In der Botanik wird als Transpiration die kontrollierte Abgabe von Wasser in Form von Wasserdampf über die oberirdischen Teile der Pflanze – hauptsächlich die Blätter – an die Umgebung bezeichnet. Es handelt sich um einen passiven Prozess, der oft als „Schwitzen der Pflanzen“ bezeichnet wird.
- Funktion: Die Transpiration erzeugt einen Sog, der es der Pflanze ermöglicht, Wasser und Nährstoffe über die Wurzeln aufzunehmen und durch das Xylem in die Blätter zu transportieren. Zudem kühlt die Verdunstung das Blatt bei starker Sonneneinstrahlung und verhindert eine Überhitzung.
- Arten der Transpiration:
- Stomatäre Transpiration: Der Großteil des Wassers (ca. 90 %) verdunstet über die regulierbaren Spaltöffnungen (Stomata) auf der Blattunterseite.
- Cuticuläre Transpiration: Ein geringerer Teil des Wassers verdunstet direkt durch die Wachsschicht (Cuticula) der Blattoberfläche.
- Lenticuläre Transpiration: Verdunstung über die Lentizellen (Spaltöffnungen in der Rinde) von holzigen Pflanzen.