Allgemeine Infos zu Eigentumswohnung

EugenBurg

Active member
7 März 2008
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Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einer Eigentumswohnung und brauche generelle Infos über Immobilien. Gibt es dazu Fachzeitschriften oder ähnliches?

kann mir jemand weiterhelfen?
 
Hallo, bin jetzt nicht so ganz sicher, ob du Informationen zu den Immobilien suchst, oder Information zum Kauf von Immobilien.

Bei Informationen zum Kauf einer Eigentumswohnung könnte vielleicht dieses Helfen: Eigentumswohnungen Ganz unten auf der Seite findest du noch den sehr wichtigen Punkt: "Worauf ist beim Kauf einer Eigentumswohnung besonders zu achten?" Oder diese Broschüre von der Schwäbisch Hall (PDF)

Und dann kann ich dir das Buch Wohnungseigentum von A-Z (ISBN 3423050543) sehr empfehlen. Dieses Buch ist vor allem nach dem Kauf sehr hilfreich.

Generelle Informationen, welche Immobilien zum Verkauf stehen, findest du in den Tageszeitungen, bei Banken und Immobilienmaklern. Außerdem gibt es in den meisten Rathäusern Aushänge, in denen die Zwangsversteigerungen bekanntgegeben werden. Über die einzelne Immobilie informierst du dich dann vor Ort durch Besichtigung und Einsichtnahme der Unterlagen und Versammlungsprotokolle.
 
Frag doch einfach, was Du wissen möchtest. Hier tummeln sich genug Eigentümer, die das gerne beantworten.

Marty
 
Hallo, bin jetzt nicht so ganz sicher, ob du Informationen zu den Immobilien suchst, oder Information zum Kauf von Immobilien.

Bei Informationen zum Kauf einer Eigentumswohnung könnte vielleicht dieses Helfen: Eigentumswohnungen Ganz unten auf der Seite findest du noch den sehr wichtigen Punkt: "Worauf ist beim Kauf einer Eigentumswohnung besonders zu achten?" Oder diese Broschüre von der Schwäbisch Hall (PDF)

Und dann kann ich dir das Buch Wohnungseigentum von A-Z (ISBN 3423050543) sehr empfehlen. Dieses Buch ist vor allem nach dem Kauf sehr hilfreich.

Generelle Informationen, welche Immobilien zum Verkauf stehen, findest du in den Tageszeitungen, bei Banken und Immobilienmaklern. Außerdem gibt es in den meisten Rathäusern Aushänge, in denen die Zwangsversteigerungen bekanntgegeben werden. Über die einzelne Immobilie informierst du dich dann vor Ort durch Besichtigung und Einsichtnahme der Unterlagen und Versammlungsprotokolle.

Prima, danke für die Links - das Thema intressiert mich auch zunehmends. Werde dazu aber noch ein paar Jahre sparen, um anfangs mehr anzahlen zu können und mir einige Zinsen zu sparen. Werd mir die Links gleich mal in die Favoriten packen!
 
Generell sollte man erstmal klären, ob das Kaufen einer Wohnung tatsächlich Vorteile bringt, wenn man es mal mit dem Mieten vergleicht. Oft ist das Mieten tatsächlich günstiger als das Kaufen.

Auch würde ich über den Kauf erst nachdenken, wenn auch Sicherheit besteht, zumindest das nächste Jahrzehnt auch an diesem Ort zu verbringen. Ist der Job so sicher? Ist die Familienplanung so sicher?

Wenn das alles geklärt ist, sollte man nach dem passenden Objekt suchen. Bei mir hat das 16 Monate gedauert, bis ich das gefunden hatte, was ich gesucht habe. Lage, Ausstattung, Miteigentümer, Preis, Grundriss... es gibt da eine ganze Menge zu beachten.

Dann kann man sich mal drangeben und Finanzierungen vergleichen. Da lassen sich schnell ein paar tausend Euro sparen, wenn man es richtig angeht. Eigenkapital ist immer wichtig, das evtl. beim Abschluss von privaten Rentenversicherungen beachten, die zählen nämlich nicht als Eigenkapital.

Und dann geht das weiter. Bei einer Wohnung sind Eigentumsverhältnisse zu klären, wie sieht die Stimmenverteilung aus, wer ist Verwalter, welche Nebenkosten (ausser den Üblichen) fallen an.

Gruss
Marty
 
jep werd ich machen. Eine Wohnung muss man auch längerfristig sehen, ich persönlich sehe das auch als Altersvorsorge an, denn wen ich in ca. 10-15 jahren die Wohnung abbezahlt habe kommen ausser Instandhaltungskosten keine Mietkosten mehr auf mich zu. Mein Bruder hat bereits eine Wohnung gekauft und da zahle ich mehr Miete als er monatlich zurückzahlt + eine monatliche rate, die er auf die Seite bringt für evtl. Sonderausgaben wie Dach, heizung etc. Denke von dem her würde sich das bei mir gut lohnen.

