Der Begriff “Schlüsselkind” bezeichnet ein Kind, das aufgrund der Abwesenheit seiner Eltern (z. B. wegen Berufstätigkeit) nach der Schule allein zu Hause ist und oft einen eigenen Hausschlüssel besitzt, um sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen.
Der Ausdruck stammt aus den 1950er- bis 1970er-Jahren, als es in vielen Familien üblich wurde, dass beide Elternteile berufstätig waren. Heute wird der Begriff oft kritisch betrachtet, da er mit Vernachlässigung assoziiert werden kann, obwohl er ursprünglich neutral gemeint war. In der modernen Psychologie und Pädagogik wird stattdessen oft von “latchkey children” (englisch) oder “Kinder in Selbstversorgung” gesprochen, um die Situation sachlicher zu beschreiben.
Als Schlüsselkind wird ein Kind bezeichnet, das nach Schulschluss regelmäßig ohne Betreuung ist, zum Beispiel, weil seine Eltern berufstätig sind.