Alt 25.11.2008, 16:08:11   #1 (permalink)
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Standard Mutter gestorben

Am 16.11.08 ist meine Mutter gestorben.

Nun werden viele vielleicht denken oh...uh...und ach wie schrecklich.

Dem ist aber nicht so.

Ich bin mit 14 von zu Hause ausgezogen weil mein Stiefvater meine ältere Schwester sexuell missbraucht hat und meine Mutter nie was dazu gesagt hat.

Sie war zwar nicht meine leibliche sondern meine Stiefschwester aber ich hab sie trotzdem lieb gehabt.
Sie war 13 als es anfing und es hat sich über viele Jahre hingezogen bis sie 18 war.
Wir kleineren haben das aber alles über die Jahre mitbekommen.Mein Stiefvater war Alkoholiker und kam nachts erst nach Hause.Dann hat er immer erst meine Mutter geweckt und dann meine ältere Schwester.
Dann ist er auf meine Schwester los mit Zigaretten ausdrücken und Schlägen und meine Mutter hat über Jahre hinweg immer zugeschaut und nichts gemacht.
Ich glaub ich stoppe jetzt lieber bevor ich mich weiter aufrege und weiterschreib.
Ich bin wie gesagt mit 14 ausgezogen und hab an meine Kindheit nur schlechte Erinnerungen.

Nun kam am letzten Dienstag ein Anruf von meiner leiblichen Schwester das meine Mutter gestorben sei.
Ich kann seitdem keinerlei Gefühle spüren.
Sie ist tot.
Aber genau so gut hätte sie mir sagen können "Angela Merkel ist tot".
Sie macht mir nun zum Vorwurf das ich das ja alles ziemlich teilnahmslos entgegen nehme.
Obwohl sie damals genau neben mir im Bett lag als meine Mutter reinkam und fragte:Soll ich jetzt die Polizei rufen?"
Ein paar minuten vorher hat sie ein Küchenmesser zu meinem Alten hochgebracht weil er danach gerufen und dann damit meine Schwester bearbeitet hat.
Diese Schreie vergesse ich in meinem Leben nicht mehr.
Ich habe vielleicht 8 Jahre meines Lebens bewusst zu Hause erlebt und diese 8 Jahre waren Scheisse.
Nun frag ich euch.
Würdet ihr um eine Mutter trauern die nie eine Mutter war?

Geändert von Kolombokopf (25.11.2008 um 17:15:49 Uhr)
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Alt 25.11.2008, 17:33:55   #2 (permalink)
Gaby
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Hallo,

hinter dir liegt ein langer harter Weg und der Weg vor dir wird auch noch viele schwere Zeiten für dich bereithalten, denn bei so einer Vorgeschichte reicht es bei weitem nicht aus, dass du aus der Situation herausgekommen bist. Du musst das alles aufarbeiten.

Und bei einer solchen Schwere der Geschehnisse und der dir zugefügten Traumata und der immer wiederkehrenden Demütigungen, des Lebens in Angst und Panik, ist das Bizarre für dich zur Normalität geworden.

Hasst du deine Mutter mehr als deinen Stiefvater?
Das ist nicht selten in Fällen wie deinen. Warum ist das so, kannst du das für dich beantworten? Fühlst du gar nichts oder bist du wütend auf sie? Denkst du sie hat den Tod verdient?

Auch frage dich, weshalb du diese Überschrift gewählt hast, wolltest du schocken? Möchtest du, dass die Leute dich für besonders abgebrüht halten? Welchen Effekt wolltest du erzeugen und warum?

Bevor du um deine Mutter trauern kannst, musst du erst um dich selbst trauern lernen. Und das ist ein endlos langer, schmerzhafter Weg. Es tut mir sehr leid, dass du da durch musst, du hast nichts getan um das zu verdienen.

Bei mir war es lange nicht so schlimm wie bei dir, aber glaub mir, die Hölle hat für jeden ein eigenes Gesicht. Wie du deiner persönlichen Hölle entfliehen kannst, weißt nur du allein.

Hol dir Hilfe!

Wenn du reden magst, ich bin gern für dich da.
mfg
Gaby
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Alt 25.11.2008, 18:07:52   #3 (permalink)
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Erstmal danke an dich.
Ich weiss du hast dir diesen Thread schon ein paarmal durchgelesen.

Zitat:
Hasst du deine Mutter mehr als deinen Stiefvater?
Das ist nicht selten in Fällen wie deinen. Warum ist das so, kannst du das für dich beantworten? Fühlst du gar nichts oder bist du wütend auf sie? Denkst du sie hat den Tod verdient?
Mein Stiefvater ist schon vor mehr als 10 Jahren gestorben und den hab ich mehr gehasst und mich sogar gefreut als er endlich tot war.

