Der am 4. Juni 1920 unterzeichnete Vertrag von Trianon besiegelte als einer der Pariser Vorortverträge das Ende des Ersten Weltkriegs für Ungarn. Er regelte die drastische Verkleinerung des Landes, das etwa zwei Drittel seines Territoriums und über die Hälfte seiner Bevölkerung an Nachbarstaaten (Rumänien, Tschechoslowakei, SHS-Staat) verlor, was in Ungarn als nationales Trauma gilt.
Der Vertrag von Trianon (1920) regelte nach dem Ersten Weltkrieg die Bedingungen für Ungarn, das als Verlierer des Krieges große Gebietsverluste hinnehmen musste. Ungarn verlor etwa zwei Drittel seines Territoriums und rund zwei Drittel seiner Bevölkerung. Große Teile gingen an Nachbarstaaten: die Slowakei und Karpatenruthenien an die Tschechoslowakei, Siebenbürgen an Rumänien, Kroatien und Slawonien an Jugoslawien sowie Burgenland an Österreich. Dadurch lebten viele ethnische Ungarn außerhalb der neuen Grenzen. Der Vertrag beschränkte zudem das ungarische Militär und verpflichtete zu Reparationszahlungen. Für Ungarn bedeutete Trianon eine tiefe nationale Krise mit langanhaltenden politischen und sozialen Folgen.