Petition zur Senkung der Mineralölsteuer

@Marty: das war keine Werksangabe, sondern der tatsächliche Verbrauch bei meinem Corsa 1.3i! Wenn man eben vernünftig gefahren ist. Meine Frau hatte die "Weiterentwicklung" Baujahr 90 gehabt: der technische Fortschritt: 1.5 Liter Verbrauch mehr und dann auch noch Superbenzin! (ohne sonstige Vorteile)

Was die Güterzüge angeht: die können zwar bis zu 160km/h fahren, aber a) nicht auf jeder Strecke und mit jedem Rollmaterial und b) haben wir auf den meisten Strecken Mischbetrieb, sprich: die Güterzüge müssen sich zwischen die Personenzüge einreihen (zumindest Tagsüber) und daher auch zeitweise anhalten und warten, bis der Personenzug vorbei ist.
 
@Marty: das war keine Werksangabe, sondern der tatsächliche Verbrauch bei meinem Corsa 1.3i! Wenn man eben vernünftig gefahren ist.
Das lässt sich aber doch nicht vergleichen. Vergleichen lassen siech Werksangaben, die unter halbwegs identischen (wenn auch unrealistischen) Test gemacht wurden.

Wenn ich aus eigener Erfahrung sprechen soll, kann ich das auch. Mein 1988 Ascona vebrauchte 10-12 Liter bei 115 PS, der danach folgende Vectra kam mit 8-9 Liter aus, der heutige neue Astra hat noch mehr PS und braucht 7 Liter. Und hat dafür fast 400 Kilo mehr Gewicht.

Marty
 
Der LKW kann sofort nachdem er beladen wurde losfahren.

Klar...

Wir definieren JustInTime als der Weisheit letzten Schluss, weil spart ja Geld.

Dass das extrem auf Kosten des Energieverbrauchs geht, das drücken wir mal lieber in den Skat.

Generell finde ich es lustig, wie hier ein Problem nach dem anderen aufgeführt wird, ohne mal drüber nachzudenken, ob es nicht anders geht.

Offensichtlich sind 1,50 € für nen Liter zu wenig, um mal nachzudenken.

gruss kelle1
 
Wir definieren JustInTime als der Weisheit letzten Schluss, weil spart ja Geld.
Heutzutage bekommt jeder BWL-Student eingebleut, dass Lager überflüssig sind. Wer was lagern will, der soll das auf der Strasse machen, LKW sind doch dazu geradezu bestens geeignet und nichts ist billiger als ein Autobahnrastplatz als Lagerplatz.

Dass das extrem auf Kosten des Energieverbrauchs geht, das drücken wir mal lieber in den Skat.
Natürlich. Oder man macht den Staat verantwortlich dafür, dass man Beschaffung und Auslieferung nicht 3 Tage im voraus planen kann.

Marty
 
Klar...

Wir definieren JustInTime als der Weisheit letzten Schluss, weil spart ja Geld.

Wir reden jetzt von 2 verschiedenen sachen.
1. Produkte die zulange von a nach b brauchen wodurch kosten fürs aufheizen endstehen und 2. der Schwachsinn das die Strasse( bei der schiene ist es nicht anders) das Lager ist.

Bei Punkt 1 ist es unvermeidbar das man die schnellste Transportart auswählt.

Zu 2 Naja irgend welche hochbegabte werden schon wissen was sie tun :roll:

Und im Ernstfall hast du die blöden Arbeiter die Überstunden machen damit alles klappt ...

Heutzutage bekommt jeder BWL-Student eingebleut, dass Lager überflüssig sind. Wer was lagern will, der soll das auf der Strasse machen, LKW sind doch dazu geradezu bestens geeignet und nichts ist billiger als ein Autobahnrastplatz als Lagerplatz.



Marty

Bis in Deutschland es einen großen LKW Streik gibt dann werden die Tanks nicht mehr Leergefahren.
 
Bei Punkt 1 ist es unvermeidbar das man die schnellste Transportart auswählt.

Wer so disponiert, ist bald seinen Job los.

Es geht nicht primär um Geschwindigkeit, sondern vor allem darum, wie sicher die Transportzeit ist.

Und da steht der schienengebundene Verkehr systembedingt deutlich besser da, als der straßengebundene...

gruss kelle!
 
Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen:
Eine Senkung der Mineralölsteuer (bzw. sonstiger Energiesteuern) ist zumindest für die öffentlichen Verkehrsmittel dringend erforderlich, damit diese günstiger und konkurrenzfähiger werden (können).
Man müsste natürlich effektiv in die "Schnittstellen" investieren, wo eben Personen und Güter von den "Öffentlichen" auf die "Individual"-Verkehrsmittel umsteigen bzw. umgeladen werden.
 
Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen:
Eine Senkung der Mineralölsteuer (bzw. sonstiger Energiesteuern) ist zumindest für die öffentlichen Verkehrsmittel dringend erforderlich, damit diese günstiger und konkurrenzfähiger werden (können).
Dort, wo der öffentliche Nahverkehr noch in öffentlicher Hand ist, ist das völlig egal. Da wäre das nur Wirtschaften von einer Tasche in die andere.

Und warum sollte der private öffentliche Nahverkehr besser gestellt werden als Privatleute? Warum soll ein privates Busunternehmen weniger Energiesteuern zahlen als ich? Das ginge wieder zu Lasten aller Steuerzahler.

Marty
 
Eine Senkung der Mineralölsteuer (bzw. sonstiger Energiesteuern) ist zumindest für die öffentlichen Verkehrsmittel dringend erforderlich, damit diese günstiger und konkurrenzfähiger werden (können).

Selbst da bin ich anderer Meinung :ugly:

Bei uns gab es mal ne Privatlinie, die laut Zeitungsbericht eine Auslastung von 60% benötigte, um rentabel zu fahren.

Könnte diese Firma aber auf Grund von gestiegenen Fahrgastzahlen generell mit 70% planen, bei kaum zusätzlichen Kosten, würden die Preise automatisch sinken.

gruss kelle!
 
So, ich komm grad von einer 4.800 km langen Motorrad Tour zurück.

So wie es auf Deutschlands Autobahnen zugeht, sind 1,55 € pro Liter nicht wirklich viel...

gruss kelle!
 
Es ist Mittwoch der 25. Juni 2008, 23:35 Uhr und Deutschland hat gerade das Halbfinale bestritten.

Vor meiner Haustüre fahren gerade die Autokorsos hupend auf und ab.

Jetzt soll mir nochmal jemand erzählen, dass uns die Mineralölpreise an den Rand der Existenz drängen! :mrgreen:
 
Heutzutage bekommt jeder BWL-Student eingebleut, dass Lager überflüssig sind. Wer was lagern will, der soll das auf der Strasse machen, LKW sind doch dazu geradezu bestens geeignet und nichts ist billiger als ein Autobahnrastplatz als Lagerplatz.



bekommt man das ? ich hab eher erzählt bekommen das nen LKW locker 30 Euro an Fixkosten pro Stunde kostet, also auch dann wenn er nicht fährt

das sollte sich als Lager billiger machen lassen, auf jeden Fall müßte man da nochmal genauer rechnen

Just in Time meint ja auch grade das Dinge nicht irgendwo sinnlos rumliegen sollen sondern so Optimal wie möglich ankommen sollen, von auf der Straße Lagern sprechen macht also keinen Sinn
 
bekommt man das ? ich hab eher erzählt bekommen das nen LKW locker 30 Euro an Fixkosten pro Stunde kostet, also auch dann wenn er nicht fährt
Anscheinend ist das aber für alle Just-in-time Produzenten günstiger als ein eigenes Lager.

Just in Time meint ja auch grade das Dinge nicht irgendwo sinnlos rumliegen sollen sondern so Optimal wie möglich ankommen sollen, von auf der Straße Lagern sprechen macht also keinen Sinn
Naja, die Dinge lagern aber nun mal auf der Strasse. Ich fahre an diesen Lagern jeden Morgen vorbei, jeder Rastplatz ist überfüllt mit vollbeladenen LKW. Das die da nicht zum Spass stehen, sondern weil das Gesetz Ruhezeiten fordert, ist mir klar.

Deine Rechnung mit 30 Euro pro Stunde für einen stehenden LKW kann ich nicht nachvollziehen, wie kommt man auf die Kosten? Wenn die so hoch wären, dann würde jeder LKW mit zwei Fahrern besetzt sein, damit diese Ruhezeiten nicht vorkommen und der LKW immer rollt.

Marty
 
Deine Rechnung mit 30 Euro pro Stunde für einen stehenden LKW kann ich nicht nachvollziehen, wie kommt man auf die Kosten? Wenn die so hoch wären, dann würde jeder LKW mit zwei Fahrern besetzt sein, damit diese Ruhezeiten nicht vorkommen und der LKW immer rollt.

