Alle zehn Jahre werden in den USA die Wahlkreise neu zugeschnitten, 2021 ist es wieder so weit. Dabei können die Abgeordneten in den jeweiligen Bundesstaats-Parlamenten Einfluss auf den Zuschnitt nehmen und versuchen, sich so einen Vorteil zu verschaffen. Das nennt man Gerrymandering.
Unter „Gerrymandering“ versteht man die Neuziehung von Bezirksgrenzen, um einer Partei gegenüber einer anderen einen Vorteil zu verschaffen. Im Deutschen sagt man „Wahlkreisschiebung“ dazu. Voraussetzung für die Manipulation von Wahlkreisgrenzen ist in der Regel das Mehrheitswahlsystem.
Der Begriff „Gerrymander“ geht auf Elbridge Gerry zurück, der Anfang des 19. Jahrhunderts Gouverneur von Massachusetts war. 1812 zog er die Grenzen der Wahlbezirke neu, um die gegnerische Partei zu schwächen. Ein Zeitungskarikaturist stellte damals fest, dass Gerrys eigener Wahlbezirk so zugeschnitten war, dass er von der Form her einem Salamander glich. So entstand das Kofferwort „Gerrymander“.
Unter Gerrymandering wird das Zuschneiden von Wahlbezirken einer Partei zu ihren Gunsten verstanden. Gerrymandering wird hauptsächlich in den USA und England angewandt, da dort Organe mit parteipolitischen Zielen für die Bestimmung der Wahlbezirksgrenzen verantwortlich sind.