 
Jahrelang hieß es, wenn man christliche Hilfsprojekte dort aufbauen wollte, dass man deren Kultur... nicht unterdrücken solle. Jahrelang wurden solche Projekte von den Staaten be-/verhindert und von europäischer Seite extrem kritisch beäugt. Dass solche Projekte einen zivilisatorischen Fortschritt bringen wurde nicht gewürdigt.

Naja - das ist aber auch keine einfache Sache. Ich würde islamische Hilfsorganisationen in Deutschland auch nicht völlig objektiv betrachten und mich fragen ob sie missionarische Hintergedanken haben ...

Ich fürchte allerdings, dass überkonfesionelle oder konfessionsfreie Organisationen auch keinen leichten Stand haben ...
 
Naja - das ist aber auch keine einfache Sache. Ich würde islamische Hilfsorganisationen in Deutschland auch nicht völlig objektiv betrachten und mich fragen ob sie missionarische Hintergedanken haben ...

Ich fürchte allerdings, dass überkonfesionelle oder konfessionsfreie Organisationen auch keinen leichten Stand haben ...

Dass hier gleichzeitig der Christliche Glaube vorgelebt und weitergegeben wird ist sicher ein Ziel der Arbeit. Es ist aber meine Beobachtung, dass in vielen Regionen die christlichen Hilfswerke die einzigen sind, die sich engagieren. Jetzt kann man sich fragen, warum das so ist: Der christliche Glaube gebietet: "gehet hin in alle Welt und bezeugt das Evangelium" und "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" - und das zusammen führt zu dem entsprechenden Engagement. Ob man dann andersherum fordern kann, dass das soziale Engagement auch ohne das christliche betrieben werden könne?! ich weiß nicht, ich wollte das nicht.
 
Türkei berät über Vorgehen nach Kampfjet-Angriff

Folgende News wurde am 23.06.2012 um 12:48:32 Uhr veröffentlicht:
Türkei berät über Vorgehen nach Kampfjet-Angriff
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Ankara (dts) - Nach dem Angriff syrischer Militärs auf ein türkisches Kampfflugzeug berät die Regierung nun über das weitere Vorgehen. Die Türkei werde über "notwendige Maßnahmen" entscheiden, wenn alle Details des Zwischenfalls klar seien, heißt es in einer Erklärung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan."Eine Vertuschung ist nicht möglich", sagte der türkische Präsident Abdullah Gül. Wie diese weiteren Schritte allerdings aussehen könnten, ist noch unklar. Außenminister Guido Westerwelle hatte sich inzwischen besorgt über den Vorfall geäußert. Er sei in "Großer Sorge" und verlange eine "genaueste Aufklärung" über das Geschehen, um weitere Eskalationen zu verhindern. Am Freitag war ein vermisster türkischer Kampfjet vom Typ F-4 vom syrischen Militär abgeschossen worden. Beide Seiten bestätigten den Vorfall. Die Luftwaffe habe auf ein "unbekanntes Flugziel" gefeuert. Und Gül räumte ein, dass der Pilot die Staatsgrenze möglicherweise kurzzeitig überflogen habe, allerdings ohne "böse Absicht".
 
Und Gül räumte ein, dass der Pilot die Staatsgrenze möglicherweise kurzzeitig überflogen habe, allerdings ohne "böse Absicht".

Auch wenn sich dieses "möglicherweise" bewahrheiten sollte, ist dies noch lang kein Grund für solch eine Reaktion - aber scheinbar ist es normal das Diktatur-Staaten einen "Höhenflug" haben und meinen sie könnten sich alles erlauben.

Ich denke mal der Geduldsfaden der Türkei wird langsam reißen, schließlich ist dies nicht der erste Zwischenfall. Syrisches Militär nahm ja auch ein Flüchtlingslager unter Beschuss, was auf türkischem Boden ist.

Man kann gespannt sein wie sich die Lage da unten noch entwickelt...
 
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Auch wenn sich dieses "möglicherweise" bewahrheiten sollte, ist dies noch lang kein Grund für solch eine Reaktion - aber scheinbar ist es normal das Diktatur-Staaten einen "Höhenflug" haben und meinen sie könnten sich alles erlauben.

Man kann gespannt sein wie sich die Lage da unten noch entwickelt...

Als NATO-Mitglied wird die Türkei wohl eher nach deren Interessen handeln. Ich glaube nicht, dass die Geschichte so wirklich richtig ist, sondern etwas "schöngeredet", damit die es leichter haben, witer gegen Syrien vorzugehen, nachdem der Destabilisierungsangriff auf die syrische Regierung der NATO/USA nicht nach Plan verlief. Ich weß zwar nicht was die da wirklich vorhaben, aber was sie angeben was sie tun wollen glaube ich kaum. Wenn sich bspw. die Polizisten in den USA die Anweisung bekommen, mit harter Gewalt vorzugehen, warum sollten sie sich auch nur einen Finger krümmen, um den Leuten in Syrien zu helfen?
 
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Das klingt mir zu sehr nach Verschwörungstheorie. Weder die USA noch die anderen NATO-Staaten haben ein Interesse, in Syrien einzugreifen. Nicht zuletzt, weil Russland dort einen Stützpunkt unterhält.

Der Vorfall zeigt lediglich, wie nervös die Regierung Assat inzwischen geworden ist.