Meine Mutter hat sich in den letzten 30 Jahren nicht um mich gekümmert und auch nie gefragt wies mir so geht und wie ich mit der Vergangenheit fertig geworden bin oder auch jemals gefragt was ihre 3 Enkel so machen.

Das sie von mir 3 Enkel hat wusste sie.

Ich bin aber nur eins von vier Schwestern die damit Probleme haben.

Meine Stiefschwester(Gaby) die missbraucht worden ist hat mitlerweile 10 Kinder und ist nach 23 Jahren nun geschieden.
Meine richtige Schwester (Birgit)entgegnet mir nur mit Verständnisslosigkeit.(Sie ist ein Jahr jünger als ich aber kinderlos.(Leidet jedoch unter Panik und Angstattacken.)

Meine jüngste Schwester Sandra kümmert sich nun um alle Formalitäten obwohl auch sie ,nachdem mein Alter nach etlichen Jahren Celle Knast,wieder von meiner Mutter aufgenommen wurde,mehrmals mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen wurde und sie als er raus kam vor Angst mehrere Tage in einem Jägerhochsitz geschlafen hat obwohl wir Winter hatten.

Und ich.....scheib einfach alles was mich die letzten Tage so bedrückt hat hier rein.

Geändert von Kolombokopf (25.11.2008 um 18:15:24 Uhr)
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Alt 25.11.2008, 18:25:07   #4 (permalink)
vlt. top?!

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Hallo,

erstmal mein Beileid.

Ich bin auch 14 Jahre und wenn ich mir vorstelle, nun von zu Hause wegzuziehen, weil meine Mutter oder Vater gewalttätig wären, ich könnte es mir beim besten Willen nicht vorstellen und will es auch gar nicht.

Du tust mir echt Leid. Du scheinst aber schon eine starke Persönlichkeit zu besitzen und offen darüber reden zu können, dass heißt die schlechten Erlebnisse sind schon etwas "verdaut".

Die Nachricht das seine eigene Mutter stirbt, ob nun gemocht oder gehasst, wird meines Erachtens immer schrecklick sein, doch wenn die Ereignisse sich wie oben beschrieben zugetragen haben, dann kann ich Dich echt verstehen.
Ich würde nun aber nicht direkt Deiner Mutter die Schuld geben, diese wurde natürlich von Deinem Stiefvater beeinflusst und hatte ihm mehr oder weniger zu gehorchen. Deine Mutter war wahrscheinlich eine Person, die sich schnell unterkriegen lassen hat und Angst hatte zur Polizei zu gehen. Auch wenn es ein sehr schlechtes Gefühl ist, dass Deine Mutter dabei zugesehen hat, würde ich überlegen, ob Du ihr dies übel nehmen solltest, denn wie gesagt, die eventuelle liebevolle Ader hast Du niemals kennen lernen können.

Alles gute auf jeden Fall für die Zukunft und bleib stark
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Alt 25.11.2008, 18:37:15   #5 (permalink)
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Also ich würde das Ganze recht kurz und knapp beantworten:

Jeder Mensch trauert anders, einige heulen, einige nicht etc.
Genau so geht es mit den Gefühlen die man zu so einer Zeit hat! Egal welches Verhältnis man nun zu seiner Mutter hatte.

Trauern tut jeder für sich, auf seine Art und Weise! Da gibt es kein richtig und kein falsch.
Wenn deine Gefühle nun mal so sind, ist es eben so. Da solltest du dir auch von niemandem rein reden lasse finde ich! Und keiner sollte sich das Recht nehmen, dir vorzuschreiben, wie du zu trauern hast.

Und in deinem Fall kann ich deine Reaktion schon verstehen irgendwo!

Trotzdem auch von mir mein Beileid.

