Minamata-Krankheit, eine durch Methylquecksilber ausgelöste Krankheit (chronische Quecksilbervergiftung), die zu Nerven- und Muskelschädigungen, zentral-nervösen Erregungszuständen, Störungen des Tastsinns und einer Verkleinerung des Gesichtsfelds führt. Die Erkrankung trat erstmals um 1956 bei Fischern der Minamata-Bucht (Kyushu, Südjapan) auf und wurde später auch außerhalb Japans beobachtet. Ursache war zumeist der Genuß von durch quecksilberhaltige Industrieabwässer kontaminierten Fischen und Meeresfrüchten.
Minamata wurde weltweit zum Begriff für Umweltschäden durch unkontrollierte Verklappung von Abfällen, als sich in Minamata Mitte der 1950er-Jahre Schädigungen am zentralen Nervensystem von Menschen und Tieren zeigten, die bald auf die Aufnahme von Quecksilberverbindungen aus Lebensmitteln und Trinkwasser zurückgeführt werden konnten.
durch Quecksilbervergiftung
durch die Aufnahme von Quecksilberverbindungen aus Lebensmitteln und Trinkwasser
Minamata-Krankheit entstand durch eine Quecksilbervergiftung.