Die Religion, die am häufigsten mit dem Begriff „Teufelsanbeter“ in Verbindung gebracht wird, ist das Jesidentum. Allerdings handelt es sich dabei um ein falsches und diskriminierendes Vorurteil.
Keine Religion gilt tatsächlich als Teufelsanbeter. Dieser Vorwurf wird jedoch historisch und aktuell vor allem gegen die Jesiden (Yeziden) erhoben.
Die Jesiden sind eine monotheistische, eigenständige Religionsgemeinschaft, die an einen Gott glaubt. Der Vorwurf, sie würden den Teufel anbeten, ist unbegründet und basiert auf einem Missverständnis ihrer Theologie. In ihrer Religion spielt der Taus-Malik (der „Engel-Pfau“) eine zentrale Rolle, der nicht als Teufel, sondern als ein von Gott geschaffener Engel verstanden wird, der die Welt bewahrt.
Trotz ihrer monotheistischen Ausrichtung wurden und werden Jesiden aufgrund dieses Vorwurfs von verschiedenen Gruppen, darunter auch vom „Islamischen Staat“ (IS), als Teufelsanbeter diffamiert und verfolgt. Auch in der Vergangenheit wurden sie von radikalen Predigern als Feindbilder markiert. Der Begriff „Teufelsanbeter“ ist also eine falsche und verleumderische Zuschreibung, die der Realität ihrer Religion nicht entspricht.
Der Satanismus