Jobsicherheit ist eigentlich auch gegeben. Arbeite seit 10 Jahren in der Firma (die bereits seit über 250 Jahren als Familienunternehmen geführt wird), habe nur 10 Min. in die Arbeit (würde dann eine Wohnung zumindest in der näheren Umgebung von ca. 5-10 km suchen). Renten- und Kapitalversicherung ist vorhanden, aber die taucht in meiner Planung auch nicht auf.

Familienplanung ist noch unklar - meine Freundin hätte gerne bald ein Kind. Das ist wohl dann zuerst abzuklären, inwieweit das ganze dann mit Kind finanzierbar ist. Deswegen werd ich mich mal vorab darum kümmern und gebe dem ganzen noch ca. 5 Jahre bis es Realität wird ;)
 
Der Kauf einer Eigentumswohnung muss in der Tat sehr gut überlegt sein, denn oft häufen sich die Kosten. Nicht unbedingt ausschließlich aufgrund von Mängeln innerhalb der Wohnung, sondern auch Mängel, die am Haus entstehen könnten. Deshalb sollte der Bau an sich schon sehr ordentlich aussehen und gründlich überprüft werden.
 
Ich finde bei einer Eigentumswohnung die anderen Eigentümer und deren Eigenheiten viel risikoreicher. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dort der meiste Ärger und die höchsten Kosten zu erwarten sind. Deshalb immer die Miteigentümer anschauen vor dem Kauf.

Da gibt es evtl. jemanden, der nur vermieten und Geld verdienen will und sich deshalb gegen jede Renovierung sträubt. Oder einen Technik-Besessenen, der immer das Neueste und Beste haben will. Oder den Ruhestörer, den Immer-Gestörten, den Tierliebhaber, den Nichtbeachter von Hausordnungen etc.

Gruss
Marty
 
Die Links sind echt super. Was ich bisher allerdings nicht rausbekommen habe sind Infos zur Standortwahl. Da ich nicht in der ETW wohnen will, suche ich also nach der optimalen Lage.

Hab gehört, dass diese Woche in einem der großen Magazine eine neue Serie über deutschlands Städte gestartet ist. Jemand hierzu weitere Infos?
 
Die Links sind echt super. Was ich bisher allerdings nicht rausbekommen habe sind Infos zur Standortwahl. Da ich nicht in der ETW wohnen will, suche ich also nach der optimalen Lage.
Wer soll denn darin wohnen? Soll das nur zur Geldanlage sein? Dann sieht die Welt nämlich ganz anders aus :)

Marty
 
Genau, reine Geldanlage. Da denke ich doch, spielt die Lage eine entscheidende Rolle...
Da spielen auch die anderen Eigentümer eine Rolle und vor allem spielt die Rendite eine Rolle. Bist Du selber auf die Idee gekommen, eine Immobilie als Geldanlage zu kaufen oder wer hat Dich darauf gebracht? Und welche Gründe spielen da eine Rolle?

Marty
 
Mein Finanzberater kam auf die Idee. Daher bin ich erstmal am Überlegen, welche Städte in Betracht kommen. Ein Arbeitskollege hat mir erzählt, im aktuellen Stern oder Spiegel sei eine neue Themen-Serie zu Immobilien gestartet. Da würde es um Standortwahl, Finanzierung etc. gehen. Jemand was davon gehört?
 
Mein Finanzberater kam auf die Idee.
OVB, AWD, MLP oder eine andere? Und die passende Finanzierung über Tilgungsaussetzung und Abschluss einer Kapitallebensversicherung hat er Dir auch in grossen Buchstaben erklärt. Und dann noch, wie toll das alles wegen der Steuerersparnis ist und das, wenn man das Geld der Lebensversicherung in einen Fonds anlegt (der komischerweise bei Finanzberatern immer mindestens 8% bringt), Du dann praktisch Millionär bist, wenn Du in Rente gehst?

Ich hoffe wirklich, dass es bei Dir nicht so war. Ich habe aber leider zu viele Menschen kennengelernt, die das genau so erlebt haben. Und am Ende hat nur einer verdient: Der Finanzberater.

Ich kann Dir einen ganz wichtigen Tipp geben: Ein "Finanzberater" ist nur dann ein guter Finanzberater, wenn er nicht durch Provisionen an seinen Beratungen verdient. Wenn Dein "Finanzberater" also möchte, dass Du die FInanzierung über ihn machst, eine Kapitallebensversicherung über ihn abschliesst, dann ist es kein "Berater", sondern ein "Verkäufer".