Marty

ich habs nie selbst nachgerechnet das waren nur Vorgaben, naja aber alleine durch Abschreibung, Zinskosten, Versicherungen (sind ja nicht nur KFZ-versicherungen, Güterschadensversicherung etc kommt ja auch dazu) und Steuern kommt ja schon einiges zusammen


und am Ende haben sie vielleicht doch die Fixkosten nur auf die Zeit verteilt die der LKW tatsächlich rennt, das wäre zwar denke ich falsch aber würde die erstaunliche hohe Summe erklären :ugly:
 
ich habs nie selbst nachgerechnet das waren nur Vorgaben, naja aber alleine durch Abschreibung, Zinskosten, Versicherungen (sind ja nicht nur KFZ-versicherungen, Güterschadensversicherung etc kommt ja auch dazu) und Steuern kommt ja schon einiges zusammen
Das würde bedeuten, ein LKW, der 24 Stunden auf einem Parkplatz steht, kostet im Monat 21.000 Euro... ohne einen Meter zu fahren. Das kann nicht sein. Da sind vermutlich der Fahrer und die Vorhaltung von z.B. einer Werkstatt etc. mitgerechnet, die aber ja nur anfallen, wenn der LKW auch bewegt wird.

und am Ende haben sie vielleicht doch die Fixkosten nur auf die Zeit verteilt die der LKW tatsächlich rennt, das wäre zwar denke ich falsch aber würde die erstaunliche hohe Summe erklären :ugly:
Das denke ich auch.

Ändert aber ja nichts am Thema: Just-in-Time verlagert das Lager aus dem Betrieb auf die Strasse.

Marty
 
Ändert aber ja nichts am Thema: Just-in-Time verlagert das Lager aus dem Betrieb auf die Strasse.

Marty

Just-in-Time ist doch nicht die Verlagerung des lagers auf die Straße, das doch absoluter schwachsinn.
Das erklär mir mal näher!

Ne Verlagerung wäre ja nur, wenn man die Produktion gleich behält wie vorher und das Lager verringert. ->die "Überproduktion" müste dann ja wohin (also auf die Straße)
Aber das ja bei just-in-time nicht der Fall!
 
Just in Time ist in sofern eine Verlagerung auf die Straße, da man große Bestellungen auch locker mit einem Zug transportieren könnte, wodurch allerdings neben den Lagerhaltungskosten auch zusätzliche Kosten für Schieneninstandhaltung usw. dazu kommen würden, aber selbst wenn ein Betrieb nicht nach dem Just-in-Time Prinzip herstellt, ist eine Verlagerung des Transports auf die Schiene ein umstrittenes Thema... wir kennen alle die Verlässlichkeit der Bahn...
 
Ich wäre z.b. absolut dagegen, dass die Mineralölsteuer gesenkt wird. Das einzige was uns das bringt sind mehr Schulden (Staat).
Glaubt ihr wirklich das wenn jetzt der Staat 20 ct. von den Steuern weglässt das Benzin lange billiger bleibt? Meine Vermutung (und damit liege ich bestimmt relativ gut an der Wahrheit)
~ 1,60 jetzt
- Staat "schenkt" uns 20 ct. Steuern macht rießen Verluste an Einnahmen und Benzin wird ~1,42 kosten (mehr als 90% der Senkung kommen bei uns nicht an der Rest stopft sich die Tankstelle ein.
- nächste Woche Ferien: 1,45
- in drei wochen steigt der ölpreis bischen: 1,48
- ende der Ferien oder irgendein Feiertag/Langes WE: 1,54
- dann wird man ma wieder langsam um 1 ct pro Woche angehoben damit es ncht so auffällt: 1,56
- nächsten Ferien: 1,60 :roll:

Ergebnis: In spätestens 6 Monaten wären wir wieder beim gleichen Preis wie jetzt, Aral und co stopfen sich die Taschen voll, alle heulen wieder und der Staat hat xxx Mio weniger Einnahmen, die er auch erst mal wieder ausgleichen muss!!

Wenn man das mal ausrechnet:
1) Preis ab jetzt 20 ct günstiger und ist in 6 Monaten wieder bei 1,6
2) Preis bleibt bei 1,6 und ist in 6 Monaten bei 1,8
- Preissteigerung ca. 3-5 ct pro Monat

=> Ergibt für 100l tanken pro Monat eine Ersparnis von 20/Monat, die kann man auch woanders an Sinnlosen Dingen sparen
 
Zuletzt bearbeitet:
@Franky: das ist genau der Grund, warum ich es auch nicht fordere. Die Steuerlast macht natürlich - noch - einen großen Anteil am Spritpreis aus. Aber die Senkung würde nur eine sehr kurzfristige Erleichterung bringen.
Wir müssen einfach von der bisherigen Umgangsweise mit Auto und Spirt wegkommen. Wie auch immer. Da sollen sich die klugen Köpfe endlich Gedanken drüber machen