Die Geisterteilchen entstanden im Urknall in großer Zahl, und sie werden bei den Fusionsreaktionen von Atomen im Kern der Sonne emittiert. In jeder Sekunde erreichen über 60 Milliarden Neutrinos pro Quadratzentimeter die Erdoberfläche. Nach und nach fanden die Physiker heraus, dass es in Wahrheit drei Neutrinoarten gibt: das Elektron-, das Myon- und das Tau-Neutrino. Trotz der Schwierigkeit, die Teilchen nachzuweisen, ersann ein US-Physiker Ende der 60er-Jahre ein Experiment, mit dem er Sonnenneutrinos auf der Erde einfangen und damit nachweisen konnte. Der Detektor für dieses Experiment wurde in der "Homestake Mine" in South Dakota installiert. Das wissenschaftliche Ziel, die Idee der Energieproduktion in der Sonne durch die thermonukleare Fusion von Wasserstoff zu Helium zu bestätigen, war damit erreicht.