Sitzt jemand im Gefängnis, so sagt man dazu auch: "Er sitzt hinter schwedischen Gardinen." Aber was haben denn nun schwedische Gardinen mit Gefängnis zu tun?
Ganz einfach: Der schwedische Stahl galt früher als besonders stabil. Deshalb wurden die Gitter vor den Gefängnisfenstern oft aus diesem festen Stahl aus Schweden gefertigt. Und so kam es, dass es von nun an hieß: der Gefangene sitzt hinter "schwedischen Gardinen".
Das ist der Qualität des schwedischen Stahls zu verdanken, der als besonders hart gilt. Gefängnisgitter wurden deshalb oft aus Schwedenstahl gefertigt, und vermutlich kam ein Berliner auf die Idee, das "Schwedische Gardinen" zu nennen. Berliner haben ja für Begrifflichkeiten einen ziemlich schwarzen Humor.
Aus dem Deutschen.