Eingriffe in die Erzeugungsleistung von Kraftwerken
Damit wird die Leistungseinspeisung von Kraftwerken in das Stromnetz justiert um regionale Überlastungen zu vermeiden oder zu beseitigen.
Unter Redispatch versteht man Eingriffe in die Erzeugungsleistung von Kraftwerken, um Leitungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen. Droht an einer bestimmten Stelle im Netz ein Engpass, werden Kraftwerke diesseits des Engpasses angewiesen, ihre Einspeisung zu drosseln, während Anlagen jenseits des Engpasses ihre Einspeiseleistung erhöhen müssen. Auf diese Weise wird ein Lastfluss erzeugt, der dem Engpass entgegenwirkt.
Im Luftverkehr ist es eine Methode zur Ausnutzung der aus Sicherheitsgründen mitzuführenden Treibstoffreserve: Für einen Flug von A nach B wird eine Zwischenlandung in X angenommen, die für diese Teilstrecke vorzuhaltende Reserve wird mitgeführt. Wenn der (kurz vor Erreichen von X zu prüfen) noch vorhandene Treibstoff dann aber noch für "von X nach B inkl. vorgeschriebener Reserve" reicht kann man sich die Zwischenlandung sparen, ansonsten muß man halt in X nachtanken.
Redispatch ist im Bereich des Stromhandels ein Eingriff zur Anpassung der Leistungseinspeisung von Kraftwerken auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers mit dem Ziel, auftretende regionale Überlastungen einzelner Betriebsmittel im Übertragungsnetz zu vermeiden oder zu beseitigen.