http://www.wikipedia.de/ , http://www.google.de/, http://www.stupidedia.org
und diese Seite beantworten euch 99,9999999% aller eurer Fragen!
Ist es eigentlich ein Zeichen von Intelligenz, Fragen in einem anonymen Renommee zu stellen??
--> Zu meinem Avatar: Natürlich im Dualsystem! <--
Übrings: Ich bewerte NICHT anonym! NIEMALS!
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Alt 25.11.2008, 18:46:44   #6 (permalink)
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Zitat:
Ich würde nun aber nicht direkt Deiner Mutter die Schuld geben, diese wurde natürlich von Deinem Stiefvater beeinflusst und hatte ihm mehr oder weniger zu gehorchen. Deine Mutter war wahrscheinlich eine Person, die sich schnell unterkriegen lassen hat und Angst hatte zur Polizei zu gehen. Auch wenn es ein sehr schlechtes Gefühl ist, dass Deine Mutter dabei zugesehen hat, würde ich überlegen, ob Du ihr dies übel nehmen solltest, denn wie gesagt, die eventuelle liebevolle Ader hast Du niemals kennen lernen können.
Du hast nicht jeden Abend im Bett gelegen und vor Angst gezittert.Meine Mutter war unten und hat nur immer gerufen:Bitte Günther hör auf oder bitte Günther mach es nicht.
Wir hatten ein 2 stöckiges Einfamilienhaus und haben alles gehört.
Ich hab schon mit 10 Jahren bemerkt das da was nicht stimmt und bin auch mehrmals des nächtens zu meinem Cousin ausgebüchst weil ich gut klettern konnte und immer sportlich war.Gott sei dank hat mein Alter das nie bemerkt und unser Schäferhund war immer leise wenn ich ausgebrochen bin.
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Alt 25.11.2008, 19:06:32   #7 (permalink)
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Zitat:
Trauern tut jeder für sich, auf seine Art und Weise! Da gibt es kein richtig und kein falsch.
Wenn deine Gefühle nun mal so sind, ist es eben so. Da solltest du dir auch von niemandem rein reden lasse finde ich! Und keiner sollte sich das Recht nehmen, dir vorzuschreiben, wie du zu trauern hast.

Und in deinem Fall kann ich deine Reaktion schon verstehen irgendwo!
Ich weiss sie war stumm und ich weiss sie war unfähig sich zu wehren aber warum dann keinen Kontakt jahrelang und warum musste sie ihn nach dem Knast wieder aufnehemen obwohl sie doch wusste das er jahrelang ihre eigene Tochter missbraucht und geschlagen hat?
Er hat damals 9,5 Jahre bekommen.Er hat fast alles verbüsst in Celle, Salinenmoor.
Waren wir ihr denn alle so egal?
Ich bin schon traurig aber ich kann nicht weinen weil ich nie eine Mutter hatte und ich es einfach nicht verstehe.

Geändert von Kolombokopf (25.11.2008 um 19:14:39 Uhr)
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Alt 25.11.2008, 19:09:07   #8 (permalink)
Gaby
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Hallo,

ich melde mich auch nochmal zu Wort, denn ich finde es ist ganz wichtig nochmal zu unterstreichen, dass die Mutter sehr wohl eine Mitschuld am Geschehen trifft. Natürlich ist auch sie teilweise ein Opfer und hat ihre eigene Leidensgeschichte hinter sich, aber sie ist erwachsen! Es wäre ihre Aufgabe gewesen ihr Kind zu schützen, nicht ihren Mann. Notfalls per anonymer Anzeige oder sie hätte in einer Nacht- und Nebelaktion ihre Kinder genommen und wäre verschwunden.

Spätestens anschließend wäre sie es den Kindern schuldig gewesen sich zu kümmern, sich zu erklären, um Vergebung zu bitten, zu reden und deutlich zu machen, dass sie eine Mitverantwortung trägt (als erwachene Mitwisserin hat man IMMER eine Verantwortung, wenn auch sicherlich nicht die Schuld).

Denn wenn man das als Mutter unterlässt, die eigene Verantwortung zu übernehmen, geben sich die Kinder (unbewusst oder bewusst) selbst die Schuld daran. Es verändert, wer sie sind. Es verändert ihre ganze Art zu fühlen, zu denken, zu leben und sich selbst zu sehen.

Ein Erwachsener, der ein schreckliches Erlebnis macht, hat Mechanismen erlernt um damit fertig zu werden. Ein Kind nicht. Ein Erwachsener hat im Normalfall die Möglichkeit sich zu wehren oder die Kinder in Sicherheit zu bringen. Ein Kind nie.

Gerade dieses wichtige Detail, die Abwägung zwischen Schuld und Verantwortung (denn das IST etwas anderes), dafür braucht man als Betroffene oft Jahre, Jahrzehnte oder ein ganzes Leben um das wirklich zu verstehen. Manche gelangen nie dorthin.
mfg
Gaby
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Alt 25.11.2008, 19:31:43   #9 (permalink)
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Zitat:
Spätestens anschließend wäre sie es den Kindern schuldig gewesen sich zu kümmern, sich zu erklären, um Vergebung zu bitten, zu reden und deutlich zu machen, dass sie eine Mitverantwortung trägt
Ich habe seit damals (1984) nie ein einziges Wort der Entschuldigung dessen gehört warum sie sich und uns Kindern das damals angetan hat.

