Vielleicht weigern sich die ganzen Anbieter ja, weil sie sich genauso wie jeder andere denken können, dass Kinderpornographie hier nur als Totschlagargument vorgeschoben wird, um das Internet nach und nach zu "zensieren"...
Und wenn man schon dabei ist, eigentlich sind Seiten von Hackern wie dem CCC auch ziemlich gefährlich... ganz zu schweigen von regierungskritischen Inhalten auf Blogs etc...

Feuchtträume (von dem Lesefehler der Feuchttraumlampen, die immer wieder angeboten werden) eines Rollifahrers.
China ist ein tolles Land!
 
Das erinnert mich an die Zeit, als damals einige Provider den Zugang zu Seiten von Mitbewerbern geblockt haben.

Angeblich soll es ja auch in Deutschland Internetseiten geben mit rechtsradikalem Inhalt die momentan schon geblockt werden, was wird einem denn dann stattdessen angezeigt?

Stehe ich wenn ich dann nicht bei einem dieser großen 8 Provider bin, eigentlich gleich unter Generalverdacht?

Sperren und Verbieten, mehr fällt unser Politik ja leider nicht ein. Aber man merkt es ist Wahljahr und damit kann man sicher gut punkten. Denn mehr als nen Tropfen auffen heißen Stein würden sie eh nicht ausrichten, wenn es etwas bringen würde, ok, aber so geht es doch eindeutig nur um das beruhigen von Bürgern. Wir machen doch was liebe Bürger und nun wählt uns, das es nix bringt sollten sie wissen und wenn nicht sollten sie Experten befragen.
 
Das erinnert mich an die Zeit, als damals einige Provider den Zugang zu Seiten von Mitbewerbern geblockt haben.

mich erinnert das vor allem daran...

0,1020,741418,00.jpg


Angeblich soll es ja auch in Deutschland Internetseiten geben mit rechtsradikalem Inhalt die momentan schon geblockt werden, was wird einem denn dann stattdessen angezeigt?

133077505_7895ebd29c.jpg



Stehe ich wenn ich dann nicht bei einem dieser großen 8 Provider bin, eigentlich gleich unter Generalverdacht?

selbstverständlich. :yes:

Aber man merkt es ist Wahljahr und damit kann man sicher gut punkten. Denn mehr als nen Tropfen auffen heißen Stein würden sie eh nicht ausrichten, wenn es etwas bringen würde, ok, aber so geht es doch eindeutig nur um das beruhigen von Bürgern. Wir machen doch was liebe Bürger und nun wählt uns, das es nix bringt sollten sie wissen und wenn nicht sollten sie Experten befragen.

richtig. allen vorran unsere bundesfamilienministerin.
 
[N] Zugang zu Internet-Kinderpornos wird erschwert

Folgende News wurde am 25.03.2009 um 13:19:06 Uhr veröffentlicht:
Zugang zu Internet-Kinderpornos wird erschwert
DPA-News

Berlin (dpa) - Nach langen kontroversen Debatten hat die Bundesregierung eine härtere Bekämpfung von Kinderporno-Seiten im Internet beschlossen. Das Telemediengesetz soll so geändert werden, dass Kinderporno-Seiten im Netz für die breite Masse der Nutzer nicht mehr abzurufen sind. Die Regierung will nach einem Kabinettsbeschluss vom Mittwoch dafür den Zugang zu Kinderporno-Seiten erschweren, die auf Servern im Ausland liegen. Ziel ist, den kommerziellen Massenmarkt mit Millionen-Einnahmen empfindlich zu stören und ein gesellschaftliches Signal zur Ächtung von Kinderpornografie zu setzen. «Wir wollen nicht länger tolerieren, dass die Vergewaltigung von Kindern massenhaft im Internet in Deutschland abrufbar ist, und deshalb die Sperrung dieser Seiten einleiten», sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach der Kabinettssitzung. Sie betonte, die Mehrzahl der Anbieter von Internetzugängen sei entschlossen, mit der Bundesregierung zusammenzuarbeiten und entsprechende Verträge abzuschließen. Kurz vor oder nach Ostern würden Telekom, Vodafone/Arcor, O2, Kabel Deutschland und Alice die Papiere unterzeichnen. Die Provider benötigten drei bis sechs Monate Zeit, um die technischen Voraussetzungen für die Sperrung zu schaffen. Mit der Gesetzesänderung sollen dann alle deutschen Provider verpflichtet werden, den Zugang zu Kinderporno-Seiten zu erschweren. Das Gesetz solle zügig umgesetzt werden. Im Wirtschaftsministerium seien die Vorarbeiten bereits angelaufen. Von der Leyen sagte, nur versierte Internet-Nutzer mit krimineller Energie könnten künftig die Sperrungen von Seiten mit kinderpornografischem Inhalt umgehen. Zu verfassungsrechtlichen Bedenken sagte Justizministerin Brigitte Zypries (SPD): «Die Würde eines Kindes ist ein höheres Gut als die Massenkommunikation. » Kritiker hatten ihr vorgeworfen, die Pläne griffen in das Recht auf freie Information ein. Das Bundeskriminalamt (BKA) soll nach von der Leyens Angaben Seiten mit kinderpornografischen Inhalten auflisten und den Internet-Providern zur Verfügung stellen. Auf dieser Grundlage blockieren diese dann den Zugang zu solchen Seiten. Kinderporno-Seiten sind nach Angaben von der Leyens in Deutschland ein Massengeschäft. «Wir sprechen von 300*000 bis 400*000 Klicks am Tag auf solche Seiten», sagte sie.
 
