Woher kommt die Redensart: Bis in die Puppen schlafen?

derrit · 28. September 2013

Woher kommt diese Redensart? In meinem Sprichwort-Lexikon steht es nicht.

 

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Joerg1 · 28. September 2013 · 1x hilfreich
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Laut http://www.redensarten-index.de

 

"Hier tanzt der Bär bis in die Puppen"; "Heut wird getanzt bis in die Puppen"; "Bremen feierte den Sieg bis in die Puppen"; "Es wurde getanzt und gelacht bis in die Puppen"..

 

erläutert es mit:

Diese Redensart ist in Berlin entstanden und bezieht sich auf den so genannten Großen Stern, einen Platz im Berliner Tiergarten. Dieser wurde im 18. Jahrhundert mit Statuen antiker Götter geschmückt, die im Volksmund "Puppen" genannt wurden. Bis zu diesen Puppen zu spazieren, war damals ein beliebter langer Sonntagsausflug. Wie sehr häufig entwickelte sich dann aus der ursprünglich räumlichen Dimension der Länge eines Weges ein Begriff für die Länge eines Zeitabschnitts

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Unholde · 30. September 2013 · 0x hilfreich

... gibt weiter an, dass die Berliner am Wochenende Spaziergänge »bis in die Puppen« zu machen pflegten. Zu Fuß war dies damals vom Stadtkern aus ein sehr weiter Weg. Von der räumlichen wurde diese Wendung auf die zeitliche Ausdehnung übertragen und wird so noch heute im Sinne von ›sehr lange‹ verwendet.

Im gleichen Zusammenhang entstanden auch verwandte Wendungen wie »Das geht über die Puppen« mit der Bedeutung »Das übersteigt das Maß«. Da man bekanntermaßen (so das »Deutsche Sprichwörter-Lexikon«) Anstoß an den nackten Götterfiguren nahm, empörte man sich so auch über leicht bekleidete Mädchen mit dem Ausspruch »Das geht noch über die Puppen«.

Übrigens hat sich der Große Stern mit der Siegessäule bis heute als Platz für Vergnügungen und Partys gehalten.

Unholde · 30. September 2013 · 0x hilfreich

Der Ursprung der Redewendung »bis in die Puppenschlafen« oder anders »bis in die Puppen aufbleiben«, »bis in die Puppen arbeiten, fernsehen« etc. mit der Bedeutung von ›sehr lange‹ stammt aus dem Berlin des 18. Jahrhunderts. Mitte des Jahrhunderts wurden am Großen Stern im Berliner Tiergarten – noch heute ist der damals von Hecken umgebene Platz unter diesem Namen bekannt – Statuen der antiken Mythologie aufgestellt. Der Berliner Volksmund bezeichnete diese Standbilder als »Puppen« und den Großen Stern als »Puppenplatz« (Lutz Röhrich, »Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten«, Herder, Freiburg 1992). Das »Deutsche Sprichwörter-Lexikon«, Darmstadt 1977 (Nachdruck von 1873),...

Prinztom · 28. September 2013 · 0x hilfreich

Eine Redewendung aus Berlin... Berlin bestand damals (Preußen) zum großen Teil aus den östlichen Teilen der Stadt plus einigen Dörfern und nahen Städten. Der Tiergarten, der heute relativ zentral gelegen ist, lag am westlichen Rand der Stadt Berlin. Dort wurden die ersten Skulpuren von den preußischen Herrschern aufgestellt, um die Fahrt zum Charlottenburger Schloß angenehmer zu gestalten. Am Rande der Stadt war in der Regel immer etwas los, so daß man einen langen Weg inkauf nehmen musste, wenn man etwas unternehmen wollte. Es bürgerten sich Redewendungen ein wie "wir waren bis zu den "Puppen" unterwegs" und "janz weit draußen". Die Berliner machten daraus verschiedene Redewendungen, die sich auch noch verselbständigten...

"Bis in die Puppen schlafen" soll ausdrücken, dass man so lange unterwegs war, dass man einfach länger schlafen muss...

Joerg1 · 28. September 2013 · 1x hilfreich
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Laut http://www.redensarten-index.de

 

"Hier tanzt der Bär bis in die Puppen"; "Heut wird getanzt bis in die Puppen"; "Bremen feierte den Sieg bis in die Puppen"; "Es wurde getanzt und gelacht bis in die Puppen"..

 

erläutert es mit:

Diese Redensart ist in Berlin entstanden und bezieht sich auf den so genannten Großen Stern, einen Platz im Berliner Tiergarten. Dieser wurde im 18. Jahrhundert mit Statuen antiker Götter geschmückt, die im Volksmund "Puppen" genannt wurden. Bis zu diesen Puppen zu spazieren, war damals ein beliebter langer Sonntagsausflug. Wie sehr häufig entwickelte sich dann aus der ursprünglich räumlichen Dimension der Länge eines Weges ein Begriff für die Länge eines Zeitabschnitts

 
 

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