Der boreale Nadelwald (auch „Taiga“ genannt) ist die nördlichste Waldzone der Erde. Sie wird charakterisiert durch ein kontinentales Klima mit wenig Regen und starken Temperaturschwankungen mit bis zu -40 Grad C im Winter und um die 20 Grad C in den kurzen Sommern. Hauptbaumarten sind immergrüne, an Trockenheit angepasste Nadelhölzer wie Kiefern, Fichten und Tannen, in manchen Gebieten Skandinaviens auch Birken. Dort, wo die Temperaturen bis auf -50 Grad sinken, treten vermehrt nadelabwerfende Lärchen auf.
Der Boreale Nadelwald ist die am nördlichsten gelegene Vegetationszone, in der noch Bäume wachsen. Dieser Typus von Nadelwäldern zieht sich wie ein Gürtel über fast die komplette Nordhalbkugel. Das Wort "boreal" stammt aus der lateinischen Sprache ab (lat. borealis) und bedeutet "nördlich".