Bevor Du auch nur erwägst, irgendwo einen Vertrag zu unterschreiben, frag Dich folgendes:
Was passiert, wenn die von Dir zur Geldanlage gekaufte Immobilie leersteht, weil Du keinen Mieter findest? Kannst Du Dir die Raten dann trotzdem leisten?
Was passiert, wenn Du einen Mietnomaden erwischst, der Deine Immobilie beschädigt und ebenfalls jahrelang keine Miete zahlt. Kannst Du Dir das leisten? Hast Du eine Idee, was es kostet, solche Leute loszuwerden? Hast Du diese Reserven?
Hast Du mindestens 2 Netto-Jahresgehälter in sonstigen Geldanlagen und oder Alterssicherungen stecken?
Hast Du einen Genzsteuersatz jenseits der 40%, d.h. verdienst Du über 100.000 Euro brutto pro Jahr? Nur für die dürfte sich das wirklich lohnen.
Kennst Du alle Nebenkosten, die so beim Erwerb und der Verwaltung einer Immobilie anfallen und die nicht auf den Mieter umlegbar sind?
Hast Du ungefähr eine Idee, was Du an Bruttorendite (Verhältnis Miete/Kaufpreis) erwirtschaften musst, damit sich eine Immobilie lohnt?

Daher bin ich erstmal am Überlegen, welche Städte in Betracht kommen.
Grossstädte und dort bevorzugte Wohngegend, da, wo man schon immer mal wohnen wollte aber es sich nicht leisten kann. Ein wichtiger Grundsatz lautet "Besser die letzte Hütte in bester Wohngegend als den schönsten Prunkbau im Asi-Viertel". Die Immobilie kann man verschönern, das Umfeld nicht.

Aber ich würde an Deiner Stelle, wenn überhaupt, klein anfangen. In welcher Stadt wohnst Du? Gibt es da Bestlagen? Die wird es ja geben. Gibt es dort evtl. kleine Eigentumswohnungen, mit denen man anfangen könnte? Es muss ja nicht direkt die 240qm-Wohnung im Sony-Center Berlin sein, es geht ja vielleicht auch die 45qm-Wohnung in Bestlage in Deiner Stadt.

Denk mal ein bisschen drüber nach. Und such mal nach Erfahrungsberichten von Normalverdienern, die ihrem "Finanzberater" getraut haben... aber setz dich vorher, Du wirst viel über das Thema Privatinsolvenz lernen.

Marty
 
Wow Marty,

vielen lieben Dank für eine so tolle und ausführliche Antwort. Der Finanzberater war in der Tat einer von denen, die Du angesprochen hast. Und die Situation ist außerdem ähnlich. Werde daher nochmal bei ihm das Thema ansprechen...

Wohne in Mainz. Da ich aber nie länger an einem Ort bin, ist es im Grunde egal, wo ich die WOhnung kaufe/anschaue/verwalte. Werde mir mal ein paar Zeitschriften holen und erstmal etwas nachlesen...

@Jacky, danke für den Tip mit Focus. Morgen schaue ich da mal rein...
 
Der Finanzberater war in der Tat einer von denen, die Du angesprochen hast. Und die Situation ist außerdem ähnlich. Werde daher nochmal bei ihm das Thema ansprechen...
Wäre nett, wenn Du dann mal schreibst, was er denn zu sagen hatte. Vor allem, wie er sich das schönrechnet.

Ach so. Im Versicherungsvertragsgesetz soll eine Änderung eingebaut werden. Dann sind die Versicherer verpflichtet, vor dem Abschluss dem Kunden mitzuteilen, welche Kosten während der Laufzeit entstehen werden. Kannst ja Deinen Berater dann direkt mal fragen, ob er Dir für die von ihm vorgeschlagene Lebens- (oder Renten- oder Fonds-) versicherung mal mitteilt, wieviel Provision da anfällt. Aber setz Dich vorher. 1-2 Jahresbeiträge sind da normal. Bei 200 Euro im Monat also mal schnell 2.400 bis 4.800 Euro. Nur an Provision für Deinen "Berater". Glaubst Du wirklich, die berät Dich so, dass es für Dich optimal ist?

Ach so, ich will Dir das nicht ausreden, Ich möchte nur zum Nachdenken anregen. Bevor Du Dich auf 20 Jahre verschuldest nur weil ein Verkäufer Dir das blaue vom Himmel erzählt, denk lange darüber nach. Dieses Modell der Geldanlage ist nichts, was man morgen abschliessen muss, das geht auch noch in 6 Monaten oder in 5 Jahren, wenn das Einkommen dann entsprechend ist.

Wohne in Mainz. Da ich aber nie länger an einem Ort bin, ist es im Grunde egal, wo ich die WOhnung kaufe/anschaue/verwalte.
Dann rechne auch noch die Kosten der regelmässigen Bescuhe mit in Deine Betrachtung der Dinge. Wenn die Wohnung in München ist, Du aber in Hamburg wohnst, musst Du Reisekosten mit einplanen.

Ich habe bis heute so an die 40 Fälle persönlich kennengelernt, die genau auf solch einen "Verkäufer" gehört haben. Vielleicht 5 davon sagen heute, sie würden es noch mal machen. Von 5 weiß ich, dass sie Ärger mit Mietern hatten, Mietausfälle und enorme Probleme, die Raten an die Bank zu stemmen. Einer (und auch noch ein guter Freund) ist heute in der Privatinsolvenz deswegen. Der Berater ward nicht mehr gesehen.

Wenn Du irgendwann sagst "Das Risiko gehe ich ein" ist das völlig in Ordnung. Wenn es gut geht, wunderbar, Du wirst eine ruhige Rente haben. Wenn es schiefgeht, dann ist es wenigstens so, dass Du nur Dir selber Vorwürfe machen kannst.

Hier noch ein paar Links, die Dir noch Infos geben:
https://boerse.ard.de/content.jsp?go=analyse&key=dokument_193134
https://boerse.ard.de/content.jsp?go=analyse&key=dokument_192954
https://boerse.ard.de/content.jsp?go=analyse&key=dokument_193142
https://www.amazon.de/Immobilien-als-Geldanlage-m-CD-ROM/dp/3448086010 (ich kenne das Buch nicht, aber Grundlagen wird es wohl beinhalten)
https://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,278756,00.html

Marty
 
Für alle, die es interessiert: Diese Woche sind im Focus die Städte Berlin, München, Düsseldorf, Bremen und Potsdam dran gewesen. Ist ganz hilfreich, aber wenig interessant, wenn man sich für einen Bauernhof interessiert :)

:biggrin:

Viele Gruesse
Heinrich
 
Danke Marty,

Du hast mir wirklich nen wahnsinnigen Denkanstß gegeben. Jetzt kommt es mir immer mehr, dass der "Berater" eigene Interessen i ndne Vordergrund stellt. Ei nFreund von mir ist Immobilienmakler. Den werde ich dazu mal fragen. Habe ihn bisher nur nicht zu Rate gezogen, da ich Freunde und Finanzen eigentlich trenne.

Melde mich dann sobald es etwas neues gibt. Wie rätst Du mir denn das Vorgehen beim Kauf einer Immobilie? Irgendeinen Berater einschalten oder auf eigene Faust? Das mit dem Pendeln zwischen WOhnsitz und Immo ist richtig. Kann ich aber zum jetzigen Zeitpunkt leider nich nicht wissen, wo ich in 5, 10 oder 15 Jahren wohne...
 
Wie rätst Du mir denn das Vorgehen beim Kauf einer Immobilie? Irgendeinen Berater einschalten oder auf eigene Faust?

Das kommt darauf an. Wenn Du Dir eine Lage in der Nähe Deines derzeitigen Wohnortes suchst, kannst Du selber viel erledigen. Wenn es aber dann München oder Berlin sein soll, dann ist ein Makler evtl. sogar Kostensparender, auch wenn der dicke Provision bekommt.

Als erstes solltest Du Dir eine Lage aussuchen. Du kannst ja spasseshalber mal die besseren Wohngegenden von Mainz vornehmen. Dann schaust Du mal auf den diversen Immobilien-Verkaufsportalen, wie in diesen Gegenden die Preise für Häuser, Wohnungen für diverse Baujahre, Zustände und Lagen liegen.

Ich habe das hier in Wuppertal ca. 6 Monate gemacht, danach konnte ich in den besseren Lagen jeden Preis, der aufgerufen wurde, sofort einschätzen. Ich hatte ein Gefühl dafür bekommen, ob etwas teuer oder billig ist.

Wenn Du dafür ein sicheres Gefühl bekommen hast (oder auch schon gleichzeitig) machst Du das für Mieten. Welche Mieten sind erzielbar?

Dann kannst Du mal hingehen und Dir die Renditen ausrechnen. Beispiel: 100qm, bessere Wohngegend, Eigentumswohnung, kostet 150.000 Euro in renoviertem, bezugsfertigem Zustand. Miete könntest Du ca. 6 Euro kalt pro qm verlangen, macht 7.200 Euro im Jahr. Bruttorendite keine 5%. Würde sich vermutlich nicht lohnen. So musst Du Dir jede Immobilie durchrechnen.

Noch ein Tipp: Garagen sind zur Zeit noch relativ gute Renditebringer. In Grossstädten gesucht, kaum Erhaltungsaufwand und gute Renditen. Und nicht so teuer als Einstieg.

Marty