Aus der Kolonialzeit Afrikas, als die Straußenvögel noch kaum bekannt waren. Hat ein Straußenvogel Gefahr vernommen, so senkt er den Kopf nah über den Boden (er kann ihn gar nicht in den Sand stecken!) und sieht für den Feind wie ein Busch aus. Für die ersten Europäer, die dies beobachteten, sah es in der flimmernden Wüste so aus, als stecke der Vogel den Kopf tatsächlich in den Sand.
Bereits im Altertum sagte man dem Vogel Strauß fälschlicherweise nach, dass er bei Gefahr seinen Kopf unter die Flügel oder in den Sand stecke, um so einer Gefahr zu entgehen. Dieses sich immer noch hartnäckig haltende Gerücht geht darauf zurück, dass, wenn Strauße in ihrer natürlichen Umgebung etwas vom Boden aufheben, ihr Kopf durch eine Luftspiegelung nicht zu sehen ist, gänzlich hinter dem niedrigen Gras verschwindet, oder dass sie sich in Gefahrensituationen flach auf ihr Nest legen, um es zu tarnen. Dieses sieht dann aus gewisser Entfernung so aus, als stecke der Strauß seinen Kopf in den Sand.
Diese Redensart stammt vielleicht aus der Kolonialzeit, als die Europäer in Afrika zum ersten Mal Strauße beobachteten. Strauße senken bei Gefahr ihre Köpfe sehr nah über den Boden. Für die Europäer sah es so aus, als würden sie den Kopf in den Sand stecken nach dem Motto: “Ich sehe die Gefahr nicht, also ist sie auch nicht da”.