Der Psychiater und Kinderbuchautor Heinrich Hoffmann griff damit 1845 eine Redewendung auf, die schon zur Lutherzeit bekannt war. "Du bist voller sünd, du steckst mitten in der tincten", schrieb 1520 der Prediger Geiler von Kaysersberg. Tinte steht für eine ätzende, schwer entfernbare Flüssigkeit, ähnlich wie Patsche oder Soße.
Bezeichnend in diesem Zusammenhang Heinrich Hoffmanns "Die Geschichte von den schwarzen Buben", aus dem Struwwelpeter.
Ein Mohr wird von drei Knaben verspottet, die daraufhin vom "Nikolas“ (eigentlich Nikolaus) zur Strafe in schwarze Tinte getaucht werden: „Nun seht einmal, wie schwarz sie sind, viel schwärzer als das Mohrenkind.“ (Nikolas’ Bild mit Bart ist nebenher eine Stichelei gegen den Zaren Nikolaus I. und die damals bekannten Textschwärzungen (mit Tinte) der russischen Zensur in importierten Büchern.)