Der aktuelle Forschungsstand, der Untersuchungen in Schlaflabors berücksichtigt, geht davon aus, dass es sich beim Schlafwandeln um eine Störung des Aufwachmechanismus handelt, der abweichend vom Verhalten der meisten Schläfer zu nicht bewussten psychomotorischen Aktivitäten und zum Aufstehen führt. Bei anderen Menschen führt kurzes Aufwachen während des Schlafens nur dazu, dass der Betreffende sich im Bett umdreht oder bewegt und dann weiterschläft.
Wenn das Gehirn nur teilweise aus dem Tiefschlaf erwacht.
Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang mit unvollständigen Reifungsprozessen im zentralen Nervensystem.
Schlafwandeln und andere Non-REM-Parasomnien entstehen vermutlich, wenn das Gehirn nur teilweise aus dem Tiefschlaf erwacht. Zumindest konnte bei Studien mit tiefen Hirnelektroden nachgewiesen werden, dass bei Schlafwandlern nur Teile des Gehirns eine Aktivität wie im Wachzustand zeigen, während andere das klassische Schlaf-EEG aufweisen. Bei Schlafwandlern sind vermutlich die Areale, die für Bewegung zuständig sind, aktiv – und andere, die etwa Erinnerungen speichern oder bei Interaktion mit anderen Menschen eine Rolle spielen, weiterschlafen.
Quelle: Frage an das Gehirn
Über die Ursachen des Schlafwandelns -Somnambulismus- ist man sich nicht sicher.
Stress oder familiäre Vorbelastungen können die Ursache sein.