Auch meine andere Verwandschaft wie Tanten und Onkels schweigt sich dazu aus wenn ich sie drauf anspreche.
Im Zweifelsfall wird einfach der Telefonhörer aufgelegt.

Ich weiss noch das damals öfter ein Bruder kam von meinem Stiefvater zu uns nach Hause.
Aber der wurd rausgeschmissen und kam danach niemals wieder.

Zitat:
Natürlich ist auch sie teilweise ein Opfer und hat ihre eigene Leidensgeschichte hinter sich, aber sie ist erwachsen! Es wäre ihre Aufgabe gewesen ihr Kind zu schützen, nicht ihren Mann. Notfalls per anonymer Anzeige oder sie hätte in einer Nacht- und Nebelaktion ihre Kinder genommen und wäre verschwunden
Warum hat sie es dann nie getan?

Und warum hat sie nachdem der Übeltäter weg war sich nicht um ihre Kinder gekümmert sondern sie alle nach und nach davongejagt?
Und als nur noch das kleinste Kind übrig war ,warum hat sie den Mann dann wieder aufgenommen ?
Er hat ja selbst nach 9,5 Jahren Knast die Gewalttätigkeit nicht abgelegt gehabt sondern auch meine kleine zum Schluss übrig gebliebene Schwester geschlagen bis sie keinen Ausweg mehr wusste und im Jägerhochstand geschlafen hat?

Geändert von Kolombokopf (25.11.2008 um 20:29:14 Uhr)
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Alt 25.11.2008, 20:31:29   #10 (permalink)
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Ich halte mich aus der Wertung, was bei Euch passiert ist und wie da Schuld verteilt werden sollte, raus. Ich kenne ähnliches und weiß, dass damit jeder anders umgeht. Ich kann Deine Gedanken sehr gut verstehen und nachvollziehen, das Du so denkst ist auch völlig in Ordnung.

Das Du aus diesen Gründen nicht trauerst, ist auch nicht schlimm. Um Menschen, die einem nichts mehr bedeuten, muss man auch nicht trauern. Es ist auch nichts Verwerfliches daran, eine gewisses Mass an Befriedigung zu spüren. Solange diese Gefühle jetzt nicht Dein Leben bestimmen, lass sie einfach mal zu.

Wie gesagt, ich kenne diese Situationen persönlich. Wichtig ist nicht, wie andere dazu stehen, wie DU mit dieser Situation umgehst, sondern, dass Du damit so umgehst, dass es GUT für Dich ist.

Akzeptiere auch, dass deine Schwestern evtl. anders damit umgehen. Dort sind die Gefühle evtl. einfach andere.

Gruss und viel Stärke
Marty
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Alt 25.11.2008, 20:40:26   #11 (permalink)
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Zitat:
Zitat von unicorn Beitrag anzeigen
Würdet ihr um eine Mutter trauern die nie eine Mutter war?
Nein. Und ich kann sehr gut nachvollziehen, wie Du Dich fühlst, denn ich habe meine Mutter das letzte Mal an meinem 10. Geburtstag gesehen.

Die Gründe dafür sind vielfältig, auch Misshandlungen spielen da mit rein und ich kann wirklich froh sein, dass sie einfach weg gegangen ist, denn ich denke, ich hätte nur noch mehr leiden müssen, wenn sie geblieben wäre.

Aber:
Würde mich so ein Anruf erreichen, würde ich wohl doch erstmal innehalten. Und dann würde ich mich ob der verpassten Chance ärgern - der Chance, sie zu treffen und ihr das alles, was ich so fühle, mal ins Gesicht zu schleudern.

Täglich verschwinden Rentner im Internet, weil sie "Alt" + "Entf." gleichzeitig drücken...
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Alt 25.11.2008, 20:43:51   #12 (permalink)
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Zitat:
Akzeptiere auch, dass deine Schwestern evtl. anders damit umgehen. Dort sind die Gefühle evtl. einfach andere.
Danke Marty.

Ich sprech hier ja auch nur von meinen eigenen Gefühlen.

Ich sollte mich wohl zusammenreissen.

Aber ich hatte eben seit etlichen Jahren nix mehr von Ihr gehört.

Ich hab so super Kinder von denen Sie zwar wusste aber sich nie dafür interessiert hat.

Kein Gruss zum Geburtstag.Weder für mich noch für ihre Enkelkinder.
Die haben doch gefragt ob sie ne Oma haben.
Was sollte ich denen denn sagen?
Sorry Kids,ihr habt zwar ne Oma aber die interessiert sich nicht für euch?

