Ein Spätaussiedler ist eine Person deutscher Abstammung, die nach 1945 (oft nach 1990) aus osteuropäischen Staaten wie Polen, Russland oder Kasachstan nach Deutschland übersiedelt. Sie erhalten nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG) die deutsche Staatsbürgerschaft und Integrationshilfen. Viele stammen aus Familien, die seit Generationen in Osteuropa lebten, flohen aber aufgrund von Vertreibung, Diskriminierung oder wirtschaftlicher Not. Der Begriff grenzt sie von früheren Aussiedlern ab, die bereits in den 1950er–1980er-Jahren kamen.
Spätaussiedler sind Deutsche im Sinne des Grundgesetzes, die vornehmlich in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion als Angehörige der deutschen Minderheit leben und dann in die Heimat ihrer Vorfahren zurückkehren, um sich hier dauerhaft niederzulassen.