Sie haben verschieden politische Hintergründe und streben unterschiedlich große Territorien ihrer Machtübernahme an.
Es gibt Unterschiede, was das politische Selbstverständnis betrifft. Während der IS ein Kalifat weit über die Grenzen des Nahen Ostens hinaus anstrebt, wollen die Taliban ein Emirat primär in Afghanistan errichten.
Die Taliban und der IS sind sich spinnefeind
Die Taliban sind Kleriker, d. h. in Pakistan in Islamschulen ausgebildete bzw. nach hiesigen Vorstellungen schon in sehr jungen Jahren gehirngewaschene Kämpfer. Deshalb kämpfen die Afghanen auch nur ungern gegen sie. Bei uns greifen solche religiösen Gruppierungen nicht auf diese Art nach der Macht, sonst wäre es vielleicht so, als ob Tempelritter in das Bundeskanzleramt einrücken.
Der IS ist dagegen eine durch die Golfkriege entstandene islamfundamentalistische Plattform, die vorrangig von irakischen Offizieren gegründet wurde und einen möglichst weltweiten, vorerst aber territorialen Gottesstaat anstrebt
Die Taliban ist eine Terrorgruppe und die IS sieht sich als Staatsbildungsprojekt.
Die Taliban, die Mudschahid, der IS sind völlig unterschiedliche - größtenteils sich feindselig - gegen überstehenden Gruppieriungen. Darum besteht ja aúch die einzige Lösungsnöglichkeit darin, sich zumindenst mit den Taliban sich versöhnen zu können.
Die Taliban terrorisieren nur die afghanische Bevölkerung, der IS die ganze Welt.