Geändert von Kolombokopf (25.11.2008 um 21:40:31 Uhr)
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Alt 27.11.2008, 20:01:11   #13 (permalink)
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Es ist nicht schade, dass du nicht um sie trauerst.

Es gibt keine Verpflichtung, die eigene Mutter zu lieben, vor allem wenn sie eine so schwache (und angesichts der Dinge die ich hier gelesen habe, kann man davon ausgehen...) Person war und dir und deinen Geschwistern so weh getan hat. Sie hat zugesehen, was eigentlich noch schlimmer ist als selbst das Verbrechen zu begehen. Wenn ich von solchen Menschen höre oder lese werd ich stinksauer. Wenn ich Kinder hätte, und mein Partner täte solche Dinge, würde ich ihn eher umbringen als zuzulassen, dass er damit weitermacht.

Beim Tod meines Stiefvaters habe ich auch nicht getrauert. Ich war bei der Beerdigung, weil ich meine Schwester begleitet habe, ich war die einzige aus meinem Zweig der Familie. Ich hab angefangen zu heulen, als der Grabredner mit salbungsvoller Stimme angefangen hat, von all den guten Taten zu reden, u. a. dass er (mein Stiefvater) dass er einen Sohn, der nicht seiner war, aufgezogen hat. Mich hat der Typ gar nicht erwähnt. Sowas trifft tief...

Na, egal, ich kann dich auf jedenfall verstehen. Falls du es noch nicht getan hast, solltest du eine Therapie erwägen, um all diese Erlebnisse zu verarbeiten und damit abzuschließen.
[X]Meine Galerie [X][X][X]Signaturerweiterung[X]
Ein Kamel passt durchaus durch ein Nadelöhr. Man muss es nur in feine Streifen schneiden.
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Alt 27.11.2008, 20:15:27   #14 (permalink)
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Fallen_Angel ist ein LichtblickFallen_Angel ist ein LichtblickFallen_Angel ist ein LichtblickFallen_Angel ist ein LichtblickFallen_Angel ist ein Lichtblick
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Zuersteinmal finde ich es sehr mutig von dir hier deine Gedanken, Erfahrungen und Erinnerungen preiszugeben.Und natürlich mein Beileid. Ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst da ich ähnliches durchgemacht habe. Es muss dir sehr schwer fallen. Ich denke, dass jeder auf seine eigene Art und Weise trauert und deine Schwester dir keine Vorwürfe machen sollte das du deine Gefühle anders zum Ausdruck bringst, bzw. nicht zeigen kannst. Du könntest ja mal mit ihr sprechen das du nach dem was ihr durchgemacht habt und deine Mutter nichts unternommen hat damals einfach immoment nicht weisst was du fühlen kannst oder willst. Hast du zu deinen Scwhestern noch regelmäßigen kontakt oder eher so einmal im jahr zum geburtstag und das wars?
Ich will ein POnY.. O.o

Fallen_Angel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2008, 16:22:17   #15 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Fallen_Angel Beitrag anzeigen
Zuersteinmal finde ich es sehr mutig von dir hier deine Gedanken, Erfahrungen und Erinnerungen preiszugeben.Und natürlich mein Beileid. Ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst da ich ähnliches durchgemacht habe. Es muss dir sehr schwer fallen. Ich denke, dass jeder auf seine eigene Art und Weise trauert und deine Schwester dir keine Vorwürfe machen sollte das du deine Gefühle anders zum Ausdruck bringst, bzw. nicht zeigen kannst. Du könntest ja mal mit ihr sprechen das du nach dem was ihr durchgemacht habt und deine Mutter nichts unternommen hat damals einfach immoment nicht weisst was du fühlen kannst oder willst. Hast du zu deinen Scwhestern noch regelmäßigen kontakt oder eher so einmal im jahr zum geburtstag und das wars?
eher gar keinen mehr.

Meine älteste Schwester die ja auch missbraucht worden ist(Gaby) ist vor ein paar Jahren weggezogen aus Göttingen.Seit dem kein Kontakt mehr.

Meine beiden anderen Schwestern (Birgit und Sandra) leben noch in meiner Heimatgegend und Sandra kümmert sich jetzt um den ganzen Papierkram.
Zu beiden hatte ich aber auch vorher nur sporadischen Kontakt.
Wenn sie anrufen wissen meine Kinder also nicht wer das ist.

Und wenn ich ehrlich bin stört mich das auch nicht weil ich einfach nichts mehr mit dem ganzen zu tun haben will.

Da kommen sonst zu viele Erinnerungen hoch.

Ich hab jetzt meine eigene Familie.
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