Aus dem Mittelalter, wo der Holzstock im dunklen Kerker als Fessel für die Füße verwendet wurde
Aus dem Mittelalter.
Bei „stock“ handelt es sich um einen Halbpräfix, der seinen Ursprung im Mittelalter hat. Tatsächlich wurde damals als „stok“ ein Holzklotz bezeichnet. Dieser wurde Gefangenen an den Knöchel gebunden, damit sie nicht aus dem Kerker oder einem gefängnisähnlichen Haus fliehen konnten. Nun macht aber die Herleitung „dunkel wie ein Holzklotz“ wenig Sinn. Die heutige Verwendungsweise des Wortes „stockfinster“ hat sich nämlich erst im Laufe des Mittelalters herausgebildet.
Da sich die Fesselmethode mit dem Stock am Fuß immer mehr durchsetzten, wurden die Häuser, welche einem heutigen Gefängnis entsprechen, damals „Stockhäuser“ genannt. Demnach wurde das Wachpersonal, welches die Gefangenen mit dem Holzklotz am Knöchel bewachte, als „Stockmann“ bezeichnet. Zu dieser Zeit entwickelte sich auch das Wort „stockfinster“, weil die Gefangenen mit „Stock“ am Fuß in ihrer absolut dunklen Zelle dahinvegetetieren mussten.