Die Fähigkeit eines Organismus, gezielt einzelne Gene ohne äußere Einflüsse zu deaktivieren, nennt man Genregulation oder genauer genetische Regulation durch Repression.
Im Fall von Bakterien, die Gene gezielt abschalten, um Energie zu sparen, spricht man oft von genetischer Repression. Dabei werden bestimmte Gene „ausgeschaltet“ (reprimiert), wenn ihre Produkte nicht benötigt werden, z. B. Enzyme für den Abbau von Substraten, die gerade nicht vorhanden sind.
Ein klassisches Beispiel ist das Lac-Operon bei Escherichia coli, das bei Abwesenheit von Lactose die Gene für den Lactoseabbau deaktiviert.
Kurz gesagt:
Die Fähigkeit eines Organismus, gezielt einzelne Gene ohne äußere Einflüsse (bzw. durch interne Signale) zu deaktivieren, nennt man Gen-Silencing (Gen-Stummschaltung)