Fortsatzlose, sekretorisch aktive Zellen ohne nervöse Funktionen.
Ein Paraganglion oder Paraganglien sind fortsatzlose, sekretorisch aktive (neuroendokrine) Zellen ohne nervöse Funktionen. In der Ontogenese (Entwicklungsprozess eines einzelnen Lebewesens) entstehen sie aus Sympathikoblasten, Zellen, aus denen auch die typischen Nervenzellen des Sypathikus werden. Die Sympathikoblasten wandern aus der Neuralleiste aus, sind also ektodermaler Herkunft.
Paraganglien bestehen aus epithelähnlichen Parenchymzellen und einem gefäßreichen Interstitium und sind von einer Bindegewebskapsel umgeben.
Knötchenförmige Epithelkomplexe an oder in Nerven, die der Neuralleiste entstammen und Katecholamine produzieren. Man unterscheidet chromaffine und nichtchromaffine Paraganglien.