Der Abessinienkrieg (1935–1936) war ein Konflikt zwischen Italien und Äthiopien (damals Abessinien). Italien unter Mussolini wollte sein Kolonialreich in Afrika ausweiten und griff Äthiopien militärisch an. Äthiopien, unter Kaiser Haile Selassie I., verteidigte sich tapfer gegen die Invasion. Die Liga der Nationen war formal involviert, da Äthiopien Mitglied war und um Hilfe bat. Sie verhängte zwar Sanktionen gegen Italien, konnte diese jedoch kaum durchsetzen und blieb weitgehend wirkungslos. Andere Großmächte wie Großbritannien und Frankreich hielten sich offiziell zurück, hatten aber eigene politische Interessen in der Region. Insgesamt waren die Hauptparteien Italien als Aggressor und Äthiopien als Verteidiger, während die internationale Gemeinschaft nur begrenzt eingriff. Der Krieg endete mit der Besetzung Äthiopiens durch Italien und markierte einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Zweiten Weltkrieg.
Italien und Abessinien
Die Teilnehmenden