Napoleon Bonaparte (1769–1821) war ein französischer Militärführer und Staatsmann, der Europa im frühen 19. Jahrhundert maßgeblich prägte. Geboren auf Korsika, stieg er während der Französischen Revolution schnell in der Armee auf. 1799 gelang ihm durch einen Staatsstreich die Machtübernahme in Frankreich, und 1804 krönte er sich selbst zum Kaiser. Napoleon führte zahlreiche Kriege, die als Napoleonische Kriege bekannt sind, und erweiterte das französische Herrschaftsgebiet erheblich. Er führte auch bedeutende Reformen ein, darunter den Code Napoléon, ein modernes Gesetzbuch, das bis heute Einfluss hat. Nach Niederlagen, besonders in Russland und bei der Völkerschlacht von Leipzig, wurde er 1814 ins Exil auf Elba verbannt. 1815 kehrte er zurück, regierte kurzzeitig die „Herrschaft der Hundert Tage“, wurde aber nach der Niederlage bei Waterloo endgültig nach St. Helena verbannt, wo er 1821 starb. Napoleon gilt als genialer Stratege und Reformator, aber auch als Symbol für Machtstreben und Krieg.