Ich weiß, dass viele Menschen in Deutschland diese Regelung unterstützen, aber ich finde es einfach übertrieben. Jedes verdammte Script-Kiddie kann diese Sperre umgehen, viele andere Länder sind da schon ganz ordentlich vor den Kopf gestoßen worden.

Für die breite Masse sind sie zwar nicht mehr zugänglich aber die breite Masse hatte daran auch nie Interesse. War es nicht vor kurzem in Dänemark, wo die Sperrlisten im Internet aufgetaucht sind? Der Traum für jeden Pädophilen!

Außerdem besteht die Gefahr, dass auch harmlose Seiten gesperrt werden. Dann hatten alle Kritiker recht und die Regierung hat es versemmelt.

Ich bin gegen Kinderpornos, aber diese Anti-Kinderporno-Kampagnen haben einfach übers Ziel hinausgeschossen. Anstatt "normalen" Pädophilen ihren Zugang zu Kinderpornos zu erschweren (Denn verhindern werden sie gar nichts, wer will, kommt immer noch an seinen Schweinkram, wahrscheinlich tauchen bald die ersten Tutorials zum Umgehen der Filter auf), muss das Problem an der Wurzel angepackt werden, sprich, die echten Kinderficker müssen bestraft werden. Nicht nur in Deutschland, sondern überall, dann gibt es auch keine Kinderpornos mehr.

Ich hoffe, ich habe niemanden zu sehr vor den Kopf gestoßen, aber ich finde das einfach übertrieben!

Liebe Grüße,
bick-fm
 
[N] Beschluss zur Bekämpfung von Kinderporno-Seiten

Folgende News wurde am 25.03.2009 um 16:10:00 Uhr veröffentlicht:
Beschluss zur Bekämpfung von Kinderporno-Seiten
Shortnews

Im Kampf gegen Kinderpornografie hat die Bundesregierung am heutigen Mittwoch ein Gesetz zur Bekämpfung von Kinderporno-Seiten beschlossen. Die großen Internet-Provider sollen bereits in den nächsten Monaten eine Sperre einrichten, die den Zugang zu Kinderporno-Seiten unmöglich machen soll und somit der kommerzielle Massenmarkt, der Millionen-Umsätze verbucht, gestört wird. Die Seiten, die gesperrt werden sollen, werden vom Bundeskriminalamt aufgelistet. Anhand dieser Daten werden die Provider dann die Sperren einrichten.
 
[N] Chaos Computer Club: Internetsperren umgehen ist einfach

Folgende News wurde am 25.03.2009 um 21:25:21 Uhr veröffentlicht:
Chaos Computer Club: Internetsperren umgehen ist einfach
DPA-News

Berlin (dts) - Der „Chaos Computer-Club“ (CCC) hat sich gegen die heute vom Bundeskabinett beschlossene Sperre von Internetseiten mit Kinderpornographie durch Zugangsprovider ausgesprochen. Diese Sperren seien sehr leicht zu umgehen. Das sei technisch so trivial, dass selbst „nicht allzu begabte Interessenten“ dennoch leicht auf Kinderpornos zugreifen könnten, sagte ein Sprecher des Vereins der dts Nachrichtenagentur. Stattdessen sei es sinnvoller, die Anbieter solcher Seiten direkt zu ermitteln. „Der Großteil der Server auf den Sperrlisten, die bisher bekannt geworden sind, steht in westlichen Ländern“, so der Verein. Statt diese Server direkt abzuschalten, sei es offenbar Ziel der Regierung eine „Zensurinfrastruktur“ zum Ausblenden unerwünschter Inhalte im Internet zu errichten. Es sei wahrscheinlich, dass diese bald für andere Zwecke benutzt werde, etwa um die Interessen der Musikindustrie durchzusetzen.
 
[N] Bei fünf Providern demnächst Kinderporno-Sperre

Folgende News wurde am 09.04.2009 um 17:19:00 Uhr veröffentlicht:
Bei fünf Providern demnächst Kinderporno-Sperre
Shortnews

Fünf große Internet-Anbieter haben sich dazu entschlossen, auch ohne Gesetzesgrundlage die Sperre für ausländische Kinderpornoseiten einzuführen. Die Verträge sollen am 17. April zusammen mit Familienministerin Ursula von der Leyen unterzeichnet werden. Laut den Plänen soll das Bundeskriminalamt (BKA) die Provider täglich mit neuen Sperrlisten versorgen, sodass den Betreibern solcher Seiten so wenig Spielraum wie möglich geboten wird. Zwar meint das BKA, dass durch die Sperre ein Großteil der Besucher solcher Seiten daran gehindert werden kann, diese Seiten zu betreten. Gegner der Sperre meinen jedoch, dass Nutzer, die an das Material kommen wollen, auch einen Weg finden werden diese Sperre zu umgehen.
 
Ich habe den Threat zu der News mal aufgemacht, weil ich gerne zu der News sagen und vor allem auf Kommentare antworten wollte.

Hier die bisherigen Kommentare

(6)schwarzfahrer schreibt am 09.04.2009 um 17:38:08 Uhr
Zu Kommentar 5 - und wer keine MP3s runterläd braucht keine Sorge davor zu haben dass die Tauschbörsen IPs rauszugeben haben. Wer nichts zu verbergen hat kann auch generell seine DNA beim BKA hinterlegen. Dann führen wir noch unangekündigte präventive Hausdurchsuchungen durch, usw. usw. und das alles unter dem Deckmantel der Kinderpornobekämpfung. Da haben die ein SUPER emotionales Vorzeigethema, denn JEDER sollte GEGEN solche Verbrechen sein... aber wartet nur ab, das WIRD ausgeweitet...

(5)****** schreibt am 09.04.2009 um 17:32:20 Uhr
*ENTFERNT auf Forderung der Userin, wen der Kommentar interssiert kann ja hier nachgucken

(4)FrechDachs schreibt am 09.04.2009 um 17:31:14 Uhr
als ob die konsumenten solcher seiten nicht wissen was nen proxy ist. oder keine anonymisierungsdienste kennen.

(3)Belegthondion schreibt am 09.04.2009 um 17:29:41 Uhr
Ich kann nur jedem, der bei den Providern Kunde ist, empfehlen, für sich ein Sonderkündigungsrechts in Anspruch zu nehmen. Das ganze ist eine total miese Aktion, bei der sich von der Leyen mit sinnlosen Argumenten an vorderste Front stellt, während sich Schäuble&co drüber freuen, dass da nun eine Zensur-Infrastruktur aufgebaut wird. Die Sperrliste wird vom BKA zusammengestellt, wer sie veröffentlich muss mit einer Verfolgung wegen Verbreitung von KiPo rechnen. Es gibt also keine Kontrolle

(2)Vlad schreibt am 09.04.2009 um 17:26:07 Uhr
Leider ist da das Problem, dass die Server nicht in Deutschland sind, also ist das Löschen dieser Seiten nicht gegeben. Irgendeine Serverfarm im Iran wird sich nicht dafür interessieren, was für Gesetze in Deutschland gemacht werden.

(1)simo890 schreibt am 09.04.2009 um 17:24:10 Uhr
Man sollte wohl lieber diese Seiten löschen als sie nur zu sperren denn eine IP-Sperre kann doch schon ohne große WWW Kenntnisse umgangen werden.

Meiner Meinung nach bringt diese gesamte Sperrgeschichte vor allem ein riesengroßes Problem: Die Sperrliste soll vom BKA in Eigenregie erstellt werden. Soweit ich weiss, ist bisher kein externes "Kontrollorgan" vorgesehen, dass die Liste kontrolliert oder in Streitfällen einschreitet. Das BKA kann hier schlichtweg machen, was es will.

Weiterhin wird es wohl so aussehen, dass jeder, der die Sperrliste, oder Auszüge daraus, veröffentlicht, wegen der Verbeitung kinderpornografischer Schriften verfolgt wird. Denn nach Ansicht einiger Gerichte macht man sich mit dem setzen von Links auf illegale Seiten mitschuldig, vor allem wenn einem bewußt ist, dass die Seiten evtl illegales Material enthalten.

Und wenn man nur die Untersuchung der Staatsanwaltschaft und die Hausdurchsuchung an die Presse durchsickern lässt, kann man Existenzen vernichten, weil es keinen mehr interessiert, wenn ein Gericht Jahre später die Unschuld feststellt. Die Frau ist dann längst ausgezogen, das Sorgerecht für die Kinder weg, der Arbeitgeber hat einen rausgeschmissen und in der Region kann man auch nicht mehr wohnen weil man überall nur noch als KiPo-Freund bekannt ist. Der Lawblogger Udo Vetter berichtete in seinem Block von einem Mandanten, dem es genauso ergangen ist.

Diese Praxis der Einschüchterung ist inzwischen umgesetzt worden. Wikileaks hat die Sperrlisten aus einigen Ländern, wo das ganze bereits umgesetzt ist, veröffentlicht. Ergebnis der Untersuchung der Listen: Unter 10% der Seiten enthielten wirklich eindeutiges KiPo, einige wenige Grenzfälle und eine Hand voll normale Pornografie. Der Großteil enthielt legale Inhalte oder war nicht mehr zu erreichen, was auf eine mangelhafte Pflege hindeutet.
Weiteres Ergebnis: Von den Seiten, die eindeutige KiPo enthielten, wurden einige in der EU gehostet und sogar etliche in Deutschland. Diese Listen sind Frau von der Leyen und anderen Amtsträgern seit langem bekannt. Trotzdem sind die Server nicht abgeschaltet und die Betreiber strafrechtlich verfolgt worden. Dabei hat schon ein kurzes Rundschreiben einer Kinderschutzorganisation an die Hoster der Seiten dafür gesorgt, das beinahe alle Hoster die Seiten binnen weniger Stunden abgeschaltet haben.
Man ist abre von staatlicher Seite aus lieber hingegangen und hat bei dem "Sponsor" der Wikileaks-Domain in Deutschland eine Hausdurchsuchung veranstaltet, weil die Listen veröffentlicht wurden und man damit den Zugriff auf KiPo vereinfacht hat.

Und ich gebe der Liste ca 1 Jahr nach Einführung, dann hat Hr. Schäuble, der ja schon den Wunsch geäußert hat, auch rechtsradikale und islamistische Propaganda sperren zu können, seinene Vorstellungen mit eingebracht. In der Bundestagsdebatte dauerte es nur wenige Minuten, da war die Brücke von Kinderpornografie zu Urheberrechtsverletzungen geschlagen, die man natürlich genauso Blocken müsse. Und "gewaltverherrlichende Seiten" und seiten mit "Killerspielen" wurden nach den letzten Amokläufen auch gleich mit in den Topf geworfen.

Am Schluss beißt sich also die Katze in den Schwanz: Das BKA erstellt nach gutdünken Listen mit seiner Ansicht nach illegalen Inhalten, die niemand kontrollieren kann, weil der Besitz der Liste für den außer BKA und der Provider und den Besuch der Seiten bereits die Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung nach sich zieht. Wenn die Liste mal bei allen Providern zwangseingeführt ist, gibt es auch keine Möglichkeit mehr, den Inhalt zu kontollieren weil man ja nicht mehr drauf zugreifen kann.
Ob da nun KiPo-Seiten drauf landen oder auch andere Sachen... niemand kann es wirklich kontrollieren. Man bekommt nur die Info, das die Seite, die man versucht aufzurufen "Böse" ist. Warum diese Entscheidung gefallen ist... danach darf man nicht fragen.

Es trifft also am Schluss nicht (nur) die KiPo Konsumenten, sondern vielleicht auch viele andere Seiten, die dem BKA oder der Politik nicht gefallen.

Nur die organisierten KiPo-Konsumenten... die interessiert das alles einen feuchten Dreck. Denn nach Aussagen von Experten werden KiPo überwiegend im IRC und über P2P-Tauschbörsen gehandelt und nicht über die viel beschworenen kommerziellen Seiten im www. Aber weder IRC noch p2p-Netze werden durch die Sperrlisten erfasst.


Sorry wenn einiges durcheinander gekommen ist und die Lesbarkeit leidet, aber mir fehlt im Moment ein bißchen die Zeit, das richtig zu strukturieren.

Viele Grüße
Simon

Ich hab aus dem Post mit den ursprünglichen News-Kommentaren einen Post entfernt, nachdem sich die Posterin massiv beschwert hat.

Wer den Post lesen will, findet ihn hier
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe den Threat zu der News mal aufgemacht, weil ich gerne zu der News sagen und vor allem auf Kommentare antworten wollte.

Hier die bisherigen Kommentare

(6)schwarzfahrer schreibt am 09.04.2009 um 17:38:08 Uhr
Zu Kommentar 5 - und wer keine MP3s runterläd braucht keine Sorge davor zu haben dass die Tauschbörsen IPs rauszugeben haben. Wer nichts zu verbergen hat kann auch generell seine DNA beim BKA hinterlegen. Dann führen wir noch unangekündigte präventive Hausdurchsuchungen durch, usw. usw. und das alles unter dem Deckmantel der Kinderpornobekämpfung. Da haben die ein SUPER emotionales Vorzeigethema, denn JEDER sollte GEGEN solche Verbrechen sein... aber wartet nur ab, das WIRD ausgeweitet...

(5)****** schreibt am 09.04.2009 um 17:32:20 Uhr
*ENTFERNT auf Forderung der Userin, wen der Kommentar interssiert kann ja hier nachgucken

(4)FrechDachs schreibt am 09.04.2009 um 17:31:14 Uhr
als ob die konsumenten solcher seiten nicht wissen was nen proxy ist. oder keine anonymisierungsdienste kennen.

(3)Belegthondion schreibt am 09.04.2009 um 17:29:41 Uhr
Ich kann nur jedem, der bei den Providern Kunde ist, empfehlen, für sich ein Sonderkündigungsrechts in Anspruch zu nehmen. Das ganze ist eine total miese Aktion, bei der sich von der Leyen mit sinnlosen Argumenten an vorderste Front stellt, während sich Schäuble&co drüber freuen, dass da nun eine Zensur-Infrastruktur aufgebaut wird. Die Sperrliste wird vom BKA zusammengestellt, wer sie veröffentlich muss mit einer Verfolgung wegen Verbreitung von KiPo rechnen. Es gibt also keine Kontrolle

(2)Vlad schreibt am 09.04.2009 um 17:26:07 Uhr
Leider ist da das Problem, dass die Server nicht in Deutschland sind, also ist das Löschen dieser Seiten nicht gegeben. Irgendeine Serverfarm im Iran wird sich nicht dafür interessieren, was für Gesetze in Deutschland gemacht werden.

(1)simo890 schreibt am 09.04.2009 um 17:24:10 Uhr
Man sollte wohl lieber diese Seiten löschen als sie nur zu sperren denn eine IP-Sperre kann doch schon ohne große WWW Kenntnisse umgangen werden.

Meiner Meinung nach bringt diese gesamte Sperrgeschichte vor allem ein riesengroßes Problem: Die Sperrliste soll vom BKA in Eigenregie erstellt werden. Soweit ich weiss, ist bisher kein externes "Kontrollorgan" vorgesehen, dass die Liste kontrolliert oder in Streitfällen einschreitet. Das BKA kann hier schlichtweg machen, was es will.

Weiterhin wird es wohl so aussehen, dass jeder, der die Sperrliste, oder Auszüge daraus, veröffentlicht, wegen der Verbeitung kinderpornografischer Schriften verfolgt wird. Denn nach Ansicht einiger Gerichte macht man sich mit dem setzen von Links auf illegale Seiten mitschuldig, vor allem wenn einem bewußt ist, dass die Seiten evtl illegales Material enthalten.

Und wenn man nur die Untersuchung der Staatsanwaltschaft und die Hausdurchsuchung an die Presse durchsickern lässt, kann man Existenzen vernichten, weil es keinen mehr interessiert, wenn ein Gericht Jahre später die Unschuld feststellt. Die Frau ist dann längst ausgezogen, das Sorgerecht für die Kinder weg, der Arbeitgeber hat einen rausgeschmissen und in der Region kann man auch nicht mehr wohnen weil man überall nur noch als KiPo-Freund bekannt ist. Der Lawblogger Udo Vetter berichtete in seinem Block von einem Mandanten, dem es genauso ergangen ist.

Diese Praxis der Einschüchterung ist inzwischen umgesetzt worden. Wikileaks hat die Sperrlisten aus einigen Ländern, wo das ganze bereits umgesetzt ist, veröffentlicht. Ergebnis der Untersuchung der Listen: Unter 10% der Seiten enthielten wirklich eindeutiges KiPo, einige wenige Grenzfälle und eine Hand voll normale Pornografie. Der Großteil enthielt legale Inhalte oder war nicht mehr zu erreichen, was auf eine mangelhafte Pflege hindeutet.
Weiteres Ergebnis: Von den Seiten, die eindeutige KiPo enthielten, wurden einige in der EU gehostet und sogar etliche in Deutschland. Diese Listen sind Frau von der Leyen und anderen Amtsträgern seit langem bekannt. Trotzdem sind die Server nicht abgeschaltet und die Betreiber strafrechtlich verfolgt worden. Dabei hat schon ein kurzes Rundschreiben einer Kinderschutzorganisation an die Hoster der Seiten dafür gesorgt, das beinahe alle Hoster die Seiten binnen weniger Stunden abgeschaltet haben.
Man ist abre von staatlicher Seite aus lieber hingegangen und hat bei dem "Sponsor" der Wikileaks-Domain in Deutschland eine Hausdurchsuchung veranstaltet, weil die Listen veröffentlicht wurden und man damit den Zugriff auf KiPo vereinfacht hat.

Und ich gebe der Liste ca 1 Jahr nach Einführung, dann hat Hr. Schäuble, der ja schon den Wunsch geäußert hat, auch rechtsradikale und islamistische Propaganda sperren zu können, seinene Vorstellungen mit eingebracht. In der Bundestagsdebatte dauerte es nur wenige Minuten, da war die Brücke von Kinderpornografie zu Urheberrechtsverletzungen geschlagen, die man natürlich genauso Blocken müsse. Und "gewaltverherrlichende Seiten" und seiten mit "Killerspielen" wurden nach den letzten Amokläufen auch gleich mit in den Topf geworfen.

Am Schluss beißt sich also die Katze in den Schwanz: Das BKA erstellt nach gutdünken Listen mit seiner Ansicht nach illegalen Inhalten, die niemand kontrollieren kann, weil der Besitz der Liste für den außer BKA und der Provider und den Besuch der Seiten bereits die Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung nach sich zieht. Wenn die Liste mal bei allen Providern zwangseingeführt ist, gibt es auch keine Möglichkeit mehr, den Inhalt zu kontollieren weil man ja nicht mehr drauf zugreifen kann.
Ob da nun KiPo-Seiten drauf landen oder auch andere Sachen... niemand kann es wirklich kontrollieren. Man bekommt nur die Info, das die Seite, die man versucht aufzurufen "Böse" ist. Warum diese Entscheidung gefallen ist... danach darf man nicht fragen.

Es trifft also am Schluss nicht (nur) die KiPo Konsumenten, sondern vielleicht auch viele andere Seiten, die dem BKA oder der Politik nicht gefallen.

Nur die organisierten KiPo-Konsumenten... die interessiert das alles einen feuchten Dreck. Denn nach Aussagen von Experten werden KiPo überwiegend im IRC und über P2P-Tauschbörsen gehandelt und nicht über die viel beschworenen kommerziellen Seiten im www. Aber weder IRC noch p2p-Netze werden durch die Sperrlisten erfasst.


Sorry wenn einiges durcheinander gekommen ist und die Lesbarkeit leidet, aber mir fehlt im Moment ein bißchen die Zeit, das richtig zu strukturieren.

Viele Grüße
Simon

Ich hab aus dem Post mit den ursprünglichen News-Kommentaren einen Post entfernt, nachdem sich die Posterin massiv beschwert hat.

Wer den Post lesen will, findet ihn hier

Toller Post! Und kann ich voll zustimmen

Dem kann ich nur noch dies hinzufügen:
Internetsperren: FoeBuD richtet Anti-Zensur-DNS-Server ein
https://www.golem.de/0904/66543.html
 
Zugang kappen, so wie es Arcor zeitweise mit ****** gemacht hat ;)

******* ist aber doch eine Legale Seite, die ist doch genauso Legal wie ********** ??

Ich weiß, dass viele Menschen in Deutschland diese Regelung unterstützen, aber ich finde es einfach übertrieben. Jedes verdammte Script-Kiddie kann diese Sperre umgehen, viele andere Länder sind da schon ganz ordentlich vor den Kopf gestoßen worden.

Für die breite Masse sind sie zwar nicht mehr zugänglich aber die breite Masse hatte daran auch nie Interesse. War es nicht vor kurzem in Dänemark, wo die Sperrlisten im Internet aufgetaucht sind? Der Traum für jeden Pädophilen!

Außerdem besteht die Gefahr, dass auch harmlose Seiten gesperrt werden. Dann hatten alle Kritiker recht und die Regierung hat es versemmelt.

Ich bin gegen Kinderpornos, aber diese Anti-Kinderporno-Kampagnen haben einfach übers Ziel hinausgeschossen. Anstatt "normalen" Pädophilen ihren Zugang zu Kinderpornos zu erschweren (Denn verhindern werden sie gar nichts, wer will, kommt immer noch an seinen Schweinkram, wahrscheinlich tauchen bald die ersten Tutorials zum Umgehen der Filter auf), muss das Problem an der Wurzel angepackt werden, sprich, die echten Kinderficker müssen bestraft werden. Nicht nur in Deutschland, sondern überall, dann gibt es auch keine Kinderpornos mehr.

Ich hoffe, ich habe niemanden zu sehr vor den Kopf gestoßen, aber ich finde das einfach übertrieben!

Liebe Grüße,
bick-fm

Kinderficker ist ein lustiger Begriff, Kindermissbraucher ist ein besserer Begriff ;)
Die werden doch schon bestraft, bzw. so viele wie in den News bekannt sind und mehr.
Wäre aber vielleicht möglich, das die Polizei die Identität von den Personen die eben die Kinder ficken herauszukriegen und die eben zu bestrafen.
Das wäre zwar Aufwendig, aber es würde die Missbrauchsfälle mit Videoaufnahmen (also Kinderporno's) verringern.
Außer, wenn die Kindermissbraucher eben irgendwo im Ausland fi***n.

Schöne Sache, dass das einige freiwillig machen wollen!
Das finde ich auch!
Ist ja auch bestimmt positiv für die Unternehmen bei der Presse ;)

Ich habe den Thread zu der News mal aufgemacht, weil ich gerne zu der News sagen und vor allem auf Kommentare antworten wollte.

Hier die bisherigen Kommentare

(6)schwarzfahrer schreibt am 09.04.2009 um 17:38:08 Uhr
Zu Kommentar 5 - und wer keine MP3s runterläd braucht keine Sorge davor zu haben dass die Tauschbörsen IPs rauszugeben haben. Wer nichts zu verbergen hat kann auch generell seine DNA beim BKA hinterlegen. Dann führen wir noch unangekündigte präventive Hausdurchsuchungen durch, usw. usw. und das alles unter dem Deckmantel der Kinderpornobekämpfung. Da haben die ein SUPER emotionales Vorzeigethema, denn JEDER sollte GEGEN solche Verbrechen sein... aber wartet nur ab, das WIRD ausgeweitet...

(5)****** schreibt am 09.04.2009 um 17:32:20 Uhr
*ENTFERNT auf Forderung der Userin, wen der Kommentar interssiert kann ja hier nachgucken

(4)FrechDachs schreibt am 09.04.2009 um 17:31:14 Uhr
als ob die konsumenten solcher seiten nicht wissen was nen proxy ist. oder keine anonymisierungsdienste kennen.

(3)Belegthondion schreibt am 09.04.2009 um 17:29:41 Uhr
Ich kann nur jedem, der bei den Providern Kunde ist, empfehlen, für sich ein Sonderkündigungsrechts in Anspruch zu nehmen. Das ganze ist eine total miese Aktion, bei der sich von der Leyen mit sinnlosen Argumenten an vorderste Front stellt, während sich Schäuble&co drüber freuen, dass da nun eine Zensur-Infrastruktur aufgebaut wird. Die Sperrliste wird vom BKA zusammengestellt, wer sie veröffentlich muss mit einer Verfolgung wegen Verbreitung von KiPo rechnen. Es gibt also keine Kontrolle

(2)Vlad schreibt am 09.04.2009 um 17:26:07 Uhr
Leider ist da das Problem, dass die Server nicht in Deutschland sind, also ist das Löschen dieser Seiten nicht gegeben. Irgendeine Serverfarm im Iran wird sich nicht dafür interessieren, was für Gesetze in Deutschland gemacht werden.

(1)simo890 schreibt am 09.04.2009 um 17:24:10 Uhr
Man sollte wohl lieber diese Seiten löschen als sie nur zu sperren denn eine IP-Sperre kann doch schon ohne große WWW Kenntnisse umgangen werden.

Meiner Meinung nach bringt diese gesamte Sperrgeschichte vor allem ein riesengroßes Problem: Die Sperrliste soll vom BKA in Eigenregie erstellt werden. Soweit ich weiss, ist bisher kein externes "Kontrollorgan" vorgesehen, dass die Liste kontrolliert oder in Streitfällen einschreitet. Das BKA kann hier schlichtweg machen, was es will.

Weiterhin wird es wohl so aussehen, dass jeder, der die Sperrliste, oder Auszüge daraus, veröffentlicht, wegen der Verbeitung kinderpornografischer Schriften verfolgt wird. Denn nach Ansicht einiger Gerichte macht man sich mit dem setzen von Links auf illegale Seiten mitschuldig, vor allem wenn einem bewußt ist, dass die Seiten evtl illegales Material enthalten.

Und wenn man nur die Untersuchung der Staatsanwaltschaft und die Hausdurchsuchung an die Presse durchsickern lässt, kann man Existenzen vernichten, weil es keinen mehr interessiert, wenn ein Gericht Jahre später die Unschuld feststellt. Die Frau ist dann längst ausgezogen, das Sorgerecht für die Kinder weg, der Arbeitgeber hat einen rausgeschmissen und in der Region kann man auch nicht mehr wohnen weil man überall nur noch als KiPo-Freund bekannt ist. Der Lawblogger Udo Vetter berichtete in seinem Block von einem Mandanten, dem es genauso ergangen ist.

Diese Praxis der Einschüchterung ist inzwischen umgesetzt worden. Wikileaks hat die Sperrlisten aus einigen Ländern, wo das ganze bereits umgesetzt ist, veröffentlicht. Ergebnis der Untersuchung der Listen: Unter 10% der Seiten enthielten wirklich eindeutiges KiPo, einige wenige Grenzfälle und eine Hand voll normale Pornografie. Der Großteil enthielt legale Inhalte oder war nicht mehr zu erreichen, was auf eine mangelhafte Pflege hindeutet.
Weiteres Ergebnis: Von den Seiten, die eindeutige KiPo enthielten, wurden einige in der EU gehostet und sogar etliche in Deutschland. Diese Listen sind Frau von der Leyen und anderen Amtsträgern seit langem bekannt. Trotzdem sind die Server nicht abgeschaltet und die Betreiber strafrechtlich verfolgt worden. Dabei hat schon ein kurzes Rundschreiben einer Kinderschutzorganisation an die Hoster der Seiten dafür gesorgt, das beinahe alle Hoster die Seiten binnen weniger Stunden abgeschaltet haben.
Man ist abre von staatlicher Seite aus lieber hingegangen und hat bei dem "Sponsor" der Wikileaks-Domain in Deutschland eine Hausdurchsuchung veranstaltet, weil die Listen veröffentlicht wurden und man damit den Zugriff auf KiPo vereinfacht hat.

Und ich gebe der Liste ca 1 Jahr nach Einführung, dann hat Hr. Schäuble, der ja schon den Wunsch geäußert hat, auch rechtsradikale und islamistische Propaganda sperren zu können, seinene Vorstellungen mit eingebracht. In der Bundestagsdebatte dauerte es nur wenige Minuten, da war die Brücke von Kinderpornografie zu Urheberrechtsverletzungen geschlagen, die man natürlich genauso Blocken müsse. Und "gewaltverherrlichende Seiten" und seiten mit "Killerspielen" wurden nach den letzten Amokläufen auch gleich mit in den Topf geworfen.

Am Schluss beißt sich also die Katze in den Schwanz: Das BKA erstellt nach gutdünken Listen mit seiner Ansicht nach illegalen Inhalten, die niemand kontrollieren kann, weil der Besitz der Liste für den außer BKA und der Provider und den Besuch der Seiten bereits die Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung nach sich zieht. Wenn die Liste mal bei allen Providern zwangseingeführt ist, gibt es auch keine Möglichkeit mehr, den Inhalt zu kontollieren weil man ja nicht mehr drauf zugreifen kann.
Ob da nun KiPo-Seiten drauf landen oder auch andere Sachen... niemand kann es wirklich kontrollieren. Man bekommt nur die Info, das die Seite, die man versucht aufzurufen "Böse" ist. Warum diese Entscheidung gefallen ist... danach darf man nicht fragen.

Es trifft also am Schluss nicht (nur) die KiPo Konsumenten, sondern vielleicht auch viele andere Seiten, die dem BKA oder der Politik nicht gefallen.

Nur die organisierten KiPo-Konsumenten... die interessiert das alles einen feuchten Dreck. Denn nach Aussagen von Experten werden KiPo überwiegend im IRC und über P2P-Tauschbörsen gehandelt und nicht über die viel beschworenen kommerziellen Seiten im www. Aber weder IRC noch p2p-Netze werden durch die Sperrlisten erfasst.


Sorry wenn einiges durcheinander gekommen ist und die Lesbarkeit leidet, aber mir fehlt im Moment ein bißchen die Zeit, das richtig zu strukturieren.

Viele Grüße
Simon

Ich hab aus dem Post mit den ursprünglichen News-Kommentaren einen Post entfernt, nachdem sich die Posterin massiv beschwert hat.

Wer den Post lesen will, findet ihn hier

Diesen Post finde ich besonders gut, auch wenn er ein paar Rechtschreibfehler drin sind, dafür hat Simon aber auch sich entschuldigt :
Sorry wenn einiges durcheinander gekommen ist und die Lesbarkeit leidet, aber mir fehlt im Moment ein bißchen die Zeit, das richtig zu strukturieren.

[...]

[edit by darkkurt: Reno-Erwiederungen haben hier nichts zu suchen... ]
 
Zuletzt bearbeitet:
Johnny Haeusler von Spreeblick möchte eine Debatte mit Ursel führen - die Gruselguste ziert sich.
Das Problem ist, dass dort permanent Leute über ein Medium entscheiden, von dem sie nichts verstehen.

Gibt es irgendwo eine Auflistung, welche Provider sich diesem Unfug unterwerfen?

So seien die Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, O2 und Kabel Deutschland nun bereit, die Selbstverpflichtung abzugeben.
Quelle: heise.de

Deiner dabei, du Ärmster? :ugly:
 
Ich frage mich, warum 1und1 da nicht mitmachen? Hat sich die Bundesregierung sich evtl. geweigert sich an den Kosten zu beteiligen? Ansicht finde ich diese Sache in Ordnung, allerdings schränkt es die Entfaltungsfreiheit der User ein... :roll:
 
Ansicht finde ich diese Sache in Ordnung, allerdings schränkt es die Entfaltungsfreiheit der User ein... :roll:

Du siehst das falsch...
Die Entfaltungsfreiheit wird deutlich unterstützt...

Ich arbeite in einer Firma, die an den entsprechenden Proxy-Servern Richtung Internet alles mögliche sperrt.
Klar, sowas wie S*x-Seiten, E-Mail Anbietern, gewaltverherrlichende Sachen ...

Seit ca. acht Jahren habe ich mit Webspace bei einem deutschen Anbieter gemietet, dessen Server auch in Deutschland stehen.
Vor nem halben Jahr fand ich im Angebot an Software für diesen Account EyeOS (https://de.wikipedia.org/wiki/EyeOS).
Das ist ein "virtueller" Desktop mit Proxy Funktion.
Einmal installieren bitte.

Dann von der Firma ne http Verbindung mit meiner Domain und dem entsprechenden Unterverzeichnis aufgebaut, und siehe da:
Ich hatte einen Webbrowser, der vollen Zugang zum Internet hatte. Obwohl ich im Firmennetz saß.

Und wo ist da noch ein Sinn einer "regionalen" Sperre?
Ich bau mir nen Zugriff aus ner anderen Region auf, so z.B. bierkelle.ru, installier da die Software, und mir können alle deutschen Regelungen am Hintern vorbeigehen.

gruss kelle!
 
Ansicht finde ich diese Sache in Ordnung, allerdings schränkt es die Entfaltungsfreiheit der User ein... :roll:

Geistig gesunde Leute haben auf solche Seiten nichts zu suchen und suchen diese auch gar nicht freiwillig auf, also wüsste ich nicht, wo da jemand in seiner Entfaltung beschnitten wird. Und Pädos brauchen sich sowieso nicht "zu entfalten" auf derart widerliche und kriminelle Webseiten.
 
Geistig gesunde Leute haben auf solche Seiten nichts zu suchen und suchen diese auch gar nicht freiwillig auf, also wüsste ich nicht, wo da jemand in seiner Entfaltung beschnitten wird. Und Pädos brauchen sich sowieso nicht "zu entfalten" auf derart widerliche und kriminelle Webseiten.


Richtig, "gesunde" Leute suchen solche Seiten nicht auf. Wieso muss man sie daran hindern etwas zu tun, was sie eh nicht tun?
Die "Pädos" suchen solche Seiten auch nicht auf, weil sie sich in abgeschlossenen "Zirkeln" austauschen. Diese Zirkel sind aber nicht im www (dem "Internet" mit aus Text, Bildern und Links bestehende, in HTML gebastelte Webseiten) aktiv sondern in P2P-Tauschbörsen (z.B. Bittorrent), im IRC (ein "Chat-Netzwerk") und im Usenet (eine Art Forennetzwerk für den Austausch von Nachrichten und Dateien). Diese Netze sind allesamt NICHT von den Zensurmaßnahmen betroffen, weil sie nicht auf die Namensauflösung angewiesen sind, die blockiert wird. Auch die Abschaltung einzelner Server würde in diesen Netzen nichts bringen, da es eben mehr oder dynamische Netzwerke sind.

Das ganze ist eine riesige Wahlwerbekampagne für von der Leyen, um sich zu profilieren. Dass sie dabei anderen Politiker ihre Zensur-Träume verwirklicht ist ihr egal oder sie merkt es nicht bzw glaubt ernsthaft, dass andere Politiker das schon nicht ausnutzen werden.
Dabei wurde schon völlig offen drüber gesprochen, dass man natürlich neben der "abartigen Kinderpornografie" nocht die "menschenverachtende rechte Propaganda", die "gefährlichen radikal-islamischen Seiten" und "die massiv wirtschaftsschädigenden Raubkopierer" bei einer "dann ohnehin bestehenden Infrastruktur" gleich mit sperren müssen, weil das ja im Prinzip alles mehr oder weniger das gleiche ist... Je nachdem welchen Poltiker oder Wirtschaftsvertreter man fragt, sind die Prioritäten halt etwas anders gesetzt.

Ganz klar ist jedoch: Möglichkeiten schaffen Begierde und was technisch möglich ist, wird auch gemacht.



@Liquid0815: 1&1 ist das zu unsicher, das einfach so freiwillig mitzumachen. Sie sehen sich selbst zwar auch in der "moralischen und gesellschaftlichen Verantwortung" wollen aber nicht einfach so in die, immerhin vom GG geschützte, Telekommunikationsfreiheit und das Telekommunikationsgeheimnis eingreifen. Sie warten einfach auf ein Gesetzt, dass besagt, dass bei vom BKA angeordneten Sperrungen die entsprechenden Grundrechte nicht mehr gelten und dann setzen die das um. Es geht hier meiner Meinung nach nicht um Skrupel vor dem Grundrechtseingriff sondern um Angst davor, dass Kunden Klagen einreichen.

W4r10rd: https://www.zensurprovider.de/liste.php
 
Auch wenn die Idee an sich ein wirklich gute ist - ohne Frage - bringt die Umsetzung nichts, solange es an nationale Grenzen gebunden ist. Ähnlich läuft es doch auch bei Anbietern von Filmen, die gerade mal im Kino anlaufen und schon erscheinen - bei einem Anbieter mit Sitz im Niemandsland.

Von 1&1 bin ich trotz alledem etwas enttäuscht. Wenn eine solche Initiative gestartet wird, benötigt sie eine umfangreiche Unterstützung. Da sollten entsprechende Anbieter, zumal jener einen nicht gerade kleinen Marktanteil besitzt, ohne zu zögern mitmachen und eine Umgehung zumindest